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Thema: Post von Intrum Justitia - Mäßige Forderungsaufstellung

  1. #1
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    Standard Post von Intrum Justitia - Mäßige Forderungsaufstellung

    Schönen Guten Abend Gemeinde.

    Ich habe vor ein paar Tagen Post von Intrum Justitia bekommen.
    Es geht wohl um eine Forderung welche gut 15 Jahre alt ist und es wohl einen Vollstreckungsbescheid gibt (mir allerdings nicht bekannt).
    Das mich das ganze nun beschäftigt ist klar, allerdings ist mir nicht klar wie ich nun am besten verfahren soll?

    Zum einen da man über das o.g. Inkasso Unternehmen nicht viel gutes findet und zum anderen weil mir die mitgesendete Kostenaufstellung etwas suspekt vorkommt.
    Die Kostenaufstellung setzt sich in dem Schreiben aus insgesamt 6 Posten zusammen welche auch nicht besonders Detailreich beschrieben sind, ist solch eine nicht besonders aufschlussreiche Kostenaufstellung überhaupt zulässig?
    Ich kenne es eigtl. so, das solche Aufstellungen bis ins kleinste Detail aufgeschlüsselt werden und dann auch gerne mal über mehrer Seiten gehen, dies ist wie bereits erwähnt nicht der Fall.

    Ich danke an dieser Stelle schon mal für die Hilfe.

  2. #2
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    Zitat Zitat von Gummel Beitrag anzeigen

    Zum einen da man über das o.g. Inkasso Unternehmen nicht viel gutes findet
    Das glaube ich Dir aufs Wort. Auf der anderen Seite wüsste ich aber auch kein Inkassobüro über das allenthalben Lobeshymnen gesungen würden.
    Zitat Zitat von Gummel Beitrag anzeigen
    und zum anderen weil mir die mitgesendete Kostenaufstellung etwas suspekt vorkommt.
    Auch das glaube ich Dir aufs Wort.
    Zitat Zitat von Gummel Beitrag anzeigen
    Die Kostenaufstellung setzt sich in dem Schreiben aus insgesamt 6 Posten zusammen welche auch nicht besonders Detailreich beschrieben sind, ist solch eine nicht besonders aufschlussreiche Kostenaufstellung überhaupt zulässig?
    Steht das sowas wie "Hauptforderung", "Zinsen", vorgerichtliche Kosten", "nachgerichtliche Kosten", "Gläubigerkosten"....?
    Dann ist das wohl keine richtige Kostenaufstellung sondern lediglich ein besserer "Dreizeiler".
    ... und nein, es steht nirgends geschrieben, dass die Zusendung eines Sechszeilers verboten ist. Viele schicken bei ihrer Standardpost nur die Gesamtsumme oder sogar gar keine. Oft steht da nur sowas wie "Zahlen Sie einfach mal 10 Euro, damit wir Ihren guten Willen sehen." Verboten ist auch das nicht.
    Auf Wunsch müssen sie Dir aber eine detaillierte Forderungsaufstellung schicken. Fordere doch mal eine solche an. Bei der Gelegenheit kannst Du die Forderung auch bestreiten wenn Du keine Ahnung hast was das ist und bitte andernfalls um eine Titelkopie. Hilfsweise kannst Du auch schonmal die Einrede der Verjährung erheben. Bei einer 15 Jahre alten Forderung ist sicher was verjährt - selbst wenn sie grundsätzlich korrekt tituliert wurde.
    Geändert von Caffery (28.11.2017 um 21:35 Uhr)

  3. #3
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    Zitat Zitat von Caffery Beitrag anzeigen
    Das glaube ich Dir aufs Wort. Auf der anderen Seite wüsste ich aber auch kein Inkassobüro über das allenthalben Lobeshymnen gesungen würden.
    Ist richtig Allerdings scheint dieses besonders "gut" zu sein?!

