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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Plan bei stark schwankenden Einkünften und vorliegenden Pfändungen



tsava
27.05.2014, 14:40
Guten Tag,
ich stehe bei einer Verbraucherinsolvenz, bzw. des vorherigen Einigungsversuchs ziemlich auf dem Schlauch. Die Suchfunktion des Forums habe ich schon benutzt und bin auf viele hilfreiche Hinweise gestoßen, die mir schon geholfen haben. Danke schonmal dafür an alle hilfsbereiten Nutzer! Bei einigen Dingen weiß ich aber einfach nicht weiter und hoffe auf Eure Antworten.
Ich habe ein Einkommen auf Stundenlohnbasis, das wegen unterschiedlicher Arbeitszeiten stärker schwankt. Es kommen also stärker schwankende pfändbare Beträge, eventuell auch mal kein pfändbarer Betrag heraus.
Bei der Anfertigung eines Schuldenbereinigungsplanes habe ich deswegen so meine Schwierigkeiten.
Nach meinen bisherigen Nachforschungen habe ich es so verstanden, dass ein Plan, mit dem man sich an die Gläubiger wendet auch konkrete Zahlungen enthalten soll.
Stimmt das so, muss ein Zahlungsplan mit konkreten monatlichen Zahlungen dabei sein, auch wenn das Einkommen schwankt?
Kann man nicht wie bei einem flexiblen Nullplan auch einfach den jeweils pfändbaren Betrag anbieten? Muss oder sollte dann ein Zahlungsplan dabei sein? Und wenn ja, kann man beispielsweise den aktuellen Monat oder den Durchschnitt der letzten Monate nehmen und einen voraussichtlichen Zahlungsplan erstellen?

Außerdem ist der Lohn von 2 Gläubigern gepfändet worden. Wenn ich § 114 Inso richtig verstehe würden die Pfändungen bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens 1 bzw. 2 Monate „erhalten bleiben“ und danach wegfallen, so dass alle Gläubiger wieder gleich nach ihrer Quote bedacht werden.
Wenn ich den vorberechtigten Gläubiger bei in einem Schuldenbereinigungsplan dann für 1-2 Monate alleinig berücksichtigen würde und danach gleich mit allen anderen, haltet Ihr das für angemessen?
Ich hoffe meine Fragen waren klar genug formuliert und bedanke mich schonmal für Eure Antworten.

jsww
27.05.2014, 15:38
Die Chancen auf einen erfolgreichen AEV sind leider sehr gering. Selbst Pläne die für die GL deutlich besser sind als eine PI scheitern leider meist an einem oder zwei GL.

Deshalb würde ich nicht so viel Mühe in den AEV stecken, Um das schwankende Einkommen zu berücksichtigen würde ich mit dem Durchschnittsnettoeinkommen der letzten 12 Monate arbeiten und auf Basis des dann Pfändbaren Einkommens Zahlungen anbieten.

Ingo
27.05.2014, 17:28
Hi,

Nach meinen bisherigen Nachforschungen habe ich es so verstanden, dass ein Plan, mit dem man sich an die Gläubiger wendet auch konkrete Zahlungen enthalten soll.
Stimmt das so, muss ein Zahlungsplan mit konkreten monatlichen Zahlungen dabei sein, auch wenn das Einkommen schwankt?
nein, man kann das jeweils pfändbare Einkommen anbieten mit Hinweis, dass der im Plan angegebene Betrag nur für den Erstellungsmonat gilt. Das hätte Dir eine Schuldnerberatungsstelle aber gesagt. Wer würde Dir denn das Scheitern bescheinigen?


Wenn ich § 114 Inso richtig verstehe würden die Pfändungen bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens 1 bzw. 2 Monate „erhalten bleiben“ und danach wegfallen, so dass alle Gläubiger wieder gleich nach ihrer Quote bedacht werden.
Wenn ich den vorberechtigten Gläubiger bei in einem Schuldenbereinigungsplan dann für 1-2 Monate alleinig berücksichtigen würde und danach gleich mit allen anderen, haltet Ihr das für angemessen?
Nein. Die Pfändungen bleiben bestehen, werden nach Eröffnung nach Ablauf der Frist aber nicht mehr bedient. Berücksichtigen würde ich das im Plan aber nicht.

Gruß
Ingo