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Thema: Angemessenen Betrag zur Abführung berechnen

  1. #1
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    Frage Angemessenen Betrag zur Abführung berechnen

    Als Selbständiger muss man ja einen angemessenen Betrag abführen, so als würde man in seinem Beruf tätig sein.

    Doch was ist angemessen. Gehe ich von meinem letzten Job aus wären es grad mal an die 15.- im Monat. Hatte daher einen höheren Betrag angeboten.

    Aber inzwischen auch einen neuen Teilzeitjob, mein Gewerbe ist entsprechend nur noch so nebenbei. Würde ich den Job in Vollzeit ausüben, dann müsste ich wohl fast 200.- im Monat abdrücken.
    Das Geld hab ich aber garnicht... hinzu kommt das ich ihn nicht wirklich in Vollzeit machen sollte, da ich Gesundheitlich durch Bandscheibenvorfälle einseitige Tätigkeiten meiden soll und in dem Job Sitze ich den ganzen Tag nur rum, das schlaucht ein wenig, daher nutze ich die Freien Tage nicht nur für das Gewerbe sondern auch zur Regeneration und Bewegungsausgleich.


    Habe Angst das es evtl. einen Versagungsantrag am ende Geben könnte, weil ich eben nicht rund 200.- im Monat abführe, auch wenn ich im Jahresschnitt eher auf nur 1100.- Netto kommen würde.


    Zudem, sollte ich die Pflicht haben Vollzeit zu arbeiten, würde ich dies nicht in diesem gut bezahlten Job machen, sondern in einem wo ich nicht Einseitig belastet würde... dort wäre dann aber wohl das Gehalt entsprechend geringer und am ende käme man vielleicht nur auf 0-50.- im Monat die Pfändbar sind, trotz Vollzeit.



    Aktuell pendelt mein Insolvenzverwalter irgendwo zwischen... führen Sie nicht soviel ab Sie brauchen ja auch was zum eben und Führen Sie möglichst viel ab, es soll ja auch Zeigen das Sie es abzahlen wollen.

    Ist eine Privatinso. Die Verfahrenskosten dürfte ich nach 1-2 Jahren gedeckt haben.

  2. #2
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    Gibt es ärztliche Atteste? Dann solltest du doch auf der sicheren Seite sein.

  3. #3
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    Ja, vom Schmerz Therapheuten. Wollte aber keiner sehen. Da steht halt nur sowas wie einseitige Haltungen sind zu vermeiden da es sonst zu einer Verschlechterung kommt und nicht mehr wie 10Kg heben. Ich weiß ja nicht in wieweit das relvant ist. WEnn sehr, dann bräuchte ich ja generell keine 20.- im Monat zu zaheln, wobei ich im Jahr aber einen 4 Stelligen Betrag abführe.

  4. #4
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    Halten sich Gläubiger eigentlich an die Vorschläge der Verwalter oder Klagen die eher mal gegen?

    Wenn der Verwalter also z.B. sagt wenn sie Betrag X im Monat zahlen ist das Aufgrund Ihrer Situation ausreichend.... ist das dann ausreichend... oder ist die Wahrscheinlichkeit hoch das ein Gläubiger am ende der Inso das ganze anfechtet und sagt.. der war Selbständig der hätte viel mehr als Betrag X abführen müssen ?

    Wie gesagt, Vollzeit ist ja gesundheitlich bedenklich (selbst Teilzeit schon). Dennoch müsste ich nach dieser Regelung sicher über 200.- im Monat abzahlen. Aber das wäre quasi fast der gesamte Gewinn der Nebenberuflichen Selbständigkeit.
    Vom Gehalt ist jedenfalls nichts Pfändbar.

    Mir wurde nämlich zudem gesagt das evtl. nicht einmal die Pfändungstabelle verwendet werden würde nach der Eröffnungsphase, sprich ich hätte evtl. sogar mehr Geld zur verfügung ? Könnte aber auch das Gegenteil bedeuten.. da man ja nicht Vollzeit Arbeitet und nen Gewerbe hat müsste man viel mehr Zahlen...

  5. #5
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    Das Thema scheint dich zu beschäftigen. Zu Recht vermutlich.
    Du willst auf Teufel komm raus an der Selbstständigkeit festhalten, auch wenn sie wirtschaftlich Blödsinn ist. Du kannst somit das Risiko tragen, dir einen Vollzeitjob suchen oder für eindeutige ärztliche Atteste sorgen.
    Wenn du die nicht kriegst, würde ich echt nochmal in mich gehen und mir überlegen, ob das am Ende die Panik über 6 Jahre und das Risiko wert ist.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Halten sich Gläubiger eigentlich an die Vorschläge der Verwalter oder Klagen die eher mal gegen?
    Es gibt bei dieser Frage keinerlei offiziellen Vorschläge des Verwalters. Er teilt lediglich mit, dass er selbst bei der Verfahrensweise keine Bedenken hat. Ob ein Gläubiger das auch so sieht oder ggf. doch noch einen Antrag auf Versagung der RSB wg. unzureichender Zahlungen stellt, bleibt ein Restrisiko. Jedenfalls wird vom Verwalter in deinem Fall keine negative Bewertung in seinen Berichten auftauchen, so dass die Gläubiger hieraus keinen konkreten Anlass für einen Versagensantrag haben.

