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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : EKST-Steuerschätzung für 2012. 2013 und Vorauszahlungsbescheid für 2014 erhalten



sooft
03.05.2014, 21:11
Hallo zusammen
Wer kennt sich etwas mit Steuerfragen bei Renten in der Insolvenz aus ??

Heute bekam ich 2 EKST.- Steuerbescheide (Schätzungen ) vom Finanzamt ,für 2012 und 2013.(Abgabetermin für 2013 ist normalerweise der 31.05.14.)Warum ich da jetzt schon eine Schätzung bekomme ist mir rätselhaft. Egal,ich geh zum Steuerberater der soll die Erklärungen machen.

Was mich aber ärgert
Außerdem noch einen Vorauszahlungsbescheid ab Juni 2014 über 428 Euro alle drei Monate. Ich habe bis jetzt jeden Monat etwas zurückgelegt und wollte damit die Steuern für 2012 und Ende des Jahres für 2013 bezahlen.
Kann man zur Vorauszahlung gezwungen werden und was passiert wenn ich die Vorauszahlungen nicht leiste. Mein TH bekommt jeden Monat den pfändbaren Betrag meiner Renten wie soll ich dann noch 428 Euro Vorauszahlung aufbringen.

sooft

anja39
05.05.2014, 08:11
Wer kennt sich etwas mit Steuerfragen bei Renten in der Insolvenz aus ?? Ich.


Kann man zur Vorauszahlung gezwungen werden und was passiert wenn ich die Vorauszahlungen nicht leiste.
Falls das zweite Fragezeichen der ersten Frage gedanklich hierhin gehört:
Zu 1: Ja.
Zu 2: Es passiert ungefähr das, was Du von anderen Verbindlichkeiten kennst, welche Du nicht bedient hast.

ProgrammPleite
05.05.2014, 08:55
Allerdings sollten die Steuervorauszahlungen doch bei der Pfändung berücksichtigt werden, denke ich.

Gruß

ProgPleite

sooft
05.05.2014, 13:09
Ich.


Falls das zweite Fragezeichen der ersten Frage gedanklich hierhin gehört:
Zu 1: Ja.
Zu 2: Es passiert ungefähr das, was Du von anderen Verbindlichkeiten kennst, welche Du nicht bedient hast.


Ach Anja 3, ob du Ahnung von Steuersachen hast,habe ich auf Grund deiner Antworten meine Zweifel,ich finde sie sehr allgemein,und nicht hilfreich. Das man Steuern bezahlen muß ist mir auch klar und wenn man sie nicht bezahlt gibt es Ärger,das weiß mittlerweile wohl jeder.

Ein Beispiel für eine hilfreiche Antwort habe ich woanders gefunden :

Vorauszahlungen werden aus verschiedenen Gründen festgesetzt.
Wenn die -voraussichtliche- jährliche Steuerbealastung €400,00 übersteigt (§ 37 Abs.5 EStG), wird man sich gegen die Festsetzung nicht wehren können.

sooft

FinLaure
05.05.2014, 13:25
das weiß mittlerweile wohl jeder.


Warum fragst Du dann danach und pöbelst dann noch gegen den, der Deine Frage knapp beantwortet?

anja39
05.05.2014, 14:47
Allerdings sollten die Steuervorauszahlungen doch bei der Pfändung berücksichtigt werden, denke ich.
Klingt logisch. Aber an der Verwirklichung dieses Sachstandes hat sich schon manch' Rentner vergeblich die Zähne ausgebissen.

Grisu
05.05.2014, 16:12
Hm, genau vor einem Jahr hast du doch das Thema schon mal mit Anja diskutiert und wolltest mit Anwalt was unternehmen?
Na egal, vielleicht hilft dir das ja weiter?

http://www.gutefrage.net/frage/finanzamt-will-steuer-vorauszahlungen-trotz-privat-insolvenz

LG
Grisu

sooft
05.05.2014, 18:52
Hm, genau vor einem Jahr hast du doch das Thema schon mal mit Anja diskutiert und wolltest mit Anwalt was unternehmen?
Na egal, vielleicht hilft dir das ja weiter?

http://www.gutefrage.net/frage/finanzamt-will-steuer-vorauszahlungen-trotz-privat-insolvenz

LG
Grisu

Wenn ich mich recht erinnere ging damals um die Anerkennung der Sozialabgaben und EKST. bei Rentner im Insolvenzverfahren,da bei mir nur die KK Beiträge in Abzug gebracht werden.Ich habe das über einen Anwalt versucht ,wurde aber vom Insolvenzgericht abgelehnt.Dann hätte ich Klagen müssen mit ungewissem Ausgang .Der Anwalt hat mir davon abgeraten.Das ist eine andere Geschichte .
Mir geht es heute darum ,ob jemand Erfahrungen mit FA hat und wie es möglich ist die Vorauszahlungen zu reduzieren ,wenigsten solange ( 23 mon.) die Insolvenz noch läuft.

sooft

ProgrammPleite
06.05.2014, 08:47
Verstehe ich nicht .... §850e ZPO ist da doch eindeutig, oder nicht?