    Steht das sowas wie "Hauptforderung", "Zinsen", vorgerichtliche Kosten", "nachgerichtliche Kosten", "Gläubigerkosten"....?
    Ja, so in etwa ist es aufgelistet.

    Dann ist das wohl keine richtige Kostenaufstellung sondern lediglich ein besserer "Dreizeiler".
    ... und nein, es steht nirgends geschrieben, dass die Zusendung eines Sechszeilers verboten ist. Viele schicken bei ihrer Standardpost nur die Gesamtsumme oder sogar gar keine. Oft steht da nur sowas wie "Zahlen Sie einfach mal 10 Euro, damit wir Ihren guten Willen sehen." Verboten ist auch das nicht.
    Ah ok, ich dachte das dies irgendwie geregelt ist und daher genauer ausformuliert werden muss.

    Auf Wunsch müssen sie Dir aber eine detaillierte Forderungsaufstellung schicken. Fordere doch mal eine solche an.
    Das würde ich tun. Würde hierfür der Musterbrief: Anforderung einer Forderungsaufstellung ausreichen, wenn dieser etwas umformuliert wird?

    Bei der Gelegenheit kannst Du die Forderung auch bestreiten wenn Du keine Ahnung hast was das ist und bitte andernfalls um eine Titelkopie.
    Siehe oben.

    Hilfsweise kannst Du auch schonmal die Einrede der Verjährung erheben. Bei einer 15 Jahre alten Forderung ist sicher was verjährt - selbst wenn sie grundsätzlich korrekt tituliert wurde.
    Einen Tipp wie ich das formulieren kann, oder gibt es da auch eine art Muster für?

  4. #4
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    Auf der anderen Seite wüsste ich aber auch kein Inkassobüro über das allenthalben Lobeshymnen gesungen würden.
    Exkurs :-)
    Ich würde es anders beschreiben: Ist es bereits beim Inkasso, bedeutet es, dass man Schulden hat. Das ist bereits ein Thema, wo dann auch oft die Nerven blank liegen oder wo man aus Scham nicht drüber reden will. Eine Lobeshymne "Hey, super, ich bin gerne Kunde beim Inkasso XYZ. Gerne wieder" passt nicht, da man sich das ja nicht aussucht.
    Entscheidend ist daher vor allem das, warum die Leute sauer sind. Oft bezieht sich das, dass man am Telefon extrem mies behandelt wird (Ja, man sollte sowieso nicht anrufen) oder dass das Inkasso berechtigte Einwände überhaupt nicht hören will und dergleichen. So etwas ist dann aber auch berechtigterweise negativ.

    Wie dem auch sei.

    Bevor man sich mit der Forderungsaufstellung auseinandersetzt, würde ich nochmal einen Schritt zurück machen.
    und es wohl einen Vollstreckungsbescheid gibt (mir allerdings nicht bekannt).
    Du weißt, dass du beim Ursprungsgläubiger Schulden hast? Das passt auch von der Höhe bei der Hauptforderung? Oder ist neben dem unbekannten VB auch noch die eigentliche Forderung für dich unerklärbar? Das ist die erste Frage, die man sich stellt.

    Wenn dir das alles gar nichts sagt, würde ich das Inkasso zuerst auffordern, mal den VB in Kopie zu zu senden. Bei fehlerhafter Zustellung und wenn du den VB zum ersten Mal siehst, kann man auch jetzt noch Einspruch einlegen. Die Frist von 14 Tagen läuft dann ab dem Moment, wo die Zustellung geheilt ist bzw. du das zum ersten Mal siehst. Du musst halt beweisen, dass die Adresse falsch ist. Beispielsweise mittels Auszug vom Meldeamt, wo steht, dass du damals ganz woanders gewohnt hattest.

  5. #5
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    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    Du weißt, dass du beim Ursprungsgläubiger Schulden hast? Das passt auch von der Höhe bei der Hauptforderung? Oder ist neben dem unbekannten VB auch noch die eigentliche Forderung für dich unerklärbar? Das ist die erste Frage, die man sich stellt.
    Mir ist beides nicht bekannt. Schließe aber erstmal nicht aus das es sein könnte.

