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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unterhaltszahlungen einstellen?



Arkandia
07.06.2014, 09:17
Unsere Situation ist folgendermaßen:

Mein Ehemann befindet sich noch in der ersten Phase der Insolvenz.
Sein 18 Jähriger Sohn, der bei der Mutter lebt, erhält noch Unterhalt. Die Frage ist, ob er noch Unterhaltsberechtigt ist. Seit mittlerweile 1 Jahr besucht er weder eine Schule, noch absolviert er eine Berufsausbildung. So wie es aussieht, ist er psychisch erkrankt und hat Probleme, das Haus zu verlassen.

Seit November vergangenen Jahres ist der arbeitssuchend gemeldet, damit weiter Kindergeld gezahlt wird, nimmt aber weder an Schulungen teil, noch schreibt er Bewerbungen.
Im Dez. 2013 wurde mein Mann von der Unterhaltsheranziehungsstelle aufgefordert, bis zur Klärung der Situation weiter Unterhalt zu zahlen. Man wies ihn darauf hin, dass er sowieso bis zu 6 Monate Unterhalt zahlen müsste, auch wenn sein Sohn nichts macht (Orientierungszeit).

Nun sind wir aber bei 8 Monaten angelangt. Die Situation seines Sohnes ist unverändert. Er lässt Termine bei der Arge ausfallen, weigert sich, eine Therapie zu machen.
Mein Mann hat seinen Sohn nun aufgefordert, entweder eine andauernde Unterhaltsberechtigung nachzuweisen oder Grundsicherung wegen voller Erwerbsminderung zu beantragen, mit dem Hinweis, die Zahlungen ansonsten einzustellen. Wir gehen davon aus, dass sein Sohn sich erstmal auch darum nicht kümmern und es ein paar Wochen dauern wird, bis sich in der Angelegenheit etwas tut.

Nun haben wir schriftlich beim Insolvenzverwalter nachgefragt, ob eine Möglichkeit besteht, den Unterhalt für 2-3 Monate einfach einzubehalten, bzw. auf ein gesondertes Konto zu zahlen, bis die Angelegenheit geklärt ist. Wir sehen die Gefahr, dass mein Mann die Zahlungen einstellt, entsprechend mehr gepfändet wird und dann 6 Wochen später vom Amt die Aufforderung kommt, den Unterhalt nachzuzahlen. Leider haben wir bisher keine Antwort darauf erhalten, wie IMMER!!!

Kennst sich hier jemand damit aus?

Arkandia
07.06.2014, 09:18
Unsere Situation ist folgendermaßen:

Mein Ehemann befindet sich noch in der ersten Phase der Insolvenz.
Sein 18 Jähriger Sohn, der bei der Mutter lebt, erhält noch Unterhalt. Die Frage ist, ob er noch Unterhaltsberechtigt ist. Seit mittlerweile 1 Jahr besucht er weder eine Schule, noch absolviert er eine Berufsausbildung. So wie es aussieht, ist er psychisch erkrankt und hat Probleme, das Haus zu verlassen.

Seit November vergangenen Jahres ist der arbeitssuchend gemeldet, damit weiter Kindergeld gezahlt wird, nimmt aber weder an Schulungen teil, noch schreibt er Bewerbungen.
Im Dez. 2013 wurde mein Mann von der Unterhaltsheranziehungsstelle aufgefordert, bis zur Klärung der Situation weiter Unterhalt zu zahlen. Man wies ihn darauf hin, dass er sowieso bis zu 6 Monate Unterhalt zahlen müsste, auch wenn sein Sohn nichts macht (Orientierungszeit).

Nun sind wir aber bei 8 Monaten angelangt. Die Situation seines Sohnes ist unverändert. Er lässt Termine bei der Arge ausfallen, weigert sich, eine Therapie zu machen.
Mein Mann hat seinen Sohn nun aufgefordert, entweder eine andauernde Unterhaltsberechtigung nachzuweisen oder Grundsicherung wegen voller Erwerbsminderung zu beantragen, mit dem Hinweis, die Zahlungen ansonsten einzustellen. Wir gehen davon aus, dass sein Sohn sich erstmal auch darum nicht kümmern und es ein paar Wochen dauern wird, bis sich in der Angelegenheit etwas tut.

Nun haben wir schriftlich beim Insolvenzverwalter nachgefragt, ob eine Möglichkeit besteht, den Unterhalt für 2-3 Monate einfach einzubehalten, bzw. auf ein gesondertes Konto zu zahlen, bis die Angelegenheit geklärt ist. Wir sehen die Gefahr, dass mein Mann die Zahlungen einstellt, entsprechend mehr gepfändet wird und dann 6 Wochen später vom Amt die Aufforderung kommt, den Unterhalt nachzuzahlen. Leider haben wir bisher keine Antwort darauf erhalten, wie IMMER!!!

Kennst sich hier jemand damit aus?

Hackwoscht
07.06.2014, 09:21
Wennd er Sohn 18 und damit volljährig ist, dann hat doch kein Amt mehr damit was zu tun was den Unterhalt betrifft, oder lebt ihr nicht in Deutschland?

Mit 18 muss sich in Deutschland der Junior selbst auf die Hinterbeine stellen und seinen ihm zustehenden Unterhalt einfordern, und sofern der Vater sich weigert zu zahlen vor das zuständige Familiengericht gehen

Arkandia
07.06.2014, 09:37
Ganz so einfach ist das nicht. Wie gesagt ist er arbeitssuchend gemeldet und das Verfahren zur Feststellung, ob er Grundsicherungsberechtigt ist oder Eingliederungshilfen bekommen kann, läuft.
Er verschleppt es aber. Ich bin aber glaube ich, hier auch im falschen Bereich des Forums gelandet. Es geht ja eher um die Frage, ob die Lohnpfändung sofort umgestellt werden muss oder nicht.
Könnte man 2 x Unterhalt einbehalten und erst später mit in die Insolvenz geben oder nicht? Unser Problem ist einfach, dass mein Mann zahlt und solange er das tut, sieht sich sein Sohn wohl auch nicht in Bedrängnis, seine Angelegenheiten zu klären.

