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Thema: 5 Forderungen bei Sirius Inkasso HF + Mahnngebügren +Zinsen bezahlt jedoch deine RVG

  1. #1
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    Standard 5 Forderungen bei Sirius Inkasso HF + Mahnngebügren +Zinsen bezahlt jedoch deine RVG

    *keine


    Hallo meine lieben,
    es geht hier um korrekte Forderungen von der Firma Zalando gegen mich.

    Folgendes ist passiert, ich habe 5 Bestellungen getätigt und nicht bezahlt (aus Dummheit). Die Forderungen sind von 2014.
    Das ganze lief nun so ab:
    Zalando hat mich angemahnt und angeblich Sirius Inkasso mit dem Auftreiben der Forderung beauftragt. Ich habe nicht geantwortet und dann hat Sirius Inkasso die Forderung bei Zalando aufgekauft.
    Angeblich hat mich dann deren Vertragsanwalt angeschrieben (RA Wagner Pauls und Kalb) und ich habe wieder nicht geantwortet.

    Dieses Jahr habe ich meinen Entscheidenten Schritt gemacht und sehr viele offene Sachen bezahlt im Schnitt über 6000€.

    Darunter habe ich auch Die 5 Bestellungen ausgeglichen mit jeweiliger Überweisung auch den Verwendungszweck:
    Zweckgebunden Hauptforderung, Zinsen und Mahngebühren(10€ habe ich da veranschlagt).

    Nun hängt mir Sirius Inkasso schon sehr lang mit dem Verzugsschaden von jeweils 5* 70€ 1,3 RVG + Auslagen im Genick.

    Ich wollte euch da mal gerne Fragen was Ihr denkt, wird Sirius Inkasso da einen Mahnbecheid bzw Vollsteckungsbescheid jeweils nur für die Kosten rausschicken?

    Ich muss nun abwegen ob ich das ganze Zahle, dann wäre aber mein Weihnachten ruiniert oder es so mache wie es bei sehr vielen hier geklappt hat; Zweckgebunden ohne Inkassokosten, wie ich es bereits gemacht habe.

    Hätte ich einem Mahnbescheid irgendetwas entgegenzusetzen?

    Denn nun wieder 5 Vollstreckung mit jeweiligen Kosten würden locker noch einmal das doppelte Kosten.

    Vielen Dank und einen schönen Abend!
    Geändert von devop911 (08.11.2017 um 21:48 Uhr) Grund: typo

  2. #2
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    und angeblich Sirius Inkasso mit dem Auftreiben der Forderung beauftragt
    Mal eine kurze Frage: War das alles zeitlich eng beisammen oder waren die Inkasso-Schreiben zu den 5 Bestellungen über viele Wochen verteilt. Ich frage deswegen, weil man ggf. darauf bestehen kann, dass das alles zu einem Vorgang zusammengefasst wird. Dann fallen auf jeden Fall schonmal 4 Inkassogebühren weg.

  3. #3
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    Tach!
    Zitat Zitat von devop911 Beitrag anzeigen

    Nun hängt mir Sirius Inkasso schon sehr lang mit dem Verzugsschaden von jeweils 5* 70€ 1,3 RVG + Auslagen im Genick.

    Ich wollte euch da mal gerne Fragen was Ihr denkt, wird Sirius Inkasso da einen Mahnbecheid bzw Vollsteckungsbescheid jeweils nur für die Kosten rausschicken?
    Wenn Du wirklich nur 10 Euro Inkassovergütung gezahlt hast (definitv zu wenig) ist das nicht gänzlich unwahrscheinlich - ich würde aber eher zart zu "Nein" tendieren . Erklärung folgt...
    Zitat Zitat von devop911 Beitrag anzeigen
    Hätte ich einem Mahnbescheid irgendetwas entgegenzusetzen?
    Ja, hättest Du. Zunächst mal die von mepeisen bereits erwähnte Anmerkung, dass die ihre Forderungen u.U. auch in einen Vorgang hätte zusammenfassen müssen wenn die Bestellungen zeitlich derart nah zuammen gelegen haben. Die Neigung zu möglichst vielen Vorgängen ist in der Branche nicht ganz ungewöhnlich - verstößt aber unter Umständen gegen die Schadensminderungspflicht.

