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Thema: Inso verkürzen...nach welchen Betrag geht man

  1. #1
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    Standard Inso verkürzen...nach welchen Betrag geht man

    Hallo.

    ich bin mit ca. 20.000 Euro in die Insolvenz vor 1 JAhr gegangen.
    Beim Schlussbericht mit Schlussrechnung steht nun vom Gericht geschrieben das die berücksichtigungsfährige Forderung bei knapp 5000 Euro liegt.
    Gucke ich mir das Verteilungsverzeichnis an steht da "festgestellt: 4900 Euro" und bei Fest. f.d. Ausfall die restlichen 15.000 Euro.

    Nun verstehe ich nicht wie das gemeint ist. HEißt es das nur die ca. 5000 Euro von den GLäubigern gemeldet wurden? Als ich mein Insoverwalter fragte wenn man nun die Inso verkürzen will wo man diese 30% abzahlen muß in 3 Jahren wie hoch der BEtrag wäre, hieß es das ich mich nach den 20.000 Euro richten muß.
    Aber was hat das dann mit den festgestellten BEtrag von 4900 Euro auf sich? Wollte schon fast träumen das man echt nur 30% von den 4900 euro abzahlen müsste jetzt in 3 JAhren + Insotyp Kosten

  2. #2
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    War dein Schlusstermin schon und ist dein Verfahren aufgehoben ?
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  3. #3
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    Hallo Steve123,

    der IV hat die Aufgabe eine Tabelle der Forderungen Deiner Gläubiger zu erstellen. Die Gläubiger müssen ihre Forderungen dort anmelden, nicht angemeldete Forderungen die nicht in der Tabelle stehen gibt es dann nicht mehr.
    Der erste Punkt bei dem die Gesamtforderung sich reduzieren kann ist also, dass ein Gläubiger seine Forderung nicht zur Tabelle (beim Insolvenzverwalter) anmeldet.
    Zum zweiten hat der Insolvenzverwalter zu prüfen, ob Forderungen oder Forderungsbestandteile etv. zu unrecht erhoben werden - diese werden dann von ihm bestritten.

    Was in Deinem Fall genau zutrifft müsstest Du bei deinem IV nachfragen, bzw. in der Tabelle ablesen.

    Und der Anteil an Regulierung der Gläubigerforderungen liegt bei 35% zzgl. Kosten für den Insolvenzverwalter und die Gerichtskosten. Auch hier wäre es wohl am besten die Summen bei deinem IV zu erfragen.

    Lg aus Mittelhessen
    Schuldnerberatung ist ein breites Feld, Sachverhalte können Auswirkungen in unterschiedlichen Bereichen haben - daher gilt: Die Qualität der Hilfe/Beratung ist vom dem Umfang der Informationen zum Sachverhalt abhängig.

  4. #4
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    @Joshua.
    ja der Schlusstermin war schon, das war das wo ich ebend den BEtrag angegeben habe, der so drauf stand. Das Verfahren wurde vor 1 Monat aufgehoben.
    Drum habe ich mein Insoverwalter gefragt wie hoch der Betrag ist weil ich das halt mit dem Schlusstermin nicht verstanden habe die Summe. Darauf kam nur die Antwort
    aus dem Insolvenzverfahren offenstehende Beträge sind:
    1.029,74 € Verfahrenskosten
    19.468,21 € festgestellte Forderungen der Gläubiger

    aber drum verstehe ich nicht warum bei der Schlussrechnung halt nur diese 4900 stehen. Vielleicht bin ich ja zu blöd die Tabelle zu verstehen

  5. #5
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    Das kommt normalerweise vor, wenn bei der Forderung eine zweite Person "Mit-Schuldner" ist oder die Forderung irgendwie abgesichert ist (Auto, Grundstück, Restschuldversicherung etc.).

    Da man im Zeitpunkt der Feststellung noch nicht wissen kann, wieviel von der Gesamtschuld durch den anderen Schuldner oder die Verwertung der Sicherheit abgezahlt werden kann teilt man die Forderung in zwei Teile: die "festgestellte" Forderung, d.h. den Teil der auf keinen Fall mehr reinkommen wird und den "für den Ausfall" festgestellten Teil welcher sich u.U. noch durch die Verwertungsmaßnahmen veringern kann.

    Da Du bei einer Verkürzung des Verfahrens aber naturgemäß nicht darauf warten kannst, ob von anderer Seite noch eine Zahlung kommt werden die Kosten der Verkürzung aus der Gesamtsumme ("sicherer" + "unsicherer" Teil) berechnet.

  6. #6
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    Heute kam auf meine Frage beim Insoverwalter noch mal ein 1 Zeiler: Die Forderung der ... Bank ist für den Ausfall festgestellt und nimmt insofern nicht an einer Verteilung teil.

    Also heißt das nun wirklich das statt knapp 20.000 nun die 4900 als Endsumme stehen und davon die 35% für die Verkürzung abgezahlt werden müssten?

  7. #7
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    Zitat Zitat von Steve123 Beitrag anzeigen
    Heute kam auf meine Frage beim Insoverwalter noch mal ein 1 Zeiler: Die Forderung der ... Bank ist für den Ausfall festgestellt und nimmt insofern nicht an einer Verteilung teil.

    Also heißt das nun wirklich das statt knapp 20.000 nun die 4900 als Endsumme stehen und davon die 35% für die Verkürzung abgezahlt werden müssten?
    Ja, das ist so (§ 300 Abs. 1 Satz 4 InsO). Plus Masseverbindlichkeiten und Verfahrenskosten

  8. #8
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    Ok danke für die Antwort. Warum der Insolvenzverwalter einen nicht ganz einfach die Frage beantworten kann und das mal so und mal so schreibt und nicht auf den Punkt kommt hm.

  9. #9
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    Tja, der eine ist so, der andere so. Ich würde das nicht groß problematisieren. Entscheidend ist ja, dass Sie ein positives Ende bereits nach 3 Jahren haben . Denken Sie auf jeden Fall daran, den Antrag schriftlich beim Insolvenzgericht zu stellen.

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