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Thema: Insolvenz? Firma auf Partnerin umschreiben.. Schulden, Gelbe Briefe etc...

  1. #1
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    Standard Insolvenz? Firma auf Partnerin umschreiben.. Schulden, Gelbe Briefe etc...

    Hallo liebes Forum,

    ich habe 3 Jahre hinter mir mit allen Höhen und Tiefen, welche man als Selbstständiger so erleben kann.

    -Rechtsform Einzelunternehmer
    -Branche Bauelemente (Fenster Rollläden, Insektenschutz, Markisen, Reparaturen und Dienstleistungen sämtlicher Art


    Ich fing Juli 2011 mit dem Gewerbe an.
    Anfangs lief es schleppend, dennoch ging der Buisnessplan auf...
    Mitte 2012 lief das wirklich sehr gut..
    Leider war ich so ausgelastet, dass ich meine Buchhaltung nicht mehr auf dem laufenden hatte und das war der Anfang von Ende...

    Alles fing an zu hängen..
    Es begann förmlich das sogenannte "Eisschollenspringen"

    Natürlich zum bescheidensten Zeitpunkt eine wichtige Baustelle vermessen und dann war alles aus..
    Ich rechnete schon für Anfang 2013 mit dem aus für die Firma, doch hielt ich mich immer als Subunternehmer für eine Baumarktkette und eine befreundete Firma über Wasser.

    Buchhaltung habe ich seit Dez 2012 nicht mehr eingereicht und habe komplett den Überblick verloren.
    Finanzamt hat seit März 2013 mein Konto gepfändet (verständlicher Weise) wg. 4000€ Rückstand für Steuervoranmeldung und Umsatzsteuer..
    Ab April hat dann auch die Krankenkasse gepfändet..
    Ab Oktober dann auch 2 von 4 Gläubigern..
    Mit dem FA mag ich garkeinen Kontakt mehr aufnehmen..
    Ich öffne nur noch die Briefe und schaue mir die Summen an die das Amt haben möchte..

    Mein Konto wurde nunmehr 3x ausgekehrt und das FA hat mittlerweile 6000€ erhalten die KK ca 1500 und ei Gläubiger 1000€..
    Beim FA war ich bis Dez 13 auf 1500€ runter und ab Jan14 wieder bei 11000 im Soll (selbstverschuldet)
    Muss da dringenst den Dreh mittels einem neuen Steuerberater reinbekommen..

    Zum Jahreswechsel 13/14 kam denn auch die nächste Schätzung von FA mit Strafgeldern etc i.H.v 11000€ da wurde mir schlecht..
    Beim Gerichtsvollzieher (sehr netter Mensch!) stehen ca 20000€ zur Debatte..
    Alles zusammen ca 35000€ zu Richtung null... ( ca 18000 Altschulden vor Anmeldung des Gewerbes, welche mal ca 27000€ waren.)

    Ich hatte die ganze Zeit den Wunsch entweder den Kopf aus dem Sand zu ziehen und wieder durchzuziehen oder abzumelden..
    Seit einiger Zeit flattern Briefe ins Haus in sämtlichen Farben und wurden nicht mehr geöffnet..
    Mittlerweile habe ich wieder Kraft das anzugehen..

    Wenn sich dass alles nicht lohnen würde, dann würde ich daran nicht festhalten.
    Leider habe ich gravierende Fehler gemacht.
    Gerne würde ich einen Strich machen und darunter neu anfangen, da ich mir sehr sicher bin, dass es dann sehr gut laufen würde.

    Mental stand ich vor der Insolvenz.. Nun habe ich einen neuen Auftrag bei dem ich vorraussichtlich in den nächsten 8 Wochen (ab Montag) ca. 15000€ verdienen könnte mit der Option dass da noch einiges nachkommt..
    Auch weitere Aufträge sind in Aussicht...

    Nun gibt es 3 Wege für mich:
    1) Aufgeben und alles aufgebaute, wie z.B wichtige Kontakte zu vielen Firmen, Bauleitern, Auftraggebern und Zulieferern wegwerfen und mir eine Arbeit suchen, Insolvenz etc
    2) Arsch hoch, die nächsten Monate für 0,00€ malochen wie Tier und die Pfändungen auf meinen Konto soweit wie möglich zu drücken wie es geht.
    3) Gewerbe abmelden, Partenerin meldet Gewerbe an und stellt mich auf Teilzeit ein und ich gehe als Privatmann in die Insolvenz--

    Variante 1 gefällt mir nicht..

