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Thema: Was tun - Insolvenzantrag durch Krankenkasse

  1. #11
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    Zitat Zitat von Exberliner Beitrag anzeigen
    Rechne aber auf jeden Fall mit strafrechtlichen Ermittlungen wegen § 266a StGB.
    Wenn es die Bundesknappschaft betrifft, dann dürfte es wohl um Abgaben für geringfügig Beschäftigte (450-€-Jobs) gehen (?). Die darauf entfallenden Pauschalabgaben sind keine Arbeitnehmerbeiträge i.S. § 266a StGB. Bei den anderen Krankenkassen sollte man (wenn es nicht für alle reicht) zumindest die Arbeitnehmerbeiträge zahlen. Das muß aber explizit auf der Überweisung stehen.

    Ich würde auf jeden Fall versuchen nochmal mit der Knappschaft zu reden. Vielleicht nehmen die gegen eine Teilzahlung mit anschließender Ratenvereinbarung den Insolvenzantrag zurück. Habe ich jedenfalls schon desöfteren erlebt.

  2. #12
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    Probieren werde ich es wohl, Zaphod.

    Ich habe wieder die halbe Nacht wach gelegen und gerechnet. Letztendlich geht es dem Betrieb gut - wir haben nur kein Geld

    Dauerschuldverhältnisse mit einem richtig guten Plus - als Dienstleister haben wir hauptsächlich Lohnkosten als größte Position - da wird nach Abzug Miete, Material anteilige Lohnkosten Chef noch ein Plus von 20-25% gemacht.

    Sonderaufträge, die recht schwer einzukalkulieren sind haben selbst in den schwächsten Monaten das Soll absolut erfüllt - mit Stand heute 13.03. sind die Lohnkosten + Fixkosten für diesen Bereich schon drin - und wir haben noch 14 Tage in diesem Monat - das heißt - alles was da nun noch kommt bringt Bares.

    Wir haben die Sonderaufträge teilweise schon bis Oktober 2014 geplant - also auch da recht gute Aussichten.

    Momentan ist der gefühlte Stand wie folgt: Eine Insolvenz würde den Kopf vielleicht frei machen, aber ein relativ gesundes Unternehmen in die Insolvenz zu schicken nur um einen freien Kopf zu bekommen ist fraglich.

    Wenn der Insolvenzantrag zurück genommen wird, kann man sicherlich auch mit den Banken mal über ein Kontokorrent reden. Bisher habe ich sowas noch nicht gehabt.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Selbständig74 Beitrag anzeigen
    Letztendlich geht es dem Betrieb gut - wir haben nur kein Geld
    Leider in vielen Betrieben der Normalfall. Personalkosten und Material müssen vorfinanziert werden und das Wachstum frisst die Liquidität.

    Wenn alles nix hilft, könnte man in Ihrem Fall auch über ein Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung gem. §§ 270, 270a InsO nachdenken. Das dürfte aber - gemessen an den kritischen Verbindlichkeiten - ein recht hoher Aufwand werden. Aber vielleicht kann die "Drohung" mit so einem Verfahren als Verhandlungsargument dienen.

    Davon unabhängig sollten Sie in der Lage sein, der KK aufzuzeigen, dass der Betrieb zukünftig die SV-Beiträge wird bezahlen können.

  4. #14
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    So - Zwischenstand. Ich habe gestern noch kurzfristig einen Termin bei der Schuldnerberatung vereinbaren können.
    Wir werden mit dem ganzen Zirkus in die Insolvenz gehen. Wir haben das Ganze durchgerechnet - es ist das Sinnvollste, so einen Schlussstrich unter Altlasten zu ziehen.
    Der Gewerbebetrieb erzielt Einnahmen - und so werden wir wohl ein Planverfahren anstreben.
    Drückt mir die Daumen - Donnerstag werde ich meinen Insolvenzantrag abgeben.

  5. #15
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    6 Jahre, 4 Monate später muss ich sagen - dass es mit dem Planverfahren nicht geklappt hat. Letztendlich war es wohl auch ganz gut so. Ich hatte in der Zwischenzeit einen Herzinfarkt gehabt, der mich gewaltig aus der Bahn geworfen hat.

    Der Laden wurde abgewickelt - das Insolvenzverfahren wurde eröffnet und mittlerweile wurde auch die Restschuldbefreiung erteilt. Die Insolvenz war eine Erfahrung, die mir persönlich schon einiges gegeben hat. Rückblickend betrachtet hatte ich auch nur geringe Probleme gehabt in der Insolvenz. Ich hatte immer ein Bankkonto, ich hatte immer ein Mobilfunkvertrag, ich hatte immer ein Dach über dem Kopf gehabt und Arbeitslos war ich auch nur für wenige Tage. Die Gläubiger in der Insolvenz wurden recht ordentlich bezahlt - die Insolvenzverwalterin konnte sich durch die Gebühren durchaus einen neuen VW Passat - gut ausgestattet hinstellen. Auch wenn am Anfang eine Masseunzulänglichkeit angemeldet wurde, ist über die 6 Jahre hinweg doch eine 6-stellige Summe zusammen gekommen.
    --

    ----> _____# <----

    01.07.019 - 5 Jahre Regelinsolvenz 1 Jahre liegen noch vor mir.... 09/18 - endlich in der Wohlverhaltensperiode!

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