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Thema: Warnung vor der Advanzia Bank (MasterCard Gold)

  1. #21
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    Erst einmal finde ich unter den Urteilen nicht die besagte Bank, nicht einmal. Da geht es um Grundstücke oder ein Urteil konnte nicht angefochten werden, weil die Frist abgelaufen war, ect...
    Zeige doch ein Urteil wo die Bank wegen Sittenwidrigkeit verklagt wurde und verloren hat.
    Warum ist denn die Bafin noch nicht dagegen vorgegangen ?
    Ich verstehe deinen persönlichen Rachefeldzug gegen denen, aber du solltest nicht alles verallgemeinern. Es gibt mit Sicherheit mehr zufriedene Kunden als unzufriedene.
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  2. #22
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    Zitat Zitat von PeterMeyer1970 Beitrag anzeigen
    Dass die Zinsen der Advanzia Bank als wucherähnliches Rechtsgeschäft sittenwidrig 138 ZPO) sind, steht aufgrund der in meinem Eingangspost erwähnten, mehr als deutlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs fest. Daran gibt es nichts zu rütteln!
    Die (Un)Fähigkeit Vieler, Gesetze und insbesondere Urteile zu deuten ist jedesmal aufs neue... hmm.. nennen wir es interessant.

  3. #23
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    Daran gibt es nichts zu rütteln!
    Na dann...

  4. #24
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    Ehrlich gesagt, verstehe ich die emotionale Erregung hier nicht.

    Es gibt gewisse Anhaltspunkte für Sittenwidrigkeit und Wucher. Ob tatsächlich Gesetzesverstöße vorliegen, wird vor Gericht geprüft und entschieden und nicht durch Abstimmung in einem Forum.

    Also: entspannt zurücklehnen, das Ergebnis des Ermittlungsverfahrens bzw. die Gerichtsentscheidung abwarten und aus dem Ergebnis lernen...

  5. #25
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    Hallo

    Auch ich befinde mich nun im Rechtsstreit mit der Advanzia, wobei ich es (noch) eher etwas "passiver" angehen lassen werde als der Threadstarter, heißt, ich habe bisher diesem Kreditinstitut mit ähnlicher Begründung des zumindest wucherähnlichen Zinssatzes die Forderungen aus den Zinserhebungen widersprochen und bestreite die daraus entstandene Forderung, habe selber aber (noch) keine Strafanzeige gestellt und belasse es vorläufig auf der zivilrechtlichen "Schiene". Auch ich beanstande nur die Zinsen an sich, nicht die von mir getätigten Verfügungen selber, die ich mit meinen Zahlungen an die Bank gegengerechnet habe.

    In einer ersten Stellungnahme der Advanzia an mich beharrt selbige darauf, dass für mich nur der spezifische Vergleichszins des Monats, in dem ich den Kreditkartenvertrag abgeschlossen habe, heranzuziehen wäre und nur dieser für die gesamte Vertragslaufzeit (also bis zum jetzigen Zeitpunkt) als Vergleich berechtigt wäre. Dies war im Juli 2008 und der Vergleichszins betrug damals 11,91% (das stimmt auch), aber die Advanzia ist der Meinung, dass zu diesem durchschnittlichen Zinssatz nach "ständiger Rechtssprechung" (?) noch eine "Aufwandspauschale von 2,5%" hinzuzurechnen wäre, und dadurch wäre der damalige Zinssatz von 25,9% noch im rechtlichen Rahmen (da knapp unter 100% höher als der damalige Durchschnitt) und damit nicht sittenwridrig. Also Kurzfassung: Zum Vertragsabschluss wäre nur alles über 2 x 11,91% + 2,5% = 26,32% sittenwidrig, aber sie haben ja "nur" 25,9% verlangt.

    Kann jemand was mit deren Argumentation anfangen? Der effektive Jahreszins enthält doch bereits alle anteiligen "Bearbeitungsgebühren" u.ä., wieso sollte dann noch eine (mir etwas willkürlich festgelegt erscheinende) 2,5% Aufwandspauschale "hinzugeschummelt" werden? Und wieso darf bei einem dispoähnlichen Kreditrahmen, der flexibel und variabel genutzt wird, für alle Zeiten nur der Vergleichszins zu Vertragsbeginn herangezogen werden? Schließlich hat Advanzia selber sich das Recht herausgenommen, mir in den fast 9 Jahren mehrmals den Zinssatz "anzupassen"?

  6. #26
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    Was steht denn in den AGB von 2008 drin ? Das hast du akzeptiert und beide Parteien haben sich daran zu halten.
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  7. #27
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    Kann jemand was mit deren Argumentation anfangen?
    Nö.

