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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : herabesetzter Freibetrag auf P-Konto - wie vorgehen?



OfW
25.12.2013, 15:53
Hallo,

nachdem ich gestern Geld von meinem Konto abheben wollte aber das nicht klappte, rief ich bei meiner Bank an. Dort bekam ich die Auskunft, dass mein Insolvenzverwalter mein Konto lediglich für 644,- freigegeben hat. Leider hab ich vergessen zu fragen, ob das nur für den laufenden Monat gilt oder grundsätzlich, und heute ist das Telefonbanking nicht erreichbar. Auch der Insolvenzverwalter ist ja erst Freitag wieder erreichbar, so dass ich im Moment nur Vermurungen anstellen kann.

Ich hatte letzte Woche den ersten Termin bei meinem Insolvenzverwalter, an dem nicht er selbst sondern eine Mitarbeiterin anwesend war.

Zu meiner Wohnsituation erklärte ich, dass ich zwar eine Stellplatzgebühr für meinen Wohnwagen bezahle, darüber aber keine Verträge o.ä. habe. Andere Kosten wie Strom, Wasser und vor allem im Winter recht hohe Heizkosten (Kohle) habe ich nicht erwähnt. Es wurde nicht weiter nachgefragt sondern die Situation am PC aufgeschrieben.

Es könnte also sein, dass der Freibetrag wegen nicht vorhandener Wohnkosten herabgesetzt wurde, was ja eigentlich nicht sein darf, wie mir in einem anderen Thema mit Hinweis auf §850 ZPO und dem Beschluss http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IXa%20ZB%20226/03 erklärt wurde.

Vorausgesetzt das ist der Grund für die Herabsetzung des Freibetrags, wie sollte ich dann am besten vorgehen? Ist der Insolvenzverwalter der erste Ansprechpartner oder gleich das Insovenzgericht?

Wäre dankbar für ein paar Tipps, weil mein Kopf gerade rotiert.

Gruß,
OfW

debtor
25.12.2013, 16:55
Hallo OfW,

Senkung des unpfaendbaren Einkommensanteils wegen vom Regelfall abweichender Wohnsituation ist leider prinzipiell moeglich. Wovon ich in diesem Zusammenhang hoerte, war Senkung bei in kostenloser/kostenguenstiger Dienstwohnung oder mietfrei im elterlichen Haushalt lebenden Schuldnern.

Erforderlich ist hierzu Beschluss des Vollstreckungsgerichts. Bei Erlass dieses Beschlusses ist die individuelle Situation des Schuldners zu beruecksichtigen. Fuer Dich bedeutet das, dass vermutlich der blosse Mietanteil herausgerechnet werden darf, nicht jedoch Betriebs-/Nebenkosten und Instandhaltungskosten.

Ob Ruecksprache mit dem Buero Deines Treuhaenders Abhilfe schaffen koennte, ist angesichts des sozial inkompetenten Verhaltens Dir gegenueber eher eher fraglich, ist aber einen Versuch wert. Ich wuerde mich jedoch nicht mit dem Personal des Treuhaenders oder dem Treuhaender herumstreiten.

Bei erfolgloser Ruecksprache mit dem Treuhaender bzw dessen Bueropersonal ist das Vollstreckungsgericht (im Regelfall im Amtsgericht) zustaendig. Loesung kann unter guenstigen Umstaenden schnell erzielt werden, Interessendurchsetzung kann aber unter unguenstigen Umstaenden leider auch sehr zeit- und nervenaufreibend werden.

OfW
25.12.2013, 17:50
Hallo debtor,

ich habe aber eben Wohnkosten, auch sowas wie Miete, das ist das Problem. Insgesamt komme ich da auf mindestens 300,-. Mir die doch recht hohe Summe von 410,- abzuziehen führt dazu, dass ich meinen Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren kann. Und ich frage mich auch, wie der IV auf diese Summe kommt, und einen Beschluss habe ich auch nicht zu sehen bekommen. Aber naja, ob es so ist erfahre ich sowieso erst am Freitag. Ich rufe da nur an um Auskunft zu bekommen, und werde ggf. meine Situation noch einmal ausdrücklich erklären. Herumstreiten werde ich mich sicher nicht, und vor dem Anruf 20x tief durchatmen.

Das Vollstreckungsgericht ist dann zuständig, nicht das Insolvenzgericht?

