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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : notarielle Schuldanerkenntnis ?



Frau Verwirrt
02.10.2004, 12:03
Hallo,

aufgrund der Kündigung meines Darlehens durch die Bank (Investitionsbank zur Förderung einer Selbstständigkeit - ging aber schief und ich konnte die Raten nicht bedienen) erhielt ich heute ein Schreiben indem ich einen Tilgungsvorschlag unterbreiten solle. Zudem solle ich die beiliegende Selbstauskunft ausfüllen und der Bank eine "notarielle Schuldanerkenntnis", in dem ich mich der sofortigen Zwangsvollstreckung in mein Vermögen unterwerfe, zuleiten. Hierzu solle ich bei einem Notar meiner Wahl vorsprechen. Dies alles mit der Begründung, um mir erhebliche Rechtsanwalts- und Gerichtskosten bei einem Mahnverfahren zu ersparen. Ich habe der Bank VOR diesen Schreiben bereits meinen Steuerbescheid zugesandt. Zum pfänden ist da nichts (geringe Einkünfte aus selbst. Arbeit). Soll ich diese Schuldanerkenntnis und die Selbstauskunft wirklich unterschreiben? Bin ja bereit kleinere Raten zu zahlen, aber lässt sich die Bank wohl nicht darauf ein ohne diese Schuldanerkenntnis. Summe gesamt etwa EUR 10.000.
Was soll ich denen denn jetzt mitteilen?

Vielen vielen Dank schon mal!

Frau Verwirrt

Felsenbirne
02.10.2004, 12:22
erst mal drüber schlafen und dann mit der Bank verhandeln.

Die Bank hat offensichtlich keine Möglichkeit an ihre Forderung zu kommen,
deshalb will sie das notarielle Schuldanerkenntnis mit allen Folgen.

Wenn sie das nicht bekommt hat die Bank ein Problem, sie muß sich offensichtlich den Titel erst besorgen und das geht nur über ein Gericht.

Also gibt es 2 Varianten:

Zuerst noch einmal klar machen dass, auch bei Pfändung nix zu holen ist.

erste Variante bei Bekannten versuchen etwa die Hälfte der ursprünglichen Kreditsumme zu leihen und unter dem Hinweis der Bekannte würde bereit sein das Geld zinslos zu leihen wenn die Bank auf den Vergleich eingeht.

zweite Variante aber nur wenn wirklich nichts anderes geht, ein auf die Ursprungssumme begrenztes Schuldanerkenntnis zu unterschreiben aber nur dann, wenn darin ausdrücklich auf Zinsen und weitere Kosten verzichtet also die Summe in Zukunft nicht um einen Cent Zinsen erhöht wird und dass auf Vollstreckungsmaßnahmen mindestens 2 Jahre verzichtet wird.

ThoFa
02.10.2004, 12:25
Hallo,

es ist tatsächlich so, dass mit einem solchen Anerkenntnis Kosten gesprat werden. Die Bank kommt dadurch aber auch in den Genuß schneller und ohne Umwege vollstrecken zu können. Letztendlich läuft beides auf das selbe Ergebnis hinaus, so dass Du durchaus das Anerkenntnis unterschreiben kannst, sofern die Forderung denn berechtigt ist. Möchtest Du aber Zeit gewinnen, solltest Du nicht unterschreiben.

MfG

ThoFa

Frau Verwirrt
02.10.2004, 12:37
Vielen Dank für euere Antworten!

@Felsenbirne

Vorschlag 1 leider nicht möglich.
Vorschlag 2 wäre dann wohl die bessere Wahl, ganz wohl ist mir dabei aber nicht. Ich biete der Bank eine Ratenzahlung doch an, eher gering aber besser als nix. Wieso wollen die denn jetzt schon eine Schuldanerkenntnis? Um evtl. sofort handel zu können? Gibt eh nix zu holen (siehe Steuerbescheid). Unterschreibe ich das nicht, werden die sich sicher nicht auf meinen Ratenvorschlag einlassen.
Meinen ehemaligen GbR-Partner wurde die Rückzahlung aus gesundheitlichen Gründen erlassen. Jetzt ist dieser nicht nur gesundheitlich "geheilt".

