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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Einspruch bei Verweigerung der Restschuldbefreiung



Zoepfli
15.01.2014, 19:15
Habe eine Verweigerung meiner Restschuldbefreiung wegen diverser Vorwürfe bekommen und Einspruch erhoben. Die nächst höhere Instanz hat sofort reagiert und ebenfalls die RSB verweigert.
Habe ich noch Rechtsmöglichkeiten?
zur Erklärung, Ich hatte weder Informationen zu Rechten und Pflichten eines Insolventen Bürgers noch die finanziellen Mittel, mir Anwalt und Co zu leisten. Auf Vorwürfe habe ich reagiert und promt sind nun andere Vorwürfe vorhanden. Vorwürfe, gegen die ich in erster Instanz Einspruch erhoben habe, sind in der zweiten nicht mehr vorhanden und durch andere Vorwürfe ersetzt, von denen ich keine Ahnung hatte. Warum spricht von denen nicht mal jemand mit mir?
.... und was wird nun?

joshua64
15.01.2014, 19:38
Wenn du mal den genauen Sachverhalt schildern würdest,könnte man dir helfen.
Mit den jetzigen Bruchstücken geht es nicht.

Zoepfli
16.01.2014, 14:15
angefangen hat alles mit der der Wirtschaftskrise 2009/2010. Meine Umsätze gingen von ca 250 000 € auf etwa 40 000 € zurück. 2011 mußte ich Insolvenz anmelden.
Der erste Kontakt mit dem Insolvenzverwalter war ein Besuch in seinem Büro. Die zuständige Dame redete viel, verstanden hab ich immerhin, das sie für mich zuständig sei. Der nächste Kontakt war eine Kollegin, die Bestandsaufname machte. Sie fotografierte in der Hauptsache wertloses Zeug, worauf meine Werte (Werkzeug Ersatzteil auf etwa 6000 € festgelegt wurden. Daraufhin war die Lage folgendermasen, das alle Rechnungen, die ich an Kunden schreiben konnte, auf ein Konto des Insolvenzverwalters gingen. Ich hatte die Unkosten, aber kein Geld mehr um zu tanken und die Kunden anzufahren. (hab vier Kilo abgenommen wegen hunger) Nach einem viertel Jahr dann rief ich bei denen an, wegen "freigabe meines Betriebes" und hatte ausversehen deren Buchhalter dran, der dann recht schnell bemerkte, das ich eigentlich garnicht mehr leben dürfte.
Er erklärte mir auch, das ich die Rechnungen in Zukunft wieder auf mein Konto laufen lassen darf und überwies mir einen kleinen Geldbetrag um Miete und Essen zu bezahlen.
Dann passierte etwa zwei Jahre nichts mehr.
Eines Tages flatterte dann ein Schreiben in meinen Briefkasten wegen geforderter Informationen zu einem Debitoren, Ich habe nicht sofort reagiert, aber ich habe reagiert. Da der orginale Kaufvertrag aber dank mehrerer Umzüge nicht mehr auffindbar war, hab ich ihnen statt dessen den auf dem Rechner abgespeicherten Vertrag zugesand. Dazu sämtliche Informationen, die für den Fall relevant waren. Und ich hab denen das mit dem Orginal erklärt.
Seltsamer Weise kam die Aufforderung für die Dokumente einige Monate später wieder, allerdings von einem anderen Büro des Insolvenzverwalters... also wieder alles zusammengekramt und gesendet (insgesamt 5 mal nachweislich 3 mal).
Im November kam dann ein Schreiben vom Amtsgericht, über das Entgeld des Inzolvenzverwalters... bla bla... Schlusstermin.... bla bla...
Im Dezember dann ein Schreiben Restschuldbefreiung wird versagt wegen: Auskunfts und Mitwirkungspflichten nicht nachgekommen, hätte april und Mai 2011 keine Rechnungen trotz Aufforderung geschrieben (das verstehe ich bis heute nicht) hatte ich vielleicht keine Kunden? hatte ich kein Geld um zu Kunden zu fahren?
Darüber hätte ich nicht mit dem Insovenzverwalter kommuniziert.
OK, manchmal war mein Telefon abgestellt... aus naheliegenden Gründen... Auch hatte meine Wohnung keine Haustürklingel... zeitweis.
Ich hab dann Einspruch eingelegt, der aber sofort abgeschmettert wurde.
Wollte dann ne Auskunft vom IV, was das mit den nicht geschriebenen Rechnungen sein soll, bekam die aber bis heute nicht. Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten.
Ausserdem bin ich sehr depressiv und kann manchmal garnichts tun.
mit freundlichem Gruss Zoepfli