Gruß,
OfW

debtor
25.12.2013, 18:11
Hallo OfW!



ich habe aber eben Wohnkosten, auch sowas wie Miete, das ist das Problem. Insgesamt komme ich da auf mindestens 300,-. Mir die doch recht hohe Summe von 410,- abzuziehen führt dazu, dass ich meinen Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren kann.

Du hast Ausgaben fuer Betriebs-/Nebenkosten und Instandhaltungskosten - also Kosten fuer Energie, Heizung Wasser etc und fuer Instandhaltung und etwaige Reparaturen Deines Wagens - Geld hierfuer muss Dir belassen werden.

Der reine Kaltmietanteil, also die blosse Nutzung der Wohnflaeche fuer Wohnzwecke, darf aber, so unterstelle ich, herausgerechnet werden. Ich stelle mir das so vor, wie den Fall einer vom Arbeitgeber kostenfrei zur Verfuegung gestellten Wohngelegenheit, bei der der Arbeitnehmer die Kosten fuer Gas, Strom, Wasser, Abwasser, Muellabfuhr, Kabelfernsehen ... selbst tragen muss. Du musst vermutlich dem Vollstreckungsgericht Deine Kosten nachweisen oder mindestens glaubhaft machen.



Das Vollstreckungsgericht ist dann zuständig, nicht das Insolvenzgericht?


Fuer Beschluesse zur Aenderung des unpfaendbaren Einkommensanteils ist das Vollstreckungsgericht zustaendig.

Vermutlich kannst Du Dich wegen des Verhaltens des Treuhaenders an das Insolvenzgericht wenden. Was ich hier nicht weiss, das ist, welche Moeglichkeiten das Insolvenzgericht konkret hat. Da wissen viele andere UserInnen besser Bescheid.

OfW
25.12.2013, 18:29
Hallo debtor,

danke für deine Antworten.

Ich habe auch soetwas wie eine Kaltmiete, nämlich eine Stellplatzgebühr von ca. 200,- (mein Anteil des gepachteten Grundstücks, auf dem mein Wagen steht). Das ist wie eine WG ohne Untermietvertrag. Schwierig ist eben, dass man auf dem Grundstück laut Baurecht nicht offiziell in einem Wohnwagen wohnen darf, daher gibt es auch keine Mietverträge.

Dazu kommen ca. 180,- Benzinkosten für den Arbeitsweg sowie ca. 70,- Steuern und Versicherung für mein altes Fahrzeug (vom IV wegen Unverwertbarkeit schon aus der Masse freigegeben).

Glaubhaft machen kann ich all diese Kosten, belegen eben nur teilweise.


Fuer Beschluesse zur Aenderung des unpfaendbaren Einkommensanteils ist das Vollstreckungsgericht zustaendig.

Vermutlich kannst Du Dich wegen des Verhaltens des Treuhaenders an das Insolvenzgericht wenden. Was ich hier nicht weiss, das ist, welche Moeglichkeiten das Insolvenzgericht konkret hat. Da wissen viele andere UserInnen besser Bescheid.

Ok.

Gruß,
OfW

Exberliner
25.12.2013, 19:04
Hallo OfW,

an welchem Tag des Eröffnungsmonats wurde Deine Insolvenz eröffnet? Es kann sein, dass der TH Dir für den laufenden Monat nur anteilig eine Summe freigegeben hat. Diese Vorgehensweise ist keineswegs üblich aber durchaus denkbar.

Es gilt sonst der Grundsatz, dass Dir im Monat mindestens der unpfändbare Grundfreibetrag in Höhe von rund 1045 € zu belassen ist. Egal ob Du Miete zahlen musst oder nicht. Was der Schuldner mit diesem Grundfreibetrag veranstaltet ist einzig und allein seine Sache.

Gruß
Exberliner

debtor
25.12.2013, 19:08
Ich habe auch soetwas wie eine Kaltmiete, nämlich eine Stellplatzgebühr von ca. 200,- (mein Anteil des gepachteten Grundstücks, auf dem mein Wagen steht). Das ist wie eine WG ohne Untermietvertrag. Schwierig ist eben, dass man auf dem Grundstück laut Baurecht nicht offiziell in einem Wohnwagen wohnen darf, daher gibt es auch keine Mietverträge.

