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Thema: insolvenzmasse und gerichtskosten

  1. #1
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    Standard insolvenzmasse und gerichtskosten

    Hallo zusammen,

    mich beschäftigt eine Sache unzwar.

    Seit ende Mai befinde ich mich in der PI.
    Meine Auto wird zur Masse gezogen (werde es per raten freikaufen) erlös sind ca 2200€ dann wurde mein Betriebskostenguthaben auch zur masse gezogen knapp 300€.

    Wer bekommt zuerst Geld aus der Insolvenzmasse? Werden zuerst der Insolvenzverwalter und die Gerichtskosten bedient oder erst die Gläubiger?

    Wie hoch belaufen sich in etwas die Gerichts und IV Kosten bei ca 20.000€ schulden und 9 Gläubigern?

    Wenn aus der Masse erst die Gerichtskosten und IV kosten gedeckt werden würde könnte ich dann die Insolvenz auf 5 Jahre verkürzen?

    Wäre über Antworten dankbar.

  2. #2
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    Die Höhe der Gerichtskosten richtet sich danach, wieviel Masse der IV generiert. Von der Masse werden dann zuerst die Gerichtskosten (inkl. Verwaltervergütung) berichtigt.

  3. #3
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    Zitat Zitat von INTI Beitrag anzeigen
    Die Höhe der Gerichtskosten richtet sich danach, wieviel Masse der IV generiert. Von der Masse werden dann zuerst die Gerichtskosten (inkl. Verwaltervergütung) berichtigt.
    Echt ich dachte das hängt von der Schuldensumme ab. Es gibt ja Insolaner bei dem nichts zur Masse gezogen wird weil nichts da ist, diese müssen doch aber auch die TH und Gerichtskosten aufbringen.. Verstehe ich jetzt irgendwie nicht

  4. #4
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    Dann gibt es die sogenannte Mindestvergütung nach §§2, 14 InsVV (wohl 95%+ aller Privatinsolvenzen).

    Das sind dann in der Regel so roundabout 1.800,00 € für den Verwalter und 250,00 € Gerichtskosten (sehr grobe Schätzung).Von daher sollten die Kosten hier gedeckt sein.
    Geändert von Ebenezer Arvigenius (16.08.2016 um 11:47 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von Ebenezer Arvigenius Beitrag anzeigen
    Dann gibt es die sogenannte Mindestvergütung nach §§2, 14 InsVV (wohl 95%+ aller Privatinsolvenzen).

    Das sind dann in der Regel so roundabout 1.800,00 € für den Verwalter und 250,00 € Gerichtskosten (sehr grobe Schätzung).Von daher sollten die Kosten hier gedeckt sein.
    Dann könnte ich wenn es so sein sollte die Inso auf 5 Jahre verkürzen? Müsste man dazu ein Antrag oder ähnliches Stellen?

  6. #6
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    Das geht nur, wenn die Insolvenz nach dem 01. Juli 2014 eröffnet wurde. Wenn ja musst Du einen Antrag beim Insolvenzgericht stellen:

    § 300
    Entscheidung über die Restschuldbefreiung

    (1) Das Insolvenzgericht entscheidet nach Anhörung der Insolvenzgläubiger, des Insolvenzverwalters oder Treuhänders und des Schuldners durch Beschluss über die Erteilung der Restschuldbefreiung, wenn die Abtretungsfrist ohne vorzeitige Beendigung verstrichen ist. Hat der Schuldner die Kosten des Verfahrens berichtigt, entscheidet das Gericht auf seinen Antrag, wenn

    1. im Verfahren kein Insolvenzgläubiger eine Forderung angemeldet hat oder wenn die Forderungen der Insolvenzgläubiger befriedigt sind und der Schuldner die sonstigen Masseverbindlichkeiten berichtigt hat,
    2. drei Jahre der Abtretungsfrist verstrichen sind und dem Insolvenzverwalter oder Treuhänder innerhalb dieses Zeitraums ein Betrag zugeflossen ist, der eine Befriedigung der Forderungen der Insolvenzgläubiger in Höhe von mindestens 35 Prozent ermöglicht, oder
    3. fünf Jahre der Abtretungsfrist verstrichen sind. Satz 1 gilt entsprechend. Eine Forderung wird bei der Ermittlung des Prozentsatzes nach Satz 2 Nummer 2 berücksichtigt, wenn sie in das Schlussverzeichnis aufgenommen wurde. Fehlt ein Schlussverzeichnis, so wird eine Forderung berücksichtigt, die als festgestellt gilt oder deren Gläubiger entsprechend § 189 Absatz 1 Feststellungsklage erhoben oder das Verfahren in dem früher anhängigen Rechtsstreit aufgenommen hat.
    (2) In den Fällen von Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 ist der Antrag nur zulässig, wenn Angaben gemacht werden über die Herkunft der Mittel, die an den Treuhänder geflossen sind und die über die Beträge hinausgehen, die von der Abtretungserklärung erfasst sind. Der Schuldner hat zu erklären, dass die Angaben nach Satz 1 richtig und vollständig sind. Das Vorliegen der Voraussetzungen von Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 bis 3 ist vom Schuldner glaubhaft zu machen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Ebenezer Arvigenius Beitrag anzeigen
    Das geht nur, wenn die Insolvenz nach dem 01. Juli 2014 eröffnet wurde. Wenn ja musst Du einen Antrag beim Insolvenzgericht stellen:
    Nö, die ab dem 01.07.2014 beantragt worden sind.

  8. #8
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    So true ...

  9. #9
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    Zitat Zitat von Ebenezer Arvigenius Beitrag anzeigen
    Das sind dann in der Regel so roundabout 1.800,00 € für den Verwalter und 250,00 € Gerichtskosten (sehr grobe Schätzung)
    Ist das noch Aktuell ? Ich habe eine Rechnungskopie erhalten und demnach bekommt mein Verwalter keine 1.300.-EUR. Leider steht nirgendswo wie viel Geld das Gericht bekommt.
    Wäre natürlich schon gut wenn 1. die Verfahrenskosten jetzt schon erledigt sind und 2. Die Gläuber schon etwas Geld bekommen würden nach dem 1. Jahr.

  10. #10
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    Das ist die vermutlich nur die Rechnung für die Insolvenz selbst. Danach kommt noch die Wohlverhaltensphase die € 119 pro Jahr kostet.

    Leider steht nirgendswo wie viel Geld das Gericht bekommt.
    Es kann sein, dass noch nicht genug Geld da war um den Insolvenzverwalter voll zu bezahlen und das Gericht deshalb noch gar keine Gerichtskostenrechnung erstellt hat. Falls das nicht der Fall ist hat auf jeden Fall der Verwalter die Rechnung. Einfach mal nachfragen.

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