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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer von Euch `riestert´? Und hat `plusminus´ gesehen?



kalle
14.11.2007, 06:53
Ich kopier hier mal was von Tacheles (hoffe, das gibt keine copyright-Probleme):
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,ryw32d2mo8i81l9r~cm.asp

Das Sparen ist für die Katz? Nein, für den Staat!
Ein Drittel der "Riester"-Verträge sind von Geringverdienern, die damit einen Anspruch erwerben, der später UNTER der Grundsicherung im Alter liegt.
Und da die "Riester-Rente" auf die GruSi angerechnet wird ...

So wird das Volk verar...riestert!

Huck
14.11.2007, 08:02
Es ist noch schlimmer.

Garantiert ist ja nur ein fester Geldbetrag. Die darüber hinaus gehenden Zuschüsse stehen in den Sternen. Gleichzeitig hat man sich für Jahrzehnte festgelegt und kommt selbst im Rentenalter nur zum kleineren Teil an das Kapital. In Spanien wohnen darf man auch nicht.

Was die sagen wir mal 100 Euro Zusatzrente in 40 Jahren kaufen können, weiss kein Mensch.

Ich würde auf den Staatszuschuss verzichten. Sparen kann man trotzdem.

Petrocelli
14.11.2007, 08:07
Ist das Dein Ernst? Du empfiehlst, auf private Altersvorsorge zu verzichten, um Deine Sozialhilfeansprüche nicht zu gefährden? Bloß nicht selbst was fürs Alter zurücklegen. Die Solidargemeinschaft wird mich schon durchfüttern.

Ich weiß ja nicht, wann Du in Rente gehst. Ich wäre mir aber nicht so sicher, ob es in 20 oder 30 Jahren überhaupt noch eine Grundsicherung gibt? Und falls doch, in welcher Form und Höhe?

kalle
14.11.2007, 09:23
Ich habe den plusminus-Beitrag (auf "DasErste.de") so verstanden, dass man (wie so oft) weder Werbung noch Politikern glauben darf
- und auch keinen "Vermögensberatern" (=Verkäufer!) -, sondern dass man die eigene Situation zuvor genau prüfen sollte, bevor man solche Verträge schließt.

Wer schon älter ist und wer wenig verdient, für den lohnt es sich nicht.

Wer noch 30, 40 Jahre Zeit hat und ein gutes Einkommen (in spe) hat, für den mag es sich u.U. lohnen.

@petroc
Bist Du eigentlich auch gegen Kindergeld, VwL, Eigenheimzulage, Pendlerpauschale usw., nur weil sie von der "Solidargemeinschaft" (dem Steuerzahler!) kommen?

Sollen denn die "kleinen" Leute (Geringverdiener) "moralischer" sein als andere?
Merkwürdige Moral.

imauslandlebend
14.11.2007, 09:39
Was mich eigentlich mal interessieren würde, was passiert wenn man als Selbständiger aufhört, jahrelang in die Rürup-Rente gezahlt hat und dann ein Angestellverhältnis eingeht, wo man ja eher riestern muss oder man vom Angestelltenverhältnis in die Selbständigkeit wechselt was wird dann mit den Renten ?

Muss die eine dann gekündigt werden oder stillgelegt und darf man dann die andere beantragen ?

joflocken
14.11.2007, 12:04
Nein, so wie ich das verstanden habe, läuft die einmal abgeschlossene Versicherung weiter.

Nach langen hin- und her überlegen bzgl. meiner Altervorsorge und einzige derzeitige Option Riesterrente, habe ich mich jetzt dagegen entschieden.

Zum einen kommt kaum was richtig handfestes dabei raus (in meinem Fall ca. 50-60 EUR mtl.), zum anderen wird es im Ausland nicht ausgezahlt. Da ich mich aber mit ernsthaften Auswanderungsplänen innerhalb der nächsten Jahre beschäftige, würde der Vertrag quasi verfallen.