Dazu kommen ca. 180,- Benzinkosten für den Arbeitsweg sowie ca. 70,- Steuern und Versicherung für mein altes Fahrzeug (vom IV wegen Unverwertbarkeit schon aus der Masse freigegeben).


Hallo OfW,

verstehe. :)

Wuerde die anfallenden Kosten gegenueber dem Buero des Treuhaenders erlaeutern. Vielleicht fuehrt das ja bereits zur gewuenschten Reaktion.

Falls nein, musst Du so viele Unterlagen, Nachweise etc wie moeglich zusammenstellen, um erforderlichenfalls gegenueber dem Vollstreckungsgericht argumentieren zu koennen.

Exberliner
25.12.2013, 19:14
Hallo Debtor
dem Schuldner ist grundsätzlich der unpfändbare Grundfreibetrag von rund 1045 € zu belassen.
Ein Herausrechnen von Kaltmieten ist nicht zulässig.
Bei dem von Dir angeführten Beispiel des kostenlosen Überlassens einer Dienstwohnung kann auch nicht der Grundfreibetrag gekürzt werden. Allenfalls ist es möglich diese Art des Überlassens durch den Dienstherrn als geldwerten Vorteil bei der Berechnung des Lohns zu betrachten. Dieser geldwerte Vorteil erhöht das Nettoeinkommen des Schuldners und es kommt zu einem höheren Pfändungsbetrag. Da der Schuldner dieses geldwerten Vorteil nicht in bar erhält kann es bei der Auszahlung des Nettobarlohnes zu einer Unterschreitung des Grundfreibetrages in Höhe von 1045 € kommen. Man muss also in solchen Fällen prüfen ob bei Zusammenrechnung von Nettobarlohn und geldwertem Vorteil (netto) der Grundfreibetrag auch nicht unterschritten wird.
Die Herausrechnung eines Mietanteils weil der Schuldner z.B. bei seinen Eltern mietfrei lebt ist nicht zulässig.

Würde diese Praxis genehmigt werden und Einzug in die Pfändungspraxis halten könnte als nächster Schritt durch die Gläubiger vielleicht überlegt werden den Schuldner nach der Anzahl seiner täglichen Mahlzeiten zu fragen. Sind es dann weniger als drei am Tag dann wird die fehlende Mahlzeit aus dem Grundfreibetrag herausgerechnet???????

Gruß
Exberliner

debtor
25.12.2013, 22:33
Hallo Exberliner,

vielen Dank fuer Deine schluessigen und fuer mich nachvollziehbaren Ausfuehrungen.

Dann kann ich mir allerdings Faelle reduzierter unpfaendbarer Einkommensanteile bei einzelnen im Insolvenzverfahren befindlichen Menschen nicht erklaeren, in denen atypische Wohnsitutation vorlag und in denen nicht aus vorsaetzlich begangener unerlaubter Handlung und nicht wegen Unterhaltsschulden gepfaendet wurde. Praktiker, zuletzt meines Wissens Claus Triebiger, erwaehnten ebenfalls die Moeglichkeit der Reduzierung des unpfaendbaren Einkommensanteils.

Ein interessantes Thema, zu dem hoffentlich noch Praktikeraeusserungen folgen.

debtor
25.12.2013, 22:39
Hallo OfW,

Exberliners Erklaerung mit der anteiligen Freigabe ist zwar wahrscheinlicher als meine Erklaerung mit dem reduzierten unpfaendbaren Einkommensanteil, mir fehlt die Insolvenzpraxis, aber auszuschliessen ist meine Erklaerung leider nicht.

So oder so, das verhalten des Treuhaenderbueros war Dir gegenueber sozial inkompetent. Es waere angebracht gewesen, gerade vor der Feiertags-/Jahreswechselpause, im Falle von Massnahmen wie Freigabe eines reduzierten unpfaendbaren Einkommensanteils, dies Dir gegenueber zu erklaeren.

OfW
25.12.2013, 23:13
Hallo Exberliner,




an welchem Tag des Eröffnungsmonats wurde Deine Insolvenz eröffnet? Es kann sein, dass der TH Dir für den laufenden Monat nur anteilig eine Summe freigegeben hat. Diese Vorgehensweise ist keineswegs üblich aber durchaus denkbar.

daran hab ich auch schon gedacht. Die Insolvenz wurde am 28. eröffnet, insofern kommt das auch nicht hin.

