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Thema: Schreiben an die ganzen Mahngerichte

  1. #1
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    Standard Schreiben an die ganzen Mahngerichte

    Guten Abend,
    kurz ein paar Worte zu mir.Ich bin 41 Jahre, verheiratet mit einem Kind und versuche endlich meine Schulden in den Griff zu bekommen.

    Am Mittwoch war mein Termin bei der Schuldnerberatung der Caritas wo ich Forderungen von 2 Gläubigern in Höhe von ca 25000€ vorlegen konnte.
    In dem Gespräch bin ich mit der Beraterin zu dem Entschluss gekommen das ich in die Private Insolvenz gehen werde.
    Wie ich jetzt hier im Forum lesen konnte ist es sehr wichtig für eine RSB alle Gläubiger anzugeben.In der Schufa und Infoscore gab es insgesamt drei Einträge wobei einer mit dem Merkmal uneinbringlich geführt wird.
    Meine Überlegung war es eigentlich gewesen alle Mahngerichte in Deutschland anzuschreiben um zu erfahren ob dort noch irgendwelche alten Mahnbescheide gegen mich schlummern.Nun sagte mir aber die Schuldnerberaterin das es ausreicht wenn ich mir eine Zugang auf Vollstreckungsportal.de beantrage und dort nachsehe was gegen mich gespeichert ist.
    Creditreform habe ich jetzt mal eine Selbstauskunft beantragt.Ich habe schon etwas bammel das ich meine geplante Inso in den Sand setze wenn ich Forderungen vergesse die vor 20 Jahren entstanden sind.

    Gruß canti

  2. #2
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    Hi,
    Zitat Zitat von Canti Beitrag anzeigen
    Nun sagte mir aber die Schuldnerberaterin das es ausreicht wenn ich mir eine Zugang auf Vollstreckungsportal.de beantrage und dort nachsehe was gegen mich gespeichert ist.
    der Kollege scheint noch nie das Portal - wozu man sich übrigens auch erst anmelden muss - genutzt haben. Zum einen stehen dort nur Vollstreckungen ab 2013 drin und zum anderen (Test-)Abfragen von öffenlichen Stellen.

    Schufa, Infoscore, CEG Creditreform und Bürgel sollten ausreichen, um Deine Bemühungen ggf. zu belegen. Zusätzlich rate ich immer noch dazu, den zuständigen Gerichtsvollzieher um Auskunft zu bitten, wenn seine Schreiben verschütt gegangen sind.

    Gruß
    Ingo

  3. #3
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    Phew, ich bin froh sowas zu lesen. Habe das auch lange angeraten bis ich mir das mal selbst angesehen habe. Seit dem erspare ich den Leuten aus den gleichen Gründen die Nummer mit dem Vollstreckungsportal, musste mir aber schon häufig von Kollegen anhören: "Was? Das machst Du nicht!? Das sollte doch Standard sein!"

    Die genannten Auskunfteien reichen auch meiner Meinung nach völlig.

    Danke Ingo

  4. #4
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    Danke für eure Beiträge.
    Ich habe gestern noch eine Selbstauskunft bei CrifBürgel angefordert.Ist das ungefahr das gleiche wie Bürgel in Hamburg?
    Mich hat es echt gewundert das in der Schufa nur sowenig Einträge vorhanden waren.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Canti Beitrag anzeigen
    Ich habe gestern noch eine Selbstauskunft bei CrifBürgel angefordert.Ist das ungefahr das gleiche wie Bürgel in Hamburg?
    Es gab da wohl eine Fusion, von daher ist es nicht ungefähr das Gleiche, sondern exakt.
    Zitat Zitat von Canti Beitrag anzeigen
    Mich hat es echt gewundert das in der Schufa nur sowenig Einträge vorhanden waren.
    Klingt ja nach einem bewegten Leben. Die Hauptsache ist, dass dies nun der Vergangenheit angehört sonst ist die ganze Veranstaltung natürlich müßig und würde Deine Situation eher noch verschlechtern.

