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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum haben Mütter so viel Macht über einen????



Bärbel68
18.09.2007, 18:07
War heute bei meiner Mutter und habe ihr etwas Keksdosengeld gebracht, das sie uns im August geliehen hatte, als der Arbeitgeber meines Mannes keinen Lohn gezahlt hat.

Sie war ganz aufgeregt und meinte sie will da nicht in irgendwas reingezogen werden, ich sagte sie bekäme nur das zurück was sie uns zum Leben geliehen hätte.

Dann meinte sie warum wir nicht einfach unsere Schulden bezahlen, warum wir überhaupt welche gemacht hätten und dann noch den Nachsatz, sie hätte ihre Schulden immer bezahlt.

Mein Vater hat auch monatlich das 4 fache meines Mannes verdient - sie konnte Schulden bezahlen und noch fett Vermögen anhäufen - da hat man gut reden.

Ich glaube sie versteht dieses ganze Inso-Verfahren nicht und denkt die ganze Stadt wird sich über sie das Maul zerreissen.

Mir ist mal wieder aufgefallen wie viel Macht Mütter doch haben......

mir geht es schlecht, das hat sie jedenfalls wieder mal erreicht....

gruß
bärbel

DiskuTier
18.09.2007, 18:26
Huhu Bärbel,

wenn Dein Geburtsjahr 1968 ist, dann wird es Zeit, dass es Dir egal ist, was Deine Mutter, die Nachbarn oder gar das Dorf/Stadt so denkt.:D ;)
Meine Oma kann das auch sehr gut, aber statt "sie hätte ihre Schulden immer bezahlt" lautet der Satz bei ihr "sie hat noch die Schulden gemacht, sich nie etwas zu schulden kommen lassen". bla

fst74
18.09.2007, 18:38
Meine Oma kann das auch sehr gut, aber statt "sie hätte ihre Schulden immer bezahlt" lautet der Satz bei ihr "sie hat noch die Schulden gemacht, sich nie etwas zu schulden kommen lassen". bla

hehehe... Das kenne ich nur zu gut :)

Lg.
fst74

tha-raff
18.09.2007, 18:44
Besser ist da meine Mutter, die denkt die wuerden jetzt bei meiner ganzen Familie meine Schulden eintreiben. Wenn ich versuche ihr die Inso zu erklaeren sagt sie nur das wenn es so einfach waere ja jeder Schulden machen wuerde und dann eine Inso beantragen wuerde....
Na ja, das beste ist Abstand halten und mit diesen Personen erst gar nicht darueber reden...

imauslandlebend
18.09.2007, 18:54
Ja, sowas gibt es bei uns auch....Oma kommt dann immer mit den Spruch das sie sich ihre Küche damals zusammengespart hat und zwar 10 Pfennig weise, irgendwann musste sie sich dann 2001 von der Küche trennen das war ein Drama.

Überweisungen werden bei ihr stets spätestens eine Woche vor Fälligkeit überwiesen, man will ja nicht in Rückstand geraten, wo gerade sie das Geld auf dem Konto bunkert.

Am liebsten würde sie alles Geld verwalten und uns zuteilen, denn sie reicht ja als alleinstehende Frau mit zwei Katzen auch mit Euro 150,00 im Monat für Lebensmittel und wir könnten das ja auch nur wir sind 3 Personen, davon ein Schulpflichtiges Kind und ein Schwerstkranker, das vergisst sie immer.

Da spart sie eisern und beschwert sich wenn sie uns in F anrufen muss, sie muss ja sparen, wenn wir anrufen dann redet sie stundenlang ist ja nicht ihr Geld :D

Aber Schulden macht man nicht....immer diese Sprüche.......:rolleyes:

Grisu
18.09.2007, 19:06
Ja, sowas gibt es bei uns auch....Oma kommt dann immer mit den Spruch das sie sich ihre Küche damals zusammengespart hat und zwar 10 Pfennig weise, irgendwann musste sie sich dann 2001 von der Küche trennen das war ein Drama.