Gruß,
OfW

OfW
25.12.2013, 23:55
Noch eine Nachfrage, weil ich gerade irritiert bin: zur Festlegung des pfändbaren Einkommensanteils ist das Vollstreckungsgericht zuständig, für Kontofreigaben das Insolvenzgericht?

debtor
26.12.2013, 00:03
zuständig, für Kontofreigaben das Insolvenzgericht?

Hallo OfW,

nein, der Treuhaender bzw Insolvenzverwalter.

debtor
26.12.2013, 00:05
Hallo Exberliner,



daran hab ich auch schon gedacht. Die Insolvenz wurde am 28. eröffnet, insofern kommt das auch nicht hin.

Gruß,
OfW

Hallo OfW,

in diesem Fall verbleibt primaer meine Vermutung als Erklaerung. In diesem Fall muesstest Du das Vollstreckungsgericht einschalten.

OfW
26.12.2013, 00:23
Hallo debtor,

das widerspricht dieser Aussage: http://alt.forum-schuldnerberatung.de/forumneu/showthread.php?58992-%C4nderung-der-Gehaltszahlung-im-er%F6ffneten-Verfahren&p=624253&viewfull=1#post624253

Deshalb auch meine Irritation. :)

Zum Thema ansich melde ich mich Freitag wieder, wenn ich hoffentlich Infos vom Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder habe.

Gruß,
Marion

debtor
26.12.2013, 02:09
Hallo OfW!



das widerspricht dieser Aussage: http://alt.forum-schuldnerberatung.de/forumneu/showthread.php?58992-%C4nderung-der-Gehaltszahlung-im-er%F6ffneten-Verfahren&p=624253&viewfull=1#post624253

Deshalb auch meine Irritation. :)


Im Routinefall, auf den ich meine Aussage bezog, sollte der Treuhaender/Insolvenzverwalter das Konto freigeben.

Bei Unstimmigkeiten stellt natuerlich das Insolvenzgericht die dem Insolvenzverwalter uebergeordnete Instanz dar. Bitte entschuldige, mir fehlt die Insolvenzpraxis.



Zum Thema ansich melde ich mich Freitag wieder, wenn ich hoffentlich Infos vom Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder habe.


Bin auf das Ergebnis gespannt. :) Wie geschrieben, hier lag ganz einfach sozial inkompetentes Verhalten des Treuhaenderbueros vor, da besonders in Anbetracht der bevorstehenden Feiertags-/Jahreswechselpause. Sozial kompetentes Verhalten der Menschen des Treuhaenderbueros sollte darin bestehen, Menschen im Insolvenzverfahren vorab auf die beabsichtigte eingeschraenkte Kontofreigabe hinzuweisen. Solches vor-vollendete-Tatsachen-stellen, wie Dir hier gegenueber, ist erstens belastend fuer die betroffenen Menschen und programmiert zweitens Rueckfragen vor.

joshua64
26.12.2013, 10:23
Ich weiss gar nicht,warum hier so rumgeraten wird. Das bringt den TE gar nichts. Die einzige fundierte Antwort kam von Exi.
Am Freitag kann man das alles mit einen Anruf beim TH klären. Da sieht man wieder,wie ein TE verwirrt wird,wenn Sachen erklärt werden,
da gar nicht zutreffen oder .....

OfW
26.12.2013, 15:57
Hallo debtor,


Wie geschrieben, hier lag ganz einfach sozial inkompetentes Verhalten des Treuhaenderbueros vor, da besonders in Anbetracht der bevorstehenden Feiertags-/Jahreswechselpause.

Das seh ich recht gelassen, soziale Wärme erwarte ich im Kapitalismus schon länger nicht mehr, war nur eine erneute Bestätigung. ;)

@joshua64
Ist schon in Ordnung, mir hat es ganz gut getan mich einfach etwas austauschen zu können.

Gruß,
OfW

Ingo
26.12.2013, 18:43
Hi,

das widerspricht dieser Aussage: http://alt.forum-schuldnerberatung.de/forumneu/showthread.php?58992-%C4nderung-der-Gehaltszahlung-im-er%F6ffneten-Verfahren&p=624253&viewfull=1#post624253

Deshalb auch meine Irritation. :)
um diese aufzulösen:
Ein P-Konto sollte theoretisch insolvenzfest sein und Du - auch ohne jegliche Freigabe - über den gesetzlichen Freibetrag verfügen können, da es sich ja um unpfändbare Beträge handelt. In der Praxis fordern Banken aber dennoch die Freigabe, da das Recht, über Dein Vermögen zu verfügen, auf den Treuhänder übergegangen ist. Zur Rechtmäßigkeit der Anwendung dieser InsO-Bestimmung auf das P-Konto gehen die Meinungen leider noch auseinander.