    Du solltest in jedem Falle die genannten Auskunfteien anfragen. Für den Fall, dass ein vergessener Gläubiger sich echauffiert kannst Du so sehr gut darlegen, dass Du alles mögliche versucht hast ihn zu ermitteln.

    Die Schufa ist halt von vielen Datensammelkrakenfirmen nur eine, wenn auch die Bekannteste. Bei vielen Leuten ist der Markenname "Schufa" aufgrund der Bekanntheit einfach zum gefügelten Wort mutiert (ähnlich wie Tempo oder Google), woraus wohl der weit verbreitete Irrglaube entstanden ist, dass die quasi "alle Schulden sammeln".

  6. #6
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    Selbstauskünfte.net ist eine gute Anlaufstelle. Darüber werden so ziemlich alle IB's und Auskunftsbuden angeschrieben.

  7. #7
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    Boniversum-Creditreform war auch gerade am Briefkasten.Zu meinem Überraschen nur eine offene Forderung von 1997 in Höhe von 470€ eingetragen.Die sollte ich eigentlich als Vergleich mit Einmalzahlung hinbekommen.
    Jetzt warte ich noch auf Bürgel und werde gleich mal ein Schreiben für die Gerichtsvollzieher hier an meinem zuständigen Amtsgericht fertig machen.Schauen ob sich da noch was findet.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Canti Beitrag anzeigen
    Die sollte ich eigentlich als Vergleich mit Einmalzahlung hinbekommen.
    Wozu denn bitte das?

  9. #9
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    Wozu willst Du einen Vergleich für einen einzelnen machen bei 25.000 EUR Schulden ? Es bringt Dir garnichts wenn Du einen oder ein paar Gläubiger los bis aber immer noch so einen Batzen Restschulden hast das Du die Inso machen musst...

    Hier mal der gängige Ablauf

    1. Du sammelst alle Forderungen die Du hast soweit Du es noch weißt.
    2. Da wo Du unsicher bist schreibst Du ggf. hin ob Forderungen bestehen
    3. Alles in eine Tabelle, am besten mit Entstanden am, Ursprungsforderung, aktuelle Forderung.
    4. Das nimmst Du mit allen Forderungsunterlagen Die Du aktuell hast zur Schuldnerberatung mit
    5. Diese macht mit Dir zusammen einen Außergerichtlichen Zahlungsvorschlag an die Gläubiger
    6. Wenn dieser Angenommen wird Zahlst Du ab.... wenn nicht...gilt es als gescheitert und Du füllst den Insolvenzantrag aus
    7. Diesen reicht Du dann bei Gericht ein
    8. Nach 1 Woche bis 3 Monaten etwa wird das Verfahren wohl eröffnet werden
    9. Der Insolvenzverwalter meldet sich bei Dir für ein Gespräch, Du gibst nochmal Auskunft über Vermögen etc. und was Pfändbar ist.
    10. Jetzt wird 6-24 Monate etwa Alls Pfändbare Vermögen gepfändet...oder Du kannst es freiwillig an den Verwalter Abführen. Evtl. verlangt der Verwalter von Dir das Du nur noch 1 Konto führst und das ein P-Konto sein muss.
    11. diese Eröffnungsphase dauert wiederum meistens 6-12 Monate (kann aber auch die ganzen 6 Jahre dauern). Am ende findet die Schlussverteilung statt
    12. Nach der Eröffnungsphase ist nun ermittelt was Pfändbar ist und welches Vermögen zur Verteilung verfügbar ist. Das Vermögen kann verteilt werden. Es gibt nochmal 1-2 Monate Zeit für den Widerspruch der Schlussverteilung.
    13. Nach Erfolgter Schlussverteilung hast Du eine Angemessene Tätigkeit auszuüben (deiner Ausbildung, dem Alter und deiner Gesundheit entsprechend. Im Idealfall halt Vollzeit). Oder dich um eine solche zu Bemühen.
    14. Nun bist Du in der Wohlverhaltensphase. Es wird nur noch das Gehalt Außerdem kannst Du so viele Konten haben wie Du willst. Und ein P-Konto ist unnötig (außer es sollte weiter vom Konto gepfändet werden)
    15. Hast Du nach insgesamt 3 Jahren seit Eröffnung mindestens 35% der Gesamten Forderung (inklusive aller Kosten) zusammen, dann kannst Du einen Antrag auf Vorzeitige Restschuldbefreiung stellen (Bestätigung vom Insolvenzverwalter beilegen und ggf. erklären aus welchen Mitteln dies geschah)
    16. Hast Du in den ersten 5 Jahren die Kosten für das Verfahren (Verwalter und Gerichtskosten) Bezahlt, dann kannst Du zumindest hier auch eine Vorzeitige Restschuldbefreiung nach 5 statt 6 Jahren beantragen.