Überweisungen werden bei ihr stets spätestens eine Woche vor Fälligkeit überwiesen, man will ja nicht in Rückstand geraten, wo gerade sie das Geld auf dem Konto bunkert.

Am liebsten würde sie alles Geld verwalten und uns zuteilen, denn sie reicht ja als alleinstehende Frau mit zwei Katzen auch mit Euro 150,00 im Monat für Lebensmittel und wir könnten das ja auch nur wir sind 3 Personen, davon ein Schulpflichtiges Kind und ein Schwerstkranker, das vergisst sie immer.

Da spart sie eisern und beschwert sich wenn sie uns in F anrufen muss, sie muss ja sparen, wenn wir anrufen dann redet sie stundenlang ist ja nicht ihr Geld :D

Aber Schulden macht man nicht....immer diese Sprüche.......:rolleyes:

Nur komisch, dass man es genau wie die Oma macht, wenn man denn mal letztendlich in der Inso oder im Forum angekommen ist, gell? ;)

LG
Grisu

luise2310
18.09.2007, 19:14
unsere mütter/großmütter sind ja auch in anderen zeiten "groß geworden" .

da war alles "schande". und wenn man sich nicht an die, von der gesellschaft vorgeschriebenen regeln hielt, war man geächtet.

das steckt in den köpfen einfach noch so drin.

es hat bei mir auch einige zeit gedauert, bis ich meinen eltern von meiner inso erzählt habe. und es hat unmengen von gesprächen gebraucht, bis sie das alles richtig verstanden haben. aber nun ist es okay.

...und ich liebe die beiden für ihr verständnis. :)

naja....und genau aus diesem generationsgrund, bin ich auch dafür, dass man eben nicht alles vor seinen kindern fernhält und verheimlicht. es gibt diese gesellschaftsprobleme nun mal. solange sie trotzdem das gefühl der geborgenheit vermittelt bekommen, dürfen die auch wissen, dass mama dieses und jenes hinter sich hat.

...dann werden sie später auch nicht mit dem finger auf andere zeigen. :)

imauslandlebend
18.09.2007, 19:19
Was will man da machen, sie verstehen das halt auch nicht mehr so, aber es geht einen eben ganz schön auf den Kranz.

Und selbst schiesst sie ja auch einen Bock nach dem anderen , damit unsereiner später mal was erbt, da wird dann für tausende der gesamte Brockhaus gekauft den ich schon als Schnäppchen bei Eb.. bekomme oder neuerdings sammelt sie Münzen und beschwert sich dann das die ihr immer mehr schicken und dann steht man da und muss dann irgendwelche Sachen kündigen die man ihr aufgeschwatzt hat und dann rennt sie rum und erzählt wie super sie das doch wieder gemacht hat und was für ein Kerlchen sie doch ist und sie zieht keiner über den Tisch.
Wenn nicht einer von uns sie immer diese Verträge irgendwie Rückgängig gemacht hätte , dann könnte sie heute hier fleissig schreiben.....WIE WERDE ICH MEINE SCHULDEN LOS :D

Man kann es nicht mehr ändern und muss halt mit aufpassen, das sie nicht zu große Böcke schiesst. :D

Tina
18.09.2007, 19:22
Sorry, aber seid froh, dass ihr noch eine Mutter habt, über die ihr euch ärgern, amüsieren, freuen oder sonst was könnt.

Tut mir leid, aber solche Diskussionen mag ich überhaupt nicht!

Lg Tina

imauslandlebend
18.09.2007, 19:30
Sorry, aber seid froh, dass ihr noch eine Mutter habt, über die ihr euch ärgern, amüsieren, freuen oder sonst was könnt.

Tut mir leid, aber solche Diskussionen mag ich überhaupt nicht!

Lg Tina


Was ist jetzt daran falsch, wenn man sagt das eine andere Generation diese Dinge nicht mehr versteht, weil sie unter anderen Bedingungen aufgewachsen und erzogen wurden, daran ist doch nichts verwerfliches oder?

