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Thema: Haus in der Insolvenz

  1. #1
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    Standard Haus in der Insolvenz

    Hallo

    ich möchte euch kurz meinen "Fall" schildern und hoffe dass der ein oder andere einen Tipp für mich hat.

    Ich befinde mich seit November 2011 in der Insolvenz. Mein Mann und ich waren nebenbei selbstständig und haben für eine Firma als Subunternehmer gearbeitet. Diese hat uns nicht bezahlt und bis wir zum Anwalt gingen war es zu spät. Die Firma für die wir gearbeitet haben, meldete Insolvenz an. Ich habe zwar noch über ein Jahr versucht, die Gläubiger mit Ratenzahlungen zu befriedigen, aber mein Anwalt hat mich dann dazu überredet, Insolvenz anzumelden.

    Also, ich habe ein Haus. In dem Grundbuch sind 3 Banken eingetragen, bei denen insgesamt eine Forderung von 90.000 Euro offen steht. Mein erster IV hat mir gesagt, wenn ich jemanden habe, der das Haus kaufen kann, wäre er der letzte der Nein sagt.

    Mein erster IV hat nun 2015 in dieser Kanzlei aufgehört und mir wurde ein anderer IV zugewiesen, der meinen Fall nun bearbeitet. Ich habe ihn im Jahr 2015 auch per Mail angeschrieben und wegen dem Haus gefragt. Mir wurde mitgeteilt, dass sie weiterhin mit dieser Lösung einverstanden wären und was ich zusammenbringen könnte.

    Ich hätte einen Bekannten der das Haus für 40.000 Euro übernommen hätte. Dies habe ich dem IV mitgeteilt. Dann hörte ich nichts mehr.

    Anfang Mai bekam ich nun einen Anruf der Bank, die im Grundbuch an erster Stelle steht. Sie wollen das Haus verkaufen um an ihr Geld zu bekommen.

    Ein Markler meldete sich bei mir und wir vereinbarten einen Termin. Ich war sehr überrascht, denn das erste was er zu mir sagte, als er da war, war: Wo wollen sie mit ihren 2 Hunden unterkommen?

    Wir saßen dann 2 Stunden in der Küche und er hat mir sehr viel erklärt. Zum einen, dass man mit den Banken reden kann. Oftmals lassen die ein paar Zinsen nach und man könnte einen Vergleich anstreben. So wäre das Haus außen vor.

    Dies habe ich gestern bei einem persönlichen Termin meinem IV mitgeteilt. Ich habe einen Bekannten, der das Haus für 50.000 Euro kaufen würde. Ich möchte, dass er den Banken einen Vergleich unterbreitet. Mein IV war davon irgendwie garnicht begeistert und sagte mir mehrmals, dass sich die Banken da nicht drauf einlassen. Ich sagte jedes Mal, aber wir können es versuchen.

    Das Gespräch mit meinem IV war für mich sehr niederschmetternd. Er ging überhaupt nicht drauf ein, dass ich es versuchen möchte. Ich soll mir ne Wohnung suchen. Nun, ich habe schon gekuckt , was auf dem Wohnungsmarkt so angeboten wird. Es scheitert daran, dass entweder keine Hunde erlaubt sind oder da wo Hunde erlaubt sind, einfach die Miete zu hoch ist. Das habe ich ihm auch gesagt und angemerkt, dass ich dann wohl bald auf der Straße sitze. Das wurde auch nur belächelt und mir wurde geraten, mich einfach aktiver drum zu kümmern.

    Ich habe mal zusammengerechnet, was ich die letzten 66 Monate an meinen IV gezahlt habe. Miete für das Haus, in dem ich ja wohne, Lohnpfändung, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld usw. Da kam ich auf eine Summe von 70.000 Euro. Auf meine Frage, wieviel Geld da an die Banken geht, wenn alles aufgeteilt wird, bekam ich als Antwort, das ist nicht viel, 2 Prozent also Einstellig.

    Nun, er schreibt die Banken an und bietet diesen Vergleich an. Wenn sie darauf nicht eingehen, möchte ich selbst mir den Banken reden und fragen wie wir das ganze denn hinbekommen könnten. Ich werde alles versuchen.

    Als ich aus der Kanzlei draußen war, war ich wirklich einem Nervenzusammenbruch nahe. Ich fühlte mich so hilflos und einfach erniedrigend. Ich arbeite seit 30 Jahren, war nur einmal ein halbes Jahr arbeitslos und jetzt steh ich da mit einem IV der alles schlecht redet, was ich tun möchte.

    Vielleicht war der ein oder andere von euch auch mal in so einer Situation und kann mir einen Tipp geben.

    Danke

  2. #2
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    Standard

    Stellt sich doch zu allererst die Frage welchen Wert das Haus den auf dem freien Markt hat. Wie soll man ansonsten die Situation richtig beurteilen.

  3. #3
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    Und warum ist es nicht schon längst verwertet wenn die Insolvenz seit 2011 läuft?

  4. #4
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    Zitat Zitat von Huckeduster Beitrag anzeigen
    Und warum ist es nicht schon längst verwertet wenn die Insolvenz seit 2011 läuft?
    Habe ich mich auch gefragt.

  5. #5
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    Der Wert vom Haus liegt höher als die Grundschulden.

    Momentan bin ich dabei zu schauen, ob ich das Geld für die Grundschulden zusammen bekomme.

    Warum das Haus noch nicht verwertet wurde?

    Ich denke, das liegt daran, dass mein Insolvenzverwalter sich über die Nutzungsgebühr gefreut hat, der er jeden Monat bekommt. Mir kommt der Verdacht hoch, dass er mich jetzt 6 Jahre schön zahlen lässt und den Verkauf den Banken überlässt. Das ist es ja gerade was mich so enttäuscht

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