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Thema: Privatinsolvenzverfahren.net - gebt bitte obacht

  1. #11
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    Zitat Zitat von tidus82 Beitrag anzeigen
    Das bringt ungefähr so viel wie die Seite wegen Urheberrechtsverletzungen zu melden.
    Nämlich gar nichts.. Die Seite phisht nichts und ist spätestens nach einer manuellen Prüfung durch Google genau da wo sie vorher schon war. Sonst könnte Konkurrent A seinen Konkurrenten B über diesen Link melden - da spielt Google nicht mit. :-)

    Man kann versuchen sein "Recht auf Vergessen" (https://de.wikipedia.org/wiki/Recht_auf_Vergessenwerden) durchzusetzen - Da mein Inso-Verfahren dort aber gar nicht gelistet ist brauche ich das aktuell nicht tun - für jeden Anderen aber vielleicht eine Idee.
    Versuchs mal mit Familienname und Vorname - nicht andersherum. Mit viel Glück stehst du wirklich nicht drin.
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  2. #12
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    Ingo, ich warte jetzt erst mal was der BDSB aus meinem Bundesland dazu schreibt und wende mich dann an google.

    Als die Sache mit peoplecheck war, hat das gut geklappt.

    LG
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  3. #13
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    Schönen guten Abend!

    Ein guter Freund von mir ist betroffen und hat mich auf diese Sache aufmerksam gemacht. Bisher glaube ich folgendes herausgefunden zu haben, für Ergänzungen bin ich dankbar. (Quelle: https://who.is/whois/privatinsolvenzportal.net)

    1. Der Registrar der o.g. Domain ist die Shinjiru MSC Sdn Bhd, ein IT-Dienstleister mit Sitz in Malaysia. Die Webpräsenz macht einen seriösen Eindruck, wobei der erste Eindruck natürlich täuschen kann. (https://www.shinjiru.com.my/)

    2. Der Registrant der o.g. Domain ist die Privacy Protection Service INC mit Sitz in Australien. Auch diese Webpräsenz macht vordergründig einen seriösen Eindruck. Es handelt sich um einen IT-Dienstleister handelt, der stellvertretend für einen Endkunden als Registrant auftritt, wenn der Endkunde unerkannt bleiben möchte. Dass ein Endkunde unerkannt bleiben möchte, muss nicht per se unseriös sein. Besonders hervorheben möchte ich die Möglichkeit, dass dieser IT-Dienstleister auf seiner Webseite die Möglichkeit anbietet, über deren Vermittlung mit dem Endkunden in Verbindung zu treten. In einem weiteren Formular eröffnet er die Möglichkeit, den Missbrauch einer Domain zu melden. Es wird dort auch versichert, dass man strenge „Policies“ mit den Endkunden habe und solche Anliegen auch tatsächlich prüft. (http://www.privacyprotect.org/about-privacyprotection/)

    3. Beim Besuch der Domain privatinsolvenzportal.net dürfte jedem sofort auffallen, dass der Endbetreiber das digitale Schießpulver nicht erfunden hat. Die langen Ladezeiten könnten darauf zurückzuführen sein, dass den eingebundenen Datenbanken die konzeptionelle Reinheit fehlt. Einzig denkbarer Grund für die Existenz dieser Webseite ist die Möglichkeit, mit der dort platzierten Werbung Geld zu verdienen. Hierbei ist die Speicherung und Veröffentlichung von Insolvenzdaten lediglich Mittel zum Zweck, dem Endbetreiber geht es nur um eine möglichst hohe Anzahl von Besuchern.

    Im Impressum wird eine angebliche Firma mit Sitz auf den Philippinen genannt. Ich vermute, dass es sich entweder um eine Briefkastenfirma handelt oder die Firma einfach nur frei erfunden ist. Letzteres halte ich für wahrscheinlicher, anderenfalls hätte der Endbetreiber sich den Umweg über die Privacy Protection Service INC sparen und die Domain gleich unter der Scheinfirma auf den Philippinen betreiben können. Ich gehe jede Wette darauf ein, dass der Endbetreiber seinen Wohnsitz in der BRD hat. Schließlich hält er auch nur Insolvenzdaten aus Deutschland vor. Auf diese Idee kommt niemand, der keinen Bezug zu Deutschland hat.

    Der Endbetreiber mag zwar im Großen auf seine Anonymität geachten haben, aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Er hat aber zwei entscheidende Fehler gemacht, die die Feststellung seiner Identität für Staatsanwaltschaft und Finanzamt zweifelsfrei ermöglichen. Ich möchte mich nicht wichtigmachen, werde die beiden entscheidenden Fehler hier aber nicht nennen. Der Endbetreiber könnte hier anwesend sein, er soll seiner Dummheit aber erst gewahr werden, wenn es zu spät ist. Ich werde über den Fortgang der Ermittlungen berichten. Entsprechende Eingaben bei Staatsanwaltschaft und übergeordneter Finanzbehörde habe ich bereits gemacht.