Tina
18.09.2007, 19:38
Ich glaube, du hast mich missverstanden, ist aber nicht weiter wild. :)

Ich meinte, dass jeder sich vielleicht eher mal darauf besinnen sollte, dass er oder sie überhaupt froh sein soll, dass er noch eine Mutter hat, über die er sich ärgern, freuen etc. kann. :)

Lg Tina

imauslandlebend
18.09.2007, 19:42
Ich habe Dich schon verstanden :)

Bärbel68
18.09.2007, 19:43
Ich glaube, du hast mich missverstanden, ist aber nicht weiter wild. :)

Ich meinte, dass jeder sich vielleicht eher mal darauf besinnen sollte, dass er oder sie überhaupt froh sein soll, dass er noch eine Mutter hat, über die er sich ärgern, freuen etc. kann. :)

Lg Tina

Ja Tina da hast du Recht - ich bin auch froh - aber hier in diesem Forum sollte auch Raum für Gefühle sein und nicht nur ein Runtergeschreibe von Tips vor während oder nach den Schulden!!!

Solche Äußerungen von engen Verwandten sind manchmal schwerer wegzustecken als Mahnbescheide usw. Mir wäre z. B. noch ein gerichtlicher Mahnbescheid lieber gewesen als das Runtermachen von meiner Mutter.

Grisu
18.09.2007, 19:46
Es ging wohl weniger um "verwerflich" als darum, dass manche Leute sich wünschen würden sie könnten sich über solchen "Kleinkram" noch aufregen wenn sie denn noch eine Mutter hätten. ;)

Aber wie sollen Mütter/Omas denn auch verstehen, dass man Schulden macht (das allein war schon fremd) und wenn es wirklich nicht anders ging, dann hat man die aber ganz sicher immer zurück gezahlt, egal wie und egal wer da Hunger geschoben hat. Ich denke, wenn man die Relationen der Einkommen betrachtet war das genauso schwer damals wie heute.
Wie oft liest man auch heute im Forum "ich hab die Schulden gemacht, ich zahl sie auch, eine Inso will ich nicht" ...egal was es kostet und auf wessen Kosten es geht.
Nur, fast alle die hier heute schreiben, oder fragen, sind doch auch so weit, dass es keine Schulden mehr geben soll, das gespart wird, wenn was gebraucht wird oder es die Sachen eben nicht gibt, das man leben kann, auch gut, aber Schulden? nie mehr! ....genau wie früher, nur mit einer Erfahrung dabei, die wir uns hätten ersparen können, wenn die "Sprüche" der Oma uns schon früher irgendwas gesagt hätten. :)

LG
Grisu

Grisu
18.09.2007, 19:49
Ja Tina da hast du Recht - ich bin auch froh - aber hier in diesem Forum sollte auch Raum für Gefühle sein und nicht nur ein Runtergeschreibe von Tips vor während oder nach den Schulden!!!

Solche Äußerungen von engen Verwandten sind manchmal schwerer wegzustecken als Mahnbescheide usw. Mir wäre z. B. noch ein gerichtlicher Mahnbescheid lieber gewesen als das Runtermachen von meiner Mutter.

Ich glaub bis auf wenige Ausnahmen, hat jedes erwachsene Kind immer ein komisches Gefühl, wenn Eltern so reden oder einem das Gefühl vermitteln das man sie irgendwie enttäuscht hat. Das Gefühl wird man wahrscheinlich im Hinterkopf so wenig ausschalten können, wie die ewige Sorge um seine eigenen Kinder.....egal wie erwachsen die sind.;)

LG
Grisu

Schuldenkönig
18.09.2007, 20:19
Dann meinte sie warum wir nicht einfach unsere Schulden bezahlen, warum wir überhaupt welche gemacht hätten und dann noch den Nachsatz, sie hätte ihre Schulden immer bezahlt.
Deine Mutter ist offensichtlich nicht mehr ganz klar im Kopf (möglicherweise fortschreitende Demenz). Ich würde ihr das schonend beibringen oder den Kontakt komplett abbrechen.

