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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zur EV



Zoppo
23.12.2007, 10:46
Hallo Leute,

schon wieder ich. Durch den zu erwartenden Prozessverlust werden die Eheleute Akdil zu Schuldnern. Der GV wird die EV abnehmen. Wird meine Frau auch zur Abgabe der EV gebeten oder nur ich? Wir leben in Zugewinngemeinschaft. Was passiert mit den Einkünften aus dem Minijob meiner Frau. Kommen die in einen Topf und wird aus dieser Summe der pfändbare Anteil errechnet? Wenn nur ich zur EV gebeten werde müssen dann die Einkünfte aus dem Minijob meiner Frau angegeben werden, weil Zugewinngemeinschaft? Oder wird es getrennt weil gegen jeden die Forderung besteht? Helft mir bitte auf die Sprünge.

LG Akdil

Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Neues Jahr 2008 für alle die sich hier im Forum tummeln.

camilla
23.12.2007, 10:50
Von wem er die EV will entscheidet der Gläubiger, aber sehr wahrscheinlich von beiden.

Einkünfte werden niemals zusammengerechnet ! Der pfändbare Anteil wird von jedem getrennt berechnet, völlig unabhängig vom Güterstand

Zoppo
23.12.2007, 14:02
Von wem er die EV will entscheidet der Gläubiger, aber sehr wahrscheinlich von beiden.

Einkünfte werden niemals zusammengerechnet ! Der pfändbare Anteil wird von jedem getrennt berechnet, völlig unabhängig vom Güterstand



Hallo Camilla,

danke für die Antwort. Ist es so? Das ist ein Lichtblick.

LG + Frohe Weihnachten

Akdil

andreas2504
23.12.2007, 15:43
seit ihr den beide beklagte gewesen? nur derjenige der den prozess verloren hat, muss auch fuer die kosten und den schadensersatz aufkommen.
auf die urteilsbegruendung bin ich mal gespannt, vorallem auch darauf, wie das urteil vollstreckbar werden soll. geht eigentlich nur zug um zug...
ich hab sowas mal mit nem auto gehabt, ich musste die schrottkarre dann dem autohaendler im beisein des gerichtsvollziehers vor die tuere stellen, nur der hatte keine kohle, eh klar, und dann auch noch mein auto.... fand ich irgendwie lustig.
ich stell mir das grad mit der wohnung vor, die wird auf dich umgeschrieben, aber zahlen kannst du trotzdem nicht. was hat der dann davon, der depp?

naja, warten wir mal die urteilsbegruendung ab.

akdil, auch euch beiden eine schoene weihnacht, wie fast allen anderen hier

lg
andreas

Felsenbirne
23.12.2007, 16:56
Da doppelt hier

die Kopie.

Zitat von Akdil Beitrag anzeigen
Hallo Leute,

schon wieder ich. Durch den zu erwartenden Prozessverlust werden die Eheleute Akdil zu Schuldnern.

Wenn 2 Personen Schuldner ( Gesamtschuldner ) werden was bitte kann dann der Gläubiger bei beiden verlangen?


Der GV wird die EV abnehmen.

Wird meine Frau auch zur Abgabe der EV gebeten oder nur ich?


Wenn 2 Personen Schuldner ( Gesamtschuldner ) werden was bitte kann dann der Gläubiger bei beiden verlangen?

Wir leben in Zugewinngemeinschaft.

Das ist egal welcher Güterstand beide sind Schuldner.


Was passiert mit den Einkünften aus dem Minijob meiner Frau.

Nichts weil pfändungsfrei.

Kommen die in einen Topf und wird aus dieser Summe der pfändbare Anteil errechnet?


Nein die werden garnicht herangezogen wenn nur 400 €

Wenn nur ich zur EV gebeten werde müssen dann die Einkünfte aus dem Minijob meiner Frau angegeben werden, weil Zugewinngemeinschaft?


Wenn 2 Personen Schuldner ( Gesamtschuldner ) werden was bitte kann dann der Gläubiger bei beiden verlangen?



Oder wird es getrennt weil gegen jeden die Forderung besteht? Helft mir bitte auf die Sprünge.

Sie bleibt unterhaltsberechtigt und somit hat sichs.

LG Akdil

Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Neues Jahr 2008 für alle die sich hier im Forum tummeln.

Aber Du bist noch viel zu weit mein Lieber.


Zunächst ist noch nichts verloren.


Und dann wie wird denn das Urteil aussehen?


Wie lautet die Klage?


Die Klage lautet Rückabwicklung und wenn das Urteil so ausfällt was steht dann zuerst an?