    2) Würde ich gerne versuchen, doch würde ich nicht komplett alle Schulden tilgen können und nach dieser harten Zeit wieder genau vor der selben Situation stehen, da immer noch Verbindlichkeiten offen sind. Wenn mein Konto nicht frei ist, kann ich nicht mehr agieren (wenig), da ich auf Kundengelder angewiesen bin um Ware zu bestellen etc.. Da wurde auch schon einiges gedreht, um Aufträge noch bearbeiten zu können (Anzahlungen der Kunden direkt an Zulieferer usw..)

    3) Meine Freundin hat einen guten Job und ein eigenes Haus. Ich lebe bei Ihr auf Papier zu miete und wir sind nicht verheiratet (aufgrund des Gewerbes-falls es in die Hose geht...) und haben eine gemeinsame Tochter.
    Sie hat eine sehr gute Bonität und nun über legen wir, ob Sie Ihr Job behält und ein Gewrrbe neben Ihrem Job anmeldet, mich einstellt,sich selber freiwillig gesetzlich Versichert und wir sozusagen auf Ihren Namen neu anfangen..
    Letzten Endes hätte ich somit meinen Kopf hingehalten,,damit es bei Ihr (UNS) dann gut läuft--
    Auch der Gerichtsvollzieher sagte mir, dass es immer wieder das Phaenomen gibt, das es im 2ten Anlauf sogut klappt, dass man sich fragt warum es beim ersten Mal nicht klappte.. Er sagte es wäre legitim und da kann keiner was gegen machen, da wir nicht verheiratet sind. Stimmt das?
    Pfänden könnte man bei mir erst ab ca 1200€ und ich will ja auch gerne meine Schulden in Raten zahlen!!



    Die genauen Details warum es nicht geklappt hat zu beschreiben- dass kann ich nicht, aber ich kenne die Fehler... ALLE!!
    Es lag nicht an den Umsätzen/Gewinnen oder an der Auftragslage..

    Was würdet Ihr mir dazu raten?

    Ich hoffe einen kleinen Überblick verschafft zu haben und danke für Antworten jeglicher Art im voraus!!

    Im übrigen finde ich, dass dieses Forum eine ganz ganz tolle Sache ist..

    Wenn Ihr noch Fragen habt, so versuche ich die bestmöglich zu beantworten..


    Besten Gruß- Devil656

  2. #2
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    Standard

    Die Meinung des Gerichtsvollziehers kann man pauschal nicht bestätigen. Meist sind zweite und dritte Anläufe nicht erfolgreicher und man verbrennt nicht nur sich, sondern auch noch andere, ganz nebenbei lebt wie das arme Schneiderlein und rotiert ständig um obendrein noch arbeiten zu müssen. In Deinem Fall kann das anders sein weil Deine Freundin bessere Startbedingungen hat als Du, kommt da dann wieder der Schlendrian rein (keine Buchhaltung, Ausfälle, daher dann kein Abführen fälliger Steuern und Sozialabgaben) hat sie freilich auch viel mehr zu verlieren als Du mit Deinen jetztigen Schulden. Vielleicht organisiert man das von vornherein in Form einer UG, die Dich anstellt, mit einem für Dich pfändungsfreien Einkommen. Dann hättest immerhin eine Arbeit und bekommst etwas dafür. Ist eine Variante, solange sich die Sache an sich trägt, ich hab da gewisse Zweifel, die Leute die schon was haben (Renovierer) sind geizig geworden mit ihrem Geld und im Neubaubereich kommste doch meist gar nicht erst an Aufträge welche überhaupt rentabel sind, und wenn doch, dann wird gekürzt, einbehalten und alles mögliche in die Wege geleitet um nicht, nicht vollständig oder einfach nur (zu) spät zu bezahlen.

    Weitermachen wie jetzt hat ja wenig Sinn, Anzahlungen an den Lieferanten sind ja schön aber Du hast ja nichts davon ausser dass der Dir weiter Ware schickst die Du dann umsonst einbaust. Nachdem immer noch Pfändungen auf dem Konto liegen, das eingehende Geld also nicht zur Bedienung von jetzt bereits bestehenden Verbindlichkeiten ausgereicht hat, würde ich mir das überlegen, da Dir ja Kosten entstehen (tanken, telefonieren) wenn Du losfährst zu Deinen Terminen oder Sachen einbaust. Die nächsten drei Monate ist doch vermutlich noch ziemlich tote Hose in der Branche da wird der Berg der Verbindlichkeiten eher grösser., und um nichts zu verdienen braucht man morgens nicht aufstehen in Deutschland.