Wenn der Treuhänder nun nur einen Betrag unterhalb des gesetzlichen Freibetrages freigibt, dann geht das nur aufgrund dieser ungeklärten Rechtslage, denn einen abweichenden Freibetrag beim P-Konto kann nur das Gericht festsetzen. Im eröffneten Insolvenzverfahren ist hierfür das Insolvenzgericht zuständig, an das Du Dich umgehend wenden solltest.

Gruß
Ingo

OfW
26.12.2013, 19:51
Vielen Dank. Das Schreiben an das Insolvenzgericht ist schon vorbereitet.

Gruß,
OfW

debtor
27.12.2013, 02:10
Das seh ich recht gelassen, soziale Wärme erwarte ich im Kapitalismus schon länger nicht mehr, war nur eine erneute Bestätigung. ;)


Hallo OfW,

verstehe! ;)

Wuensche Dir nachher viel Erfolg. :)

Bitte entschuldige, in Panik wollte ich Dich nicht versetzen. :) Das Risiko, an einen klebrigen Traeuhaender geraten zu sein, das ist leider da. Aber joshua hat schon recht, es ist nicht sinnvoll, hier ueber Dinge zu spekulieren, die moeglicherweise sein koennen. Das Glas ist halb voll, nicht halb leer. Vielleicht klaert sich heute ja alles als harmlos auf oder erweist sich als Fehler.

OfW
27.12.2013, 08:44
Sehr seltsam - laut Auskunft meines Treuhänders wurde am 19.12. ein Schreiben an die Bank geschickt, dass mein Konto komplett freigegeben wurde. Laut Auskunft meiner Bank ist dort kein Schreiben eingegangen, und wie der herabgesetzte Freibetrag zustande kommt, konnte man mir nicht sagen. Der Vorgang wurde jetzt an die Pfändungsabteilung der Bank weitergeleitet.

Das Büro des Treuhänders war sehr freundlich, ich bin auch erleichtert dass mir von dort keine Schwierigkeiten gemacht werden. Auf der anderen Seite kann ich jetzt nur warten, bis die Bank das weiter bearbeitet hat, und mich dort beschweren wenn die Abbuchungen am 1. zurückgehen..... seufz.

Gruß,
OfW

Grisu
27.12.2013, 12:17
Naja, er wird es am 19.12 geschrieben haben, dann kann es die Bank bisher kaum haben, weil sowas dummes wie Feiertage dazwischen waren.:cool:

LG
Grisu

debtor
27.12.2013, 13:22
Hallo OfW,

schoen, dass das Treuhaenderbuero keine Probleme macht. :)

OfW
27.12.2013, 13:39
Fragt sich nur wie die Bank dazu kommt, da irgendeine beliebige Summe unterhalb der Freigrenze einzutragen...

joshua64
27.12.2013, 13:45
Fragt sich nur wie die Bank dazu kommt, da irgendeine beliebige Summe unterhalb der Freigrenze einzutragen...

Das sind auch nur Menschen. Fehler passieren. Ist zwar ärgerlich aber .....

debtor
27.12.2013, 13:49
Hallo OfW,

Treuhaenderschreiben vom 19. muesste spaetestens am 20. mit der Post raus und spaetestens am 23. bei der Bank eingegangen sein. Kann sein, dass das Schreiben erst heute oder kommenden Montag in der Bank bearbeitet wird. Das erklaert natuerlich nicht die 644 Euro.

Wuerde versuchen, mit der Pfaendungsabteilung der Bank telefonische Ruecksprache zu halten?

OfW
27.12.2013, 20:51
Ja, habe leider heute morgen nicht daran gedacht, mich zur Pfändungsabteilung durchstellen zu lassen. Ich ruf da Montag früh nochmal an.

Und klar, Fehler sind menschlich. Kenn ich selbst zur Genüge.

Langsam tritt auch die Erleichterung in den Vordergrund, dass das Insovenzbüro wohl scheinbar wirklich sehr umgänglich ist, wie es mein erster Eindruck auch war.