Der Gegner macht zunächst die Kosten seines Anwalts und der Zeugengebühren sowie der Gutachten geltend.


Also kommt erst einmal die Rechnung des gegnerischen Anwalts und die Aufforderung den Kaufvertrag rückabzuwickeln.

Und erst wenn das nicht geht, weil die Finanzierung nicht hinzubekommen ist dann kann und wird Schadensersatz gefordert.


So und nun stelle Dir vor der Gegner geht deshalb Pleite weil Du schon die Anwaltskosten nicht bezahlen kannst und pfandlos bist.


Und genau das Gleiche dann für deine Frau gilt.


Dann hat der Gegner ein Problem weil die Bank auch bei ihm nun nicht mehr mitspielt.

Und dann wird die Wohnung zwar bald ZV und der Gegner ist dann fix und alle und

hat eben nicht mehr die Kraft und das Geld weiter gegen Dich und Deine Frau zu vollstrecken.


Wenn Du das also sauber jetzt zu machst, dann ja dann hast Du die Chance aus der Pleite des Gegners zu profitieren.


Also mache alles alles dicht weil bei einem kleinen privaten Gläubiger geht eher selbst das Licht aus .

Zoppo
23.12.2007, 17:45
seit ihr den beide beklagte gewesen? nur derjenige der den prozess verloren hat, muss auch fuer die kosten und den schadensersatz aufkommen.
auf die urteilsbegruendung bin ich mal gespannt, vorallem auch darauf, wie das urteil vollstreckbar werden soll. geht eigentlich nur zug um zug...
ich hab sowas mal mit nem auto gehabt, ich musste die schrottkarre dann dem autohaendler im beisein des gerichtsvollziehers vor die tuere stellen, nur der hatte keine kohle, eh klar, und dann auch noch mein auto.... fand ich irgendwie lustig.
ich stell mir das grad mit der wohnung vor, die wird auf dich umgeschrieben, aber zahlen kannst du trotzdem nicht. was hat der dann davon, der depp?

naja, warten wir mal die urteilsbegruendung ab.

akdil, auch euch beiden eine schoene weihnacht, wie fast allen anderen hier

lg
andreas

Hallo Andreas,
ja wir waren beide beklagt, meine Frau ist also auch mit im Boot. Depp? Eher Doppeldepper. Mein RA, wohl gemerkt, jung, dynamisch, unerfahren, sag ich mal so, hat im Kollegenkreis mal zur Diskusion gestellt: Die Wohnung wird auf uns überschrieben, uns wird die Inso gewährt, nach 6 Jahren Restschuldbefreiung, die ETW gehört dann wieder uns? So wie er sagte waren die Herren verblüfft. Wenn das so stimmen sollte, dann belege ich an der Volkshochschule den "Zauberlehrgang Harry PotterII" und zaubere die ETW in ein Einfamilienhaus um und ziehe ein. Ich melde mich wenn´s was Neues gibt.
Habe noch viele Fragen.:)

LG + Frohe Weihnachten

Akdil

Felsenbirne
23.12.2007, 17:57
Der Anwalt träumt laut.

Denn bei Gericht passiert nicht ohne Geld und die Rückübertragung geht nicht ohne Geld und nur mit Zustimmung des Eigentümers.

Und die Bank des anderen bleibt doch als Gläubiger im Grundbuch.

Also nur jung und dynamisch ist zu wenig und Anwalt sowieso weil Grundbuchrecht oft etwas mehr erfordert als nur studiert.

Zoppo
23.12.2007, 18:05
Der Anwalt träumt laut.

Denn bei Gericht passiert nicht ohne Geld und die Rückübertragung geht nicht ohne Geld und nur mit Zustimmung des Eigentümers.

Und die Bank des anderen bleibt doch als Gläubiger im Grundbuch.

Also nur jung und dynamisch ist zu wenig und Anwalt sowieso weil Grundbuchrecht oft etwas mehr erfordert als nur studiert.

Hallo Felsi,

habe nicht wirklich an die Konstruktion geglaubt, fand es lustig.

LG + Frohe Weihnachten

Akdil

Felsenbirne
23.12.2007, 18:10
Sortiere noch einmal sehr genau was gefordert ist.

Und ob das sehr schnell geht mit dem Schadensersatz wenn die Rückübertragung nicht möglich, da habe ich große Zweifel.


Kostet den Gläubiger sicher noch einmal richtig Gebühren für Anwalt und Gericht.


Das ist so ein Fall wo Anwälte richtig Spaß haben weil der Gläubiger der wird gemolken bis er Pleite ist.