    Außerdem ist eine 1,3er Gebühr meines Erachtens zu hoch - wenn der Gläubiger tatsächlich erheblichen Aufwand betrieben haben sollte (was Deiner mit hoher Sicherheit nicht hat) kann man vielleicht noch eine 0,8er oder 1,0er Gebühr rechtfertigen.
    Wenn Leute Geld haben und einen Inkassogläubiger empfehle ich in der Regel die Hauptforderung, Zinsen, nachgewiesene Kosten und eine 0,5er Inkassogebühr (bei HF bis zu 500 Euro sind das 27 Euro) zu zahlen. Ich hätte noch niemals gehört, dass Inkassos am Ende auf mehr geklagt hätten.

    Daraus ergibt sich auch dann die geringe Wahrscheinlichkeit die ich darauf wetten würde, dass die ihre (über 10 Euro hinausgehenden) Inkassokosten wirklich einklagen würden. Für den Fall, dass die fünd einzelnen Vorgänge überhaupt so haltbar sind würde ich den Bescheiden komplett widersprechen und die 17 Euro Differenz "zur Klaglosstellung" überweisen. Wenn die dann wirklich auf mehr klagen sollten... dann sollten mich die Hunde beißen.
    Geändert von Caffery (09.11.2017 um 19:21 Uhr)

  4. #4
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    Hallo, ich danke euch. Ich habe jetzt noch ein mal alle Unterlagen gesichtet und gemerkt das die Forderungen tatsächlich in 3 Inkassonummern zusammengefasst wurden! Habe jetzt 2 von 3 wie empfohlen überwiesen mit Verwendungszweck: Zweckgebunden RVG 0.5 plus Auslagen Inkassonummer 0815. 27€

    Eine Mail haben sie auch bekommen in der ich der 1,3RVG widerspreche und sie aufforderte ein Erledigungsschreiben zu schicken. Denke von den hör ich nichts mehr vom Gericht.

    Die dritte und letzte Rechnung zahle ich im Dezember, da ich jetzt nur noch 20€ habe für den Monat :x


    Ich hätte noch ein anderes anliegen falls mir da jemand helfen kann:

    Ich habe von 2014 bis 2017 eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht und kein BAföG oder sonstige Transferleistungen beantragt, ledendlich habe ich Kindergeld bekommen welches dann 2016 gestrichen wurde.

    Insgesamt habe ich in der Zeit zwischen 580€ und 633€ verdient abzüglich Fahrtkosten 130€ und Miete 385€ plus Strom etc. hatte ich wesentlich weniger Geld zu Verfügung als ein Alg2 Empfänger. In dieser Zeit habe ich keine GEZ Gebühren gezahlt und somit diesen Monat ein en Vollstreckungstitel bekommen und diese 700€ schon ausgeglichen.

    Diese GEZ Gebühren sind ja nachträglich rückerstattbar im Härtefall. Wie sehr ihr das, habe ich chanchen mein Geld wieder zu bekommen?

    Wie würdet ihr Argumentieren?

    Vielen Dank!

    Grüße
    Geändert von devop911 (10.11.2017 um 00:38 Uhr)

  5. #5
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    Wie sehr ihr das, habe ich chanchen mein Geld wieder zu bekommen?
    Auf jeden Fall musst du dich sofort kümmern, denn die rückwirkende Befreiung geht ja auch nur für 3 Jahre. Also sofort den Antrag stellen auf rückwirkende Befreiung. Das zu probieren, kostet dich ja im Prinzip erst mal nur Briefporto. Lege alles genau dar, rechne vor, wie wenig du bekommen hast und dass dies einen entsprechenden Härtefall darstellt.

