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Thema: Vorladung Polizei

  1. #21
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    Zitat Zitat von derwilde Beitrag anzeigen
    kann ich auch nur dazu raten, weder abzusagen, noch hinzugehen.
    Weder absagen noch hingehen ist taktisch unklug. Wer solche Gleichgültigkeit an den Tag legt, dem kann man genau die Gleichgültigkeit unterstellen, mit der man einen Eingehungsbetrug begeht. Absagen ist das Mindeste.

    Zitat Zitat von Schuldenreiter Beitrag anzeigen
    Anwalt kostet aber....
    Soweit ich weiß sind es sofort 300-400 euro die fällig werden...
    Du bist mittellos! Gemäß § 2 II BerHG gibt es eine Erstberatung auch in Strafsachen. Das Formular gibt es hier: http://www.justiz.de/formulare/zwi_bund/agI1.pdf Ausfüllen, Belege beiheften, bei der Geschäftsstelle des Amtsgericht den Beratungsschein abholen und damit zum Anwalt. Aber Achtung: Nur auf Grundlage der von dir mitgebrachten Unterlagen beraten lassen! Wenn er Akteneinsicht beantragt, ist das schon Vertretung und keine Beratung mehr! Beratung und Vertretung bis zum Prozess gibt es nämlich nur in Zivilsachen.

    Zitat Zitat von Schuldenreiter Beitrag anzeigen
    Im dümmsten Fall kommt ein Strafbefehl über paar Hundert Euro, alles unter 90 Tagessätze kann man in der Regel einfach akzeptieren, zahlen und abheften.
    Auf einen Stafbefehl würde ich es nicht ankommen lassen. Genau darauf spekuliert der Anzeigenerstatter. Dein Gläubiger wird im Insolvenzverfahren beantragen, seine Forderung als solche aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung einzutragen. Danach wird er eine Feststellungsklage gegen dich erheben, dass es eine Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung ist. Was glaubst du, wie die Erfolgsaussichten einer Feststellungsklage wegen vorsätzlich begangener Unerlaubter Handlung für dich aussehen, wenn es bereits einen rechtskräftigen Strafbefehl gibt? (vgl: § 410 III StPO) Du wirst dann nicht einmal das Prozesskostenhilfeprüfungsverfahren der Feststellungsklage überstehen, mangels hinreichender Aussicht auf Erfolg. (vgl.: § 114 I 1 ZPO)

    Außerdem kann der Gläubiger mit einem Titel wegen vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung auch während des Insolvenzverfahrens gegen dich vollstrecken, und zwar im Wege der qualifizierten Zwangsvollstreckung nach § 850f II 1 ZPO. Das heißt, der Gläubiger kann dir im schlimmsten Fall die gesamte Differenz zwischen Pfändungsfreibetrag und Regelsatz Hartz IV pfänden. Und da diese nicht zur Insolvenzmasse gehört, auch während des Insolvenzverfahrens.

    Der beste Rat für dich: Beratungsschein=kostenlose Erstberatung

  2. #22
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    Hi,
    Zitat Zitat von Edwige Beitrag anzeigen
    Die Tatsache, dass der Kreditvertrag bewilligt wurde, gilt als Anscheinsbeweis, dass zurzeit des Vertragsabschlusses Zahlungsfähigkeit vorlag.


    Zitat Zitat von Edwige Beitrag anzeigen
    Die mindestens bedingt vorsätzliche Täuschung über die Zahlungsfähigkeit oder Zahlungswilligkeit ist schwer nachzuweisen.
    Ein Nachweis des Einkommens und der monatlichen Fixkosten könnte durchaus reichen.

    Zitat Zitat von derwilde Beitrag anzeigen
    Die Polizei als Strafverfolgungsbehörde hat hier in der Tat die Aufgabe, weitere Beweise zu sammeln - ob die nun für oder gegen dich sprechen, sei nun erst mal dahingestellt
    eben nicht! Wenn Beweise für die Unschuld sprechen, sollten die auch vorgelegt werden.