Und außerdem (s.o.): die Kaufkraft dürfte in 30 Jahren komplett gegen oder sogar unter 0 tendieren. Dafür schneid ich mir derzeit den Beitrag aus den Rippen, damit ich später da de facto gar nix von hab und: die Zusatzrente wird auch noch auf die Grundsicherung (oder wie immer sich das dann nennt) angerechnet, da ich ohnehin zu wenig Rente bekommen werde. Das Geld ist also so oder so komplett weg (im übrigen schöne Verarschung der Bevölkerung, ist nur Geld für den Staat). Da spar ich lieber in meinen Sparstrumpf, da dürfte mehr bei rauskommen.

Viele Grüße

Petrocelli
15.11.2007, 22:05
Bist Du eigentlich auch gegen Kindergeld, VwL, Eigenheimzulage, Pendlerpauschale usw., nur weil sie von der "Solidargemeinschaft" (dem Steuerzahler!) kommen?Nein, habe ich nicht. VL zahlt der Arbeitgeber. Die Pendlerpauschale ist quasi abgeschafft und wenn, dann senkt sie Deine eigene Steuerlast. Bekommst Du auch nur, wenn Du was Schaffen gehst.
KG gibts für das Aufziehen neuer Steuerzahler.:)
Eigenheimzulage gabs für die Schaffung/ Erhalt von Wohnraum. Die läuft aber auch aus.

Nach Deiner Philosophie ist es eigentlich ja Blödsinn, überhaupt arbeiten zu gehen? Schließlich würde das Einkommen ja auf die Grundsicherung angerechnet werden!

@Joflock.
Die Riesterrente wird sehrwohl auch ins Ausland gezahlt. Lediglich die staatlichen Zuschüsse werden abgezogen. Ist ja auch verständlich. Der Staat will seine Fördergelder nicht ins Ausland verschwinden sehen. Du sollst schön hier damit Deine Brötchen kaufen und die Wirtschaft ankurbeln ;)

Huck
15.11.2007, 22:27
Nach Deiner Philosophie ist es eigentlich ja Blödsinn, überhaupt arbeiten zu gehen? Schließlich würde das Einkommen ja auf die Grundsicherung angerechnet werden!

@Joflock.
Die Riesterrente wird sehrwohl auch ins Ausland gezahlt. Lediglich die staatlichen Zuschüsse werden abgezogen. Ist ja auch verständlich. Der Staat will seine Fördergelder nicht ins Ausland verschwinden sehen. Du sollst schön hier damit Deine Brötchen kaufen und die Wirtschaft ankurbeln.

Natürlich ist es für einen Niedrigverdiener unsinnig, in eine Einrichtung freiwillig zu zahlen, aus der er nach derzeitiger Gesetzeslage effektiv nichts zurückbekommt. Welche Gesetzeslage in 40 Jahren herrscht, weiß niemand. Vorläufig ist es sinnvoller, das Geld lieber in eine Keksdose zu stecken.

Da moralisch zu argumentieren, ist irreal.

Die Rückforderung aller Förderung ist primär den Doppelbesteuerungsabkommen geschuldet. Der Staat verzichtet erstmal auf Steuern, besteuert aber die Renten voll. Das wäre dann schlecht, wenn die Rentenbesteuerung an den spanischen Staat fließt. Um Wirtschaftsankurbelung geht es höchstens drittrangig.

Felsenbirne
15.11.2007, 23:06
Ich weiß es nicht genau, aber ein junger Mensch der eigentlich nur sehr wenig einsetzt hat eine Chance, weil eben der Zuschuß vom Staat mehr ausmacht als er selbst bei geringem Verdienst leisten muß.

Und da das auch auf jeden Fall pfänduingssicher ist denke ich schaden kann es nichts.

Ob es etwas nützt ist eine andere Frage.

Und Riestern kann man ja über Bausparen / Versicherungen/ Aktien/ Fonds und ab nächstes Jahr sogar Wohnbaubsparen also die eigenen Schulden am Haus tilgen.


Also kommt was raus ist gut, kommt nicht mehr als eingezahlt raus ist auch in Ordnung nur verloren geht nichts.

