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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine Geschichte zum 4. Advent



Nicht Aufgeben
23.12.2007, 03:09
Der Apfent


Der Apfent ist die schönste Zeit vom Winter. Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine. Aber die ist mit Beleuchtung. Und man schreibt sie mit K.!

Drei Wochen bevor das Chrischtkindl kommt, stellt der Papa die Krippe im Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen. Viele Krippen sind dodal langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben mords dolle Figuren drin. Ich habe einmal den Josef und das Chrischtkindl auf unseren Ofen gestellt, damit sie es schön warm haben. Aber es war ihnen zu heiß.

Das Chrischtkindl ist ganz schwarz g'wordn und den Josef hat's in lauter Drümmer zerrissn. Ein Fuß von ihm ist bis in den Plätzlteig g'flogn und das war kein schöner Anblick. Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, daß nicht einmal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind. Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind in der Krippe herumsteht, schaut es nicht so gut aus. Aber ich habe gottseidank viele Figuren in meiner Spielkiste und der Josef ist jetzt der Donald Duck. Als Chrischtkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, daß er in der Futtertrog gepasst hätte. Da hat meine Mama gesagt, man kann doch als Chrischtkindl keinen Asterix hernehmen, da ist ja das verbrannte Chrischtkindl noch besser. Es ist zwar schwarz, aber immerhin noch ein Chrischtkindl. Hinter dem Chrischtkindl stehen zwei Oxen, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurier. Das Nilpferd und den Brontosaurier hab ich hingestellt, weil der Ox und der Esel waren mir allein zu langweilig.

Links neben dem Stall kommen gerade die Heiligen Drei Könige daher. Ein König ist dem Papa im letzten Apfent beim Putzen heruntergefallen und war dann dodal hin. Jetzt haben wir nur noch Zwei Heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz. Eigentlich wollte ich ja Vier Heilige Drei Könige, doch der Spiderman muß ja im Stall auf die deppperten Schafe aufpassn, weil der alte Schäfer hat's auch nicht mehr gemacht und is kapuddgegangen. Normal haben die Heiligen Könige einen Haufen Zeug für's Chrischtkindl dabei, nähmlich Gold, Weirauch und Pürree. Von den unseren hat einer anstadd Gold ein Kaugummipapierl dabei, das glänzd auch schön.Der andre hat eine Marlboro in der Hand, weil wir keinen Weirauch haben. Aber die Marlboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat eine Pistole dabei. Das ist zwar kein Geschenk für das Chrischtkindl, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen.

Hinter den Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein kaasiger Engel. Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut, weil er ja nicht stehen kann und mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt.Rechts neben dem Stall haben wir ein Rotkäbbchen hingestellt. Es hat eine Pizza und drei Weißbier für die Oma dabei und reißt gerade eine Marone ab. Einen Wolf haben wir nicht, darum luurt hinter dem Baum ein Bommel als Ersatzwolf hervor. Mehr steht in unserer Krippe nicht, aber das reicht voll.

Am Abend schalten wir die Lampe an und dann ist unsere Krippe erst so richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Apfent. Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu lusert. Mein Opa hat mir ein schönes Gedicht vom Apfent gelernt und es geht so:

"Apfent, Apfent, der Bärwurz brennt.
Erst trinkst oan,dann zwoa,na drei und vier,
dann hauts di mit dem Hirn an'd Tür."

Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, dass ich es mir nicht merken darf.


Im Apfent wird auch gebastld. Wir haben eine große Schüssel voll Nüsse und eine kleine voll Goldstaub. Darin wälzen wir die Nüsse, bis sie goldern sind und das Chrischtkindl hängt sie später an den Chrischtbaum. Man darf nicht fest schnaufen, weil der Goldstaub is dodal leicht und er fliegt herum, wenn man hineinschnauft.

Einmal habe ich vorher in den Goldstaub Niespulver hineingetan und wie mein Vater die erste Nuss darin gewälzd hat, tat er einen Nieserer, daß es ihn gerissen hat und sein Gesicht war goldern und die Nuss nicht.

Die Mama hat ihn geschimpft, weil er keine Beherrschung hat und sie hat gesagt, er stellt sich dümmer an als wie ein Kind. Meinem Vater war es recht zuwieder und er hat nicht mehr mitgetan. Er hat gesagt, daß bei dem Goldstaub irgendwas nicht stimmt und die Mama hat gesagt, dass höchstens bei ihm etwas nicht stimmt. Ich habe mich sehr gefreut, weil es war insgesamd ein lustiger Apfentsabend.