§ 850e
Berechnung des pfändbaren Arbeitseinkommens

Für die Berechnung des pfändbaren Arbeitseinkommens gilt Folgendes:
1. Nicht mitzurechnen sind die nach § 850a der Pfändung entzogenen Bezüge, ferner Beträge, die unmittelbar auf Grund steuerrechtlicher oder sozialrechtlicher Vorschriften zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen des Schuldners abzuführen sind. Diesen Beträgen stehen gleich die auf den Auszahlungszeitraum entfallenden Beträge, die der Schuldner
a) nach den Vorschriften der Sozialversicherungsgesetze zur Weiterversicherung entrichtet oder
b) an eine Ersatzkasse oder an ein Unternehmen der privaten Krankenversicherung leistet, soweit sie den Rahmen des Üblichen nicht übersteigen.

Generell wäre es ja sinnvoll, wenn die Rentenkasse selbst die Steuern abführen würde, dann gäbe es das Problem garnicht.

Gruß

ProgPleite

anja39
06.05.2014, 09:20
Wenn ich mich recht erinnere ...
... dann hampelst Du schon seit dem 28.6.2012 mit dem Thema 'Finanzamt' rum.

Aus der Quelle, die Du in Beitrag #4 mit 'woanders' bezeichnest, geht unter anderem hervor, beim Insolvenzgericht einen Antrag nach §850f ZPO zu stellen. Ob Du dies zwischenzeitlich gemacht hast, oder ob Du Dich bislang ausschließlich auf §850e ZPO bezogen hast, kann ich keinem Deiner zahlreichen Beiträge so wirklich entnehmen – würde mich langsam aber mal ernsthaft interessieren.

Und die Frage, wie Du Deine Vorauszahlungen evtl. reduzieren kannst, ist aus 'woanders' ebenfalls ziemlich klar ersichtlich und deckt sich hundertprozentig mit meinem Ratschlag (falls ich ihn geben darf):

Reiche endlich Deine Steuererklärung ein.

anja39
06.05.2014, 09:25
Generell wäre es ja sinnvoll, wenn die Rentenkasse selbst die Steuern abführen würde...
Sinnvoll vielleicht ja - aber sie macht es halt nicht. Und sie hat dazu aus ihrer Sicht trifftige Gründe.

Und also bleibt das Übel in §850e beim Wort 'unmittelbar' bestehen.

ProgrammPleite
06.05.2014, 11:02
Das ist doch krank.

Gruß

ProgPleite

Grisu
06.05.2014, 11:53
Das ist doch krank.

Gruß

ProgPleite

Da der Vorauszahlungsbescheid sich ja wahrscheinlich an der Schätzung orientiert, wäre es sinnvoll die Erklärung mal zu machen. Vielleicht regelt sich dann einiges eh von allein?
In dem von mir verlinkten Beitrag stand ja wie es erfolgreich geklappt hat, aber ich persönlich würde das dann lieber mit "sauberen" Zahlen angehen wollen.

LG
Grisu

anja39
06.05.2014, 13:03
Leider geht aus dem verlinkten Beitrag nicht eindeutig hervor, mit welcher Argumentation es dort geklappt hat.

Bei Bezugnahme auf §850e ist ja das Problem, ob Rente wirklich analog zu Arbeitseinkommen zu behandeln ist. Wir kennen es ja beispielsweise aus der Sozialgesetzgebung, dass (wirkliches) Arbeitseinkommen irgendwie bevorzugt behandelt wird, was ja auch einen Sinn macht, wenn man der Hände Arbeit besonders belohnen möchte.

Und von unserem TE wissen wir ja aus irgendeinem seiner Beiträge, dass er mit seinem Antrag bei Gericht ja vor einiger Zeit gescheitert ist.
Schade, dass wir hier nichts über die wirklichen Hintergründe hierzu erfahren. Aber wie soll so ein Antrag denn auch in der Tat funktionieren, wenn ausschließlich Steuerschätzungen vorliegen und nicht mal endlich mit faktischen Zahlen operiert wird?

Ob ein Antrag nach §850f funktionieren würde, dürfte entscheidend auch von der Höhe der bezogenen Renten abhängg sein.

Da ich weiß, dass sooft mit diesem Problem nicht alleine dasteht, wäre es für mich schon von Interesse, die wirklichen wahren Umstände genauer zu erfahren. Aber (zumindest) hier in diesem Thread scheint es ihm ja nur darum zu gehen, wie er das Finanzamt für eine Weile vom Hals bekommt. Ein für mich ziemlich Mißerfolg versprechendes Unterfangen.
Aber gut, in gewissem Maße ist ja jeder selbst seines Glückes Schmied.

camilla
06.05.2014, 14:04
also meiner Erfahrung nach kann man mit Finanzämtern reden.
Und auch Lösungen finden, selbst in erstmal ausweglos erscheinenden Situationen wie z.B. bei Schätzungen, die längst rechtsgültig sind, bei Pfändungen (ja, ich hab das auch durch, auch nach einer GmbH Insolvenz)

Allerdings muss man dafür erstens irgendwann die reichtigen Zahlen abliefern und zweitens eine Einigung über Zahlungen finden.
Dann werden die Vorauszahlungen meist zurückgenommen oder erstmal hintenan gestellt