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Thema: infoscore Inkasso + Rainer Haas & Kollegen Rechtsanwaltgesellschaft

  1. #1
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    Idee infoscore Inkasso + Rainer Haas & Kollegen Rechtsanwaltgesellschaft

    Hallo zusammen,

    ich bin vor geraumer Zeit in der Bahn gefahren ohne Fahrkarte und wurde dabei erwischt. Die Polizei kam auch um meine Adresse festzustellen da ich mich gegenüber dem Verkehrsbund Nürnberg nicht ausweißen wollte. Auf meinem Ausweiß stand noch meine Alte Anschrift da umgezogen das habe ich mitgeteilt. Lange rede kurzer Sinn, die haben die Zahlungsforderung an meine alte Adresse geschickt. Dann hat sich Inforscore bei mir gemeldet ein Inkassobüro welches Zahlungen gefordert hat.
    Diese haben mit einem Mahnbescheid gedroht. Ich habe über den Verkehrsbund Nürnberg die Zahlungsdaten herrausfinden können und habe 65€ (Strafe + ein wenig Mahngebühren aufgerundet) an den Verkehrsbund Nürnberg überwiesen. Jetzt kam von der Kanzlei Haas & Kollege ein schreiben in dem sie 173,46€ fordern. Ich weiß dass ich Inkassogebühren nicht zahlen muss, ich wusste allerdings auch nicht ob ich auf die Briefe reagieren sollte da ich inzwischen ja an den Verkehrsbund Nürnberg gezahlt hatte. Rainder Haas und Kollegen fordern 173,46€ welche sich zusammensetzen aus:
    Forderung erhöhtes Beförderungsentgelt 60€
    Mahnauslagen für Mahnungen 5€
    Inkassokosten aus Inkassoauftrag 59,40€
    Postrückläuferbearbeitung 0,10€
    Ermittlungen Umsatzsteuerrelevant 9€
    4,17% Zinsen aus 60€ 0,26€
    Rechtsanwaltgebühren aus dem uns erteilten Madat 37,80€
    Bonianfrage vor MB 1,40€
    4,17% Zinsen aus 60€ 0,26€ 0,41€
    zusätzliche Zinsen 0,09€

    bei den Zinsen sind die Zeitenräume selbstverständlich mit aufgeführt.
    Außerdem steht drin ich hätte auf denen Ihr letztes schreiben nicht reagiert und sonst nichts.
    Was nun tun ich habe ja schon an den Verkehrsbund gezahlt wenn auch verspätet ansonsten habe ich auf kein einziges schreiben reagiert.

    MFG xyz

  2. #2
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    Postrückläuferbearbeitung 0,10€
    Auch wenn es nur 10 Cent sind, ist es gerade zu abenteuerlich, was sich Arvato jetzt wieder hat einfallen lassen.
    Frei erfundener Blödsinn.

    Man kann denen natürlich mal schreiben: "Was wollt ihr denn? ist doch alles längst bezahlt."
    Im übrigen würde ich empfehlen, beim OLG Hamm Beschwerde einzureichen. Gezielt wegen der vom BGH eigentlich verbotenen Kostendopplung aus Inkasso- und Anwaltskosten. Denn: Die (=Infoscore) haben vor dem OLG Hamm Stein und Bein geschwört, dass Infoscore niemals außergerichtlich Anwälte hinzuziehen würde und dass so etwas wie Kostendopplung niemals passieren würde. Würde das OLG Hamm fragen, wieso das Gericht sich von denen anlügen lässt und das Gericht um Konsequenzen bitten.
    Würde das Aufsichtsgericht auch mal fragen, wieso denen erlaubt ist, einen separaten Kostenpunkt für "Bonitätsabfrage" und "Postrückläuferbearbeitung" einzufordern. Was die überhaupt machen und vor allem, wie weit es mit deren Sachkenntnis und Fachkenntnis ist, wenn die der Meinung sind, solche Posten separat zu fordern.

    Meinem Kenntnisstand nach wird Infoscore nicht klagen, wenn man dem Mahnbescheid, der eventuell kommt, einfach widerspricht.