Hackwoscht
07.06.2014, 09:42
Ich habe es bei der Tochter meiner Freundin 1:1 mitbekommen, sie musste sich mit 18 selbst einen Anwalt nehmen und den Unterhalt einfordern weil ab diesem Zeitpunkt die UVG Stelle vom Jugendamt außen vor war, das ganze bekam sie sogar schriftlich, es gab dann auch einen Termin am Jugendamt wo sämtliche Schreiben und Gerichtsbeschlüsse (Unterhaltstitel) übergeben wurden.


Solange dein Mann aber freiwillig weiter zahlt solange ist die andere Seite nicht im Zugzwang

Und wenn sein Arbeitslosengeld unterhalb der 700 Euro Grenze liegt, dann kann er sich per Beschluss beim Familiengericht als Mangelfall von der Unterhaltspflicht befreien lassen

Arkandia
07.06.2014, 09:56
Mein Mann hat aber im Januar noch Post bekommen von der Unterhaltsheranziehungsstelle mit der Aufforderung, erstmal weiter zu zahlen. Da war sein Sohn bereits seit 3 Monaten volljährig.
Wäre mein Mann nicht in der Insolvenz, bräuchten wir nicht so vorsichtig zu sein. Aber so haben wir einfach Angst, nachzahlen zu müssen. Sein Lohn wäre aber höher gepfändet und wir könnten es nicht.

konsumbefreit
07.06.2014, 09:57
Ein Posting genügt.

http://alt.forum-schuldnerberatung.de/forumneu/showthread.php?60544-Unterhaltszahlungen-einstellen

Arkandia
07.06.2014, 10:08
Ich weiß, aber beim Versuch, es hier an der richtigen Stelle zu posten, kam 3 x die Meldung, ich müsste mich erst registrieren, obwohl ich eingeloggt war. Beim 4. mal habe ich nicht richtig aufgepasst. Sorry, mein erstes mal hier.
Und es geht auch nicht darum, was der Insolvenzverwalter fordern könnte, sondern die Unterhaltsheranziehungsstelle.

Hackwoscht
07.06.2014, 10:10
Schreiben können die viel, wenn ein Titel erwirkt wurde dann gilt der nur bis zum erreichen des 18 Lebensjahrs, alles danach ist freiwillig bis ein neuer Beschluss erfolgt

Was bekommt dein Mann denn jetzt, Lohn oder ALG, du widersprichst dir doch in deinen Ausführungen

Ist der Sohn als Unterhaltsberechtigte Person eingetragen und hat so höhere Freibeträge in der InSO?

Arkandia
07.06.2014, 10:26
Wieso widerspreche ich mir?
Mein Mann bekommt Lohn und sein Sohn ist als Unterhaltsberechtigte Person eingetragen.

Vielleicht sehe ich ein Problem, wo keins ist, aber genau deshalb stelle ich hier die Frage, denn eine anwaltliche Beratung können wir uns zur Zeit nicht leisten.

Ich gehe davon aus, dass sein Sohn nicht mehr unterhalstberechtigt ist, aber 100% ist das eben nicht. Die Frage ist doch einfach die: Wenn mein Mann den Unterhalt einstellt, dann muss er das dem IV mitteilen und sein Lohn wird höher gepfändet. Kann dann nach, sagen wir 3 Monaten, von der Unterhaltsheranziehungsstelle eine Nachforderung kommen oder nicht? Wenn das Geld einmal weggepfändet ist, dann ist es weg. Wir haben einfach Angst, dass wir dann eine Nachzahlung nicht leisten könnten. Der Junge und seine Mutter leben von Harz. Es gibt also durchaus Umstände, die ihn weiter unterhalstberechtigt machen. Wir haben zuwenig Informationen und wenn mein Mann nicht bald die Zahlungen einstellt, wird das vermutlich ewig so weitergehen.

Ist meine Frage, ob eine Nachforderung möglich ist und wenn ja, wie wir die bezahlen sollen, so blöd???

Hackwoscht
07.06.2014, 10:36
Ok, der Sohn ist als Arbeitssuchend gemeldet, hab da wohl was durcheinander gebracht

Wie würde es denn finanztechnisch ausschauen, welchen Unterhalt zahlt er, und wieviel mehr würde gepfändet wenn der Junior rausfliegt?

Wer steht hinter der Unterhaltsheranziehungsstelle, bei uns gibt es sowas nicht

Eine Richtung gibt es aber, wenn der Junior legal Kindergeld bezieht dann kann man davon ausgehen das Unterhalt gezahlt werden muss

Plusminus
07.06.2014, 10:39
Eltern sind ihren volljährigen Kindern gegenüber nicht mehr unterhaltspflichtig, wenn diese nach Beendigung der Schulzeit keine Berufsausbildung begonnen oder diese ohne elterliche Zustimmung abgebrochen haben.

Nachzulesen im Juraforum.

Hackwoscht
07.06.2014, 10:40
Hier scheint aber was anderes zu greifen sonst würde er kein Kindergeld mehr bekommen

@Arkandia: Eine ARGE gibt es schon länger nicht mehr

Arkandia
07.06.2014, 11:01
Sorry, Jobcenter!
Und @ Plusminus, das ist Quatsch!

Kindergeldberechtigt heißt nicht unbedingt gleichzeitig unterhalstberechtigt.

