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Thema: Gesetzliche Betreuung in Finanzangelegenheiten

  1. #1
    Registriert seit
    10.09.2015
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    23

    Standard Gesetzliche Betreuung in Finanzangelegenheiten

    Hallo,

    ich war lange nicht aktiv. Hat jemand von Euch jemals überlegt eventuell sich von einem gesetzlichen Betreuer in Finanzangelegenheiten betreuen zu lassen.

    Ich habe relativ gut ausgeprägt ADHS und nehme Medikamente. Seit dem Insolvenzverfahren habe ich die meisten Sachen im Griff. Jedoch, stellte ich zB fest, dass ich eine Steuererklärung nie im Leben alleine hinbekomme. Deswegen bin ich Mitglied in einem Lohnsteuerhilfeverein. Allerdings habe ich immer noch Schwierigkeiten mit den Unterlagen. Ich habe es mir überlegt, ob ich einfach mich 2-3 Jahre betreuen lasse um die ganzen Rückstände aufzuholen. Allerdings meine Psychiaterin und Psychologin sind beide der Meinung, dass das nicht notwendig sei und dass ich mit Mühe auch ohne Betreuung heraus komme.
    Der schwierigste Vormarsch ist der Rückzug zur Vernunft.
    (Bertolt Brecht)

  2. #2
    Registriert seit
    21.04.2017
    Beiträge
    56

    Standard

    Eine rechtliche Betreuung ist eigentlich nicht dazu da, Dir als "Sekretariat" in den nächsten 3 Jahren die Unterlagen zu sortieren und aufzuräumen.
    Sie sollte dann angeordnet werden, wenn Du gesundheitlich nicht dazu in der Lage bist, Deine Angelegenheiten zu erledigen.
    Ansonsten gehst Du mit dem Lohnsteuerhilfeverein doch schon einen guten Weg. Was sind Schwierigkeiten mit den Unterlagen?
    Mach Dir drei oder vier Ordner mit Registern für Versicherungen, Miete, Nebenkosten, Steuern und den ganzen Sums. Was eingeht wird geprüft, ob man was machen muss, falls nicht, wird´s abgeheftet. Falls doch wird´s erledigt und dann abgeheftet. Das ist Mühe und Aufwand, ja aber es hilft ungemein. Auch weil es das Gefühl vervollständigt, selbst seinen Krempel regeln zu können.
    Mach es Dir nicht zu bequem! Ist nicht böse gemeint. Dein Weg ist gut, ganz sicher. Geh den nächsten Schritt in die Selbständigkeit.

    Solltest Du nach wie vor eine rechtliche Betreuung für erforderlich halten, solltest Du Dir nur darüber klar werden, in welchem Aufgabenkreis Du tatsächlich Hilfe benötigst.
    Auf den ersten Blick klingt das nach vermutlich "Umgang mit Behörden" und "Vermögenssorge". Möglich? Ja. Erforderlich? Eher fraglich.

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