Felsenbirne
02.10.2004, 13:12
Niemand ist in solchem Falle wohl, aber es geht nur mit eisernen Nerven.
Und wenn man die Antwort auf dem Papier hat, dann weglegen und andern tags noch einmal drüber nachdenken.
Dann nochmal in geänderter Form nachdenken und vielleicht noch einmal diskutieren.

Die Bank muß ja nicht gleich auf den Vorschlag eingehen und die müßen vielleicht im Vorstand darüber beraten aber erst hast du mal einen Vorschlag unterbreitet und die sind wieder am Zuge.

Die werden sehr genau nachdenken, ob sie über einen anderen Weg ne bessere Chance haben, also Kopf hoch und mehrere Tage drüber nachdenken.

Frau Verwirrt
02.10.2004, 13:22
Genügt denen denn nicht erstmal diese beiliegende Selbstauskunft und mein Steuerbescheid plus Ratenvorschlag?!

Und, kann man denn einfach so aus gesundheitlichen Gründen jemanden das Darlehen erlassen?!

Danke für die Antworten!

Felsenbirne
02.10.2004, 13:33
Jeder Gläubiger kann sich das Geld da holen wo er meint am schnellsten dran zu kommen.

Er kann natürlich auch verzichten also das ist sein gutes Recht.

Aber je mehr Auskunft die von Dir bekommen um so mehr können die sich überlegen wie sie von Dir alles kassieren können.

So wenig wie irgend möglich sagen oder zeigen.

Keine Auskünfte sondern Forderungen zur Entschuldung oder Reduzierung dagegen stellen.

Nachdenken und nur Brocken hin werfen und warten was die dann vorschlagen.

Frau Verwirrt
02.10.2004, 15:58
Wenn ich aber denen diese Selbstauskunft zukommen lasse, kann man sehen das nix zu holen ist. Dennoch biete ich denen ja eine kleine Ratenzahlung an.
Eine Vollstreckung mit Gerichtsvollzieher und vielleicht noch die EV abgeben, wäre doch unlogisch. Dann bekommen die doch erstmal nix mehr, oder?

Bin wirklich schon sehr "verwirrt"

Danke!

ThoFa
02.10.2004, 16:27
Hallo,

alles lässt sich eigentlich folgendermaßen zusammenfassenn :

Möglichkeit 1: Du suchst den Streit mit der Bank und unterschreibst das Anerkenntnis nicht. Damit gewinnst Du Zeit und die Bank besorgt sich einen Titel, was weitere Kosten bedeutet und für die Bank kein größeres Problem darstellt.
Ob es für eine abschließende Einigung förderlich ist lass ich mal dahingestellt.

Möglichkeit 2: Du unterschreibst das Anerkenntnis. Damit hat die Bank alle Karten in der Hand auch schnell und unkompliziert Zwangsmaßnahmen zu ergreifen. Im Gegenzug fallen nicht weitere Kosten an und sie sind eventuell eher zu Verhandlungen bereit.

MfG

ThoFa

Felsenbirne
02.10.2004, 16:27
Hallo,

. Zudem solle ich die beiliegende Selbstauskunft ausfüllen und der Bank eine "notarielle Schuldanerkenntnis", in dem ich mich der sofortigen Zwangsvollstreckung in mein Vermögen unterwerfe, zuleiten. Hierzu solle ich bei einem Notar meiner Wahl vorsprechen.

Frau Verwirrt

wenn die nur einen Funken für eine Handhabe hätten würden die kein Notarielles Schuldanerkenntnis fordern.

Die Bank hat nix nix nochmal nix mit dem sie dann ihr Recht durchsetzen könnte.

Die können keinen GV beauftragen, die wissen nicht ob sie eventuell erst über einen sehr sehr langen Prozeß durch die verschiedenen Instanzen ihr Recht durchsetzen müßen.

Die können auch nicht zur EV auffordern nix können die außer bitte bitte sagen.