Ich hatte mit meinem älteren Sohn eine ähnliche Situation. Er war körperbehindert und ein Arzt hat die volle Erwerbsminderung festgestellt. So konnte er Grundsicherung SGB XII beantragen, bekam weiter Kindergeld, aber sein Vater war raus aus der Sache, weil er weniger als 100.000,- pro Jahr verdient.
Hier könnte die Situation ähnlich sein. Es ist festgestellt worden, dass mein Stiefsohn eine psychische Erkrankung hat, die ihn daran hindert, eine Schule zu besuchen oder arbeiten zu gehen. Aber er kümmert sich nicht um die entsprechenden Anträge und befindet sich auch nicht in Behandlung. Wenn mein Mann nichts unternimmt, wird sich auch nichts daran ändern. Das es uns aufgrund der Insolvenz finanziell nicht so gut geht, versteht sich von selbst. Wenn also der Unterhalt eingestellt werden kann, wäre das klar von Vorteil ;-)

Die Unterhaltsheranziehungsstelle wird tätig, wenn die Familie Sozialleistungen bezieht. So eben auch die Aufforderung, bis zur Klärung weiterhin Unterhalt zu zahlen, nur dauert das schon viel zu lange, weil der junge Mann sich nicht kümmert.

Wir hatten einfach die "Idee", die jeweilige Summe für 2-3 Monate einzubehalten, bis die Sache geklärt ist. Dann wären wir in der Lage, eine Nachzahlung zu leisten, Wenn nicht nachgezahlt wird, kann das Geld in die Insolvenz fließen. Aber wir bekommen eben keine Auskunft vom Verwalter, ob das möglich ist.

Hackwoscht
07.06.2014, 11:06
Ich denke, vordergründig liegt das Problem noch in deiner Familie, du willst was verändern, dein Mann aber nicht, und solange ihr euch nicht einig seit, solange passiert nichts.

Setzt doch dieser Unterhalteinziehungsstelle mal eine Frist nach dessen Ablauf nicht mehr gezahlt wird wenn dort zeitnah nix mehr passiert

Wie groß ist denn die Differenz von Unterhalt zur Summe die mehr an den IV gezahlt werden müsste wenn der Junior rausfällt?

Arkandia
07.06.2014, 11:14
Wie kommst du auf Probleme in der Familie???

Ich will doch hier auch gar nicht klären, ob eine Unterhaltsberechtigung vorliegt oder nicht. Das können wir hier nicht klären. Dazu brauche ich euch auch nicht. Wenn ich alle relevanten Fakten habe, dann kann ich das alleine klären. Aber die bekomme ich nicht, solnage wir nicht tätig werden. Und der einzige Grund, warum ich die Frage hier stelle und nicht mein Mann, ist der dass er mit seinem "2-Finger-Suchsystem" zu lange braucht. ;-)

Ich hab nur eine einzige Frage und die betrifft die Insolvenz: Kann man den Unterhalt einbehalten und erst später in die Insolvenz fließen lassen, bis das geklärt ist oder nicht? Wenn wir nicht einstellen, zahlen wir bis zum Sanktnimmerleinstag. Stellen wir ein und müssen nachzahlen, haben wir ein noch größeres finanzielles Problem.

joshua64
07.06.2014, 11:20
In welchen Verfahrensabschnitt ist dein Mann in der Insolvenz ?

Arkandia
07.06.2014, 11:25
Im vereinfachten Insolvenzverfahren. Der Wechsel in die Wohlverhaltensphase steht bevor.

Hackwoscht
07.06.2014, 11:41
Wie kommst du auf Probleme in der Familie???



Du willst was ändern was verständlich ist, dein mann aber scheinbar nicht, so liest man das zwischen den zeilen

Arkandia
07.06.2014, 11:52
Ich bekomme hier wohl keine Antwort auf meine Frage.
Unsere Situation ist sicher nicht alltäglich, aber bestimmt auch nicht einzigartig. Ich dachte, eventuell ist hier schon mal jemand mit dieser Frage eingelaufen.
Aber das ist wohl nicht der Fall.

Leute, ich brauche keine Familienberatung und auch keine Diskussion über Unterhaltsberechtigung- oder Pflicht.

Ich finde, es ist Zeitverschwendung darüber zu lamentieren, ob es Jobcenter oder Arge heißt oder jemandem die 100 Möglichkeiten aufzuzeigen, bei denen auch ein Volljähriger noch Unterhaltsberechtigt ist.

Wenn hier keiner meine eigentliche Frage beantworten kann, warum schreibt ihr dann?

Hackwoscht
07.06.2014, 12:40
Ich finde, es ist Zeitverschwendung darüber zu lamentieren, ob es Jobcenter oder Arge heißt oder jemandem die 100 Möglichkeiten aufzuzeigen, bei denen auch ein Volljähriger noch Unterhaltsberechtigt ist.

Wenn hier keiner meine eigentliche Frage beantworten kann, warum schreibt ihr dann?

Du solltest du hier keine weitere Zeit mehr verschwenden und einen Termin bei einem Anwalt machen, der wird dir dann auf den Punkt sagen das er nicht genau sagen kann wie der IV am Ende reagieren wird, vor allem wenn der IV auf deine Frage überhaupt nicht reagiert

In einem Forum wird immer diskutiert, davon lebt ein solches auch, und es gibt nicht immer mundgerecht zubereitete Antworten die auch noch schmecken

Wenn ich Unterhalt zahle dann prüfe ich auch ob ich dazu überhaupt verpflichtet bin, bin ich es möglicherweise nicht, dann kann ich mir das ganze andere ersparen

Grisu
07.06.2014, 12:47
Hallo Arkandia,

ich an eurer Stelle würde es einfach so machen, obwohl es natürlich sein kann, dass der kranke Filius auch in drei Monaten seine Dinge nicht geregelt bekommt. Habt ihr da für ihn Unterstützung, damit ihr dieses "zurückhalten" nicht ewig machen müsst?
Das würde ich mal als erzieherische Maßnahme sehen, bei der der Sohn nicht automatisch als unterhaltsberechtigte Person entfällt, zumal ihr ja ein Schreiben habt, dass Unterhalt gezahlt werden soll/muss.
Legt es halt beiseite und wenn der Sohn es bekommen soll, dann zahlt ihr eben 3 Monate Unterhalt nach. Wenn der Sohn nun rückwirkend (kann ich mir eher nicht vorstellen) keinen Unterhaltsanspruch mehr haben sollte, dann informiert ihr darüber den TH und überweist ihm den höheren rückwirkenden Pfändungsbetrag. Da würd ich nun gar keine großen Informationsgelage starten, sondern handeln und vor allem sehen, dass der Sohn in - wie auch immer geartete - geordnete Zustände kommt.