    Die Chancen, da direkt vom Beitragsservice als Härtefall anerkannt zu werden, tendiert leider eher in Richtung 0. Das liegt aber vor allem auch daran, dass der Beitragsservice das selten einsieht. Insofern muss man Glück haben oder den Mut, das dann auch vor Gericht durchzufechten (wo die Chancen vielleicht gar nicht so schlecht stehen dürften). Wie gut die Chancen am Ende vor Gericht stünden, da können andere User vielleicht aus ihrer Erfahrung heraus etwas mehr sagen.

  6. #6
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    Mein Lieblingsthema Beitrags"service" *würg*

    Ich sehe da leider schwarz.

    Der "Service" hat für den Fall des Verzichts auf Sozialleistungen extra einen ziemlich eindeutigen Passus in seine Regularien geschmiedet der da besagt:

    Voraussetzung für eine Härtefallbefreiung wegen Verzichts auf Sozialleistungen:

    "Eine Sozialleistung wurde bewilligt und Sie haben bei der Sozialbehörde schriftlich darauf verzichtet (§ 46 Abs. 1 SGB I). Neben dem Befreiungsantrag benötigt der Beitragsservice den Bewilligungsbescheid der Sozialbehörde und die Verzichtserklärung."


    Ich kenne das auch aus der Praxis nicht anders. Als die rückwirkende Befreiung eingeführt wurde habe ich in eigenen ähnlichen Fällen versucht dem "Service" die ein oder andere Haushaltssituation anhand reliabler Zahlen vorzurechnen. Daraus ging jeweils eindeutig hervor, dass die betreffende Person Einkünfte unterhalb des Existenzminimums hat(te). Die Antwort war immer die Gleiche (siehe oben).
    Soll heißen: Völlig egal wie eindeutig die Situation ist/war - das bloße eigenständige Vorrechnen führt meines Wissens zu nichts.

    Die wollen immer einen Zettel der Sozialbehörde sehen auf dem sinngemäß steht: "Person X bezieht/bezog Einkommen unterhalb des Existenzminimums bzw. würde durch die Zahlung der Beiträge unter diesen Satz rutschen."

  7. #7
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    Hallo kleiner Nachtrag:
    Habe wie von euch vorgeschlagen jeweils eine 0.5RVG insgesamt also 3 Mal 27€ überwiesen. Dann kam ein Schreiben von Sirius zurück a la blabla... 1,3 Rechts ...blabla Vollstreckung blabla...

    Habe dann nochmal geschrieben, dass ich keine Briefe mehr von Sirius Inkasso erhalten möchte und sie doch bitte Klagen sollen.

    Dann kam ein Brief zurück dass sie meine Rechtsauffassung nicht teilen aber aus Kulanz die Forderung einstellen.
    Dafür danke nochmals.

    Mit der GEZ habe ich jetzt nichts mehr versucht, was mir zu blöd und die Gerichtsvollzieherin war ja eh schon beauftragt deswegen habe ich die 850€ nun überwiesen :x

    Nun kam noch etwas von RA Heyl.. ich hatte Mal ein Konto mit einer kostenlosen Kreditkarte die nach einem Jahr 20€ im Jahr gekostet hätte. Die habe ich damals aber schriftlich gekündigt aber nie Antwort von der Postbank bekommen.... Ich habe jetzt widersprochen und habe mich auf meine Freundin als Zeugin berufen, mit dem Zusatz das ich ein Vollstreckungsbescheid widerspreche... Mal schauen ob es dem Anwalt die 69€ Wert sind. Das kann ich dieses Jahr definitv nicht mehr Stämmen... Die Forderung verjährt am 31.12.2017...