Erst wenn sie einen Titel haben , also MB und Vollstreckungsbescheid dann können die weiter kommen.

Dafür müßen sie ernen Anwalt beauftragen und der kostet der Bank erst mal Geld was sie vorlegen muß und was sie bei einem Pfandlosen Schuldner noch zu ihrem jetzt schon bestehenden Forderungen zusätzlich aufwenden müßen.

Und wenn du dann beim Mahnbescheid auch noch widersprichst dann müssen die erst mal die Prozeßkosten vorlegen und auch noch für ihren Anwalt.

Wenn dann im Prozeß dann zwar für die Bank der Titel in etwa 1 Jahr durch Urteil erreicht ist.

Prozesse dauern mindestens 1 Jahr bei den Landgerichten.

erst danach kommt der GV zu dir, bekommt nix ( Prozeßkosten) und dann muß wieder die Bank, weil Kläger diese Kosten ans Gericht überweisen.

Wenn Du stark bist und wenn die bei dir nix kriegen können, dann lasse die Bank wider die Wand laufen.

Wenn die das richtig durchziehen wollen, werden die mindestens nochmal 10.000,- € in den Sand setzen und deshalb weil sie das wissen, wollen die den Titel in Form des "Notariellen Schuldanerkenntnis"

Also nix wir machen nix nix nix wird gedon, wird uns auch nix abgezon

fanthomas
02.10.2004, 18:32
Hallo Leutz,

aus eigener Erfahrung und der von Bekannten ist der weitere Weg der Banken dann so, dass auf alles was geht eine Pfändung ausgesprochen wird.
Als erstes PfüB an das Finanzamt, dann Arbeitsagentur oder Arbeitgeber und dann das Konto und dann noch die Rentenanwartschaften.

Normalerweise würde ich selbst kein solches Schuldanerkenntnis unterschreiben und wenn doch, dann nur wenn die Bank schon im Vorfeld oder in der Urkunde einer Ratenzahlung mit Angabe der Höhe zugestimmt hat oder zustimmt. Gleichzeitig wie hier schon erwähnt, sollte die Gesamtsumme beinhaltet und festgeschrieben sein, so dass siche jeder ausrechnen kann wie viel Jahre abbezahlt wird. Zusätzlich der Passus dass bei pünktlicher Ratenzahlung eine Zwangsvollstreckung aus der Urkunde gleich welcher Art unterbleibt.

Es ist für die Bank auf jeden Fall ein Vorteil, sollte ein solches Schuldanerkenntnis abgegeben werden. Denn auch das wurde hier schon beschrieben, die Bank hat einen Mörderaufwand um die Forderung zu titulieren und weiß nicht mal was dabei rauskommt.

Also warum soll nur die Bank einen Vorteil haben und Du keinen? Was mich noch interessiert ist, wie es kommt dass jemand aus gesundheitlichen Gründen Schulden erlassen bekommt. Das habe ich noch nie gehört und sollte mal geklärt werden und zwar bevor irgendetwas unterschrieben wird.

Felsenbirne
03.10.2004, 10:44
Hallo Leutz,

aus eigener Erfahrung und der von Bekannten ist der weitere Weg der Banken dann so, dass auf alles was geht eine Pfändung ausgesprochen wird.
Als erstes PfüB an das Finanzamt, dann Arbeitsagentur oder Arbeitgeber und dann das Konto und dann noch die Rentenanwartschaften.


.

Wie bitte will eine Bank Pfändungen aussprechen, wenn sie keinen Titel hat.

Das was fanthomas sagt / behauptet muß man mir erklären.

Die Bank hat nix ,außer die Forderung und einen gerichtlich nicht verwertbaren Darlehensvertrag.

Der wirkt wie ein normaler Kaufvertrag also ohne jedes tituliertes Recht.

Damit kann die Bank nichts anfangen und nichts pfänden.

fanthomas
03.10.2004, 12:08
Was ich meinte ist, dass die Bank nachdem sie sich ein Schuldanerkenntnis unterschreiben hat lassen, dann die besagten Massnahmen ergreift, obwohl die Bank vorher immer gesagt hat, dass sie das nicht tut.