LG
Grisu

Sammie
07.06.2014, 13:11
Hi,

dann geb ich auch mal meinen Senf dazu ab ;-)

Natürlich ist man weiter Unterhaltspflichtig auch wenn das Kind schon 18 ist, man ist es sogar bis 25 oder 27( genau weiß ichs nicht) .

Ab 18 ist wie hier schon erwähnt nicht mehr das Jugendamt zuständig, sondern das Kind muß sich selber drum bemühen, entweder mit Anwalt oder wenn ein gutes Verhältnis zueinander besteht , kann man es auch so regeln.

Was sich noch ändert ist, ab 18 sind beide Elternteile Unterhaltspflichtig, das wird so geregelt, wer mehr verdient zahlt auch mehr. Wohnt das Kind bei einem der Elternteile , dann müssen die sich einigen wie die das handhaben, wegen Unterkunft usw. Und es wird bei der Unterhaltsberechnung das volle Kindergeld angerechnet, nicht wie bisher nur die hälfte.

Wie geschrieben, ist man bis 25(27) Unterhaltspflichtig. Man ist nur aus der Nummer raus, wenn zb. das Kind in der Ausbildung genug verdient. Oder das Kind 2 mal eine Ausbildung begonnen hat und diese dann abgebrochen hat. Man muß dem Kind 2 mal die Chance geben.
Studiert das Kind, dann heißt es weiter zahlen bis 25(27).

Hier mal ein kleines Rechenbeispiel:

Angenommen das Kind verdient in der Ausbildung 400€ von diesen 400€ werden 90€ abgezogen für zb. Bildungsmittel usw. , es bleiben also 310€ übrig.

Du mußt laut Düsseldorfertabelle 513€ zahlen, dann sieht die Rechnung so aus:

Also du liest in der Düsseldorfer Tabelle ihren Bedarf ab. (513€)


Einkommen des Kindes 400 €
Ausbildungsaufwandspauschale - 90 €
Bereinigtes Einkommen Kind = 310 €



Bedarf nach Düsseldorfer Tabelle 513 €
Volles Kindergeld -184 €
Einkommen Kind - 310 €

Zu zahlender Unterhalt = 19 €


Hoffe es war einigermaßen verständlich;-)


MfG

Plusminus
07.06.2014, 13:53
Wenn hier keiner meine eigentliche Frage beantworten kann, warum schreibt ihr dann?

Wahrscheinlich kennt hier niemand die Antwort die du brauchst. Such dir nen Anwalt ( Familienrecht) der wird dir die richtige Antwort geben.

Hermil
07.06.2014, 14:27
Deine Frage ist nunmal sehr spezifisch und wird dir tatsächlich nur ein Anwalt mit Fachrichtung Familienrecht beantworten können. Was allerdings komplett falsch ist, ist das die Unterhaltspflicht mit 18 endet, der wesentliche Unterschied besteht nur darin dass das Kind mit 18 im grunde für sich zu sorgen hat, wenn es dies aber nicht kann (Studium, Schule, schulische Ausbildung etc.) ist weiter Unterhalt zu leisten. Wie das mit psychischer Erkrankung genau aussieht weiss ich leider auch nicht, generell ist es aber so das der Unterhalt nach der Orientierungszeit eingestellt werden kann, insofern das Kind keinerlei Bemühungen nachgeht bzw. diese nicht nachweisen kann.

Die Idee die ihr habt, also den Unterhalt einzubehalten ist daher garnicht mal so verkehrt und wäre im Normalfall auch rechtlich einwandfrei, der Haken ist eben das mit der psychischen Erkrankung (ist diese eigentlich attestiert?) und das kann dir wie gesagt vermutlich nur ein Fachanwalt genauestens beantworten.

peter26
07.06.2014, 14:51
Sorry, Jobcenter!
Und @ Plusminus, das ist Quatsch!

Kindergeldberechtigt heißt nicht unbedingt gleichzeitig unterhalstberechtigt.

Ich hatte mit meinem älteren Sohn eine ähnliche Situation. Er war körperbehindert und ein Arzt hat die volle Erwerbsminderung festgestellt. So konnte er Grundsicherung SGB XII beantragen, bekam weiter Kindergeld, aber sein Vater war raus aus der Sache, weil er weniger als 100.000,- pro Jahr verdient.
Hier könnte die Situation ähnlich sein. Es ist festgestellt worden, dass mein Stiefsohn eine psychische Erkrankung hat, die ihn daran hindert, eine Schule zu besuchen oder arbeiten zu gehen. Aber er kümmert sich nicht um die entsprechenden Anträge und befindet sich auch nicht in Behandlung. Wenn mein Mann nichts unternimmt, wird sich auch nichts daran ändern. Das es uns aufgrund der Insolvenz finanziell nicht so gut geht, versteht sich von selbst. Wenn also der Unterhalt eingestellt werden kann, wäre das klar von Vorteil ;-)

Die Unterhaltsheranziehungsstelle wird tätig, wenn die Familie Sozialleistungen bezieht. So eben auch die Aufforderung, bis zur Klärung weiterhin Unterhalt zu zahlen, nur dauert das schon viel zu lange, weil der junge Mann sich nicht kümmert.

Wir hatten einfach die "Idee", die jeweilige Summe für 2-3 Monate einzubehalten, bis die Sache geklärt ist. Dann wären wir in der Lage, eine Nachzahlung zu leisten, Wenn nicht nachgezahlt wird, kann das Geld in die Insolvenz fließen. Aber wir bekommen eben keine Auskunft vom Verwalter, ob das möglich ist.