di Montalban
18.09.2007, 20:22
Ganz genau,wer doch tatsächlich der Meinung ist dass man seine Schulden zahlen sollte der kann ja nicht mehr klar im Kopf sein

elton-ef
18.09.2007, 21:16
sag mal meine Meinung zu diesem treath:

die alten haben aber recht, spare, so hast brot in der not.
Wir sind aufgewachsen in einem Konsumreich. Es gab und gibt alles aber man kann es sich nicht leisten.
Wir, ich meine damit die nachfolgenden Generationen, müssen lernen damit umzugehen.
Wenn ich Kinder sehe, die mit 14 oder 15 schon über hunderte Eu`s Schulden haben, dann sehe ich das man sich von anderen abhängig gemacht hat. Konsum!!!! Es gibt ja sooo viel was ich haben will und eigentlich nicht brauche.
Das ist der Krebsschaden was die "ältere Generation" uns sagen will.

Ich bin auch erst 36 und diese Falle der Konsumgeilheit reingerutscht, aber ich habe gelernt.

Spare für das was du willst.

sumsebrumse
18.09.2007, 21:23
Sorry, aber seid froh, dass ihr noch eine Mutter habt, über die ihr euch ärgern, amüsieren, freuen oder sonst was könnt.

Tut mir leid, aber solche Diskussionen mag ich überhaupt nicht!

Lg Tina


Da schließ ich mich an


Und zum Jahrgang. Ich bin BJ 68. ABer meine Mutter war immer ganz locker. Meine Oma macht einem da mehr Kopfzerbrechen *gg*

fiesemotte
18.09.2007, 22:21
Man ist sein ganzes Leben lang Mutter genauso wie man sein ganzes Leben lang Kind bleibt. Im Übrigen sehen manche Leute auch Vieles sehr verklärt. Auch konnten die Väter noch ihre Familien ernähren. es gab andere Familienstrukturen und auch Gesellschaftsstrukturen, die es heute nicht mehr gibt.

Nehmen wir doch nur ein Beispiel: Früher passten auch die Nachbarn, der Dorfsheriff, der Lehrer mit auf die Kinder auf neben den Familien. Stellten die Kinder was an, dann wurde ohne Federlesen gleich klar Schiff gemacht. Z. B. Äpfelklauen. Haben Kinder früher immer mal wieder gemacht. Wurden sie erwischt, kriegten sie eine Standpauke oder auch mal eine Backpfeife oder sie mussten den Schaden wieder gut machen. Heute schreit ein Apfelbaumbesitzer nach der Polizei, es erfolgt eine Anzeige usw. usf. Und dann womöglich noch für einen Apfel, der eh am Baum verfault wäre. Oder ein kleiner Ladendieb. Der hätte früher seine Löffel lang gezogen bekommen und vielleicht ein paar Stunden im Laden mitgearbeitet und so gelernt, das er das nicht tun darf. Heute geht das los mit Anzeige, Verhandlung, Sozialstunden und das oftmals Monate entfernt von der Tat. Auf der anderen Seite konnten sich Kinder und damit auch Eltern sicherer fühlen. Mich überläuft es heute eiskalt, wenn ich mir vorstelle, daß Kinder in Schulen vergewaltigt werden können oder das man Kinder keine Minute mehr im Prinzip alleine lassen kann ohne Angst, das da irgend jemand ist.

Und so ist es auch mit Schulden. Früher konnte man warten um Dinge anzusparen. Heute muss man zugreifen wenn etwas im Angebot ist. Dazu kommt die oft mangelhafte Qualität.

