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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Insolvenz, Versorgungsausgleich, möglich zukünftige Scheidung



Omiemilap
25.01.2014, 17:58
Guten Tag.
Neu hier.

Hallo.
Kurzfassung meiner Geschichte.
Bin seit Januar 2002 dauerhaft getrennt lebend.
Bin seit Juli 2010 in der Inso
Bin seit Oktober 2010 aber auch Rentner mit zwei in etwas gleich großen Rentenzahlungen vor Pfändung.
Derzeit bin ich in der WVP.
Die Inso endet im Juli 2016.
Wie würde sich eine Scheidung eingeleitet von meiner Frau innerhalb der Inso bei der Feststellung des Versorgungsausgleichs auswirken ?
Hat jemand Ahnung ?

joshua64
25.01.2014, 19:06
Möchtest du wissen,von welcher Summe sich der Versorgungsausgleich berechnet oder .... ?

Eisenherz34
25.01.2014, 22:10
Nein.
Zur Erklärung.

Was ich weiß.
Zunächst einmal ist jedes Berufsjahr so Ungefähr gleichzusetzen mit einem Rentenpunkt.
Bitte Berichtigt mich, wenn ich falsch liege
Ein Rentenpunkt macht nach heutigem Rentenrecht ja etwas über 28,00 im Westen aus.
So aus dem Kopf heraus glaube ich ohne jetzt nochmal nachzusehen habe ich im laufe meines Berufslebens zuletzt 28 Jahre im Schichtbetrieb so um 54 Rentenpunkte angesammelt.
Nun waren diese 54 Beitragspunkte ja in den zurückliegenden Jahren bis 1966 nicht von Anfang an diese etwas über 28 € wert da wir ja früher DM hatten.
Dazu kommt, dass ich von 1966 bis 1978 nicht verheiratet war.
Ich glaube zu wissen, dass dies bei der feststellung eines Versorgungsausgleichs so 11 bis 13 Punkte Abzug bedeuten würde.
Da zählen ja nur die reinen Ehejahre.
Bei mir ist es nun so, dass ich 2002 Sozialverträglich über ich eine sogenannte Vorrruhestandsregelung bei meinem früheren ex Arbeitgeber mit vielen weiteren Kolleginen & Kollegen meinen Auflösungsvertrag unterschrieben habe.
Seither zahlte ich bis zu meinem Renteneintritt im Oktober 2010 auch keine Rentenversicherungsbeiträge mehr in die Rentenversicherung ein.
Meine Frau verließ mich wegen eines anderen dann 2004.
Nun ist es so, dass ich mittlerweile Rentner bin.
Ich bin dann im Oktober wie Berichtet in Rente gegangen.
Allerdings bei meiner normalen Rente mit diesen 18 % verlusst.
So, nun muss sich ja jeder Rentner normal Kranken & Pflegeversichern aber auch der Soli wird abgehalten.
Bei meiner Betriebsrente ist es so, dass zunächst einmal jeden Monat der gleiche Betrag genau wie früher jeden Monat in einer Abrechnung erstellt wird.
Bruttobetrag.
Davon wird dann ein fester Betrag von Lohnsteuer, KV. Pflege, Kirchensteuerund Soli abgezogen.
Da der Arbeitgeber ja nicht wissen kann wie hoch jedem einzelnen ex Arbeitnehmers normale Rente ist kann er dies ja nicht in den Abzügen einrechnen.
Daher bin ich dann Einkommensteuerpflichtig.
Das bedeutet, dass ich bis jetzt jedes Jahr seit meinem Rentenbeginns so fast 1.600 € ans Finanzamt abführen muss.
Nun bin ich ja seit 2010 Insolvent.
Also noch einmal zwei Renten.
Es wird gepfändet.
Ich wohne zur Miete bekomme also wegen meiner zwei Renten keinerlei Beihilfen wie Wohnberechtigungsschein, Wohngeld oder sonstiges von Stadt, Land, oder BRD.
Denn es gilt da ja der Grundsatz, dass ich für meine Schulden ja nicht den Steuerzahler in Haftung nehmen kann aber auch nicht möchte.
Aber auch die bestehenden Gesetze lassen dies ja nicht zu.
Nun habe ich ja geschrieben, dass ich nicht geschieden bin.
Selbstverständlich bin ich gleich nachdem mich meine Frau verlassen hat zu einem Anwalt gegangen um mich Beraten zu lassen und womöglich die Scheidung einzureichen.
Ich habe aber von einer Scheidung abstand genommen weil es dafür viele Gründe gab einschließlich der Finanziellen lage von mir.
Das hat folgenden Grund.
Schon damals 2004 wurde mir mitgeteilt, dass ich für das Rentnerprivileg wegen einer Doppelrente bei einer Scheidung innerhalb eines Versorgungsausgleichs keinen Bestandschutz meiner beiden Renten erhalten kann obwohl meine Frau, Baujahr 1955 im Jahr meines Renteneintritts erst 55 Jahre jung ALT war.
Da Sie in ihrem Leben nur die ersten drei Jahre innerhalb unserer Ehe mitgearbeitet hat und dazu noch jeweils max zwei Punkte bekommt für Pflegefälle und dazu die Kindererziehungszeit reichen ihre Rentenpunkte nach derzeitigen Rentenrecht alle Gesetzlichen Vorgaben bei Ihr nicht aus um einen vorzeitigen Rentenantrag vor ihrem 63 Lebensjahr zu stellen.
Im März wird meine ex Frau nun 59 Jahre alt.
Sie bezieht mit ihrem derzeitigen Freund seit 2007 Hartz vier.
Das würde bedeuten, dass es bid dahin noch vier Jahre sind bis Sie einen Rentenantrag machen kann dise aber dann auch mit Monatlich 0,8 % verlust oder gesamt 18 %
Nun nochmal zum Rentnerprivileg
Anwalt meinte damals, dass im Falle sder Scheidung falls wir unter uns zu keiner anderen Lösung kämen ich oder bei mir der Schuldrechtliche Versorgungsausgleich durchgeführt würde.
Ja Joshua und das alles noch Jahre vor der eigentlichen Gesetzesänderung diesbezüglich im Jahr 2009.
Alle versuche mit ihr zu anderen Lösungen zu kommen scheiterten.
Ich bin wegen der Finanzlage und vielen privaten Dingen mehr nicht mehr in der Lage gewesen von mir aus einer Scheidung nachzugehen.
Und heute bin ich immer noch nicht geschieden und da das Kind schon in den Brunnen gefallen ist werde ich von mir aus nie einen Finger mehr rühren um eine Scheidung zu beantragen.
Aktuell würde dies ja bedeuten, dass so vermute ich es zunächst einmal geschaut würde, was ist bis jetz an Rentenpunkten da.
Ich schätze mal, dass meine Frau innerhalb der Ehe nur 3 bis 6 Punkte einbringen würde.
Nun habe ich mal selber gerechnet und vermute, dass mir nach einer Scheidung so rund 1.000 bis 1.200 € weggenommen würde.
Wäre ich schon 2010 geschieden gewesen, hätten 1.000 € Versorgungsausgleich bis zum Rentenfäfigen Alter meiner Frau mit 63 dann so rund 8 Jahre bedeutet.
in diesen 8 Jahren hätte dann Vater Staat mir so rund mindestens 96.000 € Rente abgezogen ohne das Sie einen Cent davon zu sehen bekommt.
Jetzt sind es aber immer noch drei bis vier Jahre bis dahin.

