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Thema: Kann man ein Insolvenzverfahren stoppen?

  1. #11
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    Zitat Zitat von n3m Beitrag anzeigen
    In der Firma wurde mir stark dazu geraten, da hier auch einige Personen bereits durch die Insolvenz gingen und es anscheinend eine sehr harte Zeit ist und man weniger vom Gehalt übrig hat, als würde man gar nicht erst arbeiten, so in etwa.
    Ich vermute das die Firma dir auch einen vernünftigen Alternativvorschlag gemacht hat wie du deine Schulden loswerden kannst. Vielleicht übernimmt der Chef die?. Also meine Erfahrungen decken sich mit denen von TexHex, absolute Ruhe und einmal im Jahr ein Formular ausfüllen ob es irgendwelche Änderungen gab. Gesehen hab ich den TH 2 mal in 6 Jahren.
    Also mach cool und bleib auf dem Weg. Wie willst du das Thema Schulden sonst behandeln?

  2. #12
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    Zitat Zitat von Kolobok Beitrag anzeigen
    Das hier sollte gehen:

    § 213 InsO
    Einstellung mit Zustimmung der Gläubiger

    Solltest aber genug Kohle haben um die Hyänen die da kommen mögen zu füttern.
    auch der § 209 InsO sollte nicht unerwähnt bleiben, das Problem ist das durch ein eröffnetes Verfahren auf jedenfall die Kosten für den Insolvenzverwalter und das Gericht hinzukommen.
    Also ggf. 100% plus X.

    Ich wollte noch auf den Thread von Johannes2929 Privantisolvenz 35% hinweisen, der nun behauptet er habe es geschafft sich mit dem Gläubigerin in einem laufenden Verfahren zu einigen und anschliessend sei das Insolvenzverfahren aufgehoben worden.
    Ich denke, dass das möglich aber unwahrscheinlich ist, dass Gläubiger sich im Verfahren auf Vergleiche einlassen und der vorzeitigen Beendigung zustimmen.

    Daher wünsche ich dir viel Erfolg für dein Projekt.

    Lg aus Mittelhessen
    Schuldnerberatung ist ein breites Feld, Sachverhalte können Auswirkungen in unterschiedlichen Bereichen haben - daher gilt: Die Qualität der Hilfe/Beratung ist vom dem Umfang der Informationen zum Sachverhalt abhängig.

  3. #13
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    @TexHex ich finde das gar nicht lustig. Das hier sollte ein Forum sein wo man nicht als dumm dargestellt wird weil man nicht super informiert ist. Ich hatte noch nie zuvor eine Insolvenz.

    Zur Info wurde mir heute fristlos gekündigt. Soviel zu meiner top aktuellen Realität. Ich habe was neues in Aussicht und hoffe es gibt eine Möglichkeit, dass das nicht über den Arbeitgeber läuft.

    Kann der Insolvenzverwalter (ein Anwalt) auch einen Vergleich (bei neuem Gehalt) den Gläubigern anbieten oder ist das gar nicht sein Fach / in seinem Interesse?

  4. #14
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    Das ist wirklich sehr bedauerlich mit der Kündigung. Das wird zwar 18 Jahre nach Einführung der Insolvenz immer seltener, das aus diesem - oder einem vorgeschobenen - Grund gekündigt wird, kommt (leider) aber immer wieder vor.

    Zu Ihrer Frage und vielleicht zum Grundverständnis: der Insolvenzverwalter ist nicht Ihr Vertreter (und im Grunde auch nicht der der Gläubiger), sondern Vertreter der Insolvenzmasse. Er wird von sich auch daher keine Vergleiche anstreben. Das müssen Sie alleine versuchen. Und da ist die Frage, welche Möglichkeiten Sie haben. Sie müssen das immer aus Sicht der Gläubiger betrachten: wann könnte es diese reizen, auf einen Teil ihrer Forderungen zu verzichten? Wahrscheinlich eher nicht, wenn Sie neues Gehalt beziehen, denn die pfändbaren Beträge hätten die Gläubiger ja eh sicher. Wahrscheinlich, wenn Sie in der Lage wären, einen gewissen Einmalbetrag zu leisten. Die Höhe ist natürlich immer Verhandlungssache. Entweder Sie erhalten dann die Zustimmung aller Gläubiger zur Einstellung des Verfahrens (§ 213 InsO). Oder noch besser, alle Gläubiger nehmen ihre Forderungen zurück. Denn dann können sie möglicherweise einen Antrag auf vorzeitige RSB stellen. Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit 35% der angemeldeten und festgestellten Forderungen zu begleichen, dann können Sie das Verfahren nach 3 Jahren beenden.

