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Thema: Vergleich

  1. #11
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    grob gerechnet (Basiszins.de)

    01.01.2014 - 21.04.2017: 1207 Zinsen: 1.291,5267€
    Ausgangsforderung: + 9.300,0000€
    Gesamtforderung: = 10.591,5267€
    Jeder Tag ab 22.04.2017: 1 4.12 % 1,0498 €

    Die Wahrheit dürfte dann unterm Strich etwas weniger sein, denn im Titel sind ja bereits ausgerechnete Zinsen drin und Zinseszins gibt es nicht und bei den Kosten steht nichts von 4% Verzinsung oder?
    Kannst du nochmal abschreiben, was exakt zu den Zinsen da steht? Also auch aus welchem betrag die gerechnet sind?
    Geändert von mepeisen (21.04.2017 um 07:57 Uhr)

  2. #12
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    Moin, moin,

    @meipeisen, regelmäßige Zinsverjährung nach Titulierung - ja so habe ich das auch gedacht, aber dem ist nicht! So man kann wohl annehmen, dass die Lobby der Banken beim Gesetzgeber ihre Interessen ggü. Verbrauchern voll druchgedrückt hat.

    Es gibt trotzdem einen Ansatzpunkt, das Inkassobüro als Behaupter ist in der Beweispflicht, dass es sich um einen Verbraucherkredit handelt der auch nach den Vorgaben des Gesetzgebers zustandegekommen ist vgl. Art. 247 EGBGB. Die Hürde ist hier, dass der Vertrag so alt ist, dass die Reglungen bei Vertragsabschluss noch nicht galten. Bzw. was unwahrscheinlicher ist, dass Bank und Gläubigervertreter so gut organisiert sind, dass Sie alle Nachweise führen können.
    Hierzu wäre auch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zu beachten, die in der deutschen Rechtssprechung bzw. Gesetzgebenung noch keine mir bekannten Auswirkungen hatte, aber ein Hinweis ist wohin es gehen könnte. EuGH, 09.11.2016, C 42/15

    lg

    aus Mittelhessen
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  3. #13
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    aber dem ist nicht
    Hast du ein Gerichtsurteil oder nur eine Vermutung? Ich finde dazu genau eine Angabe bei iww.de und die komplett ohne Quellenangabe.
    Ich habe im Rechtspflegerforum da auch eine interessante Diskussion gefunden. http://www.rechtspflegerforum.de/arc...p/t-76081.html
    Die gehen am Ende irgendwie davon aus, dass es sowieso egal sei, denn die 3jährige Verjährung der Zinsen sei ja laut §497 (3) Satz 4 ausgeschlossen.

    Das lustige finde ich: In Satz 5 (den die irgendwie nicht diskutiert haben) steht: "Die Sätze 1 bis 4 finden keine Anwendung, soweit Zahlungen auf Vollstreckungstitel geleistet werden, deren Hauptforderung auf Zinsen lautet."

    Würde das nicht bedeuten, dass ein Titel, in dem die Darlehenszinsen als Hauptforderung drin stehen, gar nicht mehr den Spielregeln dieser Zins-Hemmung unterliegen kann? Dass es sich am Ende doch wieder um ganz normale Verzugszinsen handelt, die 3 Jahre zum Jahresende verjähren? Könnte Sinn ergeben, denn dann bezieht sich das alles nur auf Titel, in dem nur die Hauptschuld tituliert wird und die Darlehenszinsen selbst als weitere Zinsen aufgeführt werden.

    Weiteres Argument ist die Gesetzesbegründungen, denn der einzige Zweck der Hemmung sollte eigentlich sein, Kreditschuldner vor einer überschnellen Titulierung und den deutliche hohen Kosten und Folgeproblemen aus Vollstreckungen zu schützen... Damit Banken nicht überschnell agieren.