    Gruß
    Ingo

  3. #23
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen

    eben nicht! Wenn Beweise für die Unschuld sprechen, sollten die auch vorgelegt werden.

    Gruß
    Ingo
    ...und wenn man Pech hat, liefert man vielleicht unbewusst neue Fakten oder Informationen, die den (unbegründeten?) Verdacht noch erhärten.

    Ich habe mal zum Spaß bei Google "polizeiliche Ladung" eingegeben. Die dort angezeigten Beiträge diverser Kanzleien sprechen eine klare Sprache.

  4. #24
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    Hi,
    Zitat Zitat von Edwige Beitrag anzeigen
    Dein Gläubiger wird im Insolvenzverfahren beantragen, seine Forderung als solche aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung einzutragen. Danach wird er eine Feststellungsklage gegen dich erheben, dass es eine Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung ist. Was glaubst du, wie die Erfolgsaussichten einer Feststellungsklage wegen vorsätzlich begangener Unerlaubter Handlung für dich aussehen, wenn es bereits einen rechtskräftigen Strafbefehl gibt? (vgl: § 410 III StPO)
    mMn nicht gering, falls gegen den Strafbefehl kein Einspruch eingelegt wurde und - wie gesagt analog zu einem Vollstreckungsbescheid - kein Richter darüber geurteilt hat.

    Ich würde der Einladung wie gesagt dann folgen, wenn Nachweise über die Zahlungsfähigkeit vorgelegt werden können und ansonsten hoffen, dass kein Strafbefehl kommt (der von der RSB ausgeschlossen wäre) und ansonsten nach der RSB ggf. eine Vollstreckungsabwehrklage erwägen.

    Gruß
    Ingo

  5. #25
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    Hi,
    Zitat Zitat von derwilde Beitrag anzeigen
    ...und wenn man Pech hat, liefert man vielleicht unbewusst neue Fakten oder Informationen, die den (unbegründeten?) Verdacht noch erhärten.
    Pech können aber nur Schuldige haben, die ihre Unschuld nicht nachweisen können.

    Gruß
    Ingo

  6. #26
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Hi,

    Pech können aber nur Schuldige haben, die ihre Unschuld nicht nachweisen können.

    Gruß
    Ingo
    Das weiß ich nicht. Man kann unschuldig sein und sich dennoch in eine doof Situation bringen.

    Also, klarer Rat eines jeden Strafverteidigers in einer solchen Situation:

    Keine Aussage bei der Polizei. Niemals. Termin freundlich absagen.

    Idealerweise mit Akteneinsicht beauftragen und ggf. dann Stellungnahme abgeben. Kostet allerdings.

    Beratungshilfe in Strafsachen ist für die meisten Menschen keine große Hilfe. Vieles ist Umgang mit den Strafverfolgungsbehörden und das können die wenigstens. Da steht dann immer der beschuldigte (oft zu naive) Laie den professionellen Strafverfolgern gegenüber - das geht halt häufig in die Hose.

  7. #27
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    Hi,
    Zitat Zitat von fsb hildesheim Beitrag anzeigen
    Also, klarer Rat eines jeden Strafverteidigers in einer solchen Situation:
    Keine Aussage bei der Polizei. Niemals. Termin freundlich absagen..
    und mein Rat als Schuldnerberater: wenn Nachweise gegen den Vorwurf der vbuH vorliegen, sollten diesse möglichst frühzeitig auch der Polizei vorgelegt werden. Ob das zutrifft, ist hier noch unklar.

    Dies kann ggf. aber bei der Staatsanwaltschaft zur Einstellung führen, so dass Anwaltskosten eines Strafverteidigers garnicht erst anfallen.

    Gruß
    Ingo

  8. #28
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    So nun Karten auf den Tisch. Ich glaube bei dem ganzen hab ich mich anständig in die Scheiße geritten.

