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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ankündigung der Restschuldbefreiung



sooft
08.02.2014, 10:13
Hallo zusammen

Habe Anfang Januar einen Beschluss ( vom 27.12.13) des Amtsgericht erhalten,in dem mir die Restschuldbefreiung nach § 291 Inso angekündigt wurde. In den Insolvenzbekanntmachungen im Internet lese ich täglich von Leuten ,denen die Ankündigung der RSB später mitgeteilt wurde,aber schon die Mitteilung erhalten haben,das das Verfahren aufgehoben wurde.
Woran kann es Liegen,das sich bei mir so lange dauert.


schönen gruss an alle

sooft

Klaus
08.02.2014, 15:07
Entweder am unterschiedlichen Arbeitsstil der Treuhänder/Insolvenzverwalter oder an der Sachlage in Deinem Fall. Die Aufhebung des Verfahrens kann erst erfolgen, wenn sämtliche insolvenzrelevanten Vermögenswerte erfasst und zumindest gesichert wurden.

INTI
08.02.2014, 15:57
Klaus, wenn die RSB angekündigt wird, dann wurde bereits alles verwertet.

TE:
Vielleicht muss erst noch die Masse an die Gläubiger verteilt werden, erst nach der Schlussverteilung kann das Verfahren aufgehoben werden.

sooft
08.02.2014, 17:25
TE:
Vielleicht muss erst noch die Masse an die Gläubiger verteilt werden, erst nach der Schlussverteilung kann das Verfahren aufgehoben werden.

Der Schlussverteilung zugestimmt wurde schon im Okt.2013 plus 2 Monate Einspruchsrecht für die Gläubiger.Die Kostenaufstellung des TH wurde auch Ende Dez.2013 am selben Tag wie die Ankündigung der RSB genehmigt.
Danach hat sich nichts mehr getan .An was kann es liegen

sooft

imker
08.02.2014, 18:05
die Aufhebung sollte "dazwischen" sein

mal beim Gericht telefonisch nachfragen - die Ankündigung ohne vorherige Aufhebung habe ich noch nicht erlebt.

Grisu
09.02.2014, 09:51
die Aufhebung sollte "dazwischen" sein

mal beim Gericht telefonisch nachfragen - die Ankündigung ohne vorherige Aufhebung habe ich noch nicht erlebt.

Naja, jeder der ne Inso durch hat schon.;)

Ankündigung der RSB im Schlußtermin, wenn .... blablabla und einige Wochen später die Aufhebung.

LG
Grisu

imker
09.02.2014, 15:04
Naja, jeder der ne Inso durch hat schon.;)

Ankündigung der RSB im Schlußtermin, wenn .... blablabla und einige Wochen später die Aufhebung.

LG
Grisu

Ja. Aufhebung danach- oh je....

jumpy2012
27.02.2014, 14:15
Klaus, wenn die RSB angekündigt wird, dann wurde bereits alles verwertet.

TE:
Vielleicht muss erst noch die Masse an die Gläubiger verteilt werden, erst nach der Schlussverteilung kann das Verfahren aufgehoben werden.

Mahlzeit,
hatte diesen Fall kürzlich unter "Schuldenprobleme" gepostet.

Nach der Ankündigung erfolgt also erst noch die AUFHEBUNG des Verfahrens und das setzt voraus, dass alle
Masse zunächst an die Gläubiger verteilt wird ?!

Bis wann können denn jetzt definitiv noch Forderungen angemeldet werden ?

LG Sandra

INTI
27.02.2014, 14:26
Bis zum Schlusstermin.

jumpy2012
28.02.2014, 11:11
Bis zum Schlusstermin.

So dacht ich's mir !
Wenn aber jetzt zum Schlusstermin bereits die quotale Aufteilung der vorhandenen Masse an die bisher gemeldeten Gläubiger erfolgt, was soll denn dann ein später noch meldender Gläubiger noch erhalten ?

Oder ging es dir nur um die theoretische Meldefrist für einen Gläubiger die aber praktisch keinen Sinn mehr macht, wenn nix zu verteilen ist.

Danke.

LG Sandra

INTI
28.02.2014, 11:17
Eine Forderung, die erst im Schlusstermin angmeldet wird, wird nicht mehr im Schlussverzeichnis aufgenommen und somit auch nicht bei der Verteilung berücksichtigt.

jumpy2012
28.02.2014, 11:46
Eine Forderung, die erst im Schlusstermin angmeldet wird, wird nicht mehr im Schlussverzeichnis aufgenommen und somit auch nicht bei der Verteilung berücksichtigt.