    Wenn es noch keine Gerichtsurteile dazu gibt, besteht auch für das Inkasso eine ziemliche Unsicherheit, wie man das nun auslegen muss. Macht es da nicht Sinn, das Inkasso da mal diese Denksportaufgabe zu geben? Wenn das Inkasso von seiner Position sowieso nicht abrückt, würde ich hier eher raten, in Richtung PI mit RSB zu denken. Kommt ja auf dasselbe auf und sollte es mal Probleme geben, dass mal Lohn wegfällt o.ä. steht man nicht vor dem Problem einer Wiederauflebung der Ursprungsschuld.

  4. #14
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    Hallo,

    wir gleiten mal wieder vom Thema in eine kleine Nebendiskussion ab, ... so wie ch das verstehe ist der Satz 5 den § 497 auf den seltenen Fall beschränkt, indem eine Bank nur noch Zinsen als Forderung hat und diese in einem Titel als Hauptforderung tituliert werden.
    Hieraus würde folgen, dass dies in der Praxis quasi nicht vorkommt.

    Die Gesetzesbegründung finde ich lustig, die sollten die Banken mal lesen die Verbraucherkredite geben. Da hat man sich echt Gedanken gemacht die in der Realität so gar nicht zum Tragen kommen.

    Nunja der EuGh hat schon ziemlich klar formuliert, dass der Gläubiger seine Ansprüche auf Nebenforderungen hierdurch als Sanktion einbüßt. D.h. es kann nur noch die Hauptforderung geltend gemacht werden - wenn man das auf den vorliegenden Fall anwenden würde, ... könnte der TE die Schuld von € 10.000,- begleichen und vom Rest noch einen Kurzurlaub machen.

    Lg

    Aus Mittelhessen
    Geändert von nobird99 (21.04.2017 um 13:17 Uhr)
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  5. #15
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    Ich werde das Inkasso nochmals anschreiben und die 10.000 anbieten. Was kann schon passieren? Bestenfalls lassen sie sich drauf ein und schlechtestenfalls bleiben Sie bei den 15.000 Euro - welche ich dann nur in Raten abbezahlen kann. Oder meint ihr, dass die dann wieder den vollen Betrag fordern?

  6. #16
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    Hallo Suma,

    ich höre in meiner Beratung auch öfter, dass die Ratsuchenden eine Insolvenz auf jeden Fall vermeiden wollen. Das ist aber nur in wenigen Fällen wirklich sinnvoll - es geht dabei oft um eine unbestimmte Angst etwas moralisch verwerfliches zu tun, und/oder um die Angst sich einem lagen Verfahren mit einigen Unwägbarkeiten zu unterwerfen.
    Letzlich führt jedoch die Haltung, dass ein Insolvenzverfahren nicht in betracht kommt dazu, dass der Schuldner seinen Trumpf den ihm der Gesetzgeber gegenüber dem Gläubiger aus der Hand legt. Das ist ungefähr so, als würden die Gläubigervertreter aus ihrem Wissenvorsprung ggü. den Schuldnern kein Kapital mehr schlagen wollen. Verhandlungstaktisch gesehen ist das aus meiner Sicht ein riesen Fehler die Insolvenz vorher katgegorisch auszuschliessen.
    Von daher sollte das Insolvenzvefahren und seine Möglichkeiten die Zahlungen auf ein erträgliches Maß zu begrenzen immer eine Argumentationsgrundlage sein. Ich habe in der letzten Zeit die Erfahrung gemacht, dass den Ratsuchende in Außergerichtlichen Vergleich etwas mehr angeboten haben, als im Insolvenzverfahren zu erlösen gewesen wäre die Gläubiger überwiegend zugestimmt haben.

    Ich würde mir das nochmal überlegen, ob ich die Argumente aus dem Thread nicht in den Verhandlungen benutzen würde.

    Lg

    aus Mittelhessen
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  7. #17
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    Wie man Suma hier eine Insolvenz nahe legen kann entzieht sich jeglicher rationaler Vernunft. Allerdings ist das bei deiner Signatur auch nicht weiter verwunderlich...

    Stell Dir vor: Supermärkte verkaufen Lebensmittel, Autohäuser verkaufen Autos, Menschen verkaufen ihre Arbeitskraft, Banken verkaufen Geld. Alles hat einen Preis. Daran ist per se nichts verwerfliches.