Auch konnten Frauen früher Hausfrauen und Mütter sein, heute sind sie doch nur die Fahrdienstleiter der die gelegentlichen Besucher am Abend als Putzfrau und Köchin bei den Familien. Und obwohl sehr vieles der schweren Hausarbeit von früher durch Chemie und Elektrik einfacher geworden ist, ist sie gleichzeitig schwerer geworden. Heute reicht es nicht mehr einmal am Tag eine Unterhose anzuziehen, heute müssen es mindestens 2 Unterhosen täglich sein. Sich als Kind schmutzig machen geht nicht, es lauern ja Bakterien (die doofen Hausfrauen und Mütter die das ganze Antibakteriell benutzen sollte man anzeigen wegen schwerer Gesundsheitgefährdung und auf Dauer Mord an ihren Familien). Und es gab oft noch die Großeltern und die Familien hielten zusammen. Das alles gibt es nicht mehr.

Die Wohnungen haben heute unmögliche Grundrisse. Statt großer Wohnküche, kleinen Schlafzimmern und großen Wohn- und Esszimmern herrschen Miniküchen, Minizimmer für die Kinder und Riesenschlafzimmer vor. Flure und Bäder haben ebenfalls in Deutschland die Formate von Liliputanern. Platz für Großeltern oder so gebt es schon ganz und gar nicht mehr. Aber Hauptsache man kann diesem Gropius noch heute loben, der eigentlich mit seinen architektonischen Entwürfen die Vernichtung der Familien eingeleitet hat.

Doch auch geldsparende Dinge wie ein eigener Garten ist heute Luxus. Und warum muss ein Haus in Deutschland mit 100 - 120 qm eigentlich 300.000 Euro kosten. Wie soll denn jemals dieser Schuldenberg eingefahren werden.

Dazu kommt die Unwegsamkeit heute. Früher hatte man in der Regel seinen Arbeitsplatz oder bekam recht schnell wieder einen. Wir alle wissen wohl, was die HartzVERBRECHENSgesetze bedeuten. Und der Lohn wird immer weiter gesenkt.

Übrigens ich bin Baujahr 55. Und noch weitere Fragen warum es anders ging früher?
Fiesemotte

Inkassomitarbeiter
19.09.2007, 01:08
Hallo Motte,

find ich gut geschrieben und ist viel Wahres drann, aber das finde ich doch etwas weit her geholt:


Aber Hauptsache man kann diesem Gropius noch heute loben, der eigentlich mit seinen architektonischen Entwürfen die Vernichtung der Familien eingeleitet hat.

Geliefert wird was bestellt wird... Architekten tragen wohl die wenigste Schuld an der Vernichtung der Familien... und nun ja in einem Wohnsilo mit 500 Parteien für jeden einen Garten, hm das ist schwer.

Wer in einer Großstadt ein Kochklo mit Wohnniesche zahlt bekommt meist fürs gleiche Geld eine schöne große Wohnung mit Gartenbenutzung auf dem Land... nur wer will und kann da hin?

Die Jobs gibt es eben in der Stadt und das was mit dem Garten gespart wird frisst das Auto wieder auf... schau mal wie Menschen in den Grosstädten in Japan leben, die Augen sind mir übergegangen als mir jemand in Tokio sehr, sehr stolz seine riesen Wohnung gezeigt hat in der er seine Frau und seine drei Kinder eingepfercht hat... wäre meine Garage so klein wäre ich sauber angefressen!

Ach ja Garage... da hast du recht... oft hat das heilige Automobil mehr Platz als es den eigenen Kindern zugestanden wird, aber sind da Architekten schuld?

Ich denke nein!

Wenn jeder Omi und Opi in der Wohnung haben wollte und eine große Wohnküche dazu, hätten die Herren Architekten das so geplant... sie planen aber für "Was soll ich damit ich bin Single", oder "Spinnst du ich soll das alles putzen?"... ein Freund hat ne Wohnung vermietet, 300 m² Garten, Doppelgarage, 3 große Schlafzimmer, großes Wohnzimmer, Wohnküche, schönes geräumiges Bad und ein extra Klo zusätzlich, 10 Minuten mit dem Auto in die Stadt, oder 15 mit dem Bus, ein Traum!

Glaubst du die war leicht zu vermieten?

Ne war sie nicht, selbst für spotbillige € 600,00 warm nicht!