Ich würde diese „Unterhaltsheranziehungsstelle“, was oder wer immer das ist, unter Verweis auf die bisherige Kommunikation sowie den Zeitablauf unter Fristsetzung schriftlich, in beweisbarer Form, auffordern, die Rechtsgrundlage für deren Ansinnen, „vorläufig“ weiter Unterhalt zu leisten, zu nennen, und gleichzeitig mitteilen, daß der Unterhalt bis zur endgültigen Klärung für eine kurze Zeit, z.B. 2 Monate, auf ein von dir, nicht von deinem Mann, verwaltetes Treuhandkonto einbezahlt wird, der Sohn deines Mannes ab sofort keinen weiteren Unterhalt direkt erhält, sowie daß bei Nicht-Äußerung die Zahlungen endgültig und ab sofort eingestellt werden.
Das dann auch so durchziehen.
Dem Insolvenzverwalter kann dein Mann den Sachverhalt sicherheitshalber mitteilen, ich bezweifle allerdings, daß er dazu bis zur endgültigen Klärung überhaupt verpflichtet ist, denn er leistet ja vorläufig weiter Unterhalt, wenn auch auf das Treuhandkonto.

Exberliner
07.06.2014, 15:20
Stelle Deine Fragen doch einmal in diesem Forum. In Unterhaltssachen sind da einige Experten unterwegs.

http://forum.isuv-online.de/

Gruß
Exberliner

Klaus
07.06.2014, 20:48
Die Frage ist NICHT, ob er noch Unterhaltsberechtigt ist. Er ist es, und zwar solange, wie er sich nicht selber unterhalten kann. Die Grundsicherungsbehörde wird Deinem Stiefsohn was husten, wenn er aufgrund eingestellter Unterhaltszahlungen Deines Mannes dort aufschlägt. Sie werden möglicherweise zahlen, aber Deinen Mann sofort heranziehen. Dein Mann ist zum Unterhalt verpflichtet, solange sein Kind nicht in der Lage ist, seine eigene Existenz zu sichern. Selbst bei einer stationären Unterbringung würde Dein Mann zu diesen Kosten herangezogen. Die Probleme des Stiefsohns werden sich nicht über Zahlungseinstellung des Unterhalts lösen lassen....

Ichbinneu
08.06.2014, 10:41
Arbeitslose 18jährige bekommen schon noch Kindergeld, wenn sie die Arbeitslosigkeit nachweisen.

Was hier aber wichtig ist, die TE schreibt, dass er Sohn psychisch erkrankt ist. Wenn er das ist, ist er unterhaltsberechtigt. Denn dann erklärt das evtl auch, dass er sich nicht um Arbeit
oder Arge-Termine kümmert (Depression?). Ich las was von §35a = seelische Behinderung, Anspruch auf Wiedereingliederung nach KJHG (ich bin Sozpäd, deshalb weiß ich da einiges).
Das spielt natürlich auch eine Rolle und daher kann ich mir erklären, warum das Jugendamt mitmischt, die klären dann nämlich (dauert eben auch) den Bedarf an Wiedereingliederung.
(Kann auch noch 18jährige also "junge Erwachsene" mit einbeziehen)

Es gibt durchaus diese "Orientierungsphase" ist aber eine juristische Grauzone. Wäre nicht eine persönliche Vereinbarung möglich mit Mutter und Sohn?
Eine Therapie bekommen auch Jugendliche nicht sofort und auf der Stelle.

Ich würde weiterzahlen, wäre ich der Kindsvater, aber dennoch dranbleiben, wie es weitergeht. Als Unterhaltsberechtigter hat der Sohn auch Pflicht zur Auskunft wie es weitergeht.
Kann dein Ehemann nicht per Beratungsschein einen Anwalt fragen? Kostet ja nur 10 Euro. Sollte doch während der Inso möglich sein, oder?

Viel Erfolg!

LG ichbinneu

Ichbinneu
08.06.2014, 10:46
So wie es aussieht, ist er psychisch erkrankt und hat Probleme, das Haus zu verlassen.

Da dies nun ganz genau mein Arbeitsbereich ist, kann ich schon sagen, dass er schwer psychisch erkrankt ist und eine Angststörung hat.
Die ist nicht so einfach therapierbar, aber Therapie ist natürlich notwendig. Das er da nicht an Schulungen etc. teilnimmt, ist klar.
Mit der Bescheinigung eines Psychiaters ist er auch weiterhin berechtigt, als Kranker unterstützt zu werden.

Macht sich dein Ehemann keine Sorgen um den jungen Mann? Es geht doch nicht nur ums Geld. Natürlich kann die Kindsmutter den Unterhalt für
den psychisch kranken Sohn auch nicht alleine stemmen, bzw. die Kosten, die nach Abzug Kindergeld etc. noch offen sind. Nehme ich mal so an.

LG ichbinneu

Ichbinneu
08.06.2014, 10:49
Das ist folgendes Krankheitsbild:

http://de.wikipedia.org/wiki/Agoraphobie

Ichbinneu
08.06.2014, 11:01
Hab einen tollen Link gefunden. Ein RA antwortet scheinbar kostenlos auf zig Unterhaltsfragen. Siehe ganz unten ein Feld
zum eingeben der Fragen. Das jüngste Datum ist auch aktuell.

http://www.rechtsanwalt-ehescheidung.de/news/Kindesunterhalt_-_Unterhalt_fuer_volljaehrige_Kinder

Vielleicht könntest du deine Frage hier sogar einstellen?

Viel Glück weiterhin....sorry, dass es jetzt zig Beiträge wurden, aber mir fiel immer wieder zu spät etwas ein und Beiträge kann man
nur 5min lang ändern!

LG ichbinneu

Arkandia
08.06.2014, 16:36
@ Klaus: wenn aufgrund einer vollen Erwerbsminderung die Grundsicherung (SGB XII) beantragt wird, dann sind Eltern nur noch unterhaltspflichtig, wenn sie seeehr viel verdienen.
Es ist ja bereits ein Gutachten erstellt worden, aus dem hervorgeht, dass der Sohn eine psychischer Erkrankung hat, die ihn daran hindert, eine Schule zu besuchen, bzw. eine Ausbildung zu absolvieren und vermutlich für immer Hilfe brauchen wird.
Aber nochmal, ich frage hier nicht, ob noch eine Unterhaltspflicht besteht. Wenn der junge Mann sich nicht behandeln lassen will und auch sonst nichts tut, um an seiner Situation etwas zu verbessern, dann sind weder Eltern noch die Allgemeinheit finanziell zuständig.