  8. #18
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    @nobird, wie ich schon schrieb, möchte ich absolut nicht in die Inso gehen - das ist keine Option für mich. Es geht mir nicht um eventuelles Unrechtsbewußtsein, sondern darum, dass ich die damit verbundenen Konsequenzen - wie Ev, Lohnpfändung, Schufaeintrag und nicht zuletzt die Einbindung meines Arbeitgebers, vermeiden möchte. Ob es sinnvoll ist, einem Inkasso, welches sich per se verhandlungbereit gezeigt hat, mit einer Inso zu drohen, wenn man auf keinen Fall in die Inso gehen will, mag ich bezweifeln. Letzendlich liegt die Schuld auch bei mir, dass die Ursprungsforderung um ein vielfaches gestiegen ist. Hätte ich mich früher drum gekümmert..... Es ist prima, dass es die Möglichkeit der Insolvenz gibt - aber sie ist sicherlich nicht für jeden Schuldner geeignet. Wie gesagt werde ich mich nochmal schriftlich an das Inkasso wenden und hoffe, dass sie mir entgegen kommen und mein erneutes Angebot annehmen.
    Geändert von SuMa (22.04.2017 um 10:21 Uhr)

  9. #19
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    Suma,aus meiner persönlichen Sicht würde ich an deiner Stelle eine Schuldnerberatung oder einen Anwalt einschalten und nicht mit dem ikasso über einen höheren Betrag verhandeln
    Denn du hast da bei dem Inkasso Schulden die offensichtlich um 10000 Euro hoch sind
    Dann hast du offensichtlich weitere Schulden , denn du schreibst von 2 weiteren Gläubiger
    Wie hoch sind die denn und gibt es da einen VB
    Denn wenn ich an deiner Stelle wäre würde ich persönlich einen anderen Weg gehen.
    Schau mal du hast offensichtlich nur einen Betrag von 200 Euro zu pfänden
    Demnach würde ich mit der Schuldnerberatung abklären,ob es aus dem pfändbaren sinnvoll ist außergerichtlich sich zu vergleichen ohne Neuverschuldung oder ob man im Inso einen gerichtlichen Vergleich macht
    Ich würde meine Mutter hier nicht mit rein ziehen

    Und was eine außergerichtl.Ratenzahlungsvereinbarung angeht, so besteht da immer die Gefahr
    - dass das ganze zusammenbricht, wenn auch andere Gläubiger VBs haben und pfänden, denn dann kannst du keine Ratenzahlungen mehr machen
    - dass damit die volle Forderungen wieder auflebt
    Und es bringt auch nichts einem Gläubiger eine derartig hohe Summe hinterher zu werfen, durch Neuverschuldung, wenn die anderen Gläubiger weiter gegen dich vollstrecken könnten pp
    Das ist meine persönliche Meinung, denn Schulden mit Einmalzahlungen zu beenden ist ja ok, aber nur m.E.nach wenn ich dann alle mit einbeziehe und das ganze komplett beenden kann

    Ich hätte die Lohnabrechnungen nicht eingereicht, denn jetzt weiß das Inkasso wer dein AG ist und da meist auch die Kontonummer auf der Lohnabrechnung steht hat man auch die, wenn du nicht die geschwärzt hast

  10. #20
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    Schau mal hier , denn das ist kein Vergleich sondern die erfüllst fast alles nach der Aufstellung und vor allem solltest du auch die Hinweise dir anschauen ganz unten

    denn ich habe die Ausgangsdaten wie nachfolgend eingeben
    http://basiszinssatz.info/zinsrechner/index.php

    Ergebnis der Zinsberechnung

    Ausgangsdaten:
    • Betrag: 9.230,00 €
    • Von: Do., 30.12.2004
    • Bis: Sa., 22.04.2017
    • Verzugszinssatz:
    - Verbrauchergeschäft (5 Prozentpunkte über Basiszinssatz)