Und das ist doch auch schon was.


Wer früher gespart hat und irgendwann überschuldet war dem wurde alles genommen und genau das ist bei Riester nicht möglich.


Man kann alles negativ sehen aber ich denken ein halb volles Glas macht mehr Sinn als ein halb leeres Glas.

Den immer negativen Bürgern ist weder zu helfen noch werden die jemals einen Blick für die schönen Seiten des Lebens haben.

Warum und für was leben diese Leute eigentlich?


Nur um sich zu ärgern?


Sucht das was Freude macht, was aufheitert, was vielleicht besser werden kann und wird.

Inkassomitarbeiter
16.11.2007, 00:46
Also kommt was raus ist gut, kommt nicht mehr als eingezahlt raus ist auch in Ordnung nur verloren geht nichts.

Nun wenn es auf die Grundsicherung angerechnet wird ist nichts gewonnen, hätte man das Geld dann in Alkohol und lose Weiber investiert... Mann hätte mehr davon gehabt.


Und das ist doch auch schon was.

Juhu... sie ziehen mir vom Lebensnotwendigen ab was ich mir sauer angespart habe, versteuert angespart habe... ich bin solz auf mich denn ich hätte es ja auch versauffen und verhuren können und hätte trotzdem keinen Cent weniger.... aber ich bin ein guter Mensch... Und das ist doch auch schon was!


Wer früher gespart hat und irgendwann überschuldet war dem wurde alles genommen und genau das ist bei Riester nicht möglich.

Da hst du allerdings recht... solange du nicht vor hast Grundsicherungsempfänger zu werden oder deinen Lebensabend am sonnigen Mittelmeer zu verbringen.


aber ich denken

Ja ich denken auch ab und an mal... das scheint eine typisch menschliche Schwäche zu sein... ich Jonas... du Freitag... ich denken!



ein halb volles Glas macht mehr Sinn als ein halb leeres Glas.

Aha!
Nun ja nüchtern betrachtet sprichst du von 50 %... und zwar völlig egal von welcher Seite man es auch betrachten will... 50 % sind 50 % auf beiden Seiten... ob voll oder leer... auch bei der Risterrente können 50 % die da eben im halbvollen Glas fehlen richtig weh tun!



Warum und für was leben diese Leute eigentlich?

Ohhhhh Alarm!


Nur um sich zu ärgern?

Puhhhh Entwarnung!

Ich befürchtete schon es folgt nun eine lange Abhandlung über die Vorteile von Zyklon B....


Sucht das was Freude macht, was aufheitert, was vielleicht besser werden kann und wird.

Ja z.B. die Riesterrente die könnte noch viel besser werden, nicht von der Grundsicherung abgezogen werden und in voller Höhe auch mit Wohnsitz in Indien ausbezahlt werden...

Auch wenn es noch den Anschein hat das ich noch im halb vollen Glas sitze... die 50 % für die das alles sehr gut und schön ist und die dann immernoch zweimal im Jahr Flugreisen in ein weit entferntes Ausland unternehmen können ... verstehe ich sehr gut die Anderen die auf der anderen Seite des Glases sitzen und die bei Aldi jeden Tag 15 Minuten darüber senieren was sie heute fressen sollen.

Liebe Felsi!

Versuch mal drei Monate von dem Betrag zu leben der einem in der Grundsicherung zugestanden wird... dein feudales zuhause mit Goldwasserhähnen zählt nicht und wird nicht gerechnet... versuch einfach mal nach Wohnung & Co nur das auszugeben und von dem zu leben was einem mit ALGII oder als Grundsicherungsempfänger im Monat zusteht.

Ich kann es nicht!

Ich habe es versucht und sehe nun die Riesterrente im halb leeren Glas... auch wenn ich im vollem sitze!

