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Thema: Insolvenzverfahren eröffnet- brauche ich wirklich ein Pkonto bitte um Hilfe?!

  1. #1
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    Böse Insolvenzverfahren eröffnet- brauche ich wirklich ein Pkonto bitte um Hilfe?!

    Hallo zusammen,

    bei mir wurde vor kurzem das Regelinsolvenzverfahren eröffnet,
    nach Rücksprache mit meinen Berater, habe ich kein Pkonto eingerichtet, da ich als jemand aus der Finanzbranche und mein Berater, das Kozept eher schlecht finden.
    Nun habe ich mit der Anwaltsgehilfin von meinen Insolvenzverwalter telefoniert, da wir uns wohl bald zusammen setzen.
    Bezüglich der Konto Sperre habe ich Sie gefragt was ich tun muss.
    Sie meinte da ich ja kein Pkonto habe fließt alles unwiederbringlich in die Insolvenzmaße rein.
    Das hat mich zuerst sehr schockiert, da ich im Krankengeld Bezug weit unterhalb der Pfändungsgrenzen bin.
    Normalerweise, sind Sozialleistungen ja nicht pfändbar vor allem in solch einer Höhe doch die nette Dame hat mir schon am Telefon ein sehr schlechtes Gefühl gegeben.
    Mein Berater war darüber sehr sauer, da er solch eine Aussage für unprofessionell h ansieht.
    Im Zweifelsfall würde er mit mir eine Einstweilige Verfügung einklagen, da mir ja schlecht meine bescheidene Lebensgrundlage nicht genommen werden sollte.
    Jetzt meine eigentliche Frage, sollte ich sicherheitshalber ein Pkonto einrichten?
    Für die Bank und IV wäre das ja ziemlich einfach, nur für mich nicht weil ich dann den ganzen Ärger mit dem Konto an der Backe habe.
    Wie sind da eure Erfahrungen?? Was würdet Ihr mir empfehlen? und wie seht ihr meine Aussichten, dass mir nicht mein bescheidenes Krankegeld weggenommen wird??

    Viele Grüße und vielen Dank

    Kreditor=Debitor

  2. #2
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    Hi,
    Zitat Zitat von Kreditor=Debitor Beitrag anzeigen
    Mein Berater war darüber sehr sauer, da er solch eine Aussage für unprofessionell h ansieht.
    Im Zweifelsfall würde er mit mir eine Einstweilige Verfügung einklagen, da mir ja schlecht meine bescheidene Lebensgrundlage nicht genommen werden sollte.
    mich würde mal interessieren, wer das ist. Damit dürfte er kaum durchkommen.

    Wenn der Verwalter das Konto nicht freigibt (was Du explizit vielleicht nachfragen solltest), dann müsste er Dich alimentieren. Nach Einführung des P-Kontos sind einige Verwalter dazu übergegangen, anstatt wie früher das Konto freizugeben, die Umwandlung in ein P-Kono zu verlangen. Beim AG Düsseldorf sind das nur sehr wenige Verwalter, so dass ich (wenn keine Pfändung vorliegt) auch erst zur Umwandlung rate, wenn einer dieser Verwalter bestellt wird (was zu fast 90% nicht der Fall ist - bei anderen Gerichtsbezirken kann das ganz anders sein).

    Wenn tatsächlich nur geringe Einkünfte auf Sozialhilfeniveau eingehen, könnte man mal antesten, ob der Verwalter tatsächlich Lust auf Alimentation hat oder dann doch auf die Umwandlung verzichtet; Klienten von mir haben das allerdings noch nicht durchexerziert.

    Fazit: Wenn Dein Einkommen ohnehin dauerhaft unter dem Grundfreibetrag von demnächst 1.133,80 € liegt, wäre die Umwandlung der nervenschonenste Weg und Du müsstest lediglich darauf achten, keinen Centüber den Folgemonat des Eingangs hinaus auf dem Konto zu belassen.

    Gruß
    Ingo

  3. #3
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    Ich frage mich - auch nach 3 mal lesen - was gegen das P-Konto spricht? Ich versuche mir grad was zusammenzureimen - werde aber aus deinen Ausführungen nicht schlau.
    Du schreibst, dass dein Berater und du das Konzept des P-Kontos "eher schlecht" findet.
    Was ist daran schlecht? Mich würde interessieren, was dagegen spricht in der Insolvenz ein P-Konto einzurichten. Ja, man "muss" es nicht unbedingt haben, wenn der IV das Konto freigibt. Aber es schützt nunmal den Grundfreibetrag. Es gibt aus meiner Sicht (immer unter dem Gesichtspunkt, dass man in der Insolvenz ist) kein Argument gegen das P-Konto. Oder bin ich da auf dem Holzweg?

  4. #4
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    Zitat Zitat von Kreditor=Debitor Beitrag anzeigen
    Mein Berater war darüber sehr sauer, da er solch eine Aussage für unprofessionell h ansieht.
    Im Zweifelsfall würde er mit mir eine Einstweilige Verfügung einklagen, da mir ja schlecht meine bescheidene Lebensgrundlage nicht genommen werden sollte.
    Bei solch einer Aussage frage ich mich eher, wie professionell dieser Berater ist.

    Man hat keinen Anspruch gegen den Insolvenzverwalter auf eine Kontofreigabe. In meiner Region geben die allermeisten Verwalter Konten nicht frei, so dass das P-Konto tatsächlich die einzige Möglichkeit ist, um über Kontoguthaben zu verfügen. Erforderlichenfalls gibt es dann auf Antrag eine Erhöhung des pfändungsfreien Betrags.