    Eine tatsächliche Bewertung des Gerichts würde es erst bei einem tatsächlichen Versagensantrag geben, also hoffentlich nie. Somit bleibt zwangsläufig immer etwas Unsicherheit bis zur tatsächlichen RSB.

  7. #7
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    Danke Olaf.

    Dann mach ich es weiter so wie ich es geplant habe.

    Verwalter sagt kleine Beträge zahlen so 50.- im Monat reichen und bei der Jährlichen Abrechnung wird geprüft ob etwas Pfändbar wäre.


    Die Regelung mit "Selbständige müssen den Gläubiger so stellen als wäre er in seinem Beruf Voll tätig" scheint hier wohl nicht direkt zu greifen da ich a) in meinem Eigentlichen Beruf bisher immer sowenig verdient hab das in Vollzeit keine 50.- im Monat drin gewesen wären. b) Aufgrund Körperlicher Einschränkungen Beruflich nicht mehr Voll vermittelbar und voll Einsatzfähig bin und c) nicht Hauptberuflich Selbständig bin, sondern lediglich im Nebenerwerb und einen festen Job habe (aber eben nicht Vollzeit).

    Zusammen mit der Tatsache das ich Bereit bin Beträge die entsprechend 850 ZPO Pfändbar sind abzuführen. Letzteres ist wohl nach der Eröffnungsphase nicht mal mehr erforderlich. Muss halt nur mit meinem Geld sehr gut Haushalten, da ich Rücklagen bilden muss für die Jahresabschlüsse, falls denn doch etwas Pfändbar wäre, dann wäre es ziemlich Dumm das Geld verballert zu haben. Wobei wenn es in dinge wie neuer Fernseher oder Motorrad oder so fließen würde, könnte man das immerhin auch wieder zu Geld machen zur Not, empfehle eher es aufzubewahren. Ich denke dadurch dürfte es keine Versagens-Anträge geben... das Risiko wäre wohl zu hoch dass hier das Gericht mir zusprechen würde, ebenso ist es fraglich ob es sich bei dem Aufwand (größter Gläubiger sind glaub ich 5.000.-) überhaupt Lohnen würde.. insbesondere da ich bis ende der Inso sicher 2.000- 8.000 in die Masse zahlen werde (Gesamtforderung sind glaube 13.000 von allen, wobei ich nicht weiß wer sich so gemeldet hat).

    Bin gespannt was beim Schlussantrag raus kommt.. evtl. muss ich ja doch Arbeitsausrüstung abgeben, obwohl ich durch selbige ja mehr Geld gezahlt habe, als die Ausrüstung selbst noch erwirtschaftet hätte.


    Finde es schlimm das wir im 21. Jahrhundert es nicht schaffen Rechtssicherheit in Gesetzen zu schaffen, alle Betriebsblind da oben.

  8. #8
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    Warum bewirbst du dich nicht einfach auf Vollzeistellen?

  9. #9
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    Zitat Zitat von Vulkanier Beitrag anzeigen
    Finde es schlimm das wir im 21. Jahrhundert es nicht schaffen Rechtssicherheit in Gesetzen zu schaffen, alle Betriebsblind da oben.
    Da widerspreche ich. Die tatsächlichen Lebensumstände sind bei Selbständigen so vielfältig, dass hier eine etwas "schwammige" Formulierung des Gesetzgebers die einzige Möglichkeit ist, Gerechtigkeit im Einzelfall herzustellen. Die damit verbundene Unsicherheit ist leider der Preis dafür.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Shopgirl Beitrag anzeigen
    Warum bewirbst du dich nicht einfach auf Vollzeistellen?
    Zwei Gründe. Ersten hätte ich Netto dann wohl weniger raus. Und zweitens ist mir kein Job bekannt den ich bei meinen Einschränkungen in Vollzeit machen könnte. Weder Jobcenter noch Jobcoach hatten eine Idee.... Außerdem wie soll ich die ganzen Arzt und Reha Termine wahrnehmen wenn ich Arbeite? Ich müsste mich dann ja dauernd freistellen lassen... wer stellt mich so ein über die Probezeit hinaus?

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