Dann muß ich nochmals nachhaken INTI:

In meinem konkreten Fall ist bei meinem Bekannten (Insolvenzschuldner) die Ankündigung der RSB erfolgt.
Zeitgleich erfolgt bei einem Gläubiger ein Gerichtsurteil, dass zu einer Forderung gegenüber dem Insolvenzschuldner führt.

Wann ist jetzt definitiv Meldeschluß um noch in die Verteilung der Masse zu kommen ? Wenn bereits ein quotale Verteilung avisiert wurde, muß der Schlusstermin doch schon stattgefunden haben ? Allerdings ist die Bestätigung "Aufhebung des Verfahrens" noch nicht erfolgt.

sooft
01.03.2014, 09:48
Da die Ankündigung der RSB schon mehr als 2 Monate her ist und die Aufhebung des Verfahrens noch nicht erfolgt ist ,habe ich vor einigen Tagen den Rechtspfleger von dem die Ankündigung kam angerufen .

Wiedergabe des Gespräches :

Er blockte schon meine Begrüßung mit dem Satz ab: Was wollen sie .Als ich ihn fragte ,ob ich ihm das Aktenzeichen sagen soll ,kam wieder leicht gereizt die Antwort: Was wollen sie.Als ich ihm mitteilte,(ohne AZ) das ich Ende Dezember die Ankündigung der RSB erhalte habe und ob ich schon in der WVP wäre ,kam ein Nein als Antwort.Als ich nachfragte warum und wie lange es noch dauern könnte ,wurde er noch 3 Tonlagen lauter und meinte ,ich müßte warten bis ich den Aufhebungsbeschluss bekomme. In zubewegen die Akte sich mal anzuschauen,blieb erfolglos mit dem Hinweis ,ich soll mich an den TH wenden. Gespräch Ende.

zur Ergänzung : Der Antrag der TH Vergütungskosten wurde innerhalb einer Woche nach Ablauf der Wiederspruchsfrist der Gläubiger genehmigt.

Der TH antwortet weder auf Brief,Mail,und am Telefon bekomme ich von der "Vorzimmerdame " zur Antwort ,ich solle mich ans Gericht wenden der TH hätte sehr viel zu tun.

Kann ich außer Warten sonst noch was tun.

sooft

jumpy2012
01.03.2014, 10:27
Da die Ankündigung der RSB schon mehr als 2 Monate her ist und die Aufhebung des Verfahrens noch nicht erfolgt ist ,habe ich vor einigen Tagen den Rechtspfleger von dem die Ankündigung kam angerufen .

Wiedergabe des Gespräches :

Er blockte schon meine Begrüßung mit dem Satz ab: Was wollen sie .Als ich ihn fragte ,ob ich ihm das Aktenzeichen sagen soll ,kam wieder leicht gereizt die Antwort: Was wollen sie.Als ich ihm mitteilte,(ohne AZ) das ich Ende Dezember die Ankündigung der RSB erhalte habe und ob ich schon in der WVP wäre ,kam ein Nein als Antwort.Als ich nachfragte warum und wie lange es noch dauern könnte ,wurde er noch 3 Tonlagen lauter und meinte ,ich müßte warten bis ich den Aufhebungsbeschluss bekomme. In zubewegen die Akte sich mal anzuschauen,blieb erfolglos mit dem Hinweis ,ich soll mich an den TH wenden. Gespräch Ende.

zur Ergänzung : Der Antrag der TH Vergütungskosten wurde innerhalb einer Woche nach Ablauf der Wiederspruchsfrist der Gläubiger genehmigt.

Der TH antwortet weder auf Brief,Mail,und am Telefon bekomme ich von der "Vorzimmerdame " zur Antwort ,ich solle mich ans Gericht wenden der TH hätte sehr viel zu tun.

Kann ich außer Warten sonst noch was tun.

sooft

Wenn ich von so einer bodenloser Arroganz dieses Rechtspflegers lese, wird mir ganz übel...
Er wird aus unseren Steuergeldern dafür bezahlt, seinen Job zu machen und dazu gehört verdammt nochmal auch eine Auskunft zu erteilen. Besser kann man eine Zweiklassengesellschaft gar nicht dokumentieren und man weiß, wo man sich als Insolaner einzuordnen hat - bei einer anwaltlichen Rückfrage hätte er sicher nicht so reagiert.

Das mindeste was Du tun solltest ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde an den zuständigen Gerichtspräsidenten
das löst zwar nicht viel aus und Beamte fühlen sich ja häufig mehr als sicher. Vielleicht gerätst Du aber auch
an einen "neuen Besen" wie Uschi v.d. Leyen und es bewegt sich doch etwas.