    Vielleicht war der Endbetreiber sogar so dumm, seine Scheinfirma auf den Philippinen tatsächlich anzumelden. Ich glaube das zwar nicht. Allerdings unterhält die Republic of the Philippines eine Behörde namens Department of Trade and Industry, mit einer Unterabteilung Consumer Protection Group. (http://www.dti.gov.ph/contact#consum...tion-group-cpg) Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass man dort auch Privatpersonen Auskunft erteilt, welche Person diese angebliche Firma angemeldet hat. Ich habe mit dieser Behörde bereits Kontakt aufgenommen und werde berichten.

    Für viele erhebt sich die Frage, ob die Speicherung und Veröffentlichung von Insolvenzdaten rechtswidrig ist. Nach dem Wortlaut des § 28 II Nr. 1 i.V.m. § 28 I Nr. 3 BDSG könnte man annehmen, dass eine Privatperson Daten anderer Privatpersonen verwerten darf, soweit diese Daten allgemein zugänglich sind. Leider hatte ich bisher noch keine Zeit, einschlägige Kommentare und Rechtsprechung zu prüfen, vermute aber, dass zumindest die Verwertung von Daten aus Insolvenzverfahren, die derzeit noch anhängig sind, zulässig sein könnte.

    Allerdings sollte man sich auch die Frage stellen, woher der Endbetreiber diese Datensätze hat. Er kann jedenfalls nicht behaupten, alle Verfahren aus dem Öffentlichen Register seit dem Jahre 2000 händisch abgeschrieben zu haben. Auf die Datenbanken des öffentlichen Insolvenzportals dürfte er eigentlich keinen legalen Zugriff haben. Da die Daten des öffentlichen Portals auch nicht in Google erscheinen, kann er sie auch dort nicht abgegriffen haben. Diese Frage habe ich auch als Aufhänger für eine Strafanzeige genutzt, die letztendlich, und das ist ihr eigentlicher Zweck, zur Ermittlung des Wohnsitzes führen soll. Hierbei habe ich die Ermittlungsbehörden und das Finanzamt auch darauf hingewiesen, wie Sie den tatsächlichen Wohnsitz des Endbetreibers über 2zwei kleine Umwege", dafür aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Erfahrung bringen können.

    Wichtig ist aber auch, dass von dem Endbetreiber auch Daten von Personen veröffentlicht werden, deren Insolvenzverfahren, wie im Falle meines Freundes, bereits im Jahre 2000 eröffnet wurden und deren Verfahren seit mehr als 10 Jahren aus allen öffentlichen Registern und den Datenbanken von Schufa, Creditreform, InfoScore etc. gelöscht sind. Nach den Einträgen der Domain und deren Verbreitung in Google entsteht aber der Eindruck, dass diese Personen, die längst wieder Fuß gefasst haben und möglicherweise erfolgreich im Wirtschaftsleben stehen, jetzt im Internet, wie im Fall eines guten Freundes, als Insolvent und Bankrott dargestellt werden.

    Meine Empfehlung an alle Betroffenen vorab:

    Wer direkt gegen Google wegen Löschung der Suchergebnisse vorgehen möchte, der kann das Gericht an seinem Wohnsitz bemühen. Allerdings ist Google Deutschland nicht passivlegitimiert. Hier gibt es einen sehr schönen Beschluss des OLG München. (http://www.lhr-law.de/magazin/olg-mu...m-suchergebnis) Es ist von Vorteil, wenn man für ein solches Unterfangen Prozesskostenhilfe beantragen kann. PKH kann man übrigens auch ohne Rechtsanwalt beantragen, auch beim Landgericht.

    Den Begründungsansatz des Users Finger (s.o. Eintrag Nr. 5) finde ich sehr gut. Das Öffentliche Portal der Länder wird nicht von Google „gecrawlt“, deshalb nimmt nur Auskunft, wer ein berechtigtes Interesse haben kann. Der Eintrag bei Google aber erscheint jedem, der den Namen des Betroffenen eingibt. Wer einem anderen beispielsweise schaden will, sucht zuerst in Google, ob er etwas Brauchbares findet. Da es beispielsweise auch Gewerbetreibende gibt, die ein Insolvenzverfahren haben, kann man so einen lästigen Konkurrenten verunglimpfen. Deshalb besteht ein schützenswertes Interesse daran, dass die Insolvenzdaten nur in den Öffentlichen Registern abrufbar sein sollen. Mit einer ähnlichen Begründung haben seinerzeit auch Datenschutzbeauftragte der Länder erhebliche Bedenken geäußert, dass die damaligen Schuldnerverzeichnisse der örtlichen Gerichte in Online-Register ausgelagert werden, nämlich wegen der erschlagenden Wirkung des Internet. Früher musste man, wenn man eine Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis der örtlichen Gerichte haben wollte, zumindest ein Interesse an der Auskunft glaubhaft machen. Heute kann man mit wenigen Klicks erfahren, ob der Nachbar insolvent ist.

