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Thema: Bitte um Meinung zum Insolvenzverfahren !!!

  1. #21
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    Theoretisch könnten Sie den Antrag auch später stellen. Wichtig ist nur, dass die 35% innerhalb der 3 Jahre erfüllt sind, bei Ihnen also bis zum 24.11.2018. Wann der Antrag denn dann gestellt werden kann, wird derzeit in der Fachliteratur noch diskutiert. Ich meine, er ist zulässig, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, also bei Ihnen offensichtlich auch schon jetzt. Ich würde mich da aber mit Ihrem Gericht nicht auf Diskussionen etc. einlassen und deshalb praktisch den Antrag so ca. 3 Monate vor Ablauf stellen, also ca. Ende August 2018.

  2. #22
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    Ich bedanke mich.
    LG

  3. #23
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    Hallo , mir ist da noch etwas eingefallen . Wie sieht es denn eigentlich mit der Glaubhaftmachung aus , wenn ich im August 2018 den Antrag auf vorzeitige RSB stelle ?
    Muss ich zusätzlich irgendetwas als Anlage hinzufügen ? Habe mir den § 300 mal durchgelesen und da steht etwas von --- glaubhaft machen --- drinne .
    Wie muss ich es verstehen und was gehört alles zum Antrag hinzu ? Muss ich mich dann mit meinem TH in Verbindung setzten oder wird die Verteilerliste benötigt ?
    Worauf ist alles zu achten , wenn ich den Antrag dann stelle im nächsten Jahr ?

    Vielen Dank und eine schöne Woche .

  4. #24
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    Es gab bisher noch keine Verfahren dieser Art, insofern ist bis jetzt noch ziemlich vieles unklar. Die Glaubhaftmachung bezieht sich eben darauf, dass Sie dem Gericht überzeugend darlegen müssen, dass die Kosten des Verfahrens berichtigt sind und 35% der Forderungen getilgt werden können. Das hatte der Gesetzgeber wohl so geplant, aber einem Schuldner fällt ja schon die Glaubhaftmachung deshalb schwer, weil er gar nicht wissen kann, wie hoch die Vergütung des Verwalters sein wird.
    Aber all das spielt bei Ihnen ja gar keine Rolle, weil bei Ihnen das Insolvenzverfahren bereits aufgehoben wurde und somit die Vergütung bekannt ist. Und Sie haben weit über 35% bereits gezahlt, insofern ist der Antrag schon nach Aktenlage glaubhaft. Brechen Sie sich also bloß nicht zu viel den Kopf. Wenn Sie den Antrag stellen, werden vom Gericht Treuhänder und Gläubiger gehört. Die "Verteilerliste" ist das Schlussverzeichnis. Und dann erhalten Sie irgendwann die RSB . Ihr Fall ist nach den vorliegenden Voraussetzungen wirklich ein paradefall des neuen Rechts, wo es überhaupt keine Probleme geben dürfte. Zumal bis November 2018 noch etwas zeit ins Land zieht und somit bestimmt schon etwas Rechtsprechung vorhanden ist.

  5. #25
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    Ein Punkt hätte ich da noch zu ganz gerne gewusst .Mal angenommen in der Masse von April 2017 bis März 2018 schaffe ich 8500 € .Mein Restschuld liegt ja momentan bei 7993,36 € .Von den 8500 € nimmt sich der TH 5 % . Ist das richtig ?
    Damit wäre die Restschuld beglichen , alle Insolvenzgläubiger wären zu 100 % befriedigt. So und von April 2018 , sagen wir mal die vorzeitige RSB wird im Dezember 2018 erteilt , bis Dezember 2018 eingehende Masse , davon nimmt der TH wieder 5 % ?
    Und was passiert eigentlich dann mit dem Rest ?
    Verfahrenskosten sind beglichen , 40 % Vergütung hat der TH bekommen , 35 % habe ich locker geschafft aber der Rest der bis zum rechtskräftigen Beschluss entsteht , da würde es mich mal interessieren was damit passiert .

    LG und Danke für die letzte Antwort

  6. #26
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    Ich hoffe, ich habe Sie richtig verstanden. Wenn alle Forderungen, die im Schlussverzeichnis berücksichtigt wurden, getilgt sind und die Kosten des Verfahrens gedeckt, dann ist Ihnen bereits dann die RSB vorzeitig zu erteilen (BGH, 17.03.2005 - IX ZB 214/04-) . D.h., sie könnten dann schon im März 2018 einen Antrag auf vorzeitige RSB stellen.

    Und ja: die Kosten des TH betragen 5% (§ 14 InsVV). Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer. Könnte also klappen.

    Wenn alles gedeckt ist, bekommen sie die zuviel gezahlten Beträge zurückerstattet. Die Entscheidung über die vorzeitige RSB dürfte nicht tatsächlich 8 MOnate dauern. Ob der TH von den zuviel gezahlten Beträgen tatsächlich eine Vergütung verlangen darf, ist rechtlich umstritten. Obergerichtliche Entscheidungen gibt es dazu nicht.

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