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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Privatinsolvenz Berechnung des Eigenbedarfes



Sonja
23.05.2014, 12:08
Hallo,
seit Februar läuft mein Insolvenzverfahren. Ich bin Mutter mit zwei Unterhaltspflichtigen Kindern und berufstätig.
Mein Einkommen wird bereits durch den Arbeitgeber durch die Pfändungstabelle überprüft und an den Insolvenzverwalter überwiesen. Derzeit etwa 100,00€ im Monat. Auf meinem Pfändungsschutzkonto gehen monatlich der bereits bereinigte Gehaltseingang ein, sowie Kindergeld für zwei Kinder und Kindesunterhalt. Alles zusammen sind das aber ca. 300-400€ mehr als in der Bescheinigung ausgestellt. Meine Bank teilte mir mit, dass dieser Überhang an den Treuhänder abgeführt werden muss. Somit würde mein Einkommen doppelt gepfändet werden. Kann das so richtig sein?

Danke für eure Antworten

ProgrammPleite
23.05.2014, 12:14
Hallo Sonja,

nein, das kann und soll so nicht richtig sein. Gehe mit deinen Kontoauszügen und der Gehltsabrechnung mit ausgewiesenem Pfändungsbetrag zum Gericht und beantrage dort eine Anpassung des Freibetrags für das P-Konto.
Vorläufig möge das Gericht dann noch beschließen, dass die auf dem P-Konto pfändbaren Beträge weder an Dich noch an den TH ausbezahlt werden dürfen.
Gruß

ProgPleite

Yosh
23.05.2014, 12:39
Hallo,

Sollte der Treuhänder sich weigern den unpfändbaren Teil deines Gehaltes auf dem P-Konto freizugeben, muss Du einen Antrag beim Insolvenzgericht auf Anpassung des Freibetrags nach § 850k Abs. 4 i.V.m. § 850c ZPO stellen.
Dann sollte ein Beschluss folgen, der dir ermöglicht über deinen unpfändbaren Teil des Gehalts zu verfügen.

Schönen Gruß

Sonja
23.05.2014, 13:35
Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten !!!

pilic
26.05.2014, 10:34
Hallo,bei mir war das gleiche Problem.
Ein Anruf beim TH und schwups war der Betrag freigegeben.
Der TH hat ein Fax an meine Bank geschickt.