Die gleiche Arroganz nervt mich auch bei den IV/TH's: Das Verweigern berechtigter Kommunikation ist eine ganz armselige Eigenschaft - und wir sprechen hier nicht von wöchentlichen Nachfragen wegen "peanuts" sondern häufig von einer einzigen Nachfrage während des gesamten Inso - verfahrens.

Gott sei Dank gibt es aber auch andere Rechtspfleger und IV's.

Schönes WE,

LG Sandra

INTI
01.03.2014, 10:58
Er wird aus unseren Steuergeldern dafür bezahlt, seinen Job zu machen und dazu gehört verdammt nochmal auch eine Auskunft zu erteilen.

Dann würde so mancher Beamter verhungern. DAB ist der richtige Weg.

MMueller
01.03.2014, 11:46
a) Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen
zeitgleich
b) Anfrage ans Gericht schriftlich formulieren

Immer dran denken: Schriftliche Anfragen mögen zwar lästiger sein und machen eigentlich dem Bearbeiter mehr Arbeit als nötig, haben aber dafür den unschätzbaren Vorteil ein handfestes nachprüfbares Ergebnis zu liefern das man (fällt es qualitativ schlecht aus) einer Beschwerde oder einem Rechtsmittel beifügen kann und das vielleicht den entsprechenden Vorgesetzten dazu veranlasst über die "Güte" seiner Mitarbeiter nachzudenken.-....dies vorausahnend geben sich (meinem Erfahrungsschatz nach) wohl über 90% der Menschen (sei es bei Gericht, Amt, Versicherung oder sonstwo) auf eine schriftliche Anfrage direkt mehr Mühe bzw. falls nciht ist es zumindest anschließend leichter ihnen "beizukommen" ;-)

jumpy2012
01.03.2014, 12:20
@ INTI
solltest Du beizeiten nochmals in diesen thread schauen, wäre ich dir für eine Info zu post 12 sehr verbunden

LG Sandra

anja39
01.03.2014, 13:33
a) Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen
zeitgleich
b) Anfrage ans Gericht schriftlich formulieren

Wobei ich vorschlagen würde, erst b) zu machen. Denn nach a) geht die Akte zum Chef und b) kann also nicht mehr kurzzeitig erledigt werden.

sooft
06.03.2014, 14:45
Heute muss mein Glückstag sein. Habe nach 4 Mails an den Anwalt innerhalb 2 Wochen heute eine Mail ,ich vermute von der "Sachbearbeiterin" erhalten.Die Mail bestand aus einem Satz : Es liegen noch nicht die Geldempfangsvollmacht eines anwaltlichen Vertreters vor.
Zur Erinnerung,Ankündigung der RSB 27.12.13 Aufhebung des Verfahrens , dann WVP ????

Als antwortet habe ich ihr geschrieben ob es nach über 2 Monate nicht sinnvoll wäre ,den anwaltlichen Vertreter noch mal anzuschreiben.Ich glaube nicht das ich darauf eine Antwort bekomme.Hauptsache der TH hat schon seine Vergütung ( Ende 2013) erhalten.
In 26 Monate sind die 6 Jahre um. Also weiter warten.:confused:

grüsse an alle
sooft

sooft
20.03.2014, 11:52
Hallo

Habe heute nach mehreren Versuchen mit der Sachbearbeiterin meines TH gesprochen.Angeblich hat sie den anwaltlichen Vertreter des Gläubigers ,von dem die Geldempfangsvollmacht aussteht vor drei Wochen nochmal angeschrieben, aber noch keine Antwort erhalten. Mehr könne sie auch nicht tun,meint sie.Vielleicht sind die Forderungen auch schon weiter verkauft worden und der angeschriebene Anwalt fühlt sich nicht zuständig.
Was passiert dann,bekommen die anderen Gläubiger solange auch kein Geld bis das Geklärt ist ?
Der TH hat ja keinen Ergeiz das Verfahren abschließen ,solange nicht aufgehoben,verdient er noch gut dran.
Gibt es keine Fristen bis wann der TH reagieren muß und dem Gericht das Problem mit dem ausstehenden Gläubiger mitteilen muß ?
Kann es für mich heißen ,das das Verfahren vor Ende der 6 Jahre nicht aufgehoben wird,(noch 25 Monate) ?
Kann ich was unternehmen um die Aufhebung des Verfahrens zu beschleunigen ( 3 Monate seit Ankündigung sind vorbei ) ?

grüsse an alle

sooft