    Vor Beschreitung des Rechtsweges bitte die google removal Funktion nutzen. Dort wird zwar nur mit automatisierten Textbausteinen geantwortet, gelöscht wird auf eine Anfrage fast nie, dafür kann man dem Automaten aber auch Fristen setzen, die er gewiss nicht einhalten wird.

    Noch eine wichtige Empfehlung:

    Bombardiert die Privacy Protection Service INC (siehe Link oben) mit Abuse-Meldungen. Man wird diesen Kunden dann sehr schnell loswerden wollen. Bitte verfasst eure Anfragen in Englisch. Hier ein unverbindlicher Formulierungsvorschlag:


    Dear Sirs and Madams:

    I want to report a case of injury to my commercial reputation and libel and slander to my disadvantage, committed by the operator/owner of the domain privatinsolvenzportal.net. The operator/owner of the above-mentioned Website published, contrary to the truth, that I am bankrupt. Furthermore, it states that I am currently involved in a case of insolvency.

    I cannot determine the real operator/owner of www.privatinsolvenzportal.net. The site Impressum relegates to a fake company hosted in the Philippines. The operater/owner runs his Domain formerly under privatinsolvenzportal.com, hosted by GoDaddy.com. This page has been banned by the Registrar GoDaddy.com, for the above-mentioned reasons. No the operator/owner hides behind you.

    Under German law the above-mentioned announcements meets the factual of injury to commercial reputation and libel and slander. For this reason, I would ask politely for the name and address of the operator/owner of the website privatinsolvenzportal.net, so I can ask the owner to cease and desist, and demand that he re************s the libelous content against me.

    Perhaps it is also in your discretion to demand the above mentioned operator/owner to re************ the libelous entries from his website. Perhaps you also have the legal possibility to block the website if the operator does not clear the libelous entries voluntarily.

    Please bear in mind that this case is of existential importance for me. I hope that you can be of ************ with my problem.

    Sincerely

  4. #14
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    Nachtrag: Keine Ahnung wo die Sternchen in meinem Formulierungsbeispiel herkommen. Die vermissten Worte lauten: re************s, re************s und ************.

  5. #15
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    Welcher stumpfsinnige Automatismus ist hier am Werk? Sternchen, soweit das Auge reicht! Ich habe fertig!

  6. #16
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    So viel Aufwand für deinen Freund betrieben. Und dann noch diesen riesen Text mit den vorgefertigten Englischen Text. Ich habe eher das Gefühl das du einen Konkurrenten weg haben willst. Ist nur mein Gefühl.
    Gehasst
    Verdammt
    Vergöttert

  7. #17
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    Zitat Zitat von joshua64 Beitrag anzeigen
    So viel Aufwand für deinen Freund betrieben. Und dann noch diesen riesen Text mit den vorgefertigten Englischen Text. Ich habe eher das Gefühl das du einen Konkurrenten weg haben willst. Ist nur mein Gefühl.
    Und ich habe das Gefühl, dass der Endbetreiber von privatinsolvenzportal.net hier mitliest. Jedenfalls ist die Seite seit meinem Post offline. Vielleicht ist es aber auch nur ein Zufall. Ich werde jedenfalls nicht eher ruhen, bis ich vor der Haustür dieser verkommenen Kreatur stehe!

  8. #18
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    Bei mir funktioniert die Seite.
    Gehasst
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  9. #19
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    Zitat Zitat von Finger Beitrag anzeigen
    Versuchs mal mit Familienname und Vorname - nicht andersherum. Mit viel Glück stehst du wirklich nicht drin.
    Da mein Name einen Umlaut enthält geh ich davon aus, dass der da irgendwie Probleme mit dem Datenimport hatte Ich bin glücklicherweise weder mit Nachnamen, noch mit Vor- und Nachnamen noch mit Nach- und Vornamen zu finden.


    bei mir leitet die Seite jetzt auf http://www.privatinsolvenzverfahren.com/ um.

  10. #20
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    Also - der Inhaber ist tatsächlich jetzt ein Anderer - ein Whois der Domain hat jetzt tatsächlich einen anderen Inhaber bekommen. Entweder das ist ein blöder Zufall oder der Inhaber liest hier tatsächlich mit ;-)

    Schöne Grüße nach Germering Ich hab die Daten mal vorsichtshalber gesichert



    Edit:
    Ach - Sorry, ich hab natürlich die "privatinsolvenzverfahren.net" gesucht, statt privatinsolvenzportal.net .. Vergesst was ich geschrieben habe
    Geändert von tidus82 (28.10.2016 um 08:45 Uhr)

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