Der junge Mann will sich selbst nicht helfen, seine Mutter schlägt nicht die richtigen Wege ein und von uns will er sich nicht helfen lassen, nicht weil wir so furchtbar sind, sondern weil er krank ist. Und so läuft das immer weiter, keine Behandlung, keine Entwicklung, kein NIX.

Thomas_Senberga
08.06.2014, 16:40
Da der Sohn Leistungen nach SGB XII erhält, prüft die Unterhaltseinzugsstelle der leistenden Behörde die Unterhaltsfähigkeit nach §94 Abs.2 SGB XII. Denn diese Unterhaltseinzugsstelle kommt bei diesem Verfahren ins Spiel. Die macht das.

Diese Leistungsbehörde wird sagen, zahl mal den Unterhalt nach dem BGB bis alles geklärt ist und danach müssen wir prüfen, inwieweit Du unterhaltsfähig nach SGB XII bist. Denn es ist Fakt, dass die Unterhaltsleistung nach BGB die SGB XII Leistung um den Unterhaltsbeitrag reduziert.

Möglich, dass die TE hier etwas mit gleichen Begriffen durcheinander wirft, denn beides nennt sich Unterhalt.

Kann auch sein, dass ich mich täusche, aber eine Überlegung ist die Konstellation schon wert.

Arkandia
08.06.2014, 16:47
Nein, der Sohn hat keine Angststörung, sondern eine sehr viel heftigere psychische Erkrankung. Und es geht auch nicht nur ums Geld, ist schon interessant, wie die Leute solche Postings wahrnehmen!

Es existiert bereits ein Gutachten, aus dem klar hervorgeht, dass er dringend therapiert werden muss und auch dann vermutlich für den Rest seines Lebens Hilfe benötigen wird. Und genau deshalb sind wir der Meinung, dass hier eine volle Erwerbsminderung vorliegt. Die entsprechende Grundsicherung muss man aber auch beantragen. Wenn Vattern schön weiter zahlt, sieht man aber keine Notwendigkeit dazu. Außerdem braucht der Junge therapeutische Hilfe. Das will er aber auch nicht. Auch hier sind wir sicher, dass eine Unterhatseinstellung hilfreich wäre. Und zu guter Letzt wäre es auch für uns hilfreich.
Aber nochmal, ich brauche keine Beratung in der Hinsicht. Ich wollte einfach nur wissen, wie sich die Geschichte in Hinsicht auf die Insolvenz auswirkt, bzw. welche Möglichkeiten wir haben.

Arkandia
08.06.2014, 16:50
Nee Thomas, was du meinst ist SGB II, nicht XII, bitte nicht verwechseln. Bei II sind die Eltern noch dabei, bei XII nicht. Wie ich schon schrieb, mein älterer Sohn war schwer körperbehindert und bekam die Form der Grundsicherung, dabei müssen Eltern nur noch bezahlen, wenn sie über 100.000 pro Jahr verdienen.

Thomas_Senberga
08.06.2014, 17:26
Die gleiche Thematik gibt es halt auch bei SGB II mit der entsprechenden Vorgehensweise. Ich habe lediglich die Gesetzesnorm verwechselt, aber SGB II und SGB XII sind sich da sehr ähnlich.

Siehe hierzu auch §9 SGB II.

Arkandia
08.06.2014, 18:56
Für alle, die bisher immer nur einen Teil der Thematik mitbekommen haben, folgendes:

Wenn ein Jugendlicher volljährig wird, dann ist er selbst für seinen Unterhalt verantwortlich.
Eltern müssen dann weiter Unterhalt zahlen, wenn

1. Der junge Erwachsene sich auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit befindet, indem der eine weiterführende Schule besucht, eine Berufsausbildung oder ein Studium absolviert oder ein entsprechendes Praktikum.

2. Sich "orientiert". Das gilt in der Regel aber nur für 4 - 6 Monate.

3. Der junge Erwachsene auf absehbare Zeit erkrankt ist.

4. Eine seelische Behinderung vorliegt oder

5. Arbeitssuchend gemeldet ist. Dann muss er aber auch nachweisen, dass er sich um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, bzw. Schule bemüht.

Ist der junge Erwachsene aber aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung DAUERHAFT nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen, dann kann er Grundsicherung wegen "Voller Erwerbsminderung" beantragen. SGB, zwölftes Buch § 41-46. In diesem Fall sind Eltern nicht mehr Unterhaltspflichtig, wenn sie weniger als 100.000 € verdienen.

Mein Stiefsohn hat sich arbeitssuchend gemeldet, das heißt, er hat dafür unterschrieben, dass er gewillt ist, was er aber nicht ist.
Er lässt Termine beim Jobcenter sausen, bei denen es um Beratung im Rehacenter geht. Er weigert sich, eine Therapie zu machen.

Ich weiß, dass bei voller Erwerbsminderung, Eltern berechtigt sind, den Unterhalt einzustellen und ihr "Kind" darauf hinzuweisen, die Grundsicherung zu beantragen.

