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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pfändung vom Konto trotz vorheriger Gehaltspfändung



Moni53
21.02.2014, 19:21
Hallo zusammen,

am 11.2. wurde für mich das Insolvenzverfahren eröffnet. Zunächst hat meine Hausbank dann mein Konto gesperrt, so dass ich an mein Guthaben nicht mehr rankam. Da bin ich zunächst mal hinten über gefallen. Meine Bank hat mir dann gesagt, nur der Insoverwalter könne das Konto wieder freigeben. Von meinem Insoverwalter bekam ich dann heute die Zusage, dass die Freigabe bereits erfolgt ist. Dies hat meine Bank nun heute auch bestätigt, jedoch gleichzeitig mit der Nachricht, dass der Insoverwalter 258 € von meinem Konto eingezogen hat. Mit welchem Recht kann er das machen? Ich habe von ihm selbst noch nichts in der Hand. Er hat von mir auch noch keinerlei Unterlagen angefordert, weder Gehaltsabrechnungen noch sonstiges. Von meinem Gehalt wurde bereits etwas gepfändet, da ein Gläubiger eine Gehaltspfändung an den Arbeitsgeber geschickt hat. Darf der Insoverwalter das? Wenn nicht, wie komme ich nun an mein Geld.

Vielen Dank für die Hilfe!

Moni53

joshua64
21.02.2014, 19:43
Vielleicht solltest du es einmal detailliert schreiben. So wie jetzt versteht man es nicht.

konsumbefreit
21.02.2014, 20:07
Hallo zusammen,

am 11.2. wurde für mich das Insolvenzverfahren eröffnet. Zunächst hat meine Hausbank dann mein Konto gesperrt, so dass ich an mein Guthaben nicht mehr rankam. Da bin ich zunächst mal hinten über gefallen.

Das ist ein völlig normaler Vorgang und kein Anlass in irgendeine Richtung zu stürzen.


Meine Bank hat mir dann gesagt, nur der Insoverwalter könne das Konto wieder freigeben.

Richtig.




Von meinem Insoverwalter bekam ich dann heute die Zusage, dass die Freigabe bereits erfolgt ist.

Dann lief alles glatt, Glückwunsch.


Dies hat meine Bank nun heute auch bestätigt, jedoch gleichzeitig mit der Nachricht, dass der Insoverwalter 258 € von meinem Konto eingezogen hat. Mit welchem Recht kann er das machen? Ich habe von ihm selbst noch nichts in der Hand. Er hat von mir auch noch keinerlei Unterlagen angefordert, weder Gehaltsabrechnungen noch sonstiges. Von meinem Gehalt wurde bereits etwas gepfändet, da ein Gläubiger eine Gehaltspfändung an den Arbeitsgeber geschickt hat. Darf der Insoverwalter das? Wenn nicht, wie komme ich nun an mein Geld.

Sicher darf er das im Grundsatz, dafür ist der Verwalter da.
Sobald Du etwas mehr Informationen entlockst, kann man Dir hier auch sagen, ob er richtig gerechnet hat.

eumel1de
21.02.2014, 20:18
Kommt drauf an wieviel auf dem Konto war.
Das das Konto gesperrt wird hätte man im Vorfeld der Inso schon wissen können
Man kann aber auch mit dem TH in Kontakt treten.

Moni53
25.02.2014, 15:02
Hallo,

auf meinem Konto waren noch knapp 500 €. Dies war ein Rest meines zum Teil bereits gepfändeten Gehaltes und zwei zweckgebundene Erstattungen. Meine Krankenkasse hat mir einen Zuschuss zu meinen Behandlungskosten gezahlt. Diese Behandlungskosten muß ich jedoch noch bezahlen. Ist diese Erstattung überhaupt pfändbar? Und dann hat mir meine private Zusatzkrankenversicherung ebenfalls Kosten für eine Laboruntersuchung erstattet, die ich ebenfalls noch zahlen muß. Diese Erstattung ist doch wohl auch nicht pfändbar oder? Sonst bräuchte ich ja keine private Versicherung abschließen, wenn mir Erstattungen dann gepfändet werden.