Grüße


Jonas

kalle
16.11.2007, 05:17
@Jonas

Deine Beiträge sind wirklich oft eine Freude.
Danke für das morgendliche Vergnügen. *s*

Zitat Felsenbirne:
" ...
Also kommt was raus ist gut, kommt nicht mehr als eingezahlt raus ist auch in Ordnung nur verloren geht nichts.
Und das ist doch auch schon was.
..."

So gesehen hast Du natürlich recht *g* - warum wollen dann nur alle "Steuern sparen"?
Wenn man Steuern zahlt, geht das Geld ja auch nicht "verloren", sondern davon werden ja auch gute und vernünftige Dinge gezahlt, wie z.B. Kindergärten, Krankenhäuser ...

Deine Argumentation ist schon etwas merkwürdig, Felsi:
Um sich am Leben zu erfreuen, braucht es manchmal schon etwas Kleingeld (für Alkohol und lose Weiber z.B. *g*),
wenn man dieses Kleingeld aber vorher in ein schwarzes Loch geworfen hat,
dann kann man es nachher nicht mehr ausgeben - oder wo ist da mein Denkfehler?

joflocken
16.11.2007, 12:22
+++++++dann kann man es nachher nicht mehr ausgeben - oder wo ist da mein Denkfehler?+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ ++++

Der Denkfehler ist, das Du dadurch ja höchst sozial warst und mit Deinem Beitrag die "Solidargemeinschaft" unterstützt hast :p

Viele Grüße
joflo (der sein Geld auch lieber ganz "unsozial" für sich ausgibt)

hege
16.11.2007, 14:40
Scheinbar werden hier Grundsicherung und Riesterrente miteinander vermischt. Die Grundsicherung ist eine soziale Leistung der arbeitstätigen Gesellschaft und die Riesterrente ein Versuch die Altersversorge langsam zu privatisieren.


1. Die Grundsicherung ist nur als eine Hilfestellung anzusehen, um über die Runden zu kommen und NICHT als Einkommen! Wenn meine Freundin 100€ von der Grundsicherung abgezogen bekommt weil sie 100€ zuviel nebenbei verdient hat, ist das ärgerlich - aber gerecht! Schließlich ist die Grundsicherung immer noch eine Grundsicherung und kein Grundgehalt! Scheinbar haben das einige noch nicht kapiert! Sie ist dazu da, um nicht auf der Straße schlafen zu müssen oder zu verhungern und nicht um genug Zeit und Geld zu haben Talkshows und Homeshopping-Sendungen aufzusaugen.

2. Niemand wird gezwungen Geld in die Riesterkasse einzuzahlen, Mindestbeiträge abhängig vom Einkommen sind nötig, um die staatlichen Zulagen zu erhalten. Eine Riesterrente nicht auf die Grundsicherung anzurechnen wäre so wie Nebeneinkünfte nicht anzurechnen. Und wer jetzt schon davon ausgeht in 20-30 Jahren immernoch Grundsicherung zu beziehen... (ohne Worte)

Menschen die der Meinung sind nicht arbeiten zu müssen, weil dann hinterher eh nicht mehr rausspringt als wenn sie faul herum liegen würden - sind für mich nichts weiter als Sozialschmarotzer!

Verbesserungsfähig finde ich nur die Unterstützung von "Arbeitswilligen", Lebensgemeinschaften und ein erhöhter Druck auf diejenigen, die sich längst damit abgefunden haben auf Kosten anderer zu leben.

joflocken
16.11.2007, 16:33
++++++Und wer jetzt schon davon ausgeht in 20-30 Jahren immernoch Grundsicherung zu beziehen... (ohne Worte)+++++++++++++++++++++++++