Nun was würde bei einer Scheidung eingeleitet von meiner Frau und vollzogen im Jahr 2014 passieren.
Ich müsste mir ja einen eigenen Anwalt nehmen der meine Intressen vertritt.
Die Kosten für Anwalt und Scheidung müsste ich selber tragen.
Trotz Insolvenz bekäme ich wohl keine PKH.
Der Versorgungsausgleich würde vollzogen.
Nun habe ich mal nachgesehen was mir bei einer Nettorestrente von um 1.200 € noch tatsächlich bliebe.
Auch von diesem Betrag wäre laut Pfändungstabelle noch etwas Pfändbar.
Andererseits wäre ich wenigstens bezogen auf das Jahr eins nach einer Scheidung noch voll Einkommensteuerpflichtig.
Das würde auch bedeuten, dass ich von den 1.000 bis 1.200 € Rücklagen von monatlich 150 € bilden müsste fürs Finanzamt.
Ja und dann endet 2016 meine Insolvenz.
Die Kosten sind gestundet.
Was dann aber für eine Schlussrechnung dafür kommt, dass weiß ich derzeit noch überhaupt nicht.

Meine derzeitigen Fixkosten für Wohnung ohne WBS und allen anderen Fixkosten in einer Großstadt belaufen sich derzeit auf um 900 € monatlich und wenn man die letzten Tage so die Presse verfolgt mit steigender Tendenz.

Fazit.
Nach einer Scheidung würden mir für Lebensmittel, Kleidung, Medikamente vielleicht nur 200 bis 300 € verbleiben.

Da ich aber anders herum auch noch fit bin aber auch noch Bedürfnisse habe kann ich das was ich mir jetzt noch einigermaßen ab und an gönne auch zu Grabe tragen.

Bevor ich aber jetzt hier in Selbstmittleid verfalle.

Schluss.

Gruß