    Auch wenn der Grundton hier vielleicht nicht ganz sachlich war, im Grunde haben alle Recht: Vorher mussten Sie sich möglicherweise mit allen - und auch nicht so genehmen - Gläubigern und dem Gerichtsvollzieher auseinandersetzen. Sie haben jetzt nur noch als "Ansprechpartner" Verwalter und Gericht . Das ganze dürfte sachlicher und strukturierter ablaufen.

    Das Unterlassen der Information des Arbeitgebers ist eine schwierige Situation. Der Insolvenzverwalter kann dann in die Haftung genommen werden, was viele natürlich scheuen. Aber es funktioniert manchmal durchaus. Dafür müssen sie dann mit ihrem Verwalter mal sprechen. Sie könnten sich bereiterklären (und es auch machen!!!), gleich nach Erhalt die Lohnbescheinigung ihm zuzusenden und den pfändbaren Betrag selbst zu überweisen. Manche Verwalter lassen sich darauf ein, insbesondere in ihrer Situation mit einem möglichen neuen Arbeitgeber. Allerdings ist das Verschweigen der Insolvenz - soweit ich mich erinnere - ein Grund für eine etwaige fristlose Kündigung.

  5. #15
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    Hallo Graf Wadula,

    vielen Dank für die Antwort, das war sehr hilfreich.

    Ich schau mal wie ich das nun mache, das kommt bestimmt total schlecht an beim neuen Arbeitgeber, und da ich umziehen muss werde ich wahrscheinlich keine Wohnung bekommen (wegen Schufa).

  6. #16
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    Zitat Zitat von n3m Beitrag anzeigen
    Hallo Graf Wadula,

    vielen Dank für die Antwort, das war sehr hilfreich.

    Ich schau mal wie ich das nun mache, das kommt bestimmt total schlecht an beim neuen Arbeitgeber, und da ich umziehen muss werde ich wahrscheinlich keine Wohnung bekommen (wegen Schufa).
    Sie dürfen nicht vergessen, das sind die sogenannten "ehda-Probleme". Die haben Sie ja auch, wenn dauernd Pfändungs- und Überweisungsbeschlüsse beim Arbeitgeber oder Vermieter eintrudeln.

  7. #17
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    Ja, ich hatte zuvor immer alles bezahlt und daher war meine Schufa sauber. Bis zu dem Zeitpunkt wo die Raten einfach zu hoch und zu viele waren und man mir zur Insolvenz geraten hat. Mir war klar, dass das nicht einfach wird. Ich habe auch nicht mehr mit diesem Job gerechnet, es kommt alles auf ein Mal grad...

  8. #18
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    Fristlose Kündigung wegen einer Insolvenz? Das höre ich zum Ersten Mal - ist das tatsächlich so einfach möglich?
    Scheinbar rät dir dein jetzt ehemaliger Arbeitgeber
    1. nicht nur von der Insolvenz ab
    2. er zieht es sogar vor dich zu kündigen, weil du in die Insolvenz gehst?

    Da stellt sich für mich die Eingangsfrage: Hatte der Arbeitgeber tatsächlich Recht mit den ganzen scheinbar unüberwindbaren Problemen, die eine Insolvenz mit sich bringt? Oder ist ihm das einfach nur zu lästig? Ich denke Zweiteres! Ich würde ehrlich gesagt nicht bei einem Arbeitgeber arbeiten wollen, der nicht hinter mir steht.

  9. #19
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    Hi,
    Kündigungen wegen Insolvenz genauso relativ selten wie Kündigungen wegen Lohnpfändungen. Das betrifft meist nur Personen mit finanzieller Verantwortung, seltener kommt das auch mal vor bei sehr kleinen Firmen, die den Pfändungsaufwand scheuen.

    Dabei haben Arbeitgeber bei einer Insolvenz weniger Aufwand als wenn mehrere Pfändungen eingehen.

    Gruß
    Ingo

  10. #20
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    Naja der Arbeitgeber hat ja nicht mal gewartet bis das Verfahren eventuell aufgehoben wurde, also hat er wohl nur einen Grund gesucht den Arbeitnehmer loszuwerden. Ansonsten würde das Arbeitsverhältnis wohl noch bestehen. Ich habe die Erfahrung gemacht das es mein Arbeitgeber immer mehr an meiner Arbeitsleistung und meiner Arbeitskraft interessiert war als an einem Nebenschauplatz.

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