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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Den Chef als Gläubiger.......besser nicht



wulfi69
17.01.2014, 22:30
Hi da es ja warscheinlich in die PV geht eine Frage zu Mitarbeiterdarlehn.

Vor 6 Montagen lieh mir mein Chef Geld. Dieses sollte ich ab Februar in 24 Monatsraten diesen Jahres zurückzahlen.

Der SB erzählte ich davon und der sagte zu mir, bezahl das lieber so, denn den Chef ins nichts laufen lassen macht sich nicht gut. Ich weiss davon nichts.

Das habe ich heute bei meinem Chef vorgetragen und der sagte zu mir so einfach geht das nicht. Das Geld ist offiziel vom Firmenkonto an mich geflossen ( nicht über Lohnabrechnung ) und muss auch dorthin wieder zurück. Das würde auch auf den Lohnabrechnungen ab nächsten Monat so stehen.

Mein Einwand, das sie dann offizielle Gläubiger sind da der TH ja Abrechnungen sehen will fanden die natürlich nicht so prickelnd, da sie dann leer ausgehen........

Oh man wie komme ich da jetzt raus?

VG

ichhabwasvergessen
17.01.2014, 23:03
Wenn die Rückzahlung aus dem Unpfändbaren geleistet werden kann, dürfen Gläubiger auch in der Insolvenz weiter bedient werden. Reicht das unpfändbare Einkommen denn noch zum Leben aus, wenn das so gehandhabt würde?

wulfi69
17.01.2014, 23:52
Wenn die Rückzahlung aus dem Unpfändbaren geleistet werden kann, dürfen Gläubiger auch in der Insolvenz weiter bedient werden. Reicht das unpfändbare Einkommen denn noch zum Leben aus, wenn das so gehandhabt würde?

Klar das reicht! aber es dürfen doch keine Gläubiger übervorteilt werden?

VG

debtor
18.01.2014, 00:00
Klar das reicht! aber es dürfen doch keine Gläubiger übervorteilt werden?

VG

Hallo wulfi69,

bitte siehe hier:

http://www.forum-schuldnerberatung.de/no_cache/informationen/newsdetails/projekt/zahlungen-des-schuldners-aus-dem-unpfaendbaren-an-insolvenzglaeubiger-sind-zulaessig.html

jsww
18.01.2014, 08:29
Falls Du nicht in absehbarer Zeit den Job wechseln willst würde ich auch versuchen den Chef irgendwie zufrieden zu stellen.
Alles andere wäre sicher nicht förderlich für das Betriebsklima.

ichhabwasvergessen
18.01.2014, 10:34
Klar das reicht! aber es dürfen doch keine Gläubiger übervorteilt werden?
Die Juristen verstehen unter dem Verbot der Gläubigerbevorzugung, dass die Rechte aller Gläubiger nicht durch Extrazahlungen an einzelne Gläubiger geschmälert werden dürfen. Wenn dagegen alle Gläubiger die ihnen gesetzlich zustehenden Beträge erhalten, dann können darüber hinaus auch einzelne Gläubiger aus dem Unpfändbaren bedient werden.

wulfi69
20.01.2014, 12:55
Die Juristen verstehen unter dem Verbot der Gläubigerbevorzugung, dass die Rechte aller Gläubiger nicht durch Extrazahlungen an einzelne Gläubiger geschmälert werden dürfen. Wenn dagegen alle Gläubiger die ihnen gesetzlich zustehenden Beträge erhalten, dann können darüber hinaus auch einzelne Gläubiger aus dem Unpfändbaren bedient werden.


Also auch wenn der den Gläubigern zustehende Betrag 0 ist?

Das heisst das gilt ab der WVP?

Vielen Dank!

ichhabwasvergessen
20.01.2014, 13:28
Also auch wenn der den Gläubigern zustehende Betrag 0 ist?
Ja.


Das heisst das gilt ab der WVP?
Nein. Das gilt ab Eröffnung der Insolvenz und in der WVP. Für beide Verfahrensabschnitte gibt es allerdings entsprechende BGH-Urteile (eines ist unter debtors Link zu finden).