Danke nochmal allen. Ich geb nochmal Rückmeldung, was die Pfändungsabteilung der Bank am Montag gesagt hat.

Gruß,
OfW

debtor
27.12.2013, 22:54
Hallo OfW!


Ja, habe leider heute morgen nicht daran gedacht, mich zur Pfändungsabteilung durchstellen zu lassen.


Das ist unter den geschilderten Umstaenden verstaendlich.



Langsam tritt auch die Erleichterung in den Vordergrund, dass das Insovenzbüro wohl scheinbar wirklich sehr umgänglich ist, wie es mein erster Eindruck auch war.


Falls sich das bestaetigen sollte, hast Du mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit eine ruhige, entspannte Insolvenz zu erwarten. :)

Problematische Treuhaender/Insolvenzverwalter stellen nach meinem Eindruck vor problematischen Insolvenzgerichten die weithaus haeufigste Ursache fuer schwerwiegende oder unloesbare Probleme von Schuldnern in der Insolvenz dar.



Ich geb nochmal Rückmeldung, was die Pfändungsabteilung der Bank am Montag gesagt hat.


So viele Problemursachen verbleiben da nicht mehr. Meist sind es irgendwelche korrigierbaren Fehler.

Ist die Bank oder ein Unternehmen aus dem Umfeld der Bank an Deiner Insolvenz als Glaeubiger beteiligt?

OfW
29.12.2013, 01:42
Hallo debtor,

nein, weder die Bank selbst noch der Konzern sind Gläubiger.

Wünsche einen schönen Sonntag,
Gruß,
OfW

debtor
29.12.2013, 02:02
Hallo debtor,

nein, weder die Bank selbst noch der Konzern sind Gläubiger.

Wünsche einen schönen Sonntag,
Gruß,
OfW

Hallo OfW,

dann sollte Bankfehler die mutmassliche Erklaerung sein. :)

Nebenbei bemerkt: Fefe schrieb vorhin in seinem Blog von Geruechten, wonach Snowden offenbar in Deutschland gesehen worden sein soll. Koennte ein interessanter Sonntag werden.

Wuensche Dir erholsamen Sonntag.

OfW
30.12.2013, 22:53
Hallo,

es gibt immernoch keine Klärung. Ich habe mich heute morgen zur Pfändungsabteilung durchstellen lassen, der Mitarbeiter dort hat sich alles angehört und auf seinem Bildschirm durchgelesen, aber eine Erklärung für die Eintragung des falschen Freibetrags hatte er auch nicht. Es war ihm auch ziemlich unangenehm glaube ich, und er konnte auch nichts ändern oder beschleunigen, da mein Auftrag zur Klärung vom letzten Freitag ja schon vorlag, aber noch nicht bearbeitet wurde. Auch das Schreiben von meinem IV war noch nicht da, zumindest noch nicht erfasst.

Ich ruf da also am Donnerstag wieder an, bringt denke ich nichts da jetzt irgendwas anderes zu machen. Der Fehler liegt ja eindeutig bei der Bank, und jetzt mit den ganzen Feiertagen dauert manches eben länger.

Donnerstag werde ich dann mal nachfragen, wer das ganze denn nun eigentlich bearbeitet, und versuchen mich dahin durchstellen zu lassen.

@debtor
Snowden hat eine Lawine in Gang gesetzt (und am Rande bewirkt, dass Ströbele auf CNN als German Foreign Minister betitelt wurde, haha), und ich glaube nicht, dass er einen Fuß auf deutschen Boden setzen würde, ohne offizielle Zusagen zu haben. In Russland ist er denke ich zur Zeit lawinensicherer.

Gruß,
OfW

debtor
30.12.2013, 23:30
Hallo OfW!



es gibt immernoch keine Klärung. Ich habe mich heute morgen zur Pfändungsabteilung durchstellen lassen, der Mitarbeiter dort hat sich alles angehört und auf seinem Bildschirm durchgelesen, aber eine Erklärung für die Eintragung des falschen Freibetrags hatte er auch nicht. Es war ihm auch ziemlich unangenehm glaube ich, und er konnte auch nichts ändern oder beschleunigen, da mein Auftrag zur Klärung vom letzten Freitag ja schon vorlag, aber noch nicht bearbeitet wurde. Auch das Schreiben von meinem IV war noch nicht da, zumindest noch nicht erfasst.