Also da kommt mir doch gleich die Galle hoch! Wenn ich bis zur Rente durcharbeite (und ich bin schon seit meinem 18. Lebensjahr berufstätig)habe ich nach derzeitigem Stand gerade einmal ca. 450 EUR Rente (ohne evtl . Abzüge durch "Zwangsfrühverrentung" o.ä.) raus. Wo ich noch nicht mal wissen möchte, was mir diese 450 EUR dann noch kaufen können in 29 Jahren (solange muß ich nämlich nach jetzigem Stand noch), nämlich wahrscheinlich so gut wie nix mehr, Kaufkraft dürfte bis dahin gegen 0 tendieren. Und dann spar !!! ich mir noch meine letzten paar Kröten mühselig ab, damit diese mir im Alter dann auf diese Mickerrente angerechnet werden und MEIN mühselig erarbeitetes Geld einfach verloren ist (btw: wir sprachen ja schon davon: gehst Du sogar mal ins Ausland, ist die Kohle weg -ok, das eingezahlte bekommst Du raus, aber dann hätteste das auch im Sparstrumpf ansparen können). Hallo???

++++++++1. Die Grundsicherung ist nur als eine Hilfestellung anzusehen, um über die Runden zu kommen und NICHT als Einkommen! Wenn meine Freundin 100€ von der Grundsicherung abgezogen bekommt weil sie 100€ zuviel nebenbei verdient hat, ist das ärgerlich - aber gerecht! Schließlich ist die Grundsicherung immer noch eine Grundsicherung und kein Grundgehalt! Scheinbar haben das einige noch nicht kapiert! Sie ist dazu da, um nicht auf der Straße schlafen zu müssen oder zu verhungern und nicht um genug Zeit und Geld zu haben Talkshows und Homeshopping-Sendungen aufzusaugen.++

Du redest hier über Leute, die wahrscheinlich ihr Leben lang nicht unerhebliche Beiträge in die Sozialsysteme gezahlt haben (und nicht von "Sozialschmarotzern"), um dann eben nur die "Grundsicherung" zu erhalten. Hallo? Da hat wer 40-45 Jahre gearbeitet und Du gönnst ihm nicht 1 Cent mehr im Alter?

Ich finde, diese Leute haben ein Recht auf LEBEN im Alter, und dazu gehört mit Sicherheit mehr als eine "Grundsicherung". Für die hätte man nämlich NIE arbeiten brauchen...................

Ist schon erstaunlich, wie gut mittlerweile die Medien den Sozialneid in diesem Land geschürt haben.

Viele Grüße
joflo

kalle
16.11.2007, 17:45
Ach, joflo, Du bist noch "jung", man hört es förmlich
- was regst Du Dich auf?

Ich bin ja nun der Rente schon ein wenig nähergerückt
- und finde, solche dummen Kommentare sollte man einfach ignorieren.

hege - Dein Beitrag ist absoluter Dummfug pur!
Dümmer geht es echt nimmer!!

Und von so einem Fuzzi, der wahrscheinlich noch nicht einmal so lange aus den Windeln raus ist, wie ich schon Steuern und SV gezahlt habe,
laß ich mich nicht Sozialschmarotzer nennen!!!

Bankquest
16.11.2007, 18:42
Der einzige der wahrscheinlich Geld aus der Riester Rente zieht ist Herr Riester selber, der mit seinen Vorträgen bei Versicherungen usw. ein Vermögen macht.
Das sollte eigentlich seinem Dienstherren, dem Staat gehören, aber naja....
Ausserdem traue ich diesem Staat, speziell wenns um Geld geht, keinen Meter weit. Wenns genehm ist wird einfach mal wieder früher oder später ein Gesetz geändert und die Kohle ist wieder irgend wie wech.

Ich würde nächtliche Schweissausbrüche bekommen wenn ich daran denken müsste das der Staat Geld von mir hat und das verwaltet.

Bankquest

Huck
16.11.2007, 21:30
1. Die Grundsicherung ist nur als eine Hilfestellung anzusehen, um über die Runden zu kommen und NICHT als Einkommen! Wenn meine Freundin 100€ von der Grundsicherung abgezogen bekommt weil sie 100€ zuviel nebenbei verdient hat, ist das ärgerlich - aber gerecht! Schließlich ist die Grundsicherung immer noch eine Grundsicherung und kein Grundgehalt! Scheinbar haben das einige noch nicht kapiert! Sie ist dazu da, um nicht auf der Straße schlafen zu müssen oder zu verhungern und nicht um genug Zeit und Geld zu haben Talkshows und Homeshopping-Sendungen aufzusaugen.