    "Alles wegwerfen" muss auch nicht sein, vielleicht geben die vielen Kontakte ja was her die Du hast. Könntest ja z.B. für einen Fensterhersteller montieren oder Aufmessen fahren, bekommst wenigstens Geld für Dich und nicht nur für Ämter und Behörden.

  3. #3
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    Standard

    Ich würde schnellstmöglich meine Buchhaltung auf den aktuellen Stand bringen, dann die Ums.St. Voranmeldungen und fällige
    Steuererklärungen erstellen um die tatsächliche Schuld gegenüber den FA zu ermitteln. Du schreibst ja selbst das alles Schätzungen sind, damit kann man wenig anfangen.
    Danach würde ich eine aktuelle Zusammenstellung der Verbindlichkeiten aufstellen und gleichzeitig eine reelle Planung der möglichen weiteren Geschäftstätigkeit. Dann hat man, meiner Meinung nach, eine Grundlage für weitere Entscheidungen.
    Was sagt denn der Steuerberater zu der Angelegenheit?
    Woher kommst du?

  4. #4
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    Ich würde , wenn es das erste Mal schief lief nicht über Deine Freundin laufen lassen, denn wenn es da genau so laäuft haftet sie mit dem Haus pp und das willst du ja sicherlich nicht
    Desweiteren ist es so, dass wenn du in die Inso gehst die obliegenheiten erfüllen mußt und das heißt auch dass du dich um eine Vollzeit bemühen mußt.
    Desweiteren weiß ich nicht,ob man Ärger machen kann von Dritten, wenn sich heraus stellt das Deine freundin nur pro Forma das führt und du mehr als nur Teilzeit arbeitest

  5. #5
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    Standard

    unter gar keinen Umständen sollte deine Freundin jetzt pro forma die Firma übernehmen.
    Oder willst du sie mit aller Gewalt auch ruinieren?

    Du wurschtelst jetzt seit über einem Jahr so vor dich hin und jetzt soll es jemand anders richten?

    Das kannst nur du selber!
    Stell dich endlich der Verantwortung.
    D.h. als erstes: Überblick verschaffen, Briefe öffnen, sortieren, Buchhaltung auf den neuesten Stand bringen.
    Und zwar jetzt gleich, nicht irgendwann.

    Dann ab zum Steuerberater.
    Wenn dir deine Freundin helfen will, dann zahlt sie vielleicht den Steuerberater.
    Danach kann mit den realen Zahlen mit dem Finanzamt verhandelt werden.
    Und erst dann kann entschieden werden, wie es weiter geht.

    Hör bitte auf dich von Auftrag zu Auftrag zu hangeln mit irgendwelchen Fantasiezahlen.
    Du kannst angeblich 15.000 verdienen - Umsatz oder Gewinn?
    Solange du das nicht unterscheiden kannst, lass die Finger von der Selbständigkeit

    Und zieh vor allem nicht noch die Freundin mit rein!!

  6. #6
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    Standard

    Hallo Leute,

    erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
    Es war mir schon bewusst, dass jeder verstrickte Fall, ganz gleich wie klar er auch zu sein scheint, erst dann für Außenstehende transparent wird, wenn Sie die ganzen unzähligen Details kennen, welche ich hier natürlich nicht mal eben schnell aufschreiben kann.

    @Kupferzupfer:
    Eigentlich sehe ich das alles ganz ähnlich wie Du und Danke Dir für dein Posting..
    Die Auftragslage steht nicht zur Debatte. Die Auftragsbeschaffung war recht erfolgreich und soll auch aktiv wieder betrieben werden, wie in den "guten Zeiten".
    Vom Prinzip her hast Du auch recht, dass ein Großteil der Leute sehr auf Ihr Geld aufpasst. Ich kann aus einer gewissen Erfahrung sprechen, dass aber auch sehr viele Kunden bereit sind gutes Geld für qualitativ hochwertige Arbeit und Produkte auszugeben. Sensibles Thema, aber da sehe ich primär das Problem nicht, möchte aber auch nicht gegenan gehen.
    Auch die die Idee mit einer UG wäre evtl interessant und so in etwa war s auch gedacht..
    Wir müssten uns bei der Entscheidung auch noch definitiv beraten lassen.