    Jetzt sind es nur noch 1600€ Schulden also im Februar hoffentlich Ruhe

  8. #8
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    Glückwunsch!
    Zitat Zitat von devop911 Beitrag anzeigen
    Dann kam ein Brief zurück dass sie meine Rechtsauffassung nicht teilen aber aus Kulanz die Forderung einstellen.
    Das ist das absolut höchste der Gefühle was man erwarten kann. Von einem Schreiben ala "Sie haben völlig recht! Es tut uns leid. Selbstverständlich müssen Sie nicht mehr zahlen!" habe ich noch nie gehört.
    Zitat Zitat von devop911 Beitrag anzeigen
    Mit der GEZ habe ich jetzt nichts mehr versucht, was mir zu blöd und die Gerichtsvollzieherin war ja eh schon beauftragt deswegen habe ich die 850€ nun überwiesen :x
    Das ist aber schade. Mit Vergleichen im Bereich von 1/3 habe ich bei dem "Laden" bislang nicht selten gute Erfahrungen gemacht - wenn die Gesamtkonstellation stimmt.
    Zitat Zitat von devop911 Beitrag anzeigen
    Nun kam noch etwas von RA Heyl.. ich hatte Mal ein Konto mit einer kostenlosen Kreditkarte die nach einem Jahr 20€ im Jahr gekostet hätte. Die habe ich damals aber schriftlich gekündigt aber nie Antwort von der Postbank bekommen.... Ich habe jetzt widersprochen und habe mich auf meine Freundin als Zeugin berufen, mit dem Zusatz das ich ein Vollstreckungsbescheid widerspreche... Mal schauen ob es dem Anwalt die 69€ Wert sind. Das kann ich dieses Jahr definitv nicht mehr Stämmen... Die Forderung verjährt am 31.12.2017...
    Dann solltest Du da wohl erstmal nichts machen - im Sinne von gar nichts. Also auch keine "Widersprüche" oder sowas - es sei denn es kommt ein Mahnbescheid natürlich.

  9. #9
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    Hallo Caffey, ich habe nun trotz deiner Warnung einen Widerspruch an Ralf Heyl gesendet, da ich der Meinung war, dass versucht wurde hier nochmals kurz vor Verjährung einen Vollstreckungsbescheid zu versenden und ich tatsächlich keine Bestätgigung habe, dass ich das Schreiben an die Postbank mit der Kündigung damals versendet habe.
    Nun wurde mir heute bescheid gesagt, dass man nochmal bei der Postbank eine Rückfrage eingereicht hat und sich entsprechend im Januar nochmals meldet.

    Der Negative Kontostand bei der Postbank ist ja durch diese Kreditkarte entstanden die ich damals fristgerecht Gekündigt habe. Jetzt Frage ich mich ob allein durch die Tatsache, dass das Konto belastet wurde die 3 Jährige Verjährungsfrist entsprechend gehemmt wird (BGB Verbraucherkredit). Die Frage ruht daher, dass die Postbank nun sagen könnte das wäre dann mein Dispotkredit.

    Viele Dank schon einmal.

  10. #10
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    Zitat Zitat von devop911 Beitrag anzeigen
    Der Negative Kontostand bei der Postbank ist ja durch diese Kreditkarte entstanden die ich damals fristgerecht Gekündigt habe. Jetzt Frage ich mich ob allein durch die Tatsache, dass das Konto belastet wurde die 3 Jährige Verjährungsfrist entsprechend gehemmt wird (BGB Verbraucherkredit). Die Frage ruht daher, dass die Postbank nun sagen könnte das wäre dann mein Dispotkredit.
    Wenn Du einen Dispo hattest m.E. Ja zur 10 Jahre Hemmung, wenn Du keinen hattest und es somit nur eine geduldete Überziehung war m.E. Nein.

    Auf jeden Fall hast Du nun nach meinem Empfinden durch Dein Handeln eine Hemmung der Verjährung für 6 Monate erreicht, selbst wenn der 497er BGB hier keine Anwendung finden könnte. Somit hätte Heyl nun wahrscheinlich ohnehin noch ein halbes Jahr mehr Zeit.

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