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Thema: Lohnnachzahlung in der WVP

  1. #1
    Registriert seit
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    Standard Lohnnachzahlung in der WVP

    Hallo,

    ich befinde mich in der WVP und bin durch die ganze Insolvenz durchgängig beim selben Arbeitgeber beschäftigt gewesen.

    Mein Problem ist nun das ich plötzlich seit März 2017 bei meinem Arbeitgeber darum kämpfen muss das ich Sonntagszuschläge ausbezahlt bekommen. Dies ist völlig losgelöst von der Insolvenz.
    Durch einen massiven Rückstand müssen wir im Moment sehr viel Sonntags arbeiten gehen und erhalten dafür auch Zuschläge. Mein Arbeitgeber hat mir mit der Abrechnung April nun einen Teil der Zuschläge gezahlt. Dort wurden sie regulär verpfändet. Nach der Abrechnung kam dann die Diskussion auf ob mir diese Zuschläge zustehen. In deren Folge wurden diese Zuschläge dann in der Abrechnung Mai wieder abgezogen. In diesem Monat lag ich unter dem Pfändungsfreibetrag, so dass sowieso keine Pfändung abging. Nachdem nun wiederum geklärt wurde das mir die Zuschläge zustehen werde ich sie im Monat Juni nun wieder ausgezahlt bekommen. Damit bekomme ich dann in dem Monat die Zuschläge von April erneut ausgezahlt die von Mai nachgezahlt und die regulären vom Juni. Damit stellt sich mir die Frage wann die verpfändet werden. Eigentlich nach dem Entstehungsprinzip ,dann in dem Monat in dem sie entstanden sind. Aber ich befürchte das die Lohnsoftware SAP das nach dem Zuflussprinzip berechnet und dann würden alle Zuschläge im Juni verpfändet womit natürlich ein wesentlich höherer Pfändungsanteil entstünde. Vorallem unterliegen ja dann die Zuschläge vom April zweimal der Pfändung...

    Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen, einmal vom Grundsatz her, und vielleicht hat ja jemand auch Erfahrungen mit Rückrechnungen unter SAP. Würde das gerne jetzt bis zum Monatsultimo klären bevor das Kind in den Brunnen fällt...


    Liebe Grüsse Frank

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von 843auto Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich befinde mich in der WVP und bin durch die ganze Insolvenz durchgängig beim selben Arbeitgeber beschäftigt gewesen.

    Mein Problem ist nun das ich plötzlich seit März 2017 bei meinem Arbeitgeber darum kämpfen muss das ich Sonntagszuschläge ausbezahlt bekommen. Dies ist völlig losgelöst von der Insolvenz.
    Durch einen massiven Rückstand müssen wir im Moment sehr viel Sonntags arbeiten gehen und erhalten dafür auch Zuschläge. Mein Arbeitgeber hat mir mit der Abrechnung April nun einen Teil der Zuschläge gezahlt. Dort wurden sie regulär verpfändet. Nach der Abrechnung kam dann die Diskussion auf ob mir diese Zuschläge zustehen. In deren Folge wurden diese Zuschläge dann in der Abrechnung Mai wieder abgezogen. In diesem Monat lag ich unter dem Pfändungsfreibetrag, so dass sowieso keine Pfändung abging. Nachdem nun wiederum geklärt wurde das mir die Zuschläge zustehen werde ich sie im Monat Juni nun wieder ausgezahlt bekommen. Damit bekomme ich dann in dem Monat die Zuschläge von April erneut ausgezahlt die von Mai nachgezahlt und die regulären vom Juni. Damit stellt sich mir die Frage wann die verpfändet werden. Eigentlich nach dem Entstehungsprinzip ,dann in dem Monat in dem sie entstanden sind. Aber ich befürchte das die Lohnsoftware SAP das nach dem Zuflussprinzip berechnet und dann würden alle Zuschläge im Juni verpfändet womit natürlich ein wesentlich höherer Pfändungsanteil entstünde. Vorallem unterliegen ja dann die Zuschläge vom April zweimal der Pfändung...

    Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen, einmal vom Grundsatz her, und vielleicht hat ja jemand auch Erfahrungen mit Rückrechnungen unter SAP. Würde das gerne jetzt bis zum Monatsultimo klären bevor das Kind in den Brunnen fällt...


    Liebe Grüsse Frank
    Mit dem Entstehungsprinzip hast Du natürlich recht. Es kann nicht sein, dass mehr pfändbar ist nur weil Dein Arbeitgeber den Lohn nicht in dem Monat zahlt, in dem er Dir zusteht.

    SAP hat vor ein paar Jahren das Entstehungsprinzip zunächst nur für den öffentlichen Dienst eingeführt, weil die richtig Druck gemacht haben. Das hat anfangs natürlich nicht so richtig geklappt, weil die maschinelle Berechnung nach dem Entstehungsprinzip nicht so einfach ist.

    Ob die das Entstehungsprinzip zwischenzeitlich auch für andere Arbeitgeber anbieten weiß ich nicht. Frage doch im Lohnbüro nach und weise darauf hin, dass sie das evtl. manuell ausrechnen müssen, wenn die pfändbaren Beträge zu hoch sind.

  3. #3
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    Da muss ich nochmal nachfragen... du sagst ich habe Recht mit dem Entstehungsprinzip. Ist das unstrittig wirklich so?
    Das würde dann ja heissen das ich meinen Arbeitgeber auch im Vorfeld darauf hinweisen kann, das er mir im Zweifelsfall ,wenn er dem Gläubiger zuviel abführt, dieses Geld immer noch schuldet und es dann ein zweites Mal die Differenz an mich zahlen muss. Das wäre ja sicher ein Argument für den AG da sich selbst mal im Vorfeld zu kümmern und nicht auf den externen Dienstleister zu verweisen . Weil es Ihnen ja egal ist wer das Geld nun bekommt. Na muss ich am Dienstag mal beim Betriebsrat vorbei und mir da Unterstützung holen.

    Erstmal Danke

  4. #4
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    Zitat Zitat von 843auto Beitrag anzeigen
    Da muss ich nochmal nachfragen... du sagst ich habe Recht mit dem Entstehungsprinzip. Ist das unstrittig wirklich so?
    Das würde dann ja heissen das ich meinen Arbeitgeber auch im Vorfeld darauf hinweisen kann, das er mir im Zweifelsfall ,wenn er dem Gläubiger zuviel abführt, dieses Geld immer noch schuldet und es dann ein zweites Mal die Differenz an mich zahlen muss.
    So ist es.

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