    @hobiodin:
    Auch Danke an Dich für deine objektive Aussage. Du trifft damit den Nagel des Auslösers auf den Kopf.
    Genau diese Sachen müssen umgehend angegangen werden, um weiter planen und verhandeln zu können.
    Leider habe ich das von Woche zu Woche geschoben, von Monat zu Monat... Ich bin dabei zu sortieren,, Ich hoffe es gibt bald Luft.
    Ich komme aus Norddeutschland bei Bremen.

    @rike:
    auch danke an Dich.
    Ich weiß auch noch nicht welches die richtige Rechtsform ist, um das umzusetzen.
    Es wird doch nicht unmöglich und illegal sein, wenn meine Parterin ein Gewerbe anmeldet, bei dem ich evtl eine geschäftsführende Position habe oder auch "einfach nur Angestellt bin..
    Es soll ja nun auch nicht so sein, das Sie das alles nur Pro-Forma tut.
    Es geht ja eher darum ein Gewerbe zu führen, welches offizielle Gewinne einbringt und Sie sich um die Buchhaltung, Emails, Angebote, Announcen, Bestellungen etc kümmert.
    Das sind die entscheidenen Sachen, welche ich vorher alleine gemacht habe und die absolut zu kurz gekommen sind.
    Hunderte von Aufträgen sind garnicht erst entstanden, da ich mich nicht ausreichend gekümmert habe.
    Meine Funktion wäre ja die eines guten Angestellten. Ich fahre zum Kunden, berate Ihn, messe aus und montiere die Elemente, bzw plane die Ausbauten und setze das praktisch dementsprechend um. Alles auf bezahlter Stundenlohnbasis / evtl Teilzeit?
    Das sind Eigenschaften, welche ich absolut zu meinen Stärken zählendarf, sowie die Auftragsbeschaffung und vor allem den Umgang mit Kunden.
    Es kommt nich für uns in Frage, dass Sie Risiko spielt und Ihren Job an den Nagel hängt.. Das Sie mehr Gewinn haben wird, als bei Ihren eigentlichen Job, wird in einigen Monaten unumgänglich sein. Das Sie Sie sich selber Versichern müsste ist auch klar und kein Grund zur Sorge.
    Auch wenn ich viele aus gewissen Situationen heraus viele Fehler gemacht habe, hat sich eine Menge gutes daraus ergeben, jedoch ist es mir in meiner Situation nicht sehr schwer möglich positives daraus zu schöpfen.

    @camilla:
    Ich kann mit Kritik wirklich gut umgehen, aber auf deinen Post zu antworten das ist gegen meine Art mich auszudrücken.
    Das Gefühl es Dir recht zu machen verspüre ich garnicht und da ich der Meinung bin, dass wir garnicht auf einen Nenner kommen, wäre ich erfreut wenn Du deine Ansichten hier raushalten könntest. Bestimmt kannst Du anderen toll helfen und bist sehr erfahren, aber so bitte nicht. Danke im voraus!
    Ich möchte Dir aber sagen wie die 15000€ zusammenkommen.
    Es handelt sich um ein Objekt bei mir im Nachbarort. Ein sehr solventer Kunde sprach mich auf das Unterfangen an.
    Es wird ein älteres großes Objekt zu einem Wohnpark umgebaut (überwiegend Innenausbau) und es sollen 24 Wohnungen errichtet werden.
    Für den ersten Bauteil sind 8-10Wochen eingeplant. Ich habe keinen Materialeinsatz, da der Kunde das benötigte Material bezahlt.
    Ich arbeite auf Stundenlohn 40,50€ netto sprich 48,20€ inkl.19% Mwst und kann dort 7 Tage die Woche 24 Std m Tag arbeiten. (Ja es gibt solche Kunden)
    Da ich von einer 6 Tage-Woche ausgehe und von dem Fall das ich in 8Wochen damit durch bin, dürften das ca 15500€ netto sein, welche ich verdienen könnte, wenn alles halbwegs läuft wie besprochen. Das wäre auch der erste Bauteil (Entkernung, Isolierung, Vorbereitung der Sanierung/Innenausbau).
    Im nächsten Bauteil würde dann der Innenausbau beginnen, welcher sich im Best-Case-Szenario über das ganze Jahr erstreckt, bei dem theoretisch sehr viel Dientleistung anfällt, sowie auch überdurchschnittlich viel Materialverkauf und der Gewinn die oben genannte Summe weit übersteigt..
    Ohne Frage handelt es sich um einen TOP-Auftrag, dass hatte ich ja auch im ersten Posting erwähnt und dass ist ja auch der Grund meiner gesamten Überlegung.
    Zu diesem Auftrag kommen ja natürlich Zwangslaufig auch kleinere dazu, aber ich kann halt aus meiner Situation daraus nichts gescheites formen.
    Klar lief es nicht immer toll,sonst wäre ich nicht in der Situation in der ich mich befinde, doch gerade im Handwerk muss man evtl erstmal bestehen und sich einen "Namen " machen um gesehen zu werden.. Die Zeit bis dahin kann lang werden und bis dahin kann auch eine Menge passieren.
    Bei mir ist leider zu viel passiert und ich habe resigniert und trotzdem weiß ich was ich da aufgebaut habe.
    Ich kann es halt nicht mehr nutzen. Auch hier kann ich nur sagen, dass sämtliche Details auch noch eine wichtige Rolle zur Situation spielen, welche aber hier nicht sehr wichtig in dioesem Thread sind.