2. Niemand wird gezwungen Geld in die Riesterkasse einzuzahlen, Mindestbeiträge abhängig vom Einkommen sind nötig, um die staatlichen Zulagen zu erhalten. Eine Riesterrente nicht auf die Grundsicherung anzurechnen wäre so wie Nebeneinkünfte nicht anzurechnen. Und wer jetzt schon davon ausgeht in 20-30 Jahren immernoch Grundsicherung zu beziehen... (ohne Worte)

Menschen die der Meinung sind nicht arbeiten zu müssen, weil dann hinterher eh nicht mehr rausspringt als wenn sie faul herum liegen würden - sind für mich nichts weiter als Sozialschmarotzer!

Verbesserungsfähig finde ich nur die Unterstützung von "Arbeitswilligen", Lebensgemeinschaften und ein erhöhter Druck auf diejenigen, die sich längst damit abgefunden haben auf Kosten anderer zu leben.

Das darf ja wohl nicht wahr sein. Praktisch parallel fragst du, ob deine Freundin in ihrer Privatinsolvenz die übrig gebliebenen 100 Euro behalten kann.

Deine Freundin nutzt die Gesetzeslage. Diese Gesetzeslage geht primär nicht zu Lasten des Staates, der sich vergleichsweise gut abgesichert hat, sondern zu Lasten privater Gläubiger, die auf ihre berechtigen Ansprüche teilweise oder ganz verzichten müssen. Es mag konkret eine Bank sein, mit der man nicht soviel Mitleid aufbringt. Es können aber auch Leute sein, denen das selber sehr weh tut. Die Gesetzeslage ist da völlig neutral.

Es ist okay, dass deine Freundin die Gesetzeslage nutzt. Dafür ist sie da.

Es ist nicht okay, andere Leute als Sozialschmarotzer zu bezeichnen, die sich ebenfalls die Gesetzeslage anschauen und danach ihr Handeln bestimmen.

Konsequent wäre es, die Schulden deiner Freundin komplett zu bezahlen. Jedenfalls, wenn du moralisch argumentieren willst.

Petrocelli
16.11.2007, 23:07
Ich würde nächtliche Schweissausbrüche bekommen wenn ich daran denken müsste das der Staat Geld von mir hat und das verwaltet.Dann bist Du offensichtlich in der glücklichen Situation, Dich aus der gesetzlichen Rentenversicherung verabschiedet zu haben.

Meine Riesterbeiträge gehen in einen Fondssparplan eines renomierten, kompetenten Anbieters. Der Staat zahlt nur seine Fördergelder mit dazu. Die Renditen,- Kurs u. Wertsteigerungen gehören mir. Sollte ich im Alter in gemütlichere, kühlere Gefilde ziehen, gehen nur die real geleisteten Geldgeschenke zurück ins Staatssäckel.

Um in den Genuss der vollen staatl. Förderung zu kommen, muss man nur 2- 3% von seinem Jahresbrutto einzahlen. Das sollte doch zu stemmen sein. Man hat dann später ein Recht auf dieses Geld. Und wird vielleicht nicht als bedürftiger Alter mit Essenmarken oder Kleidergutscheinen in einem Rentnercamp abgefertigt.

imauslandlebend
17.11.2007, 09:33
Wollen die das nicht aber auf 4% des Einkommens anheben ?

hege
19.11.2007, 09:56
Sollte mein Kommentar jemanden beleidigt haben, der ehrlich von sich behaupten kann sicht nicht auf dem Empfang von Sozialleistungen auszuruhen und aktiv an der Eigenfinanzierung seines Lebensunterhaltes arbeitet - dann entschuldige ich mich hiermit dafür.

