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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KfW-Bildungskredit kurz vor Insolvenz aufgenommen



exstudent
11.01.2014, 11:43
Bis zum Sommer 2012 war ich Student und habe in den letzten 24 Monaten meines Studiums 300 Euro im Monat über einen KfW-Studienkredit bezogen (insg. 7200 Euro). Das Studium habe ich ordnungsgemäß abgeschlossen, wobei die Rückzahlung erst ab 2016 in Raten fällig ist.

Ich hatte vor Beantragung des Kredites schon Schulden aus gescheiterter selbständiger Tätigkeit (eidesstattl. Vers. abgegeben), doch der Bildungskredit wurde trotzdem gewährt. Ich hatte mir auch erhofft, durch den Abschluss meines Studiums in eine Lage versetzt zu werden, meine Schulden sowie natürlich den KfW-Kredit selbst wieder zurückzuzahlen.

Doch seit Abschluss meines Studiums bin ich trotz unzähliger Bewerbungen arbeitslos und meine Schulden werden durch Zinsen und Inkassokosten immer höher. Daher ziehe ich nun doch eine Insolvenz in Betracht.

Könnte die KfW aufgrund o.g. Sachverhalt Probleme machen?

Gruß

B.

Geldverkauf
11.01.2014, 21:25
Ich hatte vor Beantragung des Kredites schon Schulden aus gescheiterter selbständiger Tätigkeit (eidesstattl. Vers. abgegeben), doch der Bildungskredit wurde trotzdem gewährt.

Nochmal genau: Hast du im Kfw-Kreditantrag angegeben, dass du die EV schon abgegeben hattest? Ich, auch Kfw-Studienkredit-Kunde, bin mir rech tsicher, dass man das im Antrag eidesstattlich bestätigen musste. Falls du die EV damals angegeben hast ist alles im grünen Bereich, da brauchst du dir keinen Sorgen zu machen.


Doch seit Abschluss meines Studiums bin ich trotz unzähliger Bewerbungen arbeitslos

Germanistik oder ähnliches Zeugs, das kaum ein Unternehmen braucht, studiert?

debtor
11.01.2014, 23:56
Hallo exstudent,

bitte siehe § 290 InsO:

http://dejure.org/gesetze/InsO/290.html

exstudent
12.01.2014, 11:58
Ich, auch Kfw-Studienkredit-Kunde, bin mir rech tsicher, dass man das im Antrag eidesstattlich bestätigen musste. Falls du die EV damals angegeben hast ist alles im grünen Bereich, da brauchst du dir keinen Sorgen zu machen.

Der Studienkredit ist etwas anderes als der Bildungskredit. Ersterer wurde mir wegen schlechter Schufa nicht gewährt. Beim Bildungskredit spielt die Schufa aber keine Rolle.

Eine e.V.-Abgabe wird im Antragsformular des Bildungskredits auch nirgendwo abgefragt (habe eine Kopie vorliegen). So gesehen kann ich ja gar keine falschen Angaben gemacht haben? Oder hätte ich von mir aus aktiv auf die e.V. hinweisen müssen?

Außerdem habe ich dieses Jahr auf Antrag eines anderen Gläubigers eine neue Vermögensauskunft abgegeben, weil die Abgabe der letzten e.V. schon länger zurücklag. Inwiefern ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt die alte e.V. überhaupt noch irgendwo gespeichert?

Ich erinnere mich auch noch daran, dass die KfW im Internet einen Fragen- und Antwortkatalog zum Bildungskredit veröffentlicht hatte, wo zum Thema Kreditwürdigkeit stand, dass nur ein bereits bei Gericht gestellter Insolvenz-Eröffnungsantrag ein K.O.-Kriterium sei.



bitte siehe § 290 InsO:

http://dejure.org/gesetze/InsO/290.html

Sehe es es richtig, dass die Nr. 2 in dieser Vorschrift dann wohl nicht ganz passt? Auch sind die "drei Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens" in meinem Fall schon abgelaufen.

Danke
B.

joshua64
12.01.2014, 16:00
Normalerweise wird es bei einer Insolvenz mit deinen Kredit keine Probleme geben. Da würde ich mir erst einmal keine Gedanken machen.