    Wenn der IV also eine Kontofreigabe ablehnt, ist die Empfehlung ganz einfach: das bestehende Konto schleunigst bei der Bank in ein P-Konto umwandeln!

  5. #5
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    Moin!

    Ich habe auch kein P-Konto und laut Aussage meiner Beraterin bei der Schuldnerberatung und meinem Insolvenzverwalter ist das auch nicht notwendig. Das einzige was meine Beraterin bei der Schuldenberatung meinte, wäre, dass einige Banken P-Konten bei Insolvenzeröffnung wohl nicht sperren, sie hatte eine "Mandatin" bei der das so gewesen ist.
    Ich jedenfalls habe kein P-Konto gehabt und habe auch jetzt keines. Mein Konto hat mein Insolvenzverwalter umgehend freigegeben und meinte auch zur mir, wenn ich nochmal das Konto wechseln möchte, er würde das zukünftige auch freigeben. Der ist da ganz "entspannt" mit umgegangen.
    Wie ich immer wieder lese, ist das wohl nicht immer so und einige Verwalter bestehen auf P-Konten (sogar hier in meiner Region, wie meine Beraterin mir sagte).
    Viele Grüße

  6. #6
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    Genau so war es bei mir - das P-Konto wurde mit der Insoeröffnung nicht gesperrt. Der Verwalter hat es trotzdem freigegeben und hat mir auch geschrieben, dass ich jederzeit ein neues Konto eröffnen darf.
    Nach der Freigabe habe ich das P-Konto sofort zu einem Normalen Konto per umwandeln lassen, da es aufgrund der Freigabe nicht mehr benötigt wird.
    Also vielleicht sollte der TE tatsächlich einfach mal den IV um die Freigabe des Kontos bitten, dann braucht er auch kein P-Konto. Ansonsten wird er nicht drum herumkommen.

  7. #7
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    Guten Morgen,
    ich habe kein P-Konto, wurde auch von der AWO seinerzeit und auch vom IV nicht "verlangt"; allerdings habe ich 2 Kinder, so dass bei mir eh nichts zu holen ist, da ich allein erziehend bin und die 2 unterhaltspflichtigen Kinder bei mir leben. Es wurde auch an meinen AG nichts gemeldet, wenn ich etwas abführen muss (Prämie, Weihnachtsgeld), rechnet das mein IV aus und ich überweise den Betrag.

    Wenn das bei dir aber alles nicht, was spricht gegen ein P-Konto für dich? Ich meine, du bist in der Insolvenz, "schlecht" kann dein Ruf dadurch ja nicht (mehr) werden, Inso ist Inso.

    Gruß HEM

  8. #8
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    Hi,
    Zitat Zitat von tidus82 Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren, was dagegen spricht in der Insolvenz ein P-Konto einzurichten.
    Pfändbares geht dann in die Masse. Wenn der (ggf. durch Bescheinigung erhöhte) Freibetrag nicht ausreicht, bedarf es eines Gerichtsbeschlusses. Und selbst bei Eingängen unterhalb des Freibetrages kann das gepfändet werden, was nicht spätestens im Folgemonat verfügt ist.
    Schließlich entfällt der Insolvenzbeschlag auch nicht automatisch in der Wohlverhaltensphase.

    Gruß
    Ingo

  9. #9
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    Naja was spricht gegen das Pkonto:

    Das man oft, die Unterhaltspflichtigen Personen nachweisen muss.
    Dass das Konto teilweise nicht wieder freigegeben wird, da es ja eh ein Pkonto ist.
    Das die Bank nach Ende des Insolenzverfahrens nicht mehr das Konto umwandelt.
    Das man mit einen Pkonto wie ein Mensch zweiter Klasse in der Bank behandelt wird.
    Dass vorher Insolvenzverfahren auch ohne Pkonten funktionierten.
    Dass vor allem die Bank keine Arbeit damit hat.
    Etc. pp. es geht, darum dass man mir nicht einfach die Lebensgrundlage pfänden kann.
    Meine Frage war wie ihr die Chancen seht?
    ALso verstehe ich das richtig, es liegt im Ermessen des IV ob ein Pkonto eingreichtet werden muss oder nicht?

  10. #10
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    Zitat Zitat von Kreditor=Debitor Beitrag anzeigen
    Naja was spricht gegen das Pkonto:

    Das die Bank nach Ende des Insolenzverfahrens nicht mehr das Konto umwandelt.
    Die Bank muss zu jedem Zeitpunkt auf Deinen Wunsch ein P-Konto in den Ursprungzustand rückführen. Unabhängig davon können Sie natürlich die Geschäftsverbindung mit Dir kündigen.
    Das man mit einen Pkonto wie ein Mensch zweiter Klasse in der Bank behandelt wird.
    Naja, zumindest während der Inso sollten die Kontakte zum Private Wealth Management Deiner Bank doch eher überschaubar sein
    Meine Frage war wie ihr die Chancen seht?
    ALso verstehe ich das richtig, es liegt im Ermessen des IV ob ein Pkonto eingreichtet werden muss oder nicht?
    Du muss nicht zwingend ein P-Konto einrichten/umwandeln, allerdings muss der IV das Konto ebenso wenig freigeben. Ohne P-Konto lebst Du halt mit den Konsequenzen.

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