"Blöde Raumaufteilung, mit so einer großen Küche!", "Muß ich mich da etwa um den Garten kümmern?", "Könnte ich auch nur eine Garage mieten", "Du spinnst wohl mein Schatz ich putz das doch nicht alles!"


Es war zum verzweifeln!

Eine nette türkische Familie hat sie genommen, die pflanzen im Garten Gemüse an, haben die Räume mit vielen Kindern gefüllt und sind sehr glücklich dort. In der einen Garage steht ein Auto in der anderen eine Menge Fahrräder und eine Werkbank... sie haben sich auf den ersten Blick in diese Wohnung verliebt und sind Mieter die drei mal anrufen bevor sie einen Nagel in die Wand schlagen.

Ne Motte die Architekten sind nicht Schuld an diesem Zustand, die liefern nur was bestellt wurde und fügen lediglich ein par ihrer manchmal zugegeben blöden Ideen dazu. Aber Omi und Opi sollen doch ins Altenheim und wir sperren uns in enge leicht zu putzende Kästchen, hauptsache die sind annonym und ich habe am besten absolut gar Nichts mit den Nachbarn zu tun... so wird heute bestellt!

Grüße

Jonas

Investigator
19.09.2007, 05:35
Besser ist da meine Mutter, die denkt die wuerden jetzt bei meiner ganzen Familie meine Schulden eintreiben. Wenn ich versuche ihr die Inso zu erklaeren sagt sie nur das wenn es so einfach waere ja jeder Schulden machen wuerde und dann eine Inso beantragen wuerde....
Na ja, das beste ist Abstand halten und mit diesen Personen erst gar nicht darueber reden...

Aber diese Personen sind doch die eigene Familie, und vor allem die Mutter/Vater des eigenen Daseins. Eltern wollen doch immer das beste für Ihre Zöglinge.
Sicher ist es als Kind nicht immer einfach, wenn Schwirigkeiten auftauchen, wo man am liebsten immer anderen die Schuld an der eigenen Misere geben möchte.
Die eigenen Eltern werden in den meisten Fällen erst dann informiert, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, und reagieren dementsprechend. Kann man den Eltern nicht übel nehmen. Wichtig ist, das man schwimmen gelernt hat und seinen Eltern positives über die eigene misere darstellen kann, und auch um Rat und tätliche Mithilfe fragt, und sich besonders viel Zeit nimmt alles zu erklären. GUT IST ES DABEI DEN KOPF UNTER DEN ARM ZU NEHMEN. Eltern wollen doch nur Stolz auf Ihre Kinder sein, und das ernten was
diese selbst gesäht haben!

Schäfin
19.09.2007, 09:22
Aber diese Personen sind doch die eigene Familie, und vor allem die Mutter/Vater des eigenen Daseins. Eltern wollen doch immer das beste für Ihre Zöglinge.

Sorry, dem muss ich absolut widersprechen, es gibt Eltern und es gibt Eltern. Meine Mutter war /ist voller Hass und Neid zerfressen, was mich oder ihre Schwester angeht, und mein Vater... na ja lassen wir das.
Sicher ist es als Kind nicht immer einfach, wenn Schwirigkeiten auftauchen, wo man am liebsten immer anderen die Schuld an der eigenen Misere geben möchte.
Die eigenen Eltern werden in den meisten Fällen erst dann informiert, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, und reagieren dementsprechend. Kann man den Eltern nicht übel nehmen. Wichtig ist, das man schwimmen gelernt hat und seinen Eltern positives über die eigene misere darstellen kann, und auch um Rat und tätliche Mithilfe fragt, und sich besonders viel Zeit nimmt alles zu erklären. GUT IST ES DABEI DEN KOPF UNTER DEN ARM ZU NEHMEN. Eltern wollen doch nur Stolz auf Ihre Kinder sein, und das ernten was
diese selbst gesäht haben!