    Puhh. Nun gut.
    Wollte mir das nochmal eben von der Seele schreiben und es tut auch gut sich auf diese Weise damit zu beschäftigen.

    Ich freue mich auf weitere Anregungen Eurerseits und vielleicht hat ja jemand einen Tipp, wie man unser Vorhaben umsetzen kann.

    Habe mir heute vorerst mehrere Rufnummern von Steuerberatern rausgesucht, welche ich Anfang der Woche kontaktieren werde.

    Mein Problem ist, dass ich Morgen nochmal Baubesichtigung habe und Montag beginne zu arbeiten..Ohne zu wissen wie es weitergeht ;(

    Ich habe kein Angebot abgegeben für gewisse Bauteile etc... Im schlimmsten Fall kann ich also einfach die Dienstleistung einstellen, was nicht schön wäre-aber machbar..


    Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Abend,

    MfG Devil

  7. #7
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    Wenn ich das richtig rauslese, war deine Freundin bisher nicht in die Geschäftsführung eingebunden. Ich wollte dir nur (aus eigener jahrelanger leidvoller Erfahrung) den Hinweis geben, dass es eine Beziehung ganz enorm belasten kann, wenn man gemeinsam ein Unternehmen führt. Gerade wenn es eine Schuldenproblematik gibt.

    Ich mache von Anfang an die Buchhaltung in der Firma meines Mannes und gehe seit Jahren mit durch alle Tiefen unserer schwierigen Situation und weiß daher ganz genau, was das für die Partnerschaft bedeutet. Deine Freundin ist ja wahrscheinlich mit eigenem Job und Kind selbst gut ausgelastet. Da macht es wenig Spaß am Sonntag gelbe Briefe und Mahnungen zu sortieren und sich Gedanken zu machen, wo das Geld für die nächste Materialbestellung her kommt, irgendwann bleiben die guten Seiten einer Ehe echt auf der Strecke.

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von devil656 Beitrag anzeigen
    Ich kann mit Kritik wirklich gut umgehen,
    Offensichtlich nicht.

    Zitat Zitat von devil656 Beitrag anzeigen
    Ich möchte Dir aber sagen wie die 15000€ zusammenkommen.
    Traumtänzer. 8 Stunden pro Tag, 6 Tage pro Woche, 8 Wochen lang und das alles als körperlich anstrengende Arbeit. Ob das bezahlt wird weißt du noch nicht einmal und welche Mängel deiner Arbeit du kostenlos zu erledigen hast kannst du noch gar nicht abschätzen. Schriftliche Vereinbarungen gibt es sicher auch kaum. Deine Buchhaltung schreit zum Himmel (die willst du dann wohl am Sonntag erledigen) und das Finanzamt hat schon mal alles totgepfändet. Tolle Aussichten.