    17. Du kannst jederzeit (unter Genehmigung mit dem Gericht) einen Vergleich schließen mit allen Gläubigern gemeinsam. Z.B. wenn Dir ein Verwandter Geld geben würde dafür... da reichen wohl oft so 10-70% der Forderung und das wird dann zusammen mit dem Gericht gemacht. So kannst Du vor Ablauf der 3,5 oder 6 Jahre die Inso beenden.

    18. Ansonsten findet am Schluss halt nochmal eine Prüfung des ganzen statt und wir Wird dann ggf. die Restschuldbefreiung erteilt. Einwände dürfen nur Erkenntnisse erhalten die innerhalb der letzten 6 Monate vor dem Einwand nicht bekannt waren.

    19. Etwa nach 3 weiteren Jahren ist das Verfahren auch aus der Schufa etc. gelöscht


    Im übrigen melden oft nicht alle Gläubiger Ihre Forderung an weil sie die abgeschrieben haben etc. Oder der Verwalter ermittelt sie als ungültig. Forderungen müssen auch innerhalb der Eröffnungsphase von Gläubigern angemeldet werden. Das Verfahren ist Öffentlich, wer sich nicht meldet aber auch von Dir nicht bekannt war der hat Pech gehabt danach. So kann es sein das aus 25.000 Forderung mal 10.000 werden.

  10. #10
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    Dachte halt das die 400€ eine kleine Forderung sind und dachte das räume ich vorher noch aus der Welt.
    Dann werde ich wohl in Privatinsolvenz gehen da ich mir nicht denken das kann das Dohr Inkasso irgendeinen Vorschlag zur aussergerichtlichen Einigung akzeptieren wird. Das hat sich für mich so rausgelesen nachdem ich die Forderungsaufstellung mir habe schicken lassen.
    Wenn nun aber doch alle Gläubiger zustimmen sollten bei dem AEV und es kommt zu solch einem wie verhält es sich dann eigentlich wenn dann doch noch ein Gläubiger auftauchen sollte der unabsichtlich vergessen wurde.Dann würde der doch nicht in die Einigung fallen und müsste dann wieder seperat wegen Abzahlung ausgehandelt werden oder?
    So wie es aussieht könnte ich innerhalb von meiner Familie ein Darlehen von 5000-6000€ zur Verfügung gestellt bekommen.Dieses Geld könnte ich schon im AEV anbieten was die Schuldnerberaterin anbietet.
    Und theoretisch wenn ich das hier im lesen im Forum richtig verstanden könnte ich doch auch den Einspruch der Verjährung wegen den Zinsen stellen?Denn bei der 20000€ Forderung sind ca 7000€ Zinsen drauf.Und bei der 4000€ Forderung sind es knapp 3000€ Zinsen.Weil ein wirklich Batzen sind meist die Zinsen bei beiden Forderungen.Hauptforderungen sind bei beiden großen Sachen einmal 1000€ und 8000€.

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