Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18

Thema: Mit einer Privatinsolvenz ins Ausland?

  1. #1
    Registriert seit
    04.02.2009
    Beiträge
    5

    Standard Mit einer Privatinsolvenz ins Ausland?

    Hallo alle zusammen!
    Ich hoffe mir kann hier irgendjemand weiterhelfen!
    Mein Freund befindet sich in einer Privatinsolvenz (noch etwa 2 Jahre).Wir sind mit dem Gedanken am spielen in ein anderes Land ( Norwegen) zu gehen um dort zu leben und zu arbeiten. Ist das mit einer Privatinsolvenz überhaupt möglich und erlaubt oder müssen wir warten bis die Privatinsolvenz komplett beendet ist?
    Mich interessiert es wirklich, ob es jetzt schon möglich ist, weil wenn nicht, dann brauchen wir uns jetzt eh noch keine Gedanken ums Auswandern zu machen!
    Ich wäre wirklich froh, wenn mir jemand weiterhelfen könnte!

    viele Grüße

    Nord_Keks

  2. #2
    Registriert seit
    12.01.2009
    Ort
    Nörvenich
    Beiträge
    726

    Standard

    Zitat Zitat von Nord_Keks Beitrag anzeigen
    Wir sind mit dem Gedanken am spielen in ein anderes Land ( Norwegen) zu gehen um dort zu leben und zu arbeiten.
    Schwierige Frage - hinsichtlich Norwegen - damit hat sich hier wohl noch keiner oder kaum einer befasst. In England und Frankreich (Elsass) ist es relativ problemlos möglich.

    Aktiviere am besten noch mal die Suchfunktion - eventuell ist für Norwegen was dabei.
    Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren!
    Berthold Brecht


  3. #3
    Registriert seit
    29.07.2005
    Beiträge
    5.284

    Standard

    Zitat Zitat von Nord_Keks Beitrag anzeigen
    Hallo alle zusammen!
    Ich hoffe mir kann hier irgendjemand weiterhelfen!
    Mein Freund befindet sich in einer Privatinsolvenz (noch etwa 2 Jahre).Wir sind mit dem Gedanken am spielen in ein anderes Land ( Norwegen) zu gehen um dort zu leben und zu arbeiten. Ist das mit einer Privatinsolvenz überhaupt möglich und erlaubt oder müssen wir warten bis die Privatinsolvenz komplett beendet ist?
    Hallo Keks,

    es ist nicht verboten während der Inso den Wohnsitz zu verlegen... auch nicht ihn ins Ausland zu verlegen.

    Du mußt nur dem Insogericht und dem TH die neue Adresse mitteilen und du mußt natürlich sicher stellen das die Gläubiger an dein pfänbares kommen.

    Grüße

    Jonas

  4. #4
    Registriert seit
    29.07.2005
    Beiträge
    5.284

    Standard

    Zitat Zitat von SVL Beitrag anzeigen
    Schwierige Frage - hinsichtlich Norwegen - damit hat sich hier wohl noch keiner oder kaum einer befasst. In England und Frankreich (Elsass) ist es relativ problemlos möglich.
    Wieso ist Norwegen eine schwierige Frage?

    Das Land spielt doch dabei absolut keine Rolle... hier posten Leute die mit deutscher Inso in Asien sitzen... und das ist ja noch viel weiter weg,

    Grüße

    Jonas

  5. #5
    Registriert seit
    12.01.2009
    Ort
    Nörvenich
    Beiträge
    726

    Standard

    @ Jonas, ich hatte das so verstanden, dass eine Verkürzung der Inso. erwirkt werden soll - ob das in Norwegen möglich weiß ich nicht - insofern eine schwierige Frage.
    Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft, hat schon verloren!
    Berthold Brecht


  6. #6
    Registriert seit
    01.01.1970
    Ort
    Münsterland
    Beiträge
    10.562

    Standard

    Hallo,

    nachdem ich mir die Frage noch einmal in Ruhe zu Gemüte gezogen habe stelle ich fest dass sich der Insolaner bereits seit einiger Zeit im Verfahren befindet und noch eine Restlaufzeit von 2 Jahren vor sich hat.

    Keine Frage danach ob man die Laufzeit in einem Land wie Norwegen verkürzen kann.

    Gefragt wurde ob man als Schuldner der sich im laufenden Verfahren seinen Wohnsitz nach ausserhalb Deutschlands verlegen kann.

    Eindeutige Antwort dazu, ja man kann. Dem TH und dem Insolvenzgericht sind der neue Wohnsitz und ggf. Arbeitsgeber mitzuteilen.
    Zuständig für das Verfahren bleibt das Insogericht an dem das Verfahren eröffnet wurde. Ebenfalls zuständig bleibt der amtierende TH.