Ich ruf da also am Donnerstag wieder an, bringt denke ich nichts da jetzt irgendwas anderes zu machen. Der Fehler liegt ja eindeutig bei der Bank, und jetzt mit den ganzen Feiertagen dauert manches eben länger.

Donnerstag werde ich dann mal nachfragen, wer das ganze denn nun eigentlich bearbeitet, und versuchen mich dahin durchstellen zu lassen.


Ja, hier spricht vieles fuer irgendeinen bankinternen Fehler, fuer den vermutlich niemand verantwortlich sein will. Und solche Dinge schief gelaufenen Dinge zurechtzubiegen, dafuer fehlt den Bankmenschen momentan leider die Zeit. Kann auch kommende Woche werden, bis Problem geloest ist. Positiv an der ganzen Sache ist, dass nur irgendein bankinterner Fehler vorliegt, waehrend Dein Treuhaenderbuero unproblematisch zu sein scheint. Habe aus meinem ehemaligen Wohnumfeld momentan ein anderes P-Konto-Problem mit Stornobuchungen auf dem Tisch, fuer das ich wegen Urlaub des Sachbearbeiters und mangels Vorhandensein einer Urlaubsvertretung fuer ihn am Mittag auf kommenden Montag oder Dienstag vertroestet wurde.



@debtor
Snowden hat eine Lawine in Gang gesetzt (und am Rande bewirkt, dass Ströbele auf CNN als German Foreign Minister betitelt wurde, haha), und ich glaube nicht, dass er einen Fuß auf deutschen Boden setzen würde, ohne offizielle Zusagen zu haben. In Russland ist er denke ich zur Zeit lawinensicherer.


Samstag postete Fefe, ein namhafter Blogger, dieses Foto:

http://ptrace.fefe.de/snowden-30c3.jpg

Der Hintergrund des Fotos erinnert mich an den Hintergrund von in den letzten Jahren im Internet gesehenen Fotos, die angeblich in Ostberlin gemacht worden sein sollen. Bei fast jedem anderen Blogger waere ich sehr skeptisch gewesen, Bildmanipulation ist ein Kinderspiel.

Sachlich hast Du recht, wenn Snowden klar bei Verstand ist, kommt der nicht nach Deutschland, solange er keine substanzhaltige Zusage der Bundesregierung hat, es sei denn, fuer ihn waere mittlerweile Russland zu heiss. Und eine substanzhaltige Zusage der Bundesregierung wird er meiner Meinung nach nicht von der Bundesregierung bekommen koennen, denn, selbst, wenn die Bundesregierung wollte, waeren der Bundesregierung im Hinblick auf die Beziehungen zur USA die Haende gebunden.

OfW
31.12.2013, 01:29
Ja, ich kenne Fefes Blog, finde nur das ganze Drumherum etwas seltsam, einen USB-Stick mit dem Foto bekommen, naja, wenn das Foto nicht digital verschickt werden soll, sollte mans auch nicht ins Netz stellen, usw. Entsprechende Bilder aus Ostberlin kenne ich nicht, ist auch alles nicht so sehr meine Welt, dafür fehlen mir einfach fachliche Kenntnisse und ich verbringe nicht (mehr) soviel Zeit im Netz.

Und natürlich wird die Bundesregierung die Beziehungen zu den USA nicht aufs Spiel setzen, allerdings bindet sie sich die Hände nur selbst. Und macht sich damit freiwillig zum Handlanger der USA und der NSA, wie fast alle Staaten dieser Erde. Sehr bitter für Snowden.

Nunja, solche Diskussionen sollten eigentlich nicht hier stattfinden, das sprengt dieses Thema.

Gruß,
OfW

debtor
31.12.2013, 01:36
Nunja, solche Diskussionen sollten eigentlich nicht hier stattfinden, das sprengt dieses Thema.


Hallo OfW,

so ist es. :)

Schoenen Abend! :)

OfW
02.01.2014, 22:21
Hallo,

die Freigabe vom IV ist dort nun angekommen und der Freibetrag auf den normalen Wert gesetzt. Ich hab nicht weiter nachgefragt, wie das zustande gekommen ist, ist ja im Grunde auch egal.

Gruß,
OfW

debtor
03.01.2014, 00:35
Hallo OfW,

gratuliere! :)