    Zeitraum Tage Zinssatz Zinsertrag
    30.12.2004 - 31.12.2004: 2 6.13 % 3,0918 €
    01.01.2005 - 30.06.2005: 181 6.21 % 284,2360 €
    01.07.2005 - 31.12.2005: 184 6.17 % 287,0859 €
    01.01.2006 - 30.06.2006: 181 6.37 % 291,5593 €
    01.07.2006 - 31.12.2006: 184 6.95 % 323,3787 €
    01.01.2007 - 30.06.2007: 181 7.70 % 352,4343 €
    01.07.2007 - 31.12.2007: 184 8.19 % 381,0751 €
    01.01.2008 - 30.06.2008: 182 8.32 % 381,8698 €
    01.07.2008 - 31.12.2008: 184 8.19 % 380,0339 €
    01.01.2009 - 30.06.2009: 181 6.62 % 303,0019 €
    01.07.2009 - 31.12.2009: 184 5.12 % 238,2301 €
    01.01.2010 - 30.06.2010: 181 5.12 % 234,3459 €
    01.07.2010 - 31.12.2010: 184 5.12 % 238,2301 €
    01.01.2011 - 30.06.2011: 181 5.12 % 234,3459 €
    01.07.2011 - 31.12.2011: 184 5.37 % 249,8624 €
    01.01.2012 - 30.06.2012: 182 5.12 % 234,9968 €
    01.07.2012 - 31.12.2012: 184 5.12 % 237,5792 €
    01.01.2013 - 30.06.2013: 181 4.87 % 222,9032 €
    01.07.2013 - 31.12.2013: 184 4.62 % 214,9654 €
    01.01.2014 - 30.06.2014: 181 4.37 % 200,0179 €
    01.07.2014 - 28.07.2014: 28 4.27 % 30,2339 €
    29.07.2014 - 31.12.2014: 156 4.27 % 168,4462 €
    01.01.2015 - 30.06.2015: 181 4.17 % 190,8638 €
    01.07.2015 - 31.12.2015: 184 4.17 % 194,0272 €
    01.01.2016 - 30.06.2016: 182 4.17 % 191,3939 €
    01.07.2016 - 31.12.2016: 184 4.12 % 191,1770 €
    01.01.2017 - 22.04.2017: 112 4.12 % 116,6874 €
    Total:
    30.12.2004 - 22.04.2017: 4497 Zinsen: 6.376,0731 €
    Ausgangsforderung: + 9.230,0000 €
    Gesamtforderung: = 15.606,0731 €
    Jeder Tag ab 23.04.2017: 1 4.12 % 1,0419 €


    Kriterien für die Berechnung waren:

    Effektivzinsmethode/ISMA-Rule (act/act)
    Erster Tag findet Berücksichtigung, BGB § 187 (2) S. 1 aF=nF
    Letzter Tag findet Berücksichtigung
    Keine Berücksichtigung von Zinseszins, BGB § 289 S. 1 aF=nF
    HINWEIS:
    Optionale Verzugspauschale für Schuldverhältnisse bei Handelsgeschäften
    Für Schuldverhältnisse die ab dem 29.07.2014 entstanden sind, hat der Gesetzgeber eine neue Pauschale für den Gläubiger eingeführt: Kommt der Schuldner in Verzug darf der Gläubiger eine Verzugspauschale in Höhe von 40 Euro verlangen. Es ist ausgeschlossen sich mittels Vereinbarungen im Vorfeld (wie z.B. durch AGBs) sich gegen diese Pauschale z u verwehren (§288 (5) und BGB).


    Überleitungsvorschrift: Der seit dem 29.07.2014 für Handelsgeschäfte geltende Zinssatz von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz ist gem. EGBGB Art. 229 § 34 S. 1 nur auf Schuldverhältnisse anzuwenden, die nach dem 28.07.2014 entstanden sind. Bei vorher entstandenen Dauerschuldverhältnissen gilt er nur für Gegenleistungen, die nach dem 30.06.2016 zu erbringen sind. Siehe EGBGB Art. 229 § 34 S. 2
    Und was die Verjährung betrifft schau hier
    https://www.brennecke.pro/175534/Tit...r-Titel-selbst

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