Aus diesem Grund wird ja von allen Seiten hier im Forum davon abgeraten, ein solches Schuldanerkenntnis zu unterschreiben. Das die Bank momentan keinen Titel hat, weiß ich auch. Das ist doch wohl aus meinem restlichen Sätzen herauslesbar

Frau Verwirrt
03.10.2004, 12:44
Habe mich entschlossen dieses Schuldanerkenntnis nicht zu unterschreiben.
Ich werde denen mitteilen, dass bei mir nix zu holen sei (Steuerbescheid habe die ja schon) und ich dennoch bereit bin kleinere Raten zu zahlen bis sich meine finanz. Lage verberssert. Bei einer Kontopfändung (auch hier ist nix zu holen) droht ja wohl der Verlust des Kontos, oder? Dann kannich auch keine Raten mehr zahlen. Leuchtet dies denn der Bank nicht ein?

Die Bank hat einen Mörderaufwand um die Forderung zu titulieren und weiß nicht mal was dabei rauskommt? Ich dachte dies geht problemlos übers Mahngericht. Wenn ich nicht widerspreche können die doch wohl dann nach 14 Tagen Vollstrecken. Widerspruch einlegen...? Mit welcher Begründung sollte ich das tun?

Warum die Bank meinem GbR-Partner den Kredit erlassen hat, weiss ich auch nicht. Vielleicht aus Mitleid. Das wäre mir aber neu?! Ist aber so.

Vielen Dank für die ganzen Tipps hier, hilft mir etwas weiter.

Felsenbirne
03.10.2004, 12:56
Ich dachte dies geht problemlos übers Mahngericht. Wenn ich nicht widerspreche können die doch wohl dann nach 14 Tagen Vollstrecken. Widerspruch einlegen...? Mit welcher Begründung sollte ich das tun?

.

Ich würde der Bank einfach eine der Antworten hier aus dem Posting zuschicken.

Wenn trotzdem was machen würde ich auf jeden Fall widersprechen.

Das koste erst mal nix und tut auch nicht weh und die Bank muß dann die Prozeßkosten bei Gericht einzahlen und mit einem RAe dann weiter prozessieren aber immer erst im letzten Momment widersprechen ( Zeit schinden)

Achtung Landgericht ist Anwaltspflicht kostet Geld auch bei Widerspruch.

Zuvor mit Anwalt nur die Kosten für Widerspruchsschreiben vereinbaren.

katharina
03.10.2004, 14:36
@ Felsenbirne

Das stimmt nicht, dass die Bank nix in der Hand hat, wenn sie ein notarielles Schuldanerkenntnis fordert.... Sie hat ein Darlehensvertrag und ein notarielles Schuldanerkenntnis ist nix anderes als ein Titel, den sie so nur schneller kriegt. Wenn sie stattdessen einen MB schickt, kann dem widersprochen werden und dann bleibt nur noch der Klageweg. Das verursacht nur unnötig Kosten, wenn die Forderung eh berechtigt ist. Ich hatte auch ein öffentliches Darlehen und habe ein Schuldanerkenntnis unterschrieben, die Bank hat die Kosten dafür übernommen, weil ich gesagt habe, dass ich das nicht zahlen kann.

Ich habe eine Vereinbarung mit meiner Bank, dass sie erstmal die Füße stillhält, da bei mir auch nix zu holen ist. Die haben mir sogar von sich aus geraten, in die Inso zu gehen, weil ich aufgrund meiner hohen Schulden eh nicht mehr so aus der Falle komme.

Das ist nix Schlimmes.... Was anderes sind allerdings die Schuldanerkenntnisse der Inkassos, die werden wirklich nur dafür gebraucht, wie Du geschrieben hast. Die werden aber auch nicht notariell beglaubigt.