Auch mir ging es sehr lange so, dass meine Eltern trotz allem einen irren Einfluss auf mich hatten, ich wollte ja, dass sie mich lieb haben, dass sie stolz auf mich sein können und dementsprechend tat alles auch irre weh. Mir half es erst wirklich als ich erkannt hatte, dass da nur Hass und Neid herkommt und jede Gelegenheit ergriffen wird mir zu schaden. Aber alles unter dem Deckmantel wir meinen es ja gut und wir tun ja so viel für unser missratendes, undankbares Kind. Ich musste erst zulassen, dass ich den Hass wahrnehme und begreife, bevor ich mich wirklich lösen konnte.

Umso mehr muss es wehtun, wenn das Verhältnis ein liebevolles ist.

Und zu denen, die die Diskussion nicht gut finden: es tut mir leid, wenn Ihr vielleicht Eure Mutter verloren habt. Und bestimmt sind die meisten froh, dass sie ihre Mütter noch haben, nur wundert es den ein oder anderen schon, wie viel Einfluss ein Satz eines Elternteils haben kann, obwohl man lange schon erwachsen ist. Und tut es nicht gut, einmal den Frust von der Seele zu schreiben? Das heißt doch nicht, dass man sich wünscht, keine Mutter zu haben oder ALLES schlecht an ihr sieht.

fiesemotte
19.09.2007, 10:59
Jonas,

ist leider nicht zu weit hergeholt. Ich beschäftige mich seit über 30 Jahren mit Architektur und Innenarchitektur. wäre auch fast mal mein zweiter Beruf geworden. Wenn Du dir die Wohnungen anschaust, die vor der Gropius-Zeit gebaut wurden, siehst Du große Wohnküchen. Gropius führte dann die Miniküchen ein. Wenn du diese Dinger je gesehen hast oder sie hattest, dann fluchst du nur noch. Die schlimmste Küche die ich hatte war gerade 1,40 m an der breitesten Stelle breit. Dort war genau für einen 50-cm-Kühlschrank und einen 50-cm-Herd Platz. Die Spüle die daneben stand da war zwischen wand und Wand nur 1,00 m breit Platz; wenn man vor der Spüle stand, hatte man genau 40 cm Platz um sich hinzustellen. Die Spüle nahm übrigens 50 cm des 1,00-m-Fensters ein. Schränke/Regale waren gar nicht möglich und Hängeschränke nur 1 m Platz über Kühlschrank und Herd. Solche Küchen findest Du häufiger als Du denkst. Meine jetzige ist auch ein besserer Kaninchenstall mit der Länge von 2,5 m und der Breite von 2 m. Da ragt nämlich die Türe mit 90 cm Breite in die Installationszeile voll rein, weil man bei der Verlegung der Installationen genau diese 2 m Raumbreite bei der Wasserleitung sparen wollte. Nun ja, ich kann mir meine Küche bauen - was ich auch tat. Ich liebe offene Regale usw. Aber wenn ich in einigen Jahren nochmals umziehe (Wohnung ist mir zu klein und sie hat ein paar andere Fehler), dann werde ich auf eine große Küche achten.

Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen: Gropius war das stundenlange Kochen und Hausen in den Wohnküchen ein Dorn im Auge. Er passte so richtig in die Zeit hinein in der ... naja lassen wir das. Einige seiner Ideen waren nicht schlecht, doch von der Architektur hätte er die Finger lassen sollen. In seinen Wohnungen war kein Platz für Oma, Opa, Tante. er propagierte sozusagen die Kleinstfamilie Vater-Mutter-1-Kind. er wurde dann ziemlich gefeiert und hochstilisiert. Heute kommst du im Architekturstudium nicht weiter, wenn du diesen Menschen und seine Denkart kritisierst. Zumindestens in Deutschland ist das so. Diese Situation schlägt sich auch in der Unfähigkeit deutscher Architekten immer wieder nieder. Innvoation, Einfühlungsvermögen, Eingehen auf den Kunden usw. erlebt man sehr selten. Statt dessen gesichtslose Kaninchenbauten mit Gucklöchern und Einheitsbrei egal ob in Süddeutschland oder Norddeutschland. Ich kann das gerade hier sehr gut beobachten, denn diese Stadt war vollkommen zerstört worden im 2. Weltkrieg. Das Wenige was an alter Bausubstanz übrig blieb, wurde in den meisten Fällen auch noch nieder gerissen, denn man wollte wohl eine moderne Stadt aufbauen. Folglich geht alles flöten, was ein gewachsenes Stadtbild ausmacht. Die Stadt wirkt zerrissen und unseins. Das Verkehrsrezept ist mir immer noch ein Rätsel und einkaufen mag ich auch nicht. Schnell in einen Discounter mit Parkplatz rein und wieder raus. Diese ausdrucks- und gesichtslose Stadt könnte auch als Stadtteil in Manhatten, Tokio, Shanghai, Las Vegas, Chicago, Frankfurt, Ruhrpott stehen - austauschbar - Einheitsbrei, aalglatt, eiskalt.

