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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anfrage Gläubiger auf Einkommen im laufenden Schuldenbereinigunsplan



Meadhbh
13.01.2014, 15:31
Hallo
ich habe seit Ende 2010 einen Schuldenbereinigungsplan mit drei Gläubigern.
Damals war ich alleinstehend mit geringem Einkommen (700,-€ ) Habe aber zugestimmt 20,- mtl. zu zahlen.
Nun bin ich seit mitte Nov. 2013 halbtags beschäftigt. Ca. 1000,- netto, verheiratet (mein Mann zur Zeit ohne Einkommen) und ein Pflegekind - Pflegegeld u. Kindergeld.
Ein Gläubiger hat mich nun angeschrieben bezüglich Nachweis über Einkommenssituation mit der Androhung auf Lohnpfändung wenn ich nicht reagiere. Mache ich gerne aber wie soll ich reagieren? Wenn ich über dem Betrag der Lohnpfändung bin wer errechnet mir dann die Zahlungen an die drei Gläubiger? Der Antrag wurde damals in Nürnberg bei einer Schuldenberatungsstelle gestellt wo ich aber schon lange nicht mehr wohne.
Bitte wer kann mir sagen wie ich mich korrekt verhalten kann.
Dank im vorraus
sonnige Grüße

INTI
13.01.2014, 15:32
Kommt drauf an, wie der Schuldenbereinigungsplan gestaltet ist. Steht da was drin, dass mehr abgeführt wird, wenn....?

Meadhbh
13.01.2014, 15:57
Nein. Unter Anlage 7B steht nur das alle Pfändungsmaßnahmen ruhen während der laufzeit und entfallen nach vollständiger Erüllung des Planes.

ichhabwasvergessen
13.01.2014, 16:33
Erhält der Ehemann ALG-Leistungen? Generell sind 1000 Euro Nettoeinkommen noch unterhalb der Pfändungsgrenze. Mit Unterhaltspflichten sieht die Sache dann noch anders aus. Insofern könnten die Zahlen ruhig mitgeteilt werden.

Wenn jedoch der Schuldenbereinigungsplan keine Regelungen für eine verbesserte oder verschlechterte Leistungsfähigkeit enthält, dann kann man dem Gläubiger auch mittteilen, dass der Schuldenbereinigungsplan einzuhalten ist und aus ihm keine Auskunftspflichten herzuleiten sind.

Meadhbh
13.01.2014, 17:50
Dankt für die Antworten !!! Nein mein Mann war eigentlich selbständig. Er hat momentan kein Einkommen. Ich werde dies dem Anwalt des Gläubigers so mitteilen das dies nicht im Plan festgehalten worden ist.
Denke aber selbst mit dem Pflegegeld und Kindergeld was ja auch nicht alles angerechnet werden darf sollte ich unter der Pfändungsgrenze bleiben. Puh.... War jetzt erstmal geschockt.
Danke

Klaus
13.01.2014, 17:59
Ich denke, Du solltest zur Sicherheit die Schuldnerberatung in Nürnberg auch noch mal kontaktieren, auch wenn Du dort nicht mehr wohnst. Die Auskunft müsste eigentlich zu kriegen sein sein, zumal sich die Kollegen/-innen ja auch mit dem Plan damals richtig Mühe gemacht haben und sicherlich ein Interesse daran haben, das die Sache weiter glatt läuft.

Meadhbh
13.01.2014, 18:58
Ja das war das erste was ich gemacht habe. Dort in Nürnberg angerufen. Der Herr der mir damals geholfen hat arbeitet dort nicht mehr. Der Nachfolger ist krank. Die Vertretung nur im Beratungsgespräch. Sollte mir einen Termin geben lassen meinte die Dame am Telefon. Ende Februar wäre der dann. Der nette Anwalt gab mir aber doch nur eine Reaktionszeit bis zum 22.1.
Werde weiterhin versuchen dort anzurufen in der Hoffnung das mir dort weiter geholfen wird. Dennoch war dies auch schon von Euch sehr hilfreich um überhaupt einen Weg einzuschlagen. War n bissi überfordert. Dachte eigentlich die 6 Jahre abbezahlen und Ruhe in dieser Zeit und danach... :)
Antwort bekommt der Anwalt jedoch schon von mir. Mal sehen was da dann kommt.

Klaus
13.01.2014, 19:22
Schildere die Angelegenheit schriftlich, betone, dass ein Termin in sieben Wochen bei der Sachlage inakzeptabel sei und schicke den Brief an die Dienststellenleitung Abteilungsleitung. Es geht um eine mehr oder weniger schlichte Auskunft. Und schreib den Brief heute noch.

ichhabwasvergessen
13.01.2014, 19:26
Nein mein Mann war eigentlich selbständig. Er hat momentan kein Einkommen.
D.h. dann, dass Unterhaltspflicht besteht und er auch voll von dir unterhalten wird, was eine Pfändung überhaupt erst bei ca. 1440 Euro möglich machen würde. Die Einkünfte des bzw. für das Pflegekind können in der Tat erst mal außen vor bleiben.

Das ist natürlich jetzt eine strategische Frage, wie man reagiert. Ich würde dem Gläubiger einfach die Fakten mitteilen. Wenn er den Plan aufkündigen will, bekommt er überhaupt nichts mehr. Ein nüchtern rechnender Kaufmann würde das akzeptieren und erst mal weder weitere Zeit noch unnützes Geld investieren und Ruhe geben.

Man kann ja in einer knappen Antwort darauf verweisen, dass man keinen Rechtsanspruch für diese Auskunft im Schuldenplan erkennen kann, dennoch bereit ist, die Fakten soweit mitzuteilen, weil sie für sich sprechen.

jsww
13.01.2014, 20:02
Es kann natürlich sein das an irgendeiner Stelle im Schuldenbereinigungsplan steht das Du Veränderungen(Verbesserungen) Deiner wirtschaftlichen Situation mitteilen musst. Das wäre jetzt nicht so gut für Dich.

Wäre ja bei einem dynamischen Nullplan in der Regel auch der Fall. Am besten die ganzen Unterlagen noch mal genau durchlesen. Ruhig auch mal Deinem Mann zeigen. 4 Augen sehen mehr als 2.

Wenn Du dann nichts findest was zu Deinem Nachteil ausgelegt werden kann, würde ich den Gläubiger die Unterlagen zukommen lassen.
Was bringt es da jetzt einen Streit vom Zaun zu brechen.

Ingo
14.01.2014, 08:01
Hi,

Unter Anlage 7B steht nur das alle Pfändungsmaßnahmen ruhen während der laufzeit und entfallen nach vollständiger Erüllung des Planes.
schau' in 7 A nach. Wenn dort 20 € stehen ohne Anpassung und Du die 20 € auch laufend zahlst, sollte es keinen Grund zur Beanstandung geben.

Gruß
Ingo