    Wichtig für dich als Info: Es gibt Menschen, die herausgefunden haben wollen, dass die ursprüngliche Bankverbindung, die auf der Zahlungsaufforderung der Schaffner steht, bereits von Arvato Infoscore ist. Das heißt: Die sind bereits von Anfang an involviert und der Verkehrsverbund hat nichts damit zu tun. Bedeutet im Umkehrschluss, dass da einige Lügenkonstrukte vorhanden sind. Schafft man es vor Gericht, das anzusprechen und beispielsweise so weit zu treiben, dass die mal das ganze Vertragswerk zwischen Verkehrsverbund und Arvato vorzulegen, ziehen sie die Klage spätestens zurück.
    Geändert von mepeisen (09.09.2016 um 17:55 Uhr)

  3. #3
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    Zu dem Gebührenunsinn hat mepeisen sich geäußert.

    Andere Frage was hast du bei der Überweisung im V-Zweck angegeben? Ich würde bei dem Schreiben an Haas den Zahlungsnachweis mitschicken damit die Zahlung verbucht werden kann.

  4. #4
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    Ich würde erst mal auf das nächste Haas Schreiben warten um zu sehen wie die 65 verrechnet wurden.
    Falls nicht mit der HF verrechnet wurde müsste man der Verrechnung per Einschreiben widersprechen
    Ex Inkasso MA - keine juristischen Fachkenntnisse

  5. #5
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    Zitat Zitat von mepeisen Beitrag anzeigen
    1) Meinem Kenntnisstand nach wird Infoscore nicht klagen, wenn man dem Mahnbescheid, der eventuell kommt, einfach widerspricht.

    2) Wichtig für dich als Info: Es gibt Menschen, die herausgefunden haben wollen, dass die ursprüngliche Bankverbindung, die auf der
    Zahlungsaufforderung der Schaffner steht, bereits von Arvato Infoscore ist.

    3) Das heißt: Die sind bereits von Anfang an involviert und der Verkehrsverbund hat nichts damit zu tun. Bedeutet im Umkehrschluss,
    dass da einige Lügenkonstrukte vorhanden sind. Schafft man es vor Gericht, das anzusprechen und beispielsweise so weit zu treiben,
    dass die mal das ganze Vertragswerk zwischen Verkehrsverbund und Arvato vorzulegen, ziehen sie die Klage spätestens zurück.
    zu1:
    Im Mahnbescheid, sofern er denn überhaupt beantragt wird, ist plötzlich der Forderungsinhaber nicht mehr das Verkehrsunternehmen, sondern
    das Inkassounternehmen.
    Hier hat also ein nicht angezeigter, angeblicher Forderungsübergang stattgefunden. Schon allein aus diesem Grund würde ich widersprechen.

    zu2:
    Das stimmt. Im Aussenverhältnis, also zwischen Verkehrsunternehmen und Inkassounternehmen ist die Forderung bereits mit Entstehung über-
    gegangen. Man lässt nur den angeblichen Schuldner darüber in Unkenntnis, und fordert dennoch Inkassokosten....

    zu3:
    Auch ich bin selbst schoneinmal Opfer einer nicht ordnungsgemäß durchgführten Kontrolle geworden. Mein Fahrticket (ein Jobticket über den
    AG) war aber defintiv für den Fahrbereicht gültig, und zwar mindestens sechs Jahre vor, und und gut vier Jahre nach der Kontrolle. Während
    der Kontrolle war es auch gültig, wie ich es schriftlich bestätigt vom kartenausgebenden Verkehrsunternehmen mitgeteilt bekommen habe.

    Der Gesammte Briefverkehr wird von mir inzwischen mit der "Dreifaltigkeit" beantwortet:
    erstes Schreiben: Zurückweisen der Forderung wegen Nichtbestehens, und diverse Formfehler monieren
    zweites Schreiben: auf das erste Schreiben verweisend, nochmals das Nichtbestehen er Forderung mitteilen, und nochmal daraufhinweisen, dass
    Formfehler nicht beseitigt wurden
    drittes Schreiben: auf beide Schreiben Bezug genommen, Rechtsweg anheim gestellt, Hinweis, dass aussergerichtlicher Schriftberkehr nicht
    mehr geführt wird.

