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presto
10.02.2005, 09:44
was man aus ganz einfachen regeln des miteinanders machen kann - mal ansatzweise eine juristische stellungnahme :


An
Das Bundesladen-Gericht
Herrn vorsitzenden Richter G. Ott
Große Himmelsgasse 7


77777 Heiligenstuhl



AZ MOSES ca/2372 - v.c.





Sehr geehrter Herr Vorsitzender,



unter Vollmachtsanzeige geben wir an, Herrn Moses in Sachen



Das Volk gegen H. Moses



zu vertreten.



Sachverhalt

Das Volk , vertreten durch die Anwälte T. Eufel & Koll. , hat Klage gegen unseren Mandanten eingereicht wegen Einbringens unerfüllbarer Forderungen an den Kläger, sowie der Nötigung, Erpressung, Betrug und uneidlicher Falschaussage.


Unserem Mandanten wird vorgeworfen, zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt mehrere Steintafeln von einem Berg namens Sinai heruntergetragen zu haben. Auf diesen Steintafeln sollen 10 Forderungen, vom Kläger 10 Gebote genannt, eingeritzt worden seien, welche unser Mandant an den Kläger bei einer Art Volksversammlung mit großem Lärm und Aufwand weitergegeben haben soll.


Die auf diesen Steintafeln befindlichen Forderungen sollen nicht nur unerfüllbar gewesen sein, sondern auch dazu geeignet sein, den Kläger unter einen psychischen Druck gesetzt haben, da er, der Kläger seit nunmehr über 2.000 Jahren erfolglos versucht, diese Forderungen umzusetzen.

Der psychische Druck sei dadurch entstanden, dass der Kläger bei Nichterfüllung dieser Forderungen nach seinem Ableben mit nicht näher bezeichneten Repressalien an einem Ort namens Hölle bedroht wurde.


Wir nehmen darauf wie folgt Stellung:

a) Unser Mandant gibt zu, von einem Berg namens Sinai schon gehört zu haben. Er bestreitet jedoch, jemals denselben besucht oder gar erstiegen zu haben. Allein schon wegen seines hohen Alters ist es unserem Mandanten gar nicht möglich gewesen, besagten Berg ohne Hilfsmittel zu erklimmen.

b) Die angesprochenen Steintafeln sind nicht aufzufinden. Der Kläger möge doch seine Behauptung untermauern, indem er endlich die Beweise (Steintafeln) vorlegt.

c) Es ist lediglich anhand alter Chroniken, die jedoch nicht einmal von Zeitzeugen erstellt wurde, annähernd nachvollziehbar, welchen Inhalt die auf den unauffindaberen Tafeln eingeritzten Forderungen haben sollen. In den Chroniken ist die Rede von den „zehn Geboten“. Ob diese Chronik jedoch beweiskräftig ist, mag das Gericht befinden. Exemplarisch möchten wir nur eine dieser zweifelhaften Chronikinhalte widergeben:



„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden, wider deinen Nächsten“



Diese Forderung ist nach unserer Auffassung derart formuliert, dass sie in keinster Weise geeignet ist, den Vorwürfen gegen unseren Mandanten zu entsprechen.

Die Anrede form „DU“ ist eine an eine Bestimmte Person gerichtete Anrede. Keinesfalls ist diese Anrede geeignet, mehrere Personen zu bezeichnen. Wären mehrere Personen gemeint, so würde die Formulierung „IHR“ (Plural) zu verwenden sein. Allein daher müsste die Forderung lauten


„Ihr sollt nicht falsch Zeugnis reden, wider eure Nächsten“


Weiterhin ist das Wort „sollen“ verwendet worden. Dies negiert jedoch nicht den absoluten Charakter einer solchen Forderung. „Sollen“ ist keine Forderung i.S.d. Begriffes „dürfen“. Schon gar nicht ist eine solche Sollformulierung geeignet, eine wie auch immer geartete Rechtsfolge anzudrohen.

Es bleibt auch ebenfalls unklar, wer denn „der Nächste“ sein soll. Ob der Nächste der in unmittelbar befindliche, fremde Nachbar ist oder ob diese Aussage im Sinne von nächster Verwandte – also Eltern, Geschwister oder Kinder – sein soll, ist fraglich.

Zweifelhaft ist auch die Aussage „falsch Zeugnis“ – es wird bestritten, dass eine solche Formulierung rechtlich geeignet ist, eine eindeutige Forderung darzustellen.

Abgesehen davon ist in der heutigen Zeit das „reden“ als solches ebenfalls nicht als ausreichend zu erachten, um eine rechtliche Konsequenz nach sich zu ziehen.



Sofern unser Mandant also – was jedoch ausdrücklich bestritten wird – eine solche Forderung unter das Volk gebracht haben soll, so ist diese Forderung keinesfalls geeignet, den vorgeworfenen Straftatbeständen zu entsprechen.

Die Forderung müsste dann schon lauten:


„Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Fegefeuer bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften begangen ist, mit Fegefeuer bis zu zwei Jahren oder mit ewiger Verdammnis bestraft.“


Es wird daher beantragt, die Klage abzuweisen.


Gez.
A. N. Walt
(nach Diktat verreist)

auf d.. schnelle
12.02.2005, 13:57
die Tafel mit dem 11. Gebot ist beim Herabsteigen vom Berg Sinai zerbrochen, klar wenn so ein alter Mann auch nur 2 Hände hat.
Darauf stand: "Trau keinem, der nur Dein Geld will."
Seit dem existiert die Mähr, das der liebe Gott den 7. Tag frei gemacht hat bei der Schöpfung, dabei war der nur mit dem Suchen nach dieser vermaledeiten 11. Gebotsplatte beschäftigt. Heute immer noch, sonst wäre soviel Unrecht auf dieser Welt nicht möglich.