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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Steuererklärung im Insolvenzverfahren...



Inso02
01.11.2004, 12:37
kann und darf ich meine Steuererklärung im Insolvenzverfahren noch selbst erstellen, oder muss das der Verwalter machen....was wenn sich da nix tut ? das finanzamt schätzt und schätzt, es stimmt keine zahl, vom IV habe ich noch nix gehört ! (insolvenzverfahren vor 1 Jahr eingeleitet)....habe meine Steuererklärungen (Lohnsteueranmeldung, USt-VA, Jahreserklärung für Vorjahre und Einkommensteuer) nun selbst gemacht. Muß das finanzamt meine Steuererklärung nehmen ?

Felsenbirne
01.11.2004, 12:52
Schicke deine Steuerklärung zum Finanzamt du bist der Steuerbürger

Also bist du zur Abgabe verpflichtet nie ein anderer.

Die Schätzungen mußt du schnellstens durch Erklärungen dem FA gegenüber aufheben.

Du kommst sonst nie mehr auf einen " Grünen Zweig ".

Gehe sehr schnell zum FA wenn Schätzungen erst mal Bestand haben dann wirst Du deines Lebens nicht mehr froh.

Wenn jemand einen Steuerberater beauftragt, gibt der doch auch nie die Erklärung ab, er wirkt nur mit.

Mit deiner oder der Unterschrift des Steuerpflichtigen gilt die Steuerklärung immer als vom Steuerpflichtigen abgegeben.

Der Insoverwalter kann es normalerweise noch nicht einmal, weil er viele Infos meist nicht hat und er darf es auch nicht.

Und wer will außerdem für welches Honorar etwas tun.

Außerdem wenn er kein Steuerberater ist und nicht ausdrücklich beauftrag, verstößt er gegen das Beratungsgesetz.

Bernd
01.11.2004, 13:11
Autsch.... das tut weh.



Schicke deine Steuerklärung zum Finanzamt du bist der Steuerbürger

Also bist du zur Abgabe verpflichtet nie ein anderer.

Die Schätzungen mußt du schnellstens durch Erklärungen dem FA gegenüber aufheben.

Du kommst sonst nie mehr auf einen " Grünen Zweig ".

Gehe sehr schnell zum FA wenn Schätzungen erst mal Bestand haben dann wirst Du deines Lebens nicht mehr froh.

Wenn jemand einen Steuerberater beauftragt, gibt der doch auch nie die Erklärung ab, er wirkt nur mit.

Mit deiner oder der Unterschrift des Steuerpflichtigen gilt die Steuerklärung immer als vom Steuerpflichtigen abgegeben.

Der Insoverwalter kann es normalerweise noch nicht einmal, weil er viele Infos meist nicht hat und er darf es auch nicht.

Und wer will außerdem für welches Honorar etwas tun.

Außerdem wenn er kein Steuerberater ist und nicht ausdrücklich beauftrag, verstößt er gegen das Beratungsgesetz.


Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens geht die Vermögensverwaltungsbefugnis auf den Insolvenzverwalter über. Der ist damit nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet, die Steuererklärung - zumindest für die zeit ab Eröffnung - zu machen.
Er haftet sogar u.U. persönlich, wenn die Masse für die Steuerzahlung nicht reicht.
Ein Insolvenzverwalter ist in der Regel ein Anwalt. Dem dürfte es schon ziemlich schwer fallen gegen das Rechtsberatungsgesetz zu verstoßen.

Sofern es sich bei den Schätzungen um Schätzungen aus der Zeit vor der Eröffnung handelt, sind das Insolvenzschulden und damit von der RSB erfasst. Es kann dir also zumindest in dieser Hinrichtung ziemlich schnurz sein, was das FA schätzt. Es ist Sache des IV ob er Forderungen überhaup oder in welcher Höhe in die Tabelle nimmt und damit anerkennt. Es gibt also deshalb weder Grund für Panik noch für Hektik.

Du solltest auf keinen Fall irgendwas ohne Rücksprache des IV unternehmen. Lege dem die Schreiben des FA vor. Halte Rücksprache, ob du tatsächlich Steuererklärungen machen sollst. Auch für die Zeit nach Eröffnung kann der IV nämlich auch den Schuldner mit der Durchführung der Steuererklärung beauftragen.