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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pfändbares Einkommen - Widerspruch P Konto zur akt. Gesetzeslage / Pfändungstabelle



dondoc
14.01.2014, 16:17
Wer ein P Konto eröffnet muß eine sog. BESCHEINIGUNG nach §850 Abs. 5 ZPO etc. beibringen. Das ist ein fertig vorgedrucktes Formular u.a. mit fest eingetragenem Grundfreibetrag ( aktuell 1.045,04€ ) einem weiteren Freibetrag für die erste Person ( aktuell 393,90€ )und einigen weiteren Feldern für laufende Grundleistungen, Kindergeld und einmaliger Sonderzahlungen.

Nach diesem Vordruck bleiben mir und meinem Sohn, für den ich unterhaltspflichtig bin,
eben diese 1.045,04€ + 393,90€ = 1.438,94€ pfändungsfreies Einkommen.

Mein Einkommen beträgt netto 2.300€. Nach der neusten Pfändungstabelle müssen mir
davon bei einer unterhaltspflichtigen Person 2.300€ - 430,83€ = 1.869,17€ verbleiben.

Im Begleittext des Bundesjustizministeriums zur Pfändungstabelle steht das "keine Differenzberechnung" möglich ist. Was bedeutet das juristisch?

Gibt es einen Weg wie ich die 1.869,17€ statt der 1.438,94€ pfändungsfrei stellen kann? Eventuell den Lohn bar auszahlen lassen. Dann gibt es eine Lohnpfändung und dafür gibt es kein Formular sondern nur die Tabelle...und demzufolge erhalte ich so die 1.869,17€. Davon gebe ich in bar meine Mieten und andere Überweisungsverpflichtungen meinem Freund. Der überweist das dann für mich und ich habe mtl. 420€ mehr zur Verfügung? Hat jemand damit Erfahrungen oder einen Rat?

Derzeit habe ich aktuell 2 Gläubiger die eine Kontopfändung betreiben. Ich überlege ein privates Insolvenzverfahren oder eine Schuldenbereinigung wie sie LLDK Rechtsanwälte in Berlin anbieten. Hat da jemand mit der LLDK Erfahrungen oder eine andere Empfehlung?

Ingo
14.01.2014, 16:40
Hi,

Wer ein P Konto eröffnet muß eine sog. BESCHEINIGUNG nach §850 Abs. 5 ZPO etc. beibringen. Das ist ein fertig vorgedrucktes Formular
nicht ganz. Die Bescheinigung, für die es keine gesetzliche Formvorschrift gibt, braucht man nur für eine Erhöhung des Grundfreibetrages und das steht in § 850k ZPO.


Gibt es einen Weg wie ich die 1.869,17€ statt der 1.438,94€ pfändungsfrei stellen kann?
Lies' doch einfach, was wir hier (http://www.forum-schuldnerberatung.de/informationen/newsdetails/projekt/pfaendung-des-girokontos.html) dazu geschrieben haben.


Ich überlege ein privates Insolvenzverfahren oder eine Schuldenbereinigung
Für eine Verbraucherinsolvenz muss ohnhin ein außergerichtlicher Vergleich versucht werden. Bietet man das jeweils Pfändbare an, kämen in 6 Jahren voraussichtlich über 30.000 € zusammen. Je nachdem, wie hoch die Schulden und damit die Quote für die Gläubiger sind, könnte ein Vergleich zustande kommen.

Gruß
Ingo

Montipiton
14.01.2014, 18:46
[QUOTE= Ich überlege ein privates Insolvenzverfahren oder eine Schuldenbereinigung wie sie LLDK Rechtsanwälte in Berlin anbieten. Hat da jemand mit der LLDK Erfahrungen oder eine andere Empfehlung?[/QUOTE]

Hör bloß auf damit, die haben mich seinerseits noch mehr in die Scheiße geritten. Geh zur Schuldnerberatung ( ist kostenlos) und lass dir helfen und lass bloß die Finger von solchen Unseriösen Angeboten. Die haben nur ihren Eigenen Profit im Auge.
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