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Thema: Obliegenheiten

  1. #11
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    Hi,
    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Warum kommt es kaum vor?
    vermutlich weil die Gläubiger nach 6 Jahren den Fall nicht in den insolvenzbekanntmachungen verfolgen.

    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    muss der IV sich entweder damit zufrieden geben was freiwillig oder in der Pfändbaren höhe gezahlt wird... oder er muss darauf bestehen das Sie sich weiter auf Vollzeit bewirbt.
    Das ist aber nicht sein Job. Er hat nur pfändbares Einkommen oder eben freiwillige Zahlungen zur Masse zu ziehen und dem Gericht zu berichten.

    Gruß
    Ingo

  2. #12
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    vermutlich weil die Gläubiger nach 6 Jahren den Fall nicht in den insolvenzbekanntmachungen verfolgen.
    Da steht doch eh nicht drinne ob der Schuldner Vollzeit Arbeitet oder nicht und wie sein Gesundheitszustand ist usw.

    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Das ist aber nicht sein Job. Er hat nur pfändbares Einkommen oder eben freiwillige Zahlungen zur Masse zu ziehen und dem Gericht zu berichten.
    Naja, es sind immer noch Menschen die Ihren Charackter (Hilfsbereit, Gewinnmaximiert, Uninteressiert oder Dienst nach Vorschrift ohne eigenem Kopf) mit einfließen lassen. Fehler können die ebenfalls machen.
    Daher läuft eben jedes Verfahren etwas anders. Fängt ja schon mit Freigaben an...Zudem erstattet der IV ja immer Bericht und kann auch Positiv oder negativ über den Schuldner bei Gericht und gegenüber den Gläubigern sprechen.
    Wenn es heißt.. Sie bemüht sich und zahlt Freiwillig mehr als sie müsste und ein Vollzeitjob würde wohl weniger oder nichts abwerfen... wird das die Gläubiger wohl Positiver Stimmen wie... Sie bemüht sich garnicht nach besser bezahlter Arbeit und will es mit wenig Arbeitsstunden aussitzen.

    War ja nun auch 3x vor Gericht und weiß das Die da zwar bestimmte Formulierungen für Anträge etc. im Anwalts-Blabla brauchen wo sogar Anwälte manchmal überfordert sind, aber die reinen Inhalte werden in halbwegs normaler Sprache vorgetragen.

  3. #13
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    Man kann bei dem Thema auch den Fakt ins Auge fassen, dass es sich hier zweifellos in aller Regel um Massenveranstaltungen handelt.

    Wenn ein Verwalterbüro 700-800 Verfahren gleichzeitig aufm Tisch hat und davon locker 3/4 masselose Standardverfahren sind bei denen kein Blumentopf zu gewinnen ist, liegt es häufig in der Natur der Sache, dass diesen nur rudimäntare Aufmerksamkeit zuteil wird so lange man den Verwalter nicht z.b. durch ungeschicktes Verhalten dazu bringt die Sache persönlich zu nehmen. Aber man kann sich eben nicht drauf verlassen.

    Ganz ähnliches gilt für das Risiko von Versagungsanträgen. Wenn ein Insolaner ausschließlich Forderungen bei Masseninkassos wie KSP/HFG, Infoscore/Haasis und Konsorten mit ins Verfahren bringt ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sich da überhaupt mal ein Mensch den Einzelfall anguckt. Verlassen kann man sich aber auch darauf natürlich nicht. Wenn man aber Gläubiger mit ins Verfahren bringt die es aus welchem Grund auch immer "persönlich nehmen" ist das Risiko umso größer, dass auch nach kleinsten "Verfehlungen" Ungemach droht.

  4. #14
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    Hi,
    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Zudem erstattet der IV ja immer Bericht und kann auch Positiv oder negativ über den Schuldner bei Gericht und gegenüber den Gläubigern sprechen.
    das Gericht kann nicht mehr als ggf. noch offene Stundung zu widerrufen und Gläubigern wird i.d.R. nichts berichtet.

    Gruß
    Ingo

  5. #15
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    Stundung betrifft Verfahrenskosten ? Sind eh getilgt.

    Letzteres bezweifel ich aber, die Gläubiger müssen doch erfahren was jemand verdient und wie er arbeitet oder nicht. Sonst könnten sie ja auch nichts dazu sagen.

  6. #16
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    Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber wo steht, dass der Schuldner Vollzeit arbeiten muss? Er muss sich um eine Erwerbstätigkeit bemühen, aber ich kann dem nicht entnehmen, dass das 100 % sein müssen.

  7. #17
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    Zitat Zitat von DieSeebaerin Beitrag anzeigen
    Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber wo steht, dass der Schuldner Vollzeit arbeiten muss? Er muss sich um eine Erwerbstätigkeit bemühen, aber ich kann dem nicht entnehmen, dass das 100 % sein müssen.
    Das steht nirgendwo. Es steht drin, dass sich um eine angemessene Erwerbstätigkeit bemüht werden muss.
    Bitte frag aber nicht, was "angemessen" ist..

  8. #18
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    Richtig. Angemessen muss es sein.

    Bedeutet der Ausbildung, Berufserfahrung, dem Alter und Gesundheitszustand so wie der Marktlage entsprechend.

    Ein 25 Jähriger kerngesunder studierter mit 3 Jahren Berufserfahrung und einer Ausbildung der bisher immer 3.000.- Brutto hatte wird wohl keinen 20h Job annehmen dürfen wo er mit 1400.-Brutto raus kommt. Jedenfalls nicht ohne sich weiter zu bewerben auf einen wo er 40h hat bzw. 3.000.- brutto hat.

    Ein 40 Jähriger alleinerziehender Familienvater ohne Studium, mit wenig bis keiner Berufserfahrung und/oder Ausbildung und evtl. gesundheitlichen Problemen hingegen hätte wohl eine ganz andere Angemessenheitsregelung.



    Also Ja, Vollzeit steht nirgendswo. Es muss angemessen sein. Was Angemessen ist, entscheidet im Zweifel dann das Gericht nach einem Widerspruchsverfahren.

    Die Frage ist auch wie und wann Gläubiger das machen sollten. Ich vermute mal wenn dann würde der IV mitteilen das man sich weiter bewerben müsse oder was anderes suchen etc.
    Bei mir ist derzeit die (erste) Schlussverteilung dran und es gab jedenfalls momentan keine Widersprüche zur RSB. Allerdings gibt es die Obliegenheitspflicht der Angemessenen Erwerbstätigkeit wohl auch erst nach der Eröffnungsphase (also in der Wohlverhaltensphase). Bei mir scheint die Teilzeit ok zu sein. Der Verwalter kritisiert es nicht und mein Arzt findet es auch besser so. Dennoch bleibt immer ein wenig die Angst weil man ja theoretisch mehr verdienen könnte.

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