Ich brauche also, ehrlich gesagt, keine Beratung in dieser Frage, denn all das habe ich mit meinem eigenen Sohn aus erster Ehe bereits erlebt.
Nur gibt es in diesem Fall bisher "nur" ein Gutachten eines Psychologen, bei dem es eigentlich um etwas anderes ging. Der Junge muss also unbedingt zu einem Arzt, der die volle Erwerbsminderung bescheinigt. Das tut er aber freiwillig nicht und kein Mensch weiß, wie lange das alles dauert.
Deshalb habe ich hier bei euch nachgefragt, welche Möglichkeiten wir haben bezüglich der Insolvenz. Stellen wir den Unterhalt ein, dann wird das Geld gepfändet (zumindest ein großer Teil) und wir können ja auch nicht einfach den Unterhalt auf dem Konto "stapeln" für den Fall, dass die Superfachleute beim medizin. Dienst nicht die richtige Feststellung treffen und mein Mann nachzahlen muss.

ichhabwasvergessen
08.06.2014, 19:27
Eure Lage könnte man als unglücklich bezeichnen. Die Hinweise darauf, díe Unterhaltszahlungen einzustellen und das Geld auf die Seite zu legen, sind im noch laufenden Verfahren nicht sinnvoll, da ihr damit Neuvermögen ansparen würdet, das in die Insolvenzmasse fallen würde. In der WVP wäre das anders.

Ob es dann auch sehr schnell zu einer Entscheidung hinsichtlich der Grundsicherung kommen kann, steht auch noch dahin. Es müsste ja erstmal die vollständige Erwerbsunfähigkeit festgestellt werden, ein Vorgang, der sich ziemlich hinziehen kann.

Es ist nicht gerade erfreulich, aber wenn ihr keine Möglichkeit findet, euch z.B. auf dem Rechtsweg von der Unterhaltspflicht zu befreien, sieht es m.E. im Moment nicht günstig aus.

Thomas_Senberga
09.06.2014, 07:30
Für alle, die bisher immer nur einen Teil der Thematik mitbekommen haben, folgendes:

.

Daher bin ich jetzt hier draußen.

Es ist nicht zweckdienlich, wenn man als fragende Person nur das akzeptiert, was man hören will. Fakt ist, Unterhaltspflicht besteht immer. Warum leisten Kinder Unterhalt wenn Eltern im Pflegeheim und umgekehrt. Die BGB-Unterhaltspflicht ist das Eine und die Unterhaltspflicht nach SGB ist das Andere.

peter26
09.06.2014, 09:07
Daher bin ich jetzt hier draußen.

Es ist nicht zweckdienlich, wenn man als fragende Person nur das akzeptiert, was man hören will. Fakt ist, Unterhaltspflicht besteht immer. Warum leisten Kinder Unterhalt wenn Eltern im Pflegeheim und umgekehrt. Die BGB-Unterhaltspflicht ist das Eine und die Unterhaltspflicht nach SGB ist das Andere.

Na ja, wenn man als fragende Person weiß, daß eine bestimmte Auskunft nicht korrekt ist, braucht man die auch nicht akzeptieren.
Und, es ist nicht Fakt, daß Unterhaltspflicht immer besteht.

Arkandia
09.06.2014, 15:53
Weißt du Thomas, wenn ich Fragen zur Unterhaltspflicht habe, dann melde ich beim Forum f. Unterhaltsfragen an. Dort frage ich dann aber auch nicht Problemen bzg. des Insolvenzverfahrens.
Entsprechend habe ich keine Lust auf Seitenweise Diskussionen bezg. des Unterhalstrechts hier!!! Denn ich bin mir sicher, dass ich mich zumindest in diesem speziellen Fall gut genug auskenne.

Aber zumindest habe ich herausgehört, dass das mit dem Einstellen nicht so günstig wäre, zumindest jetzt noch nicht. Ich werde aber auf jeden Fall die Unterhaltsheranziehungsstelle anschreiben und nachfragen, wieviel Jahre der Spaß noch dauern soll, schließlich kam auch von dort die Auskunft, dass man höchstens für 6 Monate zahlen muss, ohne dass irgendwas läuft. Die Zeit ist abgelaufen. Und wir klemmen uns dahinter, dass der Junge zum Arzt kommt. Das wäre ja in allererster Linie für ihn wichtig.

Ich finde es aber schon sehr befremdlich, dass der Insolvenzverwalter auf unsere Nachfrage so gar nicht reagiert hat. Denn eine Einstellung des Unterhalts würde ja nicht nur dazu führen, dass wir mehr Geld zum Leben haben, sondern auch insgesamt einige Tausend Euro an Schuldenrückzahlung bringen.

joshua64
09.06.2014, 16:27
Ich würde mir die Zeit nehmen, zum Insolvenzgericht ( Amtsgericht ) gehen und mein Problem mit den zuständigen Rechtspfleger besprechen. Ich bin mir sicher,der kann euch weiter helfen.

k.p
10.06.2014, 07:32
Gibt es einen Unterhaltstitel? Und wenn ja, was steht drinnen?

Thomas_Senberga
10.06.2014, 09:14
Weißt du Thomas, wenn ich Fragen zur Unterhaltspflicht habe, dann melde ich beim Forum f. Unterhaltsfragen an.


Ich melde mich dort nicht an, da das Unterhaltsrecht, sowohl nach BGB, als auch nach SGB, Bestandteil meiner Profession mit 41 Berufsjahren, mttlerweile in Leitungsfunktion in einer entsprechenden Behörde, ist. Aber wenn Du Laienwissen präferierst, ist das Deine Sache, nicht meine.

Ein Forum, welches auch immer, garantiert lediglich Meinungen, aber nicht immer eine belastbare Fachlichkeit.

Arkandia
10.06.2014, 11:12
Nein, kein Titel.

Arkandia
10.06.2014, 11:17
Ach Thomas, manchmal ist schon "richtig" lesen sehr hilfreich für so manche Diskussion. Aber das scheint dein Ding nicht so zu sein.

TimeBandit
10.06.2014, 11:24
Wenn der junge Mann sich nicht behandeln lassen will und auch sonst nichts tut, um an seiner Situation etwas zu verbessern, dann sind weder Eltern noch die Allgemeinheit finanziell zuständig.

Sondern?

anja39
10.06.2014, 11:47
Aber das wurde doch in dem Posting, der in Beitrag #2 angegeben ist, alles schon durchgekaut ...

TimeBandit
10.06.2014, 12:51
Ach Thomas, manchmal ist schon "richtig" lesen sehr hilfreich für so manche Diskussion. Aber das scheint dein Ding nicht so zu sein.