    Da der TH mit einer Offenlegung der Abtretungserklärung nach § 287 InsO beim norwegischen Arbeitgeber kaum Erfolg haben wird muss sich der Insolaner mit ihm wegen der ABführung der pfändbaren Beträge verständigen.

    Dazu wird es notwendig sein die pfändbaren Beträge selbst zu errechnen und dem TH regelmässig die Lohnabrechnungen und die sich ergebenden Beträge zukommen zu lassen.

    Zu berücksichtigen wären evetuell höhere Lebenshaltungskosten im Ausland.
    Grundsätzlich erfolgt die Berechnung der pfändbaren Beträge nach in D geltender Tabelle.
    Sollten die Lebenshaltungskosten im Ausland höher liegen so sind diese nachzuweisen und ein Antrag beim Insolvenzgericht auf Erhöhung des pfandfreien Betrages zu stellen.

    Zum Thema Insolvenz und Auswandern noch allgemein folgendes.
    Auch wenn im Einwanderungsland eventuell kürzere Verfahrenslaufzeiten gelten sollten so gelten sie nicht für ein in Deitschland eröffnetes und laufendes Verfahren. Es greifen weiterhin alle Regularien der deutschen InsO.

    Wer sich zur Durchführung der Insolvenz nach England begeben will sollte sich ausreichend informieren und in professionelle seriöse Hände begeben.

    Eine in Insolvenz in F hat längst nicht die rechtliche Sicherheit zur Erlangung der RSB wie in D, auch wenn die Durchführung der Inso in F leichter erscheint.

    Wer die Landessprachen nicht beherrscht sollte besser seine Inso hier in D durchziehen.

    Gruß
    Exi
    Lassen sich die Umstände nicht mehr ändern, dann sollte man die Einstellung zu Ihnen ändern.

    Wenn das Leben Dir Zitronen anbietet, frag nach Tequilla und Salz und ruf' mich an!

    Schuldnerzitat:"... teile ich mit, dass ich zur Abgabe der e.V. nicht erscheinen werde, denn ich besitze überhaupt nichts - nicht mal die Lust, den Termin wahrzunehmen."


    Im Übrigen ist dies keine Rechtsberatung im Sinne des § 1 RBerG, sondern nur das Mitteilen eigener leidvoller Erfahrungen.

  7. #7
    Registriert seit
    04.02.2009
    Beiträge
    5

    Standard

    Ich danke Euch für die vielen schnellen Antworten. Es geht tatsächlich nur um einen Wohnortwechsel und nicht um eine Verkürzung des InSo!
    Tatsächlich liegen die Lebenshaltungskosten in Norwegen um einiges höher als in D!
    Ich denke, dass hat mir erst mal viel weitergeholfen!
    Vielen vielen Dank-wie der Norweger sagen würde :

    Tusen Takk!

  8. #8
    Registriert seit
    07.08.2008
    Beiträge
    1.379

    Standard

    Zitat Zitat von Exberliner Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Eine in Insolvenz in F hat längst nicht die rechtliche Sicherheit zur Erlangung der RSB wie in D, auch wenn die Durchführung der Inso in F leichter erscheint.

    Wer die Landessprachen nicht beherrscht sollte besser seine Inso hier in D durchziehen.

    Gruß
    Exi
    Nach der Schilderung von tommybearcat letztens hier, scheint dass in GB, in seinem Fall in England, relativ problemlos gelaufen zu sein.

  9. #9
    Registriert seit
    14.08.2006
    Beiträge
    8.262

    Standard

    Zitat Zitat von joshua Beitrag anzeigen
    Nach der Schilderung von tommybearcat letztens hier, scheint dass in GB, in seinem Fall in England, relativ problemlos gelaufen zu sein.
    Insolvenz in Frankreich ist nochmal etwas ganz anderes als England.
    Zudem bedeutet es nicht weil es bei einem problemlos gelaufen ist dass es bei allen so läuft.
    Aber hier geht es nur um einen Umzug

  10. #10
    Registriert seit
    27.10.2008
    Beiträge
    63

    Standard

    Die englische PI von tommybearcat hat doch in diesem Fall nichts mit PI in D zu tun, wenn ich das bisher richtig verstanden habe aus betreffenden Themen. Da Inso in D angefangen ist, kann sie nicht nach englischen Recht weitergeführt oder neu beantragt werden, da sie schon im Gange ist. Wird sie zuerst in England beantragt und nicht in D ist es anders herum. Darum hier nicht betrachtenswert.

    Wenn nun der TH in N keine Zugriffsmöglichkeit hat, wie sieht es mit der Kontrolle des Insolaners aus. Denke da an Gründe die zur Versagung der RSB führen können.
    LG

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •