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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zu Inkassobüros



Regina
23.09.2004, 21:59
Hallo,

ich würde gern folgendes wissen:
ich habe bei Amazon etwas gekauft (im August), die Lastschrift ist mangels Deckung zurückgegangen - ich schrieb Amazon eine Email, daß ich Anfang September bezahlen würde. Am 7.9. habe ich überwiesen, am 8.9. kam ein Schreiben von BFS Inkasso. Ich rief dort an und sagte, ich hätte bereits an Amazon bezahlt, mit Mahngebühr. Leider kam die erste Überweisung zurück, da ich (online) eine falsche Kto-nr. eingegeben habe. Ich überwies direkt nochmal. Nun kam heute ein zweites Schreiben von BFS, mit der Forderung von 32,22 €. Dies sind aber lediglich IHRE Inkassogebühren, denn die Hauptforderung ist komplett beglichen. Wie soll ich jetzt darauf reagieren? Muß ich das bezahlen??

zweite Frage: InfoScore schrieb mir, es würde eine Forderung von Kaufhof an mich bestehen, wg. zurückgegebener Lastschrift. Ohne detaillierte Aufstellung oder irgendwas. Nur die Gesamtforderung von 84,26 €. Ich hab keine Ahnung, was das ist.
Ich bin mir nicht sicher, aber das ist sicher anderthalb Jahre her oder so..
Können die das noch einfordern, zeitlich? Und ohne Angaben, seit wann diese Forderung besteht?

Danke für die Antworten! Vielleicht sind die Summen nicht groß, aber ich bin Studentin..

Gruß R.

Adonis
24.09.2004, 08:37
Hallo,

ich würde gern folgendes wissen:
ich habe bei Amazon etwas gekauft (im August)....
Wie soll ich jetzt darauf reagieren? Muß ich das bezahlen??


Ich würde das Inkasso mit folgendem Brief anschreiben:


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme auf Ihr Schreiben vom _DATUM_ bezug, und möchte Sie bitten, mir eine
Aufstellung der Hauptforderung sowie Ihre Originalvollmacht zukommen zulassen.

Sobald ich diese Unterlagen erhalten habe, werde ich zu Ihrer Forderung Stellung
nehmen.

Vorerst weise ich Ihre Forderung von derzeit XX,YY € zurück.

Hilfsweise bestreite ich Ihre Forderung.

Unabhängig davon teile ich Ihnen mit, dass Ihre Inkassokosten nicht
erstattungsähig sind.

Ihre angebliche Auftraggeberin als geschäftserfahrene juritische Person ist selbst
in der Lage, ihre Forderungen beizutreiben, so dass Ihre Einschaltung nicht
notwendig gewesen ist, und Kosten die durch Ihre Zuhuilfenahme entstanden
sein könnten, mir jedenfalls nicht in Rechnung zu stellen sind.

Des weiteren teile ich Ihnen mit, dass ich einer Speicherung, Verarbeitung und
Weitergabe meine Daten gemäß BDSG widerspreche.

Im Falle der Zuwiderhandlung werde ich ohne Ankündigung Strafantrag bzw.
Strafanzeige wegen der §§ 186 f Strafgesetzbuch stellen.

Weiterer Schriftverkehr ist der Sache nicht zweckdienlich und wird von mir nicht
geführt.

Ich betrachte die Sache hier als erledigt.

Mit freundlichen Grüßen



Danach sollte Ruhe einkehren, weil denen das oftmals zuviel Arbeit ist, derartige Unterlagen zuzuschicken.




zweite Frage: InfoScore schrieb mir, es würde eine Forderung von Kaufhof an
mich bestehen, wg. zurückgegebener Lastschrift. Ohne detaillierte Aufstellung
oder irgendwas. Nur die Gesamtforderung von 84,26 €. Ich hab keine Ahnung,
was das ist.



Dann schreib die an, und frage, was die wollen....


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme auf Ihr Schreiben vom _DATUM_ bezug, und möchte Sie bitten, mir eine
Aufstellung der Hauptforderung sowie Ihre Originalvollmacht zukommen zulassen.

Sobald ich diese Unterlagen erhalten habe, werde ich zu Ihrer Forderung Stellung
nehmen.

Vorerst weise ich Ihre Forderung von derzeit XX,YY € zurück.

Hilfsweise bestreite ich Ihre Forderung.

Unabhängig davon teile ich Ihnen mit, dass Ihre Inkassokosten nicht
erstattungsähig sind.

Ihre angebliche Auftraggeberin als geschäftserfahrene juritische Person ist selbst
in der Lage, ihre Forderungen beizutreiben, so dass Ihre Einschaltung nicht
notwendig gewesen ist, und Kosten die durch Ihre Zuhuilfenahme entstanden
sein könnten, mir jedenfalls nicht in Rechnung zu stellen sind.

Des weiteren teile ich Ihnen mit, dass ich einer Speicherung, Verarbeitung und
Weitergabe meine Daten gemäß BDSG widerspreche.

Im Falle der Zuwiderhandlung werde ich ohne Ankündigung Strafantrag bzw.
Strafanzeige wegen der §§ 186 f Strafgesetzbuch stellen.

Unabhängig davon dürfte die Sache verjährt sein.

Ausdrücklich erhebe ich die EINREDE DER VERJÄHRUNG.

Ich betrachte die Sache hier als erledigt.

Mit freundlichen Grüßen


Wenn die was von Dir wollen, dann werden die sich schon melden.

Die Sache ist übrigens, so würde ich das sehen, noch nicht verjährt, aber man kann es ja einfach mal behaupten.

Wenn die das Geld haben wollen, bekommst Du Deine Forderungsaufstellung.

Ich würde dann aber nur die HF an den Ursprungsgläubiger überweisen.

Regina
24.09.2004, 12:26
Danke schonmal!!! was heißt "hilfsweise bestreite ich Ihre Forderung" genau?

Adonis
24.09.2004, 13:39
Hallo,


Danke schonmal!!! was heißt "hilfsweise bestreite ich Ihre Forderung" genau?

Nun, bestrittene Forderungen dürfen laut BDSG nirgends gespeichert bzw.
weitergegeben werden.

Hilfsweise deswegen, weil die Forderung ja eigentlich nicht zu bestreiten ist.

Aber so darf eben diese Forderung z.B. nicht der SCHUFA gemeldet werden, weil
nur unbestrittene oder rechtskräftig titulierte Forderungen als Negetivmerkmal
dort gespeichert werden dürfen.

E r t
24.09.2004, 20:00
Hallo,



Nun, bestrittene Forderungen dürfen laut BDSG nirgends gespeichert bzw.
weitergegeben werden.

Hilfsweise deswegen, weil die Forderung ja eigentlich nicht zu bestreiten ist.

Aber so darf eben diese Forderung z.B. nicht der SCHUFA gemeldet werden, weil
nur unbestrittene oder rechtskräftig titulierte Forderungen als Negetivmerkmal
dort gespeichert werden dürfen.

Au, au.

Natürlich darf eine bestrittene Forderung weitergegeben werden. Passiert täglich millionenfach und heißt "Abtretung". Steht im BGB (§ 398) und wird ganz gewiss nicht im Bundesdatenschutzgesetz ausgeschlossen.

"Hilfsweise" bedeutet im Rechtsverkehr, dass ich eigentlich was anderes geltend mache, und nur dann den hilfsweisen Antrag (=Hilfsantrag) stelle, wenn ich mit meinem ursprünglichen Ansinnen keinen Erfolg habe. Beispiel? "Ich, der Manager von Borussia Mönchengladbach, beantrage, dass mein Verein 2005 Deutscher Meister wird. Hilfsweise beantrage ich die Vizemeisterschaft."

Erstaunlich, dass du das nicht weißt, A***************, wo du doch mit diesem Begriff in jedem zweiten Posting um dich wirfst. Vielleicht solltest du doch mal meinem damaligen Rat folgen und deine Nase in ein paar juristische Bücher stecken, oder hilfsweise einfach die Backen halten.

Nix für ungut!

Viele Grüße
der Ert

P.S.: Hier fehlt noch ganz eindeutig das Smiley, das sich *patsch* an den Kopf fasst.

fanthomas
24.09.2004, 20:25
Hallo Ert

"Natürlich darf eine bestrittene Forderung weitergegeben werden"

A*************** meint sicherlich, dass eine bestrittene u. noch nicht rechtskräftig festgestellte Forderung, nicht als Negativmerkmal weitergegeben und gespeichert werden darf.

Der Anspruchsinhaber kann natürlich die Forderung abtreten.

Regina
25.09.2004, 00:53
öööh..soll ich dann diesen Satz mit "Hilfsweise" drinlassen oder ändern? ich kenn mich mit dieser Juristensprache nicht wirklich aus, und bevor die etwas darauf antworten, was ich nicht verstehe..

Adonis
25.09.2004, 08:42
Hallo,


öööh..soll ich dann diesen Satz mit "Hilfsweise" drinlassen oder ändern? ich kenn mich mit dieser Juristensprache nicht wirklich aus, und bevor die etwas darauf antworten, was ich nicht verstehe..

Ja, der Brief kann so einszueins übernommen werden.

Liebe Grüße
Harald

Gästin
25.09.2004, 10:35
@forenmaster:
nun haben wir dieses schöne board nun sollte man schnleunigst überlegen durch anmeldepflicht solche postings zu verhindern!!!!

E r t
25.09.2004, 11:59
@forenmaster:
nun haben wir dieses schöne board nun sollte man schnleunigst überlegen durch anmeldepflicht solche postings zu verhindern!!!!

Das wird nicht viel bringen, A*************** ist doch bereits angemeldet.

SCNR

E r t
25.09.2004, 12:48
öööh..soll ich dann diesen Satz mit "Hilfsweise" drinlassen oder ändern? ich kenn mich mit dieser Juristensprache nicht wirklich aus, und bevor die etwas darauf antworten, was ich nicht verstehe..
Dazu auch was Konstruktives:

Schreib InfoScore zunächst, dass du die Mahnung zurückweist, weil sie keine Vollmacht vorgelegt haben. Das genügt - so sparst du vorerst die Inkassokosten. Den ganzen anderen Quatsch kannst du getrost weglassen.

In der Zwischenzeit fragst du bei Kaufhof nach, was das für eine Forderung sein soll, du wüsstest von nix. Dann wartest du auf die Antwort von Kaufhof, und wenn das Inkassobüro in der Zwischenzeit noch mal mahnt, erklärst du ihnen, dass du gerade mit Kaufhof klärst, ob diese Forderung überhaupt besteht.

Sollte sich schließlich herausstellen, dass die Kaufhof-Forderung berechtigt ist, zahlst du die Summe - und zwar ohne Inkassokosten - an Kaufhof. Auf deiner Überweisung sollte das Wörtchen "Hauptforderung" auftauchen.

Dann hat 'Kaufhof' zwar möglicherweise immer noch einen Anspruch auf Zahlung der Inkassokosten. "Möglicherweise" schreibe ich deshalb, weil der Anspruch von der Vorgeschichte abhängt: Inkassokosten können nur geltend gemacht werden, wenn sie "notwendige Kosten der Rechtsverfolgung" sind, wenn also 'Kaufhof' darauf angewiesen waren, dich zu mahnen, um an ihr Geld zu kommen. Das ist von hier aus schwer zu beurteilen.

Ob 'Kaufhof' den Anspruch auf Zahlung der Inkassokosten letzendlich geltend machen werden, oder ob sie die Sache auf sich beruhen lassen, das steht auf einem anderen Blatt. Falls sie es tun, kannst du ihnen zurückschreiben, dass du ihre Forderung als unberechtigt ansiehst und dass du es auch gerne auf einen Rechtsstreit ankommen lässt (eben das kannst du übrigens auch bei der BFS-Sache machen). A*************** sagt immer, dann "hört man nichts mehr", ich möchte da - mangels eigener Erfahrungen - nicht widersprechen.

Viele Grüße
der Ert

feodora
25.09.2004, 12:50
@forenmaster:
nun haben wir dieses schöne board nun sollte man schnleunigst überlegen durch anmeldepflicht solche postings zu verhindern!!!!

Keine Chance. ********************* geniesst hier, aus welchen Gründen auch immer, Narrenfreiheit. Du musst damit leben. Leider. :mad:

Unregistriert
25.09.2004, 14:06
Keine Chance. ********************* geniesst hier, aus welchen Gründen auch immer, Narrenfreiheit. Du musst damit leben. Leider. :mad:

weil A*************** ein hilfsbereiter und ehrlicher Mensch ist, hat er diese Freiheit hier und ohne Narren davor die Narren seit ihr. A*************** auf Fehler hinweisen ist eine Sache, aber ihn beleidigen und plattmachen eine andere.

Unregistriert
25.09.2004, 14:11
ich meinte sind wir
d statt t

E r t
25.09.2004, 17:41
weil A*************** ein hilfsbereiter und ehrlicher Mensch ist, hat er diese Freiheit hier und ohne Narren davor die Narren seit ihr.
Ich betrachte mich nicht als Narren, wenn ich A*************** - auch mit gepfefferten Bemerkungen - darauf hinweise, dass er mit seinen Ratschlägen falsch liegt. Warum macht er das? Er kennt sich mit dem Recht überhaupt nicht aus! Ich gehe doch auch nicht in ein Kernforschungszentrum und erkläre denen, wie der Hase läuft ("Nukular! Das Wort ist: 'nukular'!" - H. Simpson).

Ich würde nie bestreiten, dass A*************** ehrlich und hilfsbereit ist. Im Gegenteil. Nur: "Gut" ist leider oft das Gegenteil von "gut gemeint".

Viele Grüße
der Ert

Geröllheimer
01.10.2004, 10:58
Hallo zusammen -
Stelle hier nur den O-Text eines Briefes von Inkasso ein, ohne ihn weiter zu kommentieren - das überlasse ich Euch.

........versuchen wir nun schon vergeblich, Sie zum Ausgleich obiger Forderung zu bewegen.

Wir wissen natürlich von Ihrer schwierigen finanziellen Situation.

Trotzdem sollten Sie die Dinge nicht so laufen lassen.

Es gibt sicher mehr Möglichkeiten zur Lösung auch großer finanzieller Probleme, als Ihnen bisher bekannt sind.

Deswegen raten wir Ihnen, sich bei Ihrem zuständigen Sozialamt nach der nächstgelegenen öffentlichen Schuldnerberatungsstelle zu erkundigen.

Auch wir sind gern bereit,Sie allgemein diesbezüglich zu beraten, wobei wir Ihnen allerdings nur Lösungswege aufzeigen können, gehen müssen Sie diese schon selbst.

In disem Sinne fordern wir Sie auf, sich mit uns in Verbindung zu setzen und gemeinsam zu versuchen, diese Verbindlichkeit zu regeln.

Mit freundlichen Grüßen

Regina
07.10.2004, 16:28
Hallo zusammen, nun hab ich zu der Amazon-Sache (wo ich zu BFS risk widersprochen habe) ein Schreiben von Kanzlei Andreas Schneider gekriegt!!! Ich finde das echt unglaublich, die Hauptforderung ist längst bezahlt und zwar auf die Mahnung von amazon hin, NICHT auf die Mahnung des Inkassobüros.
Ich sehe es einfach nicht ein, 35 Euro noch zu zahlen.
Ich habe noch 3 Ratenzahlungen á 30 Euro bei ksp laufen, das ist "okay", das hab ich mir selber eingebrockt, aber bei dieser Sache finde ich es echt nicht gerechtfertigt, mich da abzuzocken.
Was soll ich jetzt schreiben???
Sorry, das sind echt kleine Beträge, aber die zählen auch viel für mich!!!

Danke schonmal!

Adonis
07.10.2004, 16:41
Hallo zusammen, nun hab ich zu der Amazon-Sache (wo ich zu BFS risk widersprochen habe) ein Schreiben von Kanzlei Andreas Schneider gekriegt!!! Ich finde das echt unglaublich, die Hauptforderung ist längst bezahlt und zwar auf die Mahnung von amazon hin, NICHT auf die Mahnung des Inkassobüros.
Ich sehe es einfach nicht ein, 35 Euro noch zu zahlen.
Ich habe noch 3 Ratenzahlungen á 30 Euro bei ksp laufen, das ist "okay", das hab ich mir selber eingebrockt, aber bei dieser Sache finde ich es echt nicht gerechtfertigt, mich da abzuzocken.
Was soll ich jetzt schreiben???
Sorry, das sind echt kleine Beträge, aber die zählen auch viel für mich!!!
Danke schonmal!

Dann schreibst Du dem Anwalt das die HF nachweislich längst vor Inanspruch-
nahme des Inkassounternehmens beglichen wurde, und verweist auf den
Rechtsweg !

Die Forderung düfte nicht durchsetzbar sein, da Du ja auf die Mahnung hin gezahlt
hast.

Und zwischen Mahnung und Einschaltung eines Inkassunternehmens dürfte mehr
Zeit liegen, als zwischen Mahnung und wertstellung des Geldes auf dem
Empfängerkonto.

Ich würde dem Anwalt daher ersteinmal schreiben, dass ich seine Forderung
zurückweise, da die HF längst nachweislich beglichen wurde.

Des weiteren muss Dir der Anwalt eine anwaltliche Vollmacht sowie eine Geld-
empfangsvollmacht beigelegt haben.

Fehlt diese, kann das Zahlungsbegehren des Anwaltes aufgrund fehlernder
Vollmachtsvorlage zurückgeweisen werden.

Viel Erfolg!

OS.
07.10.2004, 17:22
Des weiteren muss Dir der Anwalt eine anwaltliche Vollmacht sowie eine Geld-
empfangsvollmacht beigelegt haben.

Fehlt diese, kann das Zahlungsbegehren des Anwaltes aufgrund fehlernder
Vollmachtsvorlage zurückgeweisen werden.

Bitte nicht schon wieder. Das ist totaler Quatsch. Ob die Mahnung nun zurückgewiesen wird oder nicht: Die Awanltsgebühren fallen nicht für die Absendung der Mahnung sondern für die Beauftragung des Anwalts an. Bei fehlender Geldempfangsvollmacht zahlt man eben an den Auftraggeber (sprich Gläubiger). A***************, du bist offensichtlich unbelehrbar.

Nochmal zum Mitschreiben:

§ 174 BGB gewährt seinem Wortlaut nach die Möglichkeit der Zurückweisung wegen fehlender Vollmacht nur bei der Vornahme von einseitigen Rechts_geschäften_. Dem Empfänger, der an dem Zustandekommen des ihm gegenüber durch einen Vertreter vorgenommenen Geschäfts nicht unmittelbar mitwirkt, soll auf diese Weise die Möglichkeit eingeräumt werden, sich durch Vorlage der Vollmachtsurkunde unverzüglich Gewißheit über die Bevollmächtigung und die Wirksamkeit der Willenserklärung zu verschaffen. Dieselbe Interessenlage besteht allerdings bei geschäftsähnlichen Willensäußerungen, die das Eintreten bestimmter Rechtsfolgen von Gesetzes wegen bewirken und in der Regel gerade auch zu diesem Zweck erfolgen. Aus diesem Grunde wird die Bestimmung des § 174 BGB auf die ___verzugsbegründende Mahnung___, die das Kündigungsrecht aus § 553 BGB auslösende Abmahnung wegen vertragswidrigen Gebrauchs der Mietsache und die die Wirkungen des § 2 III MHRG nach sich ziehende Mieterhöhungserklärung entsprechend angewandt.

--------------------------------------------------
OLG Karlsruhe, Beschluß v. 17.04.1990 - 4 W 117/87
--------------------------------------------------

Jetzt verstanden??

G*A*S*T*!
07.10.2004, 17:28
Der "Muster-Brief" von A*************** ist eine Lachnummer. Ein Stümper versucht sich in der iur. Fachsprache und schmeißt mit festen Rechtsbegriffen herum die falsch angewendet werden.

Kein Anwalt würde so einen Biref schreiben. Er würde sich bei den Kollegen lächerlich machen.

Entweder einen Anwalt schreiben lassen oder mit eigenen Worten.

So ein Geschreibsel kann man gleich in die Tonne kloppen.

Fakt ist, A*************** hat von Jura keine Ahnung.

tts
07.10.2004, 18:09
Der "Muster-Brief" von A*************** ist eine Lachnummer. Ein Stümper versucht sich in der iur. Fachsprache und schmeißt mit festen Rechtsbegriffen herum die falsch angewendet werden.

Kein Anwalt würde so einen Biref schreiben. Er würde sich bei den Kollegen lächerlich machen.

Entweder einen Anwalt schreiben lassen oder mit eigenen Worten.

So ein Geschreibsel kann man gleich in die Tonne kloppen.

Fakt ist, A*************** hat von Jura keine Ahnung.

Aber dafür, dass er von jeglicher Fachkenntnis ungetrübt ist, darf er hier so einen Unsinn verbreiten und diese Beiträge werden nicht gelöscht. Obwohl er damit großen Schaden anrichten kann. Schade um dieses Forum, das sich in seiner Qualität immer mehr zurückentwickelt.

Grisu
07.10.2004, 18:20
Das Einzige was sich hier qualitativ nicht zurück entwickeln kann, sind wirklich solche Gastbeiträge, da eh schon grottenschlecht.

Weder hat A*************** je behauptet Jurist zu sein, noch hat er jemals in der Art geantwortet dass es dem Fragenden nicht selbst überlassen blieb, wie er weiter vorgeht.

Das hier ist ein Forum, in dem Schuldner sich über ihre Situation austauschen und Ratschläge geben für ein Wehren gegen das teilweise unerträgliche und nicht selten auch unrechtmäßige Vorgehen mancher Gläubiger und vieler Inkassobüros. Und dieses Recht haben eben und grade auch Schuldner.

Das Schreiben und Austauschen hier hat weder einen rechtsberatenden Hintergrund, noch in irgendeiner Form einen Anspruch auf juristische Vollständigkeit. Wenn es euch so schwer fällt, das einfach mal einzusehen, wie wäre es dann mit einem anderen Spielplatz? Hier werdet ihr bei aller Anstrengung nichts ändern können an dem Sinn und Zweck dieses Forums.

Grisu

E r t
07.10.2004, 20:11
Das Schreiben und Austauschen hier hat weder einen rechtsberatenden Hintergrund, noch in irgendeiner Form einen Anspruch auf juristische Vollständigkeit. Mag sein, aber bei allem Respekt vor dir, Grisu: Wenn jemand Ratschläge gibt - und ich bleibe dabei, dass die Fragesteller A***************' Antworten als Handlungsanweisungen sehen - dann sollten sie nicht falsch sein, oder nicht? Und wenn sie falsch sind, kann man darauf hinweisen und sie verbessern, oder nicht? Und wenn sie hundert mal falsch sind, dann kann man, finde ich, in der Wortwahl auch mal ein wenig deutlicher werden.

Es geht ja nicht darum, dass A*************** nicht mehr schreiben soll. Es gibt in diesem Forum viele Nichtjuristen, und das ist auch gut so. Aber nehmen wir zum Beispiel dich, Grisu. Du gibts hier viele wertvolle Ratschläge und machst einer Menge Leute Mut. Aber wenn du von einer rechtlichen Angelegenheit keine Ahnung hast, hältst du dich zurück. Du würdest dich nicht aus dem Fenster lehnen, wenn du es nicht genau weißt. Genauso halte ich mich hier zurück, wenn ich von praktischen Sachen keine Ahnung habe (Ratenzahlungsangebote!) oder ich mich in der Materie nicht auskenne (Immobilien! Unterhaltsrecht!). Diese innere Stimme, die "Stopp" sagt - die meisten haben sie. A*************** hat sie - leider - nicht. Und das darf man ruhig kritisieren, finde ich. Da lasse ich mich nicht auf einen anderen Spielplatz verweisen. Dafür ist mir dieses Forum zu wichtig.

Das heißt ja nicht, dass man sich nicht gegen Inkassoforderungen wehren sollte. Im Gegenteil! Aber man sollte es richtig machen.

Viele Grüße
der Ert

heini
07.10.2004, 20:31
Richtig, es steht ja auch jedem frei, einen noch besseren Vorschlag zu
machen, sodaß alle davon profitieren können, auch für die Zukunft.

Ciao

heini

Adonis
07.10.2004, 20:50
Bitte nicht schon wieder. Das ist totaler Quatsch. Ob die Mahnung nun
zurückgewiesen wird oder nicht: Die Awanltsgebühren fallen nicht für die
Absendung der Mahnung sondern für die Beauftragung des Anwalts an. Bei
fehlender Geldempfangsvollmacht zahlt man eben an den Auftraggeber (sprich
Gläubiger). A***************, du bist offensichtlich unbelehrbar.


Was willst Du eigentlich ?

Natürlich wird ein Zahlungsbegehren was ein Anwalt macht, und für das keine
entsprechende Vollmacht vorliegt, ersteinmal zurückgewiesen.

Das hat gar nicht mit den enstandenen Kosten und der Frage nach der Erstattung
derselbigen zu tun !

Unabhängig davon, und das würde man auch mitbekommen haben, wenn man die
Beiträge hier liest und sich konstruktiv eibringen möchte, wirst Du feststellen,
dass die angebliche Forderung bereits nach der ersten Mahnung beglichen wurde.

Kurzum, es hätte weder ein Inkassounternehmen noch ein Anwalt beauftragt
werde müssen, und sämtliche Kosten die dadurch entstanden sind, hat ganz
gewiss nicht der Schulder zu tragen.

So, und jetzt lass mich in Ruhe !

E r t
07.10.2004, 21:03
wenn man die
Beiträge hier liest und sich konstruktiv eibringen möchte, wirst Du feststellen,
dass die angebliche Forderung bereits nach der ersten Mahnung beglichen wurde.Nein, A***************. Die Forderung wurde für "Anfang September" versprochen und erst irgendwann nach dem 7.9. überwiesen. Das Inkasso war da bereits beauftragt. Ob das Inkasso beauftragt hätte werden "müssen", kann man von hier aus natürlich nicht mit letzter Sicherheit sagen. Es spricht aber einiges dafür, und Amazon wird es im Streitfall vorbringen: Die Fragestellerin war spätestens mit Rückgang der Lastschrift in Zahlungsverzug. Ihr Versprechen, Anfang September zu zahlen, hat sie nicht eingehalten. Also ist ein Inkasso beauftragt worden.

Viele Grüße
der Ert

Unregistriert3
07.10.2004, 21:32
Bitte keine Energie mehr für den Harald aufwenden. Er lernst es halt nicht. Und aus diesen Formulierungen wie "Natürlich wird ein Zahlungsbegehren was ein Anwalt macht, und für das keine entsprechende Vollmacht vorliegt, ersteinmal zurückgewiesen. Das hat gar nicht mit den enstandenen Kosten und der Frage nach der Erstattung derselbigen zu tun !" geht ja leider auch wieder der Anweisungs- und Befehlston hervor. Das sind keine Ratschläge mehr, das sind Anweisungen.

Davon abgesehen, ist für die Erstattungsplflicht nicht erheblich, ob beim Zahlungsbegehren, die Vollmacht ebenfalls übermittelt wird. Harald ist scheinbar so besessen vom Kampf gegen Inkasso, das er den Blick für die Realität verliert. Es ist eben nicht alles so, wie man es gern hätte. Wer nicht vereinbarungsgemäß zahlt (völlig egal, ob eigenes Verschulden oder schlicht Faulheit), muss nun mal auch damit rechnen, dass weitere Kosten hinzukommen. Und es liegt an jedem selbst, durch rechtzeitige Kooperation mit dem Gläubiger oder deren Vertretern Kosten zu vermeiden. Aber hier an Verantwortung zu appelieren, wenn die Haralds hier weiter dummfug erzählen.




Nein, A***************. Die Forderung wurde für "Anfang September" versprochen und erst irgendwann nach dem 7.9. überwiesen. Das Inkasso war da bereits beauftragt. Ob das Inkasso beauftragt hätte werden "müssen", kann man von hier aus natürlich nicht mit letzter Sicherheit sagen. Es spricht aber einiges dafür, und Amazon wird es im Streitfall vorbringen: Die Fragestellerin war spätestens mit Rückgang der Lastschrift in Zahlungsverzug. Ihr Versprechen, Anfang September zu zahlen, hat sie nicht eingehalten. Also ist ein Inkasso beauftragt worden.

Viele Grüße
der Ert

Grisu
07.10.2004, 23:20
@ Ert

Du oder andere im gemäßigten Ton Verbessernde waren gar nicht gemeint :) , wenn etwas nicht richtig oder unvollständig dargestellt wird, egal von wem, dann ist es natürlich vollkommen ok dass man/frau es richtig stellt. Ich meinte u. a. ganz einfach nur den Ton der manchen "merkwürdigen" Postern hier zu eigen ist, ohne das sie bisher durch bemerkenswert hilfreiche Texte besonders aufgefallen sind.

;)
Liebe Grüße
Grisu

OS.
08.10.2004, 01:44
Was willst Du eigentlich ?

Tja, hättest du meinen Beitrag verstanden, dann wüsstest du es.


Natürlich wird ein Zahlungsbegehren was ein Anwalt macht, und für das keine entsprechende Vollmacht vorliegt, ersteinmal zurückgewiesen.

Du beziehst dich dabei auf § 174 BGB, ein einseitiges Rechtsgeschäft eines Bevollmächtigten:

"Ein einseitiges Rechtsgeschäft, das ein Bevollmächtigter einem anderen gegenüber vornimmt, ist unwirksam, wenn der Bevollmächtigte eine Vollmachtsurkunde nicht vorlegt und der andere das Rechtsgeschäft aus diesem Grunde unverzüglich zurückweist."

Eine Mahnung die nicht verzugsbegründend ist ist kein Rechtsgeschäft und kann demnach auch nicht zurückgewiesen werden. So einfach ist das. Die (nicht verzugsbegründende) Mahnung für sich genommen ist rechtlich im Schuldverhältnis Gläubiger<->Schuldner vollkommen ohne Belang, man braucht sie nicht zurückweisen und man kann sie nicht zurückweisen. Man kann antworten, man kann es auch bleiben lassen.


Das hat gar nicht mit den enstandenen Kosten und der Frage nach der Erstattung derselbigen zu tun !

Eben. Die Mahnung ist rechtlich vollkommen bedeutungslos, für die Mahnung selbst fällt nicht mal eine Rechtsanwaltsvergütung an.


Unabhängig davon, und das würde man auch mitbekommen haben, wenn man die Beiträge hier liest und sich konstruktiv eibringen möchte, wirst Du feststellen, dass die angebliche Forderung bereits nach der ersten Mahnung beglichen wurde.

Das habe ich durchaus gelesen.


Kurzum, es hätte weder ein Inkassounternehmen noch ein Anwalt beauftragt werde müssen, und sämtliche Kosten die dadurch entstanden sind, hat ganz gewiss nicht der Schulder zu tragen.

Das hängt wohl letztlich eher davon ab, wann genau die Zahlung geleistet wurde und wann genau der Anwalt beauftragt wurde. Wenn der Schuldner schon ohne die erste Mahnung (durch den geschlossenen Vertrag, die Rechnung, geplatzte Lastschrift oder sonstwie) in Verzug gekommen ist und der Anwalt vor der Zahlung beauftragt wurde dann sind die Anwaltskosten als Verzugsschaden erstattungsfähig.

Regina
08.10.2004, 17:30
Hallo, das ist ja alles sehr interessant, was Ihr hier schreibt, auch wenn nicht immer konstruktiv - könnt Ihr mir denn nun irgendeinen vernünftigen Schritt empfehlen oder nicht?!?

Ich schreibe auch gerne auf eigene Faust einen Brief an den Anwalt - ich dachte nur, vielleicht könnte ich (unerfahren in der Kommunikation mit Anwälten) Tipps bekommen, die mir weiterhelfen.

Ich schicke auch gerne eine Kopie meiner Email an Amazon bzw./und meinen Kontoauszug mit der zurückgegangenen ÜW an die...

Danke!!

Nighteye
08.10.2004, 18:17
Ich schicke auch gerne eine Kopie meiner Email an Amazon bzw./und meinen Kontoauszug mit der zurückgegangenen ÜW an die...
Danke!!

Hallo Regina,

genau das würde ich tun, dem Anwalt kurz umreissen wie das gelaufen ist, eine Kopie der Email und des Kontoauszuges dazupacken und abwarten wie der reagiert.
Das ganze würde ich ganz normal verfassen, weder bittend noch fordernd.

Gruß, Oliver

OS.
08.10.2004, 18:21
Hallo, das ist ja alles sehr interessant, was Ihr hier schreibt, auch wenn nicht immer konstruktiv - könnt Ihr mir denn nun irgendeinen vernünftigen Schritt empfehlen oder nicht?!?

Ich schreibe auch gerne auf eigene Faust einen Brief an den Anwalt - ich dachte nur, vielleicht könnte ich (unerfahren in der Kommunikation mit Anwälten) Tipps bekommen, die mir weiterhelfen.

Ich schicke auch gerne eine Kopie meiner Email an Amazon bzw./und meinen Kontoauszug mit der zurückgegangenen ÜW an die...

Danke!!

Solange Amazon oder ein Bevollmächtigter von Amazon einer Stundung nicht ausdrücklich zugestimmt haben warst du mit der zurückgegebenen Lastschrift (eine "ÜW" war das ja nicht) in Verzug. Den Verzugsschaden hast du Amazon zu ersetzen. Was genau verlangt denn Amazon bzw. ein Bevollmächtigter noch?

E r t
08.10.2004, 18:36
Hallo, das ist ja alles sehr interessant, was Ihr hier schreibt, auch wenn nicht immer konstruktiv - könnt Ihr mir denn nun irgendeinen vernünftigen Schritt empfehlen oder nicht?!?Siehe mein Posting # 11.