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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zur Mietrückständigkeit



Echnotron
08.02.2014, 12:09
Hallo!

Ich stehe kurz vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens, die Ablehnung des Schuldenbereinigungsplanverfahren habe ich bereits vom Gericht erhalten.
Seit meiner Zahlungsunfähigkeit bin ich bei der "städtischen" Schuldnerberatung, welche mich durch das Verfahren begleiten wird. Nun zur eigentlichen Frage:
Seit August stehe ich wieder in Arbeit und bekomme immer am 15. des Monats mein Geld, jedoch muss ich immer bis zum 03. die Miete gezahlt haben. Da mir
das nicht möglich ist, konnte ich glücklicher Weise mit meinem Vermieter absprechen, dass ich immer zum 15. bezahle, jedoch 50,- mehr bis der Rückstand aufgeholt
ist. Allerdings gibt es darüber nichts Schriftliches, es ist nur eine mündliche Absprache/Einigung/Duldung. Können mir jetzt dadurch Unannehmlichkeiten durch den
Treuhänder entstehen, wenn er davon erfährt? Da das Verfahren an sich noch nicht eröffnet ist, habe ich noch keinen TH den ich kontaktieren könnte um ihm/ihr
das zu erklären.
Natürlich habe ich davon auch der Schuldnerberatung erzählt. Diese hat mir gesagt, dass dieser monatlich wiederkehrende und 2-wöchig andauernde Zahlungsverzug
keine Forderung in dem Sinne darstellt und ich mir deshalb keine Gedanken machen soll. Momentan bin ich sehr verunsichert und möchte auf jeden Fall verhindern, dass
jetzt daraus weitere Probleme resultieren könnten, die zu einer Versagung der RSB oder Probleme mit dem Vermieter führen können. Zum Beispiel: Kann der TH mir verbieten
weiterhin die 50,- an den Vermieter zu zahlen, weil dies eine Gläubigerbevorteilung darstellt?

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Viele Grüße,

Frank

joshua64
08.02.2014, 12:13
Nein,du kannst aus dem pfändungsfreien bezahlen,was du willst. Das ist keine Bevorzugung von Gläubigern.

Echnotron
08.02.2014, 12:19
Danke für die schnelle Antwort! Und dass der Vermieter nicht in der Gläubigerliste aufgeführt ist, ist auch unbedenklich? Es existiert allerdings keinerlei Mahnung
oder ähnliches, es ist wie gesagt ein mündlich abgesprochenes Abkommen.

Gruß,

Frank

joshua64
08.02.2014, 12:37
Du musst alle Schulden bei einer Insolvenz angeben. Bezahlst du ihn aber aus deinen unpfändbaren, kann dir keiner etwas. Treffe doch diesbezüglich mit ihm eine Vereinbarung.

Ingo
08.02.2014, 13:18
Hi,
nach dem 15. sind das aber keine Schulden mehr, sondern Vermögen...

Gruß
Ingo

Echnotron
08.02.2014, 13:31
Wenn ich 400,- Miete bezahlen muss, habe ich vom 01.02.14 - 15.02.14 400,- Schulden beim Vermieter. Wenn ich dann am 15.02.14 450.- bezahle, habe ich in der Tat 50.- Guthaben, jedoch vom 01.03.14 - 15.03.14 350,- "Miese". Sicherlich kann man das als Anhäufung eines Guthabens betrachten, aber eben nur kurzweilig und mit dem Hintergrund, künftige Mietrückstände zu kompensieren und bei Auffholung einer ganzen Miete keinen Zahlungsrückstand mehr zu haben. Befinde ich mich damit in einer Grauzone und es könnte mir ein gnadenloser Gläubiger oder der TH den berühmten Knüppel zwischen die Beine hauen? Ich meine, ich lege ja nicht monatlich 50.- drauf um mich persönlich zu bereichern...

Gruß,

Frank