    Der effektive Jahreszins enthält doch bereits alle anteiligen "Bearbeitungsgebühren"
    Sehe ich auch so. Die Vergleichbarkeit über einen durchschnittlichen Zins wird gerade dadurch gewährleistet, dass solche Bearbeitungspauschalen usw. in die effektiven Jahreszinsen mit einzurechnen sind. Deswegen gab es auch den Aufschrei der Banken bei diesen Bearbeitungsgebühren. Das betraf genau die Fälle, wo die Gebühren gerade nicht im Zins mit enthalten waren, soweit ich das noch in Erinnerung habe.

    Was den flexiblen Zins angeht: Es zählt IMHO erst mal nur der Vertragsabschluss. Wenn ein Zins dadurch sittenwidrig wird, dass Jahre später eine Niedrigzinsphase herrscht, dann hat man halt Pech gehabt. Man hat als Schuldner ja durchaus auch das ein oder andere Sonderkündigungsrecht, wo man ggf. teure Kredite nach einer Zeit loswerden und auf niedrigere Zinsen umschulden kann.

  8. #28
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    @ Kampfratte

    Die Verbraucherzentralen sind ganz gut im Thema eingearbeitet. Vielleicht einfach mal dort recherchieren bzw. individuell beraten lassen. Es fallen dann vermutlich Beratungskosten an, aber die dürften geringer sein als ein Anwaltshonorar.

  9. #29
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    Hallo Kampfratte,

    lass Dich von der Advanzia Bank nicht verunsichern. Die Auffassung der Advanzia Bank ist falsch.

    Richtig ist zunächst, dass für den Vergleich zwischen dem vertraglich vereinbarten Zinssatz und dem marktüblichen Zinssatz jener Zinssatz maßgeblich ist, der bei Vertragsschluss vereinbart wurde.

    Falsch ist jedoch, dass zum marktüblichen Vergleichszinssatz noch eine "Aufwandspauschale" von 2,50% hinzuzurechnen ist. Dieser Einwand wird von Banken, die sich am Rande der Wuchergrenze bewegen, gerne gebracht. Entscheidend ist aber, dass ein solcher Aufschlag nur bei Ratenkrediten anfällt (vgl. Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch, 4. Auflage 2011, § 82 Rn. 25). Bei den Forderungen der Advanzia Bank handelt es sich aber um keine Forderungen aus Ratenkrediten, sondern aus Kreditkartenverträgen. Bei Ratenkrediten war die Berechnung von Bearbeitungsgebühren (vor der insoweit relevanten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2014) üblich. Hingegen erfolgte die Berechnung von „Bearbeitungsgebühren“ bei Kreditkartenkrediten zu keinem Zeitpunkt. Daher kann sich die Advanzia Bank nicht mit Erfolg auf eine "Aufwandspauschale" in Höhe von 2,50% berufen, worauf an der genannten Stelle des Bankrechts-Handbuch hingewiesen wird.

    Darüber hinaus verkennt die Advanzia Bank bei ihrer Rechtsauffassung, dass die Berechnung von Kreditbearbeitungsgebühren nach der aktuellen, allseits in den Medien präsenten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, Urt. vom 13.05.2014 – Az. XI ZR 405/12 und XI ZR 170/13) unzulässig ist, weshalb diese auch nicht bei der Berechnung des marktüblichen Vergleichszinssatzes zu berücksichtigen ist. Diese Rechtsprechung gilt ausdrücklich auch rückwirkend, sodass sie auf deinen Fall anwendbar ist.

    Schlussendlich ist darauf hinzuweisen, dass selbst dann, wenn hier ein Aufschlag in Höhe von 2,50% zu tätigen wäre, dieser nicht durch einfaches Hinzuaddieren zu erfolgen hat. Die "Aufwandspauschale" ist vielmehr durch Neuberechnung in den ursprünglichen Zinssatz einzuberechnen (vgl. Reifner in VuR 2005, 370). Eine solche Neuberechnung führt in deinem Fall dazu, dass sich der ursprüngliche Vergleichszinssatz auf maximal 12,21% (2,5% aus 11,91% = 0,30% + 11,91%) erhöhen würde.

    Damit führt selbst der Einwand der Advanzia Bank zu einem wucherähnlichen und damit sittenwidrigen Zinssatz.

    Darf ich fragen, bei welchem Gericht dein Verfahren anhängig ist und ob Du anwaltlich vertreten bist?
    Geändert von PeterMeyer1970 (05.04.2017 um 08:19 Uhr)

  10. #30
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    Hallo,
    Ich habe auch ein Gerichtsverfahren mit der Advanzia Bank wegen Wucherzinsen laufen. Bei mir hat es die Bank nicht einmal für nötig gehalten auf den Einwand der sittenwidrigkeit überhaupt zu antworten.
    Ich finde, es wäre dringend notwendig, diesen Banken, die bei Refinanzierungskosten von knapp über null, Zinsen von über 20 Prozent verrechnen, die "rote" Karte zu zeigen.

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