ThoFa
03.10.2004, 14:58
@ Felsenbirne

Das stimmt nicht, dass die Bank nix in der Hand hat, wenn sie ein notarielles Schuldanerkenntnis fordert.... Sie hat ein Darlehensvertrag und ein notarielles Schuldanerkenntnis ist nix anderes als ein Titel, den sie so nur schneller kriegt. Wenn sie stattdessen einen MB schickt, kann dem widersprochen werden und dann bleibt nur noch der Klageweg. Das verursacht nur unnötig Kosten, wenn die Forderung eh berechtigt ist. Ich hatte auch ein öffentliches Darlehen und habe ein Schuldanerkenntnis unterschrieben, die Bank hat die Kosten dafür übernommen, weil ich gesagt habe, dass ich das nicht zahlen kann.

Ich habe eine Vereinbarung mit meiner Bank, dass sie erstmal die Füße stillhält, da bei mir auch nix zu holen ist. Die haben mir sogar von sich aus geraten, in die Inso zu gehen, weil ich aufgrund meiner hohen Schulden eh nicht mehr so aus der Falle komme.

Das ist nix Schlimmes.... Was anderes sind allerdings die Schuldanerkenntnisse der Inkassos, die werden wirklich nur dafür gebraucht, wie Du geschrieben hast. Die werden aber auch nicht notariell beglaubigt.

Hallo,

na endlich. Ich dachte hier gibt inzwischen nur noch Leute, die auf Teufel komm raus den Konfrontationskurs suchen. Welchen Sinn es machen soll einer berechtigten Forderung zu widersprechen bleibt mir verschlossen. Einzigst der Zeitgewinn könnte eine Rolle spielen, was aber im hier vorliegenden Fall eindeutig keine Vorteile bringt. Die Nachteile überwiegen erheblich. Da wäre zunächst die höheren Kosten, die voll auf den Schuldner umgelegt werden. Außerdem wird die Bank sicher nicht gesprächsbereiter, wenn der Schuldner auf Biegen und Brechen versucht alles zu widersprechen, obschon sehr wohl bekannt ist, dass die Forderung berechtigt ist.
Wenn ich lese, dass die Bank nichts in der Hand hat und deswegen unbedingt ein Schuldanerkenntnis verlangt, kann ich mir nur noch an den Kopf fassen. Dies ist absoluter Blödsinn und wird für den Schuldner nochmal zum Bumerang.
Aber jeder so wie er/sie möchte.

MfG

ThoFa

katharina
03.10.2004, 15:08
Yep!!!

Ich kann es langsam auch nicht mehr hören, immer die gleiche Leier von manchen Postern. Alles wird pauschalisiert. Das hängt doch immer vom Einzelfall ab.

Hier werden unwissende Leute immer wieder verunsichert - obwohl das sicher keine böse Absicht ist (nix für ungut, Felsenbirne). Aber Du solltest nicht (felsen)birnen mit (felsen)äpfeln vergleichen ;-))))

Da bei Fr. Verwirrt eh nix zu holen ist, warum sollte sie die Kosten in die Höhe treiben oder auf Zeit spielen? Das würde nur Sinn machen, wenn es noch was in Sicherheit zu bringen gäbe oder in absehbarer Zeit eine Verbesserung der finanziellen Situation in Aussicht stünde. Ansonsten kriegt die Bank ihren Titel sowieso ob über Schuldanerkenntnis oder auf dem Klageweg. Wenn Fr.V. die Raten bezahlen möchte, verscherzt sie sich doch nur die Verhandlungsbereitschaft der Bank und produziert höhere Kosten, die sie dann auch noch tragen muss.

Die Bank braucht nur einen Titel, um die Forderung abschreiben zu können, und das NSA ist nunmal der billigste und schnellste Weg.

Klaus1
03.10.2004, 15:36
sehr kühne behauptungen, die es erst zu belegen gilt.

es sollte auch nicht vergessen werden, daß ein not. schuldanerkenntnis nicht in der schufa & co auftaucht; mb und nachfolger sehr wohl.

zudem ist die beauftragung eines anwalts für einen mahnbescheid über läppische 10 keuro nicht notwendig, erst dann, wenn widerspruch eingelegt wird. dann steigen auch die kosten.