    Sämtliche Bettelbriefchen ignorieren. Zuerst kamen die im Monatsrzyklus, dann im Quartalszyklus, dann ein aussergerichtlicher Vegleich, dann
    wieder im Quartalszyklus.

    Irgendwann kam dann nichts mehr....
    Geändert von Adonis (11.09.2016 um 15:33 Uhr)
    Liebe Grüße
    A D O N I S
    --
    Die von mir gemachte Äußerungen beruhen meist auf eigenen Erfahrungen, und sind als eigene Meinung zu einem öffentlichen Diskussionsthema zu sehen. Auf keinen Fall sind meine Äusserungen als Rechtsberatung im Sinne irgendwelcher Gesetze/Verordnungen zu verstehen. Im Zweifelsfall sollte fachliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

  6. #6
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    Die Zahlung ging defintiv aufs Konto der Verkehrsverbundes. Was heißt das für mich, soll ich der Anwaltskammer schreiben? Wenn die Zahlung von Anfang Anfang nach Infoscore gehen soll, dann könnte ich denen ja schon mitteilen das ich auf das Verkehrsverbund konto gezahlt habe. Soll ich jetzt einfach bis zum Mahnbescheid warten? Will weitere Kosten vermeiden.

  7. #7
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    Kann mir niemand dabei helfen die Frist läuft heute aus

  8. #8
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    sorry für das Pushen meine Fragen sind beantwortet habe eure Antworten nochmal durchgelesen danke!

  9. #9
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    Ich habe heute einen Mahnbescheid bekommen
    Ich denke es geht dabei um die erwähnte Sache von hier leider kann ich das nicht mehr verifizieren. Gefordert wird
    Erhöhtes Beförderungsentgelt für eine Fahrt ohne gültigen Fahrausweis am 17.04.16 60
    Gerichtskosten 65
    Auslagen des Antragstellers 8,70
    Rechtsanwaltskosten 45
    Auslagen 9

    Mahnkosten 5
    Auskünfte 10,50
    Inkassokosten 59,40
    2,27 Zinsen

    Gesamtsumme 231,88€

    Ich bin mittlerweile umgezogen, ich habe auf meinen Überweisungsträger 2 Überweisungen gefunden am selben Tag von jeweils 65€ (da ausversehen doppelt überwiesen an die Verkehrs-AG Nürnberg AG)

    vertreten sind sie durch Rainer Haas & Kollegen

    Ich habe noch 2 Tage bis die Frist abläuft. Bitte um schnelle Hilfe :/. Soll ich dem Mahnbescheid wiedersprechen und eine Kopie der Überweisungsbelege beilegen?
    Es wurde ja erst deutlich nach der Frist gezahlt erst als das Inkasso schon am werkeln war.

    grüße xyz

  10. #10
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    Wenn du sogar doppelt überwiesen hast, also insgesamt 130€ überwiesen hast, würde ich auf dem Mahnbescheid "Ich widerspreche komplett" ankreuzen und das per Einschreiben ans Gericht zurückschicken.
    Für Gründe und Überweisungsträger interessiert sich das Mahngericht nicht.

    Es wurde ja erst deutlich nach der Frist gezahlt erst als das Inkasso schon am werkeln war.
    Das mag ja sein. Aber schauen wir uns die ursprüngliche Forderung ohne Unfug mal an:
    Forderung erhöhtes Beförderungsentgelt 60€
    Mahnauslagen für Mahnungen 5€
    Inkassokosten aus Inkassoauftrag 59,40€
    Rechne mal zusammen... Das sind also weniger als 130€. Selbst mit ein paar Cent Zinsen ist es weniger als 130€.

    Sollte geklagt werden, würde ich die Überweisungsträger vorlegen und diese Auflistung machen und die Frage stellen, was überhaupt noch eingeklagt wird, da ja alles bezahlt ist, was jemals gefordert wurde.
    Und dabei muss man nicht mal vor Gericht diskutieren, ob die Inkassogebühren nun durchsetzbar sind oder nicht. Du hast sie bezahlt. Punkt aus.

    P.S.: Die Mahngerichte gehen mittlerweile aktiv gegen die verbotene Kostendopplung vor und lassen die nicht mehr zu. Mit ein Grund, warum es bei dir im Mahnbescheid nicht mehr auftaucht.

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