Vielleicht beseitigst Du ja aber auch erstmal DEINEN Schreibfehler in dem zitierten Satz, bevor Du anderen mangelnde Lesefähigkeiten unterstellst?

k.p
10.06.2014, 12:56
Achso

INTI
10.06.2014, 12:58
*Popcorn hol*

FinLaure
10.06.2014, 12:59
Ich bewundere immer wieder den Langmut und die engelsgleiche Geduld der Profis, die ihr Wissen teilen und fundierten Rat geben und dafür dann einfach nur blöd angepampt werden, weil man sich ja anderen Rat erhofft hat.

Anderen mangelnde Lesefähigkeit unterstellen und selber die Deutsche Rechtschreibung nicht geschissen kriegen...das ist doch wieder glänzende Comedy ;)

konsumbefreit
10.06.2014, 13:06
...das ist doch wieder glänzende Comedy ;)

Und bestätigt erneut meine These zum Schuldner 2.0.

Arkandia
10.06.2014, 13:41
Ich finde es auch sehr interessant. Das was hier gerade läuft, läuft aber überall gleich ab. Ich kenne deine These nicht, kann sie mir aber denken.
Menschen sind einfach so.

Ich habe hier eine Frage gestellt und nur ganz wenige sind darauf eingegangen. Danke dafür!

Und dann gibt es Thomas, der schon bei seinem ersten Beitrag deutlich zeigte, dass er meine vorher entweder nicht richtig gelesen hat oder nicht verstanden hat.
Und Thomas ist der Meinung, er kenne sich in der Thematik, über die ich absolut NICHT sprechen wollte, so richtig toll aus.
Er ist der Meinung, dass auch bei Grundsicherungsleitungen wegen voller Erwerbsminderung, Eltern Unterhalt zahlen müssten. Und um diesen Betrag würde die Grundsicherung reduziert.
Das ist ganz klar falsch! Das ist bei anderen Formen der Grundsicherung so, z.B. wegen Arbeitslosigkeit. Aber nicht bei voller Erwerbsminderung. Hier zahlen Eltern höchstens noch einen Pauschbetrag von unter 30,- € pro Monat, egal wieviel sie verdienen, hauptsache unter 100.000,-.

Und Thomas wird patzig, wenn man ihm sagt, dass man nicht hier ist, um über diese Angelegenheit zu diskutieren.
Ich habe nicht erwartet, hier eine gültige Rechtsauskunft zu erhalten, aber vielleicht einen Tipp und zwar wegen der Angelegenheit Insolvenz. Und sonst nix.

Und jetzt bin ich weg. Ich stehe nämlich nicht auf Pocorn.

INTI
10.06.2014, 13:44
Ich stehe nämlich nicht auf Pocorn.


Uiuiuiuiui.

FinLaure
10.06.2014, 13:53
Ich würde mir die Zeit nehmen, zum Insolvenzgericht ( Amtsgericht ) gehen und mein Problem mit den zuständigen Rechtspfleger besprechen. Ich bin mir sicher,der kann euch weiter helfen.

Das ist der Rat den Du wolltest. Ist offenbar in der Pflaumerei untergegangen. Auch das ist Forentypisch ;)

TimeBandit
10.06.2014, 15:13
Uiuiuiuiui.

Du findest ja auch wirklich JEDE Ferkelei, oder? :)

Ichbinneu
11.06.2014, 08:12
Nein, der Sohn hat keine Angststörung, sondern eine sehr viel heftigere psychische Erkrankung. Und es geht auch nicht nur ums Geld, ist schon interessant, wie die Leute solche Postings wahrnehmen!

Es existiert bereits ein Gutachten, aus dem klar hervorgeht, dass er dringend therapiert werden muss und auch dann vermutlich für den Rest seines Lebens Hilfe benötigen wird. Und genau deshalb sind wir der Meinung, dass hier eine volle Erwerbsminderung vorliegt. Die entsprechende Grundsicherung muss man aber auch beantragen. Wenn Vattern schön weiter zahlt, sieht man aber keine Notwendigkeit dazu. Außerdem braucht der Junge therapeutische Hilfe. Das will er aber auch nicht. Auch hier sind wir sicher, dass eine Unterhatseinstellung hilfreich wäre. Und zu guter Letzt wäre es auch für uns hilfreich.
Aber nochmal, ich brauche keine Beratung in der Hinsicht. Ich wollte einfach nur wissen, wie sich die Geschichte in Hinsicht auf die Insolvenz auswirkt, bzw. welche Möglichkeiten wir haben.

Entschuldigung, beraten wollte ich nicht, man versucht halt einen Beitrag für die ganze Community zu verfassen, denn jeder Beitrag KANN (muss aber nicht, auch meine nicht) dazu beitragen, dass ein
Sachverhalt besser verstanden wird. Aber wenn er schwerer erkrankt ist (Psychose, Schizophrenie?) und er irgendwann EMR erhält oder andere Hilfen, dann kann man den Unterhalt doch auch weiterzahlen
bis eine andere Stelle zuständig ist. Also gerade in der Insolvenz ist das wohl immer besser, zuviel Gezahltes an Unterhalt schuldet doch der Unterhaltsberechtigte dann wieder zurück, oder nicht?
Alles was ich weiß, weil der Kindsvater meines Kindes in PI war, dass jede Unterhaltsschuld ,die während der Insolvenz gemacht wurde, eine neue Schuldenanhäufung war für ihn.

Viel Glück.

Ichbinneu
11.06.2014, 08:18
Ich weiß, dass bei voller Erwerbsminderung, Eltern berechtigt sind, den Unterhalt einzustellen und ihr "Kind" darauf hinzuweisen, die Grundsicherung zu beantragen.

Aber da hast du doch selbst geschrieben, wie für dich der Sachverhalt ist. Wieso sollte der Sachverhalt denn dann in der Privatinsolvenz anders sein?

PS: Zu meiner Erklärung, warum ich noch mitschreibe: ich möchte das nun auch gern verstehen, man lernt ja nie aus.