    Der Kredit wurde Anfang des Jahres genommen und diente um andere Schulden zu begleichen. Damals befand ich mich in der Abwärtsspirale durch Glücksspiel. Sprich ich bin spielsüchtig ( auf einem guten Weg mit dem ganzen Leben zu können ohne spielen zu müssen/wollen ). Leider wurde der Kredit über mein zweites Girokonto abgewickelt welches mir im Zuge der PI gekündigt wurde und ich so nichts mehr davon sehe.

    Der Kredit wurde NICHT bedient. Und hier sehe ich wohl mein Verderben.
    Ich war die ersten 2 Raten in Rückstand geraten durch eine teure Reparatur meines Autos. Als ich Kontakt zur SWK-bank (Kreditgeber) aufgenommen habe obs eine Möglichkeit gibt dies irgendwie zu Regeln ohne das mir der Kredit gekündigt wird, wurde mir am Telefon und nach Rücksprache mit CreditConnect nur die Möglichkeit eingeräumt am Monat darauf die fälligen 3 Monatsraten auf einmal zu begleichen. In meiner Angst habe ich dem zugestimmt und musste dafür auch noch Unterlagen per Email an die SWK-bank senden (diese habe ich noch hier). Eine Überweisung im nächsten Monat der fälligen 3 Monatsraten war mir nicht möglich. Somit folgte darauf hin die Kündigung des Vertrages.

    CreditConnect hat einen Vollstreckungsbescheid für diesen Kredit. Weiter kam irgendwann ein Urteil von CreditConnect wo es nochmals um 1000€ mehr geht. Das ganze habe ich bis heute noch nicht wirklich verstanden und es meinem Anwalt gegeben der mich in die Inso begleitet hat. Dieser konnte mir dazu nicht wirklich was sagen und meinte ich soll es einfach dann meinem TH geben das es noch eine Forderung gibt. 2-3 Wochen später bekam ich Landgericht einen Kostenfestsetzungsbeschluss über diese 1000 Euro.

    Ich habe damals keine falschen Angaben gemacht und ich hatte auch nie daran gedacht mir diesen Kredit zu nehmen und dann nicht zurückzuzahlen wollen (habe hier ja auch das Gespräch mit der SWK-bank gesucht). Leider war ich zu dieser Zeit doch sehr naiv und glaubte immer noch das ich dies alles ohne Hilfe schaffe womit ich mich in der Spirale eigentlich nur immer weiter nach unten drehte.

    Ist jetzt alles verloren? Ich dachte die PI ist mein Neuanfang aber gerade wird alles noch schlimmer. Ich war ja auch gewillt alle meine Schulden ohne PI innerhalb der nächsten 5 Jahre zu begleichen,dies wurde ja aber von den Gläubigern abgelehnt wobei da die SWK-bank die einzige war die sich nie dazu geäußert hat.

  9. #29
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    Zitat Zitat von Ingo Beitrag anzeigen
    Hi,

    und mein Rat als Schuldnerberater: wenn Nachweise gegen den Vorwurf der vbuH vorliegen, sollten diesse möglichst frühzeitig auch der Polizei vorgelegt werden. Ob das zutrifft, ist hier noch unklar.

    Dies kann ggf. aber bei der Staatsanwaltschaft zur Einstellung führen, so dass Anwaltskosten eines Strafverteidigers garnicht erst anfallen.

    Gruß
    Ingo
    Das Problem ist dabei immer dasselbe: Nicht alles was der Laie als positiv und für ihn sprechend bewertet, ist es am Ende des Tages auch.

  10. #30
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    So nun Karten auf den Tisch. Ich glaube bei dem ganzen hab ich mich anständig in die Scheiße geritten.
    Die aller wichtigste Frage: Wusste der Kreditgeber, dass das Geld für eine Umschuldung ist?
    Wusste der Kreditgeber, dass es ungeplante Ausgaben gab (Auto-Reparatur u.ä.)?

    Wenn du diese Dinge verschwiegen hast, hast du in der Tat nun ein Problem. Zumindest mit dieser Schuld.

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