Du sagts, die Architekten gehen auf die Wünsche der Kunden ein. Nun ich verfüge über einige Erfahrung auf dem Gebiet und kann dir sagen, das das mitnichten der Fall ist. Wünscht ein Kunde mal ein Extra wie Wandschränke heißt es gleich, das kostet aber sooooovvviiieeellll Extra. Eine Art Living-room mit einer offenen Küche und dafür ein kleines "gutes" Wohnzimmer kennen diese Rechteck- und Quadratwürfelbauer auch nicht. Ein Hausarbeitsraum ist auch heute noch in den meisten Bauplänen nicht vorhanden und ein Bidet und Urinal in Bad/Toilette ist doch hierzulande unbekannt. Auch das die Dusche größer als ein Handtuch sein darf, ist schon fast ein Affront. Kamine - jetzt ist der zukünftige Hausbesitzer ganz unverschämt. Begehbare Kleiderschränke - welch ein Luxus und kleine Fenster statt Riesenlöcher sind auch außerhalb der Vorstellungswelt. Oftmals muss man sich das eigene Haus des Architekten angucken um zu wissen, welches Geistes Kind er ist. Entwder Einheitsbrei oder alte Jugendstilvilla die man dann mit Stahlmöbeln aus dem Baumarkt "verschönt" hat oder supermodernes Raumschiff mit runden Wänden - schüttel. Zudem kommt, das viele Kunden gar nicht wissen um solche Dinge. Sie verlassen sich auf den Fachmann. Doch dieser berät sie nicht sondern zieht nur seine 08/15-Baupläne aus der Schublade und das war es denn auch.

Übrigens wird man als Hausfrau in diesen Miniküchen schlicht rammdösig. Also nur ganz schnell was in die Pfanne gehauen - am besten aus Tüten und Dosen und wieder raus aus dem Mief.

Um aber auf das eigentliche Threadthema zurück zu kommen: auch mich hat meine Mutter oftmals genervt. Ich habe mich ihr nie gewachsen gefühlt. Wenn sie und mein Vater sich ankündigten, habe ich 14 Tage lang vorher einen Hausputz gemacht. Anmerkung: sie meldeteten sich oft nicht an. Das ich nicht noch meine Wäschestapel mit dem Millimeterlineal und Schiebelehre sowie einer Wasserwaage ausgerichtet habe, war alles. Und eingekauft habe ich wie ein Weltmeister; es hätte ja irgend etwas fehlen können im Haushalt. Früher sagten meine Kinder immer wenn sie bei der Oma waren: wir gehen jetzt in den Keller einkaufen - und das war wirklich so. Kühltruhen, Kühlschranke, Regale und Schränke voll bis unters Dach, eine vierköpfige Familie könnte bequem 3 Monate ohne jeglichen Einkauf damit überleben. Sie hat mich sehr genervt manchmal, aber ich vermisse sie sehr stark. Genießt also jede einzelne Sekunde mit Euren Eltern und Kindern. Die Zeit kann nie wiieder zurück geholt werden.
Fiesemotte

Danke Mama, das Du immer für mich da warst. Danke Papa, das Du immer für mich da bist.