Zoppo
23.12.2007, 18:50
Sortiere noch einmal sehr genau was gefordert ist.

Und ob das sehr schnell geht mit dem Schadensersatz wenn die Rückübertragung nicht möglich, da habe ich große Zweifel.


Kostet den Gläubiger sicher noch einmal richtig Gebühren für Anwalt und Gericht.


Das ist so ein Fall wo Anwälte richtig Spaß haben weil der Gläubiger der wird gemolken bis er Pleite ist.


Da hast Du vermutlich recht. Wir fragen uns die ganze Zeit: Wie kann man so blöd sein? So´ne große Keksdose hat doch keiner.

LG Akdil

Felsenbirne
28.12.2007, 13:09
Ich habe den Eindruck Du bist immer noch mit der Vergangenheit beschäftigt.


Bitte kümmere dich nur um die Zukunft.

Wie sieht die aus?

Also zunächst weißt Du doch noch was ablief als ihr die Wohnung gekauft habt. Damals


Also zum Notar.

Bei dem den Kaufvertrag und gleichzeitig mit der Bank die Finanzierung klären.

Dann veranlaßte der Notar die Vormerkung im Grundbuch damit die Rechte gewahrt werden konnten.

Dann mußte die Unbedenklichkeitsbescheinigung des FA bei.

Dann mußten die Rechte der Bank die zuvor im Grundbuch waren gelöscht werden und Zug um Zug der Kaufpreis bezahlt und die Umschreibung im Grundbuch erfolgen.

Und zu alle dem mußte die Gemeinde ihre Zustimmung geben und auch der Einheitswert der Immobilie mußte vom FA festgestellt werden.

Und dann war da noch die Eigentümergemeinschft.


So und nun lese doch einmal exakt was in der Klage steht.


Steht da eindeutig dass die Rückabwickluing und der Ersatz aller Kosten gefordert ist?


Wenn ja dann ist das exakt das Gleiche wie beim ersten Mal. Ist Rückübertragung ist Übertragung mit allem drum und dran auch im Grundbiuch und gegenüber dem FA.


Also zunächst natürlich die Kosten die der Gegner im Rahmen des Prozesses hatte die werden sofort fällig.

Sagen wir ca 8000 €

Und dann geht es um die komplette Rückabwicklung und wenn nur einer von euch nicht mitspielt dann ist die Rückabwicklung unmöglich.

Also deine Frau will nicht und dann ist schon Ende.


Und dann selbst wenn ihr wollt muß das ganze Paket finanziert werden.


Also Kaufpreis / Notarkosten / Grunderwerbsteuer/ Vormerkung im Grundbuch/ dann alle Kosten die der jetzige Eigentümer verauslagt hat.

Dessen Finanzierungskosten / sonstige Aufwendungen / alle Kosten des ersten Vertrages und die Nebenkosten /


Also auch dessen Grunderwerbsteuer die er damals zahlen mußte.


Es kann sein dass das FA zwar die Steuer erstattet nur zunächst muß erst einmal alles vorgelet werden und für all das braucht ihr einen Notar der euch dabei hilft.


Wenn es also schlimm kommt dann sind etwa 150% des Kaufpreises den der andere damals insgesamt zahlen mußte zu finanzieren.

Aber zunächst hat er nur das Recht der Rückabwicklung und eben noch keinen in Geld ausgedrückten Anspruch.



Deshalb gilt es nun aber vorbereitet zu sein.


Ihr / ihr beide jeder einzeln darf nicht einen einzigen Cent zahlen und muß so schnell als möglich die EV ableisten.


Denn jeder Cent der gezahlt wird ist völlig unsinnig und hilft auch dem Gläubiger nicht weiter.

Er verlängert nur den Schmerz für beide Parteien.


Wenn sofort klar wird dass nichts zu holen ist und auch nichts erwartet werden kann, auch keinen Anteil an der Pension,

dann nur dann gibt es eine Chance für Gläubiger wie die beiden Schuldner das Problem zu lösen.


Dem privaten Gläubiger ist eben nicht geholfen wenn er nur aus der Hoffnung lebt.


Also noch einmal mein Rat sofort alles abtreten

Die pfändbaren Teile der Pension abtreten und dann sind sofort klare Verhältnisse geschaffen.


Ob dann in 3 oder 4 Jahren oder überhaupt die Insolvenz erforderlich wird steht auf einem anderen Blatt.


Weil wahrscheinlich der Gläubiger eher in Insolvenz geht.


Und wenn die ZV der Wohnung betrieben wird dann ist wieder alles anders.