    Wenn dir das alles gar nichts sagt, würde ich das Inkasso zuerst auffordern, mal den VB in Kopie zu zu senden.
    Werde ich machen.

    Bei fehlerhafter Zustellung
    Heisst wenn auf dem VB eine falsche Wohnanschrift, zur damaligen Zeit, steht?

    Du musst halt beweisen, dass die Adresse falsch ist. Beispielsweise mittels Auszug vom Meldeamt, wo steht, dass du damals ganz woanders gewohnt hattest.
    Wenn ich mit o.g. richtig liege wäre das ja kein Problem.

  6. #6
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    Ja es geht um eine falsche Adresse bei der Zustellung.

  7. #7
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    Zunächst einmal besten Dank an Euch alle für die Hilfe.

    Allerdings bleibt noch die Frage mit der Einrede der Verjährung.
    Reicht es aus, wenn ich folgenden Vordruck (https://www.oerag.de/export/sites/oe...lage_OERAG.pdf) mit an die Anforderung einer Forderungsaufstellung anhefte oder sollte dies separat versendet werden?
    Ist dieses Formular generell in Ordnung für meine Anfrage?

  8. #8
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    Sorry für den Doppelpost, aber kann es ein das die Bearbeitungsfunktion für Post und Threadtitel deaktiviert ist?

  9. #9
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    Ein Zweizeiler reicht vollkommen, man muss dem Inkasso nicht erklären, wie die Verjährung berechnet wird.

    Sowas wie:

    hiermit erhebe ich die Einrede der Verjährung nach §214 BGB und bitte Sie mir eine Titelkopie, Kopie der Zustellungsurkunde, sowie eine bereinigte Forderungsaufstellung an mich zu senden.
    Nach Erhalt werde ich mich selbständig wieder mit Ihnen in Verbindung setzen.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Gummel Beitrag anzeigen
    Ist richtig Allerdings scheint dieses besonders "gut" zu sein?!
    Also ich finde es gibt deutlich "schlimmere". Was aber auch nicht als Liebeserklärung verstanden werden sollte.
    Zitat Zitat von Gummel Beitrag anzeigen
    Reicht es aus, wenn ich folgenden Vordruck (https://www.oerag.de/export/sites/oe...lage_OERAG.pdf) mit an die Anforderung einer Forderungsaufstellung anhefte oder sollte dies separat versendet werden?
    Ist dieses Formular generell in Ordnung für meine Anfrage?
    Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen frei verfügbare epische Vordrucke aus dem Netz zu verwenden. Du brauchst aber weder alles einzeln zu schicken, noch Dir bis ins Detail Gedanken um eine exakte juristische Formulierung zu machen. Du kannst das frei formulieren wie Du nun mal schreibst - so lange die betreffenden Schlagworte drin sind und klar wird was Du willst - dabei ist eine aufreizende Kürze m.E. auch gar nicht schlecht.

    In meinen Augen reicht z.b.:

    "Tag!

    Es wird Bezug genommen auf (Brief AZ). Ich habe keine Ahnung was Sie von mir wollen. Daher bestreite ich Ihre Forderung. Sollten Sie im Besitz eines rechtskräftigen Forderungstitels gegen mich sein senden Sie mir diesen in Kopie zu. In diesem Falle fordere ich Sie zudem auf mir eine detaillierte Forderungsaufstellung gegliedert nach Hauptforderung, Zinsen und Kosten zu übersenden.
    Ausdrücklich hilfsweise wird die Einrede der Verjährung erhoben. Dies gilt ebenfalls sowohl für Hauptforderung, Zinsen und Kosten. Entsprechend ist die Einrede bei o.g. Forderungsaufstellung bitte zu berücksichtigen.
    MFG"

    Natürlich spricht aber auch nichts dagegen epische Mustertexte zu kombinieren. Aber bitte nur einen Brief schreiben

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