    Zitat Zitat von devil656 Beitrag anzeigen
    Ein sehr solventer Kunde sprach mich auf das Unterfangen an.
    Gerade die "sehr Solventen" wissen, wie sie Geld scheffeln und naive Unternehmerchen auflaufen lassen. Woher weißt du eigentlich, dass er sehr solvent ist? Weil er eine fette Karre fährt und er in einem zu großen Haus lebt?

    Zitat Zitat von devil656 Beitrag anzeigen
    Ich habe keinen Materialeinsatz, da der Kunde das benötigte Material bezahlt.
    Lass mich mal raten: Du sollst das Zeug billig kaufen und er hat versprochen es dir zu bezahlen? Oder woher hat der Kunde das Material bzw. woher weiß er, was er kaufen muss? Was denkst du was im zweiten Fall losgeht, wenn das Material scheiße ist und du damit nicht ordentlich arbeiten kannst, es so zu Verzögerungen und massiven Mängeln kommt?

    Zitat Zitat von devil656 Beitrag anzeigen
    der Gewinn die oben genannte Summe weit übersteigt.
    Wieder ein Unternehmer, der nicht zwischen Gewinn und Umsatz unterscheiden kann.

    Zitat Zitat von devil656 Beitrag anzeigen
    Zu diesem Auftrag kommen ja natürlich Zwangslaufig auch kleinere dazu,
    Also 6 Tage pro Woche beim Lieblingskunde, Sonntag die Buchhaltung und wann werden die Kleinaufträge abgearbeitet? Nachts?

    Ich habe nichts dagegen, wenn ein Unternehmer sich voll und ganz aufs Arbeiten konzentriert und er lästige Arbeiten wie die Buchführung an Profis (das sind Leute, die sich besser als er auskennen) auslagert, letzteres muss natürlich zeitnah erfolgen. Aber davon auszugehen, dass man 48 Stunden pro Woche arbeiten kann und man auch 48 Stunden pro Woche in Rechnung stellen kann, halte ich für puren Nonsens.

  9. #9
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    ich halte das was du da vorhast für nichts als Traumtänzerei.
    In dem Fall für sehr gefährliche Traumtänzerei, da du auch noch deine Freundin reinziehen willst.

    Du träumst von Aufträgen und Folgeaufträgen und Arbeit sieben Tage die Woche und irgendwann, in ferner Zukunft, wird dann irgendwie alles gut sein.

    Einerseits siehst du dich kurz vor der Insolvenz - was wohl realistisch ist weil auch damit zu rechnen ist dass das Finanzamt den Antrag stellt - andererseits soll da gleich mal eine UG gegründet werden.

    Ich sehe da mehrere sehr dringende Baustellen:

    - Finanzamt: Hier musst du dringend vor allem anderen die Steuer aufarbeiten und sehen, dass du von den Schätzungen runter kommst. Erst dann kann man überhaupt drüber nachdenken ob sich eine Weiterführung der Firma lohnt

    - Du bist so wie ich das sehe nicht krankenversichert. Damit häufst du nicht nur weitere Schulden an sondern gehst auch ein hohes Risiko ein. Auch diese Baustelle solltest du vor allem angehen

    - Wie stellst du dir das in der Zukunft vor? Egal wie und unter welcher Rechtsform deine Firma läuft. Du hast es bislang nicht fertiggebracht die Buchhaltung zu machen. Und zwar gar nicht, nicht annähernd.
    Wie soll das denn laufen? Soll das die Freundin machen? Du irgendwann nachts?
    Auch Steuerberater müssen übrigens erstens bezahlt werden und zweitens mit Unterlagen und Angaben versorgt werden

    - Festanstellung in einer irgendwie neu gegründeten Firma: Wovon wird das denn bezahlt? Wer organisiert das? Die Freundin irgendwo zwischen Kind, Haus und Job?

    mein dringender Rat:
    Bevor du auch noch die Freundin in den Ruin reisst, mach deine Hausaufgaben.
    Und zwar BEVOR du bei erneuten Aufträgen weiterwurschtelst und schon von Folgeaufträgen träumst.

  10. #10
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    Ich finde es - auch in diesem Fall - mal wieder erstaunlich, wie beweglich man sich zu zeigen weiß, was die mögliche Rechtsform des Unternehmens betrifft, aber gleichzeitig in Bewegungsstarre verharrt, was die Übersichtlichkeit des Unternehmenserfolges (sprich: Buchhaltung) betrifft.

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