Ich bin jedoch der Meinung, dass es einigen Leuten viel zu leicht gemacht wird eben nicht mehr zu arbeiten. Jeder kann mal in eine Schieflage geraten für die die Grundsicherung gedacht ist. Finanziert wird diese allerdings nicht aus Beträgen, die bisher eingezahlt wurden, sondern aus den Abgaben die derzeit gezahlt werden. Und wenn ich also einen Teil meines Einkommens dafür aufwenden muss die Grundsicherung anderer zu finanzieren, dann werde ich mir über die Verwendung auch ein Urteil bilden dürfen.



Und dann spar !!! ich mir noch meine letzten paar Kröten mühselig ab, damit diese mir im Alter dann auf diese Mickerrente angerechnet werden und MEIN mühselig erarbeitetes Geld einfach verloren ist (btw: wir sprachen ja schon davon: gehst Du sogar mal ins Ausland, ist die Kohle weg -ok, das eingezahlte bekommst Du raus, aber dann hätteste das auch im Sparstrumpf ansparen können). Hallo???

Du redest hier über Leute, die wahrscheinlich ihr Leben lang nicht unerhebliche Beiträge in die Sozialsysteme gezahlt haben (und nicht von "Sozialschmarotzern"), um dann eben nur die "Grundsicherung" zu erhalten. Hallo? Da hat wer 40-45 Jahre gearbeitet und Du gönnst ihm nicht 1 Cent mehr im Alter?

Ich finde, diese Leute haben ein Recht auf LEBEN im Alter, und dazu gehört mit Sicherheit mehr als eine "Grundsicherung". Für die hätte man nämlich NIE arbeiten brauchen...................

Das stimmt so nicht. Das Eingezahlte ist als vertraglicher Bestandteil gesichert, da mitunter in risikoreichen Aktienfonds investiert wird. Allerdings ist der Fall eines Verlustes über diesen Zeitraum sehr unrealistisch. Zurückzuzahlen sind im Falle der Auswanderung die Förderbeträge und weder der daraus entstandene Kapitalgewinn, noch der sonstiger Kapitalgewinn.

Niemand sollte sein ganzes Geld in eine Riesterrente stecken, sinnvoll sind immer nur die geförderten bzw. steuerlich begünstigten Beträge. Eine private Altersvorsorge neben Riester sollte wohl klar sein.

Wenn niemand für eine Grundsicherung arbeiten muss frage ich mich allerdings wie diese dann finanziert werden soll!?



hege - Dein Beitrag ist absoluter Dummfug pur!
Dümmer geht es echt nimmer!!

Und von so einem Fuzzi, der wahrscheinlich noch nicht einmal so lange aus den Windeln raus ist, wie ich schon Steuern und SV gezahlt habe,
laß ich mich nicht Sozialschmarotzer nennen!!!
Konstruktiv finde ich deinen Beitrag allerdings auch nicht! Da ich weder dich noch deine Lebensverhältnisse kenne, habe ich dich auch nicht gemeint.



Ich würde nächtliche Schweissausbrüche bekommen wenn ich daran denken müsste das der Staat Geld von mir hat und das verwaltet.

Der Staat verwaltet überhaupt kein Riestergeld! Er fördert! (weil er an anderer Stelle gekürzt hat)



Es ist nicht okay, andere Leute als Sozialschmarotzer zu bezeichnen, die sich ebenfalls die Gesetzeslage anschauen und danach ihr Handeln bestimmen.

Konsequent wäre es, die Schulden deiner Freundin komplett zu bezahlen. Jedenfalls, wenn du moralisch argumentieren willst.
Ich habe diesen Begriff nur auf ganz bestimmte Minderheit bezogen und nicht pauschalisieren wollen. Die Gesetzeslage auszunutzen ist natürlich nachvollziehbar, wenn auch nicht immer gerecht, sozial etc.

Die Schulden meiner Freundin stammen aus einem Kreditvertrag, den sie naiv unterschrieben hat, ohne je einen Cent davon gesehen zu haben. Warum sollte sie, wenn wir mal bei gercht und sozial bleiben, dafür zahlen müssen?


Wollen die das nicht aber auf 4% des Einkommens anheben ?
4% ab 2008 für die volle Förderung