Aussage des Insoverwalter: "Sie haben ein Guthabenkonto. Sie können froh sein, dass wir nur einen Teil abgebucht haben. Wir hätte auch das gesamte Guthaben nehmen können."

Das kann doch nicht sein oder? Ich meine, mehr als den normalen Pfändungsbetrag dürfen die mir doch von meinem Gehalt nicht nehmen oder? Und es war auch mein Januargehalt und die Inso wurde am 11.2. eröffnet. Darf er dann überhaupt was nehmen oder erst vom Februargehalt?

Danke für die Hilfe und Tipps!

Gruß
Moni53

Ehemaliger Selbständiger
25.02.2014, 15:41
Hi,

erste Frage: Ist das Konto ein P-Konto oder ein normales Girokonto? Nur auf einem P-Konto ist Einkommen bis zur Pfändungsfreigrenze geschützt. Bei einem normalen Girokonto kann alles gepfändet werden, was im Haben steht. Deshalb gibt es ja das P-Konto.

Von wo pfändet der Gläubiger? Direkt beim Arbeitgeber oder vom Konto?

Ingo
25.02.2014, 16:22
Hi,

Meine Krankenkasse hat mir einen Zuschuss zu meinen Behandlungskosten gezahlt. Diese Behandlungskosten muß ich jedoch noch bezahlen. Ist diese Erstattung überhaupt pfändbar? Und dann hat mir meine private Zusatzkrankenversicherung ebenfalls Kosten für eine Laboruntersuchung erstattet, die ich ebenfalls noch zahlen muß.
falls Du diese Forderungen im Antrag nicht angegeben hattest, melde Sie dem Treuhänder nach und informiere ggf. die Gläubiger über die Insolvenzeröffnung.

Gruß
Ingo

Moni53
26.02.2014, 14:28
Was ist denn ein P-Konto? Ich habe ein normales Girokonto auf dem - wie gesagt - nur noch ein Rest meines Gehaltes war. Mehr nicht. Aber gepfändet hat der Insoverwalter am 21.02. direkt vom Konto. Wovon lebe ich denn bis zum Ende des Monats und bezahle meine laufenden Belastungen? Da kann ich ja froh sein, dass die Miete etc. schon vom Konto runter war oder wie soll ich das verstehen?

Ehemaliger Selbständiger
26.02.2014, 14:59
Oh je, ich hatte es befürchtet.

Ein P-Konto ist ein sog. Pfändungsschutzkonto und sichert dir einen bestimmten Betrag zu, der NICHT gepfändet werden kann / darf. Für Guthaben ist ein pauschaler Basisschutz i. H. v. 1.045,04 Euro automatisch je Kalendermonat gegeben. Das bedeutet bis zu dieser Summe kann dir nichts gepfändet werden. Unterhaltsberechtigte Personen, wie z. B. Kinder, erhöhen diesen Betrag.

Alles Weitere hier: http://www.vz-nrw.de/Pfaendungsschutzkonto-P-Konto-Existenzminimum-bleibt-automatisch-verfuegbar

Mit einem "normalen" Girokonto ist das Geld, das darauf im haben steht, eben NICHT geschützt und kann dir weg gepfändet werden (so wie es jetzt passiert ist).

anja39
26.02.2014, 20:40
Das kann doch nicht sein oder? Ich meine, mehr als den normalen Pfändungsbetrag dürfen die mir doch von meinem Gehalt nicht nehmen oder? Und es war auch mein Januargehalt und die Inso wurde am 11.2. eröffnet. Darf er dann überhaupt was nehmen oder erst vom Februargehalt?
Ich möchte mal vermuten, dass der Gang in die Insolvenz sehr schlecht vorbereitet war.
Darf ich fragen, wer Dich dabei beratend begleitet hat?