Kurz vor Weihnachten müssen wir unsere Wunschzettel schreiben. Meine Schwester wünscht sich meistens eine Puppe oder sonst ein Glump. Ich schreibe vorsichtshalber gleich mehr Sachen drauf und zum Schluss schreibe ich dem Chrischtkindl, es soll einfach soviel kaufen, bis das Geld ausgeht.

Meine Mama sagt, das ist eine Unverschämtheid und irgendwann bringt das Chrischtkindl gar nix mehr, weil ich nicht bescheiden bin. Aber bis jetzt habe ich immer was gekriegt. Und wenn ich groß bin und Geld verdiene, dann kaufe ich mir selber was und bin überhaupd nicht mehr bescheiden. Dann kann sich das Chrischtkindl von mir aus ärgern, bis es schwarz ist, aber das ist es ja eh schon, aber dann ist es mir wurscht.

Bis man schaut, ist der Apfent vorbei und Weihnachten auch und mit dem Jahr geht es dahin. Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt bis Ostern nix mehr, höchstens, wenn man vorher Geburtstag hat.


Aber eins is gwiess:


Der Apfent kommt immer wieder

Nov
23.12.2007, 06:23
Hey nicht Aufgeben!

Vielen Dank für di geschichteund ich hänge mich einfach mit einer an :)


Viele Weihnachtsfeste

Im Allgemeinen hatte sich Janosch daran gewöhnt die Feiertage zum Fest allein zu verbringen denn dies war schon so oft der Fall gewesen,
das es ihm schon gar nicht mehr viel ausmachte. Dieses Gefühl nahm er sich jedenfalls vor wenn er mal wieder die Festtage allein verbrachte und obwohl er auf dieses Gefühl innerlich bestand, dachte er oft an die Festtage zurück die er mit Menschen verbrach hatte mit denen er in dieser Zeit zusammen lebte als Familie!
Auch dieses Jahr war es mal wieder soweit und im Inneren überkam Ihn eine Unruhe die er davor niemals hatte und er wußte dieses Jahr ist es etwas anders! Er spürte es einfach dieses Mischgefühl aus Traurigkeit, Sehnsucht und doch ein stück innerlich Wärme und grade dies macht Ihn sehr nervös weil es unbekannt und auch ein wenig unheimlich war!
So vergingen die Tage der Vorweihnachtszeit und je näher der Heilige Abend kam, um so mehr merkte er das er nicht wußte wie er sich verhalten sollte den in seinem inneren vibrierte und pochte es und er merkte es war etwas anders als all die Jahre zuvor!
Es war auch so dass er seit Jahren das erste mal wieder Karten zum Fest verschickte weil es Ihm schwer fiel zu schreiben nein nicht wegen der Tatsache Worte zu finden sondern weil Ihm das schreiben an sich sehr schwer viel obwohl er dies als Kind gerne tat und auch ausgiebig. Also nahm er in diesem Jahr sich vor einigen Menschen die Ihm geholfen hatten und Ihm auch sehr Nahe standen dies in dieser Form zu sagen und nach und nach bekam auch er Wünsche zum Fest und Jahreswechsel zurück. Allein diese Tatsache machte Ihn besonders Froh den in vielen konnte er etwas lesen was er die Jahre über suchte und eigentlich niemals gefunden hat Wärme. Unter diesen war ein Brief eines Jungen der einfach nur eine Zeile schrieb und etwas hinzumalte was Janosch einige Tränen ins Auge trieb da er diesen nicht mal persönlich kannte. Und so bekam dieser kleine Brief einen Ehrenplatz in der Wohnung von Janosch und jedes Mal wenn er trübsinnig seinen Gedanken nach hing fiel sein Blick in die Richtung und er sah diesen Brief und die zur Familie gehörenden Bilder die an der wand hingen. Und Ihm wurde klar das mit diesem Brief und den Weihnachtsgrüßen die bei Ihm eingetroffen waren er ein sehr sehr großes Geschenk bekam in diesem Jahr nämlich etwas Wertvolles was es nicht zu kaufen gab „ Freundschaft „!
Mit diesem Wissen machte es Ihm nicht mehr so viel aus das Fest allein zu verbringen und er tat etwas was er niemals vorher getan hatte er zündete für Jedes Familienmitglied der Kartenschreiber eine Kerze an und nahm innerlich und tief in seinem Herzen bei diesem Menschen am Weihnachtsfest teil und es war das erste mal seit Jahren wenn Janosch allein die Festtage verbracht das auch in seinen Räumen Lichte brannten und er an vielen Weihnachtsfesten teilnahm!

Er setzte sich zurück und aus einem sehr inneren Gefühl und einem Blick auf die vor Ihm stehenden Karten wünschte r allen diesen Menschen mit einem lächeln

Frohe Weihnachten