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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : zu: LG Verden: Kein Erlöschen eines P-Kontos durch Insolvenzeröffnung



ak
04.12.2013, 08:50
Liebe Mitleser,
im Beitrag der Rechtsanwälte Henning und Janlewing zum Thema wird angeführt, dass ein Pfändungsschutzkonto nach Eröffnung des Verfahrens nicht mehr nötig sei, da Vollstreckungsschutz nach InsO bestehe.
Eine Reihe von Treuhändern in Berlin vertritt allerdings die Auffassung "Danach können nicht pfändungsgeschützte Konten zukünftig (..) nicht mehr generell aus dem Insolvenzbeschlag freigegeben werden", die Möglichkeit hierzu sei entfallen; die Zustimmung zur Einrichtung von P-Konten werde erteilt."
Auf einen kurzen Nenner gebracht orientieren wir deshalb unsere Klienten, das Konto -sofern nicht sowieso schon geschehen- vor Antragstellung in ein P-Konto umzuwandeln, weil ansonsten der Treuhänder dann komplett zugreift.
Darüber hinaus wird von Treuhändern die Auffassung vertreten dass sie auch Beträge, die den jeweils geschützen Betrag auf einem P-Konto übersteigen würden, zur Masse ziehen müssten. Dagegen könne man sich nur mit einem Beschluss des Insolvenzgerichts als besonders Vollstreckungsgericht wehren.
Viele Grüße aus Berlin

Ingo
04.12.2013, 13:28
Hi,

Eine Reihe von Treuhändern in Berlin vertritt allerdings die Auffassung "Danach können nicht pfändungsgeschützte Konten zukünftig (..) nicht mehr generell aus dem Insolvenzbeschlag freigegeben werden", die Möglichkeit hierzu sei entfallen; die Zustimmung zur Einrichtung von P-Konten werde erteilt."
Auf einen kurzen Nenner gebracht orientieren wir deshalb unsere Klienten, das Konto -sofern nicht sowieso schon geschehen- vor Antragstellung in ein P-Konto umzuwandeln, weil ansonsten der Treuhänder dann komplett zugreift.
das mache ich nicht, da bei uns die meisten Treuhänder ein nicht umgewandeltes Konto noch freigeben und es dann keine Probleme mit der ggf. nötigen Erhöhung des Freibetrages gibt.
Auch außerhalb der Inso rate ich zumindest bei Klienten, denen ein erhöhter Freibetrag zusteht, dringend von einer vorsorglichen Umwandlung ab und eher zu wöchentlichen Abhebungen, um im Fall einer Pfändung die Umwandlung - unter Vorlage einer dann aktuellen Bescheinigung - rechtzeitig zu beantragen.


Darüber hinaus wird von Treuhändern die Auffassung vertreten dass sie auch Beträge, die den jeweils geschützen Betrag auf einem P-Konto übersteigen würden, zur Masse ziehen müssten. Dagegen könne man sich nur mit einem Beschluss des Insolvenzgerichts als besonders Vollstreckungsgericht wehren.
Es ist eher so, dass die Banken sich an die Bestimmungen des P-Kontos halten müssen und ohne Fregabebeschluss pfändbare Beträge einhalten bzw. auskehren müssen. Und es ist nicht Aufgabe der Verwalter, so einen Beschluss zu beantragen.

Gruß
Ingo

ak
04.12.2013, 14:03
Hallo Ingo,

zum letzten Punkt: Natürlich macht das nicht der Treuhänder, gegen den geht ja rein sachlich dann ein solcher Beschluss. Das müsste wenn dann schon der Kontoinhaber betreiben.

Und das Auch außerhalb der Inso rate ich zumindest bei Klienten, denen ein erhöhter Freibetrag zusteht, dringend von einer vorsorglichen Umwandlung ab und eher zu wöchentlichen Abhebungen, um im Fall einer Pfändung die Umwandlung - unter Vorlage einer dann aktuellen Bescheinigung - rechtzeitig zu beantragen. machen wir in den meisten Fällen auch so.

Grüße aus dem grauen Berlin