Unregistriert
03.10.2004, 16:50
Vorallendingen kann man davon ausgehen, dass wenn das Beispiel Schule macht und munter gegen alles unbegründet Rechtsmittel eingelegt wird nur um den Gläubiger zu schädigen es nicht sehr lange dauern wird bis eine Gesetzesänderung kommt die Prozesskosten generell aus der Restschuldbefreiung rausnimmt. Nicht vergessen, die größerre Lobby haben die Banken. Man sollte es nicht sinnlos übertreiben.

Felsenbirne
04.10.2004, 12:22
Ich ging davon aus, dass F V von ihrem fast nix noch Raten zahlen anbot und die Bank das abgelehnt hat.

Dass sie aber das Notarielleschuldanerkenntnis will weil sie nix in der Hand hat.

Das sind Gegensätze, die mich dazu veranlassten ( gebe zu, hab ein sehr gestörtes Verhältnis zu Banken, weil ich mehrmals gelinkt wurde)
das richtig teuer oder unsinnig für die Bank zu machen.

Wenn die Bank nur zum Abschreiben der Forderung das Schuldanerkenntnis braucht, dann kann sie ja den von mir vorgeschlagen Zinsverzicht und der Festschreibung des Betrages akzeptieren und gut ist es.

Auf der anderen Seite hat F V nichts zu verlieren und egal welche Kosten zusätzlich auflaufen, wenn sie in einigen Monaten in die Inso wars das.


Der Einwand der Gesetzgeber würde handeln, wenn die Kosten hoch getrieben werden, halte ich für sehr klug?

Wie bitte sind berechtigte im Nachhinnein von unberechtigten Widersprüchen zu unterscheiden und wie sollen die Kommissionen besetzt sein, die über jedem Fall ( die Guten ins Töpfchen die schlechten....,)

heini
04.10.2004, 12:36
Das stimmt. Wenn die Bank einen Titel nur zur Wertberichtigung oder die
Versicherung braucht, dann hat sie ja auch die Möglichkeit, einem das zu
kommunizieren. Muß ja nicht schriftlich sein. Dann wird auch niemand
versuchen, der Bank durch Widerspruch o.ä. Schwierigkeiten zu machen.
Tun sie aber meistens nicht. Dann müssen sie sich auch nicht wundern.

Ciao

heini

Gast1
04.10.2004, 13:02
Wie bitte sind berechtigte im Nachhinnein von unberechtigten Widersprüchen zu unterscheiden und wie sollen die Kommissionen besetzt sein, die über jedem Fall ( die Guten ins Töpfchen die schlechten....,)

Die werden dann überhaupt nicht unterschieden sondern Prozesskosten generell ausgenommen.

Felsenbirne
04.10.2004, 13:18
Also Gast 1

dann gäbe es ab diesem Tag nie mehr eine Restschuldbefreiung oder Wie.?

Noch besser im vorliegenden Falle hätte ja die Bank dann bei der Restschuldbefreiung zwar auf die 10.000,-- plus Zinsen und Kosten zu verzichten und dann bliebe sie aber bei den verauslagten Prozeßkosten auch nach 7 Jahren wieder Gläubiger mit Vollstreckungstitel nur für Prozeßkosten.

Tolle Idee kann aber nur aus Gläubigerdenken kommen.

Und weiter wir werden irgend wann Europa mit Europa Inso.!

Gast1
04.10.2004, 13:25
Also Gast 1

dann gäbe es ab diesem Tag nie mehr eine Restschuldbefreiung oder Wie.?


Wieso? Nur weil Prozesskosten ausgenommen werden? Alle übrigen Forderungen, wie auch die Hauptforderung selber wären doch noch umfasst. Im übrigen ist das ja auch nur ein Gedankenspiel, aber wenn man Gläubiger vorsätzlich schädigen will, muss man halt auch mit sowas rechnen.

Frau Verwirrt
04.10.2004, 14:02
Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass mit der notariellen Schuldanerkenntnis -
1. geringere Kosten für ...
2. sofort Vollstreckt werden kann ?

Zu 1. - ich kann mir die Kosten für einen Notar eh nicht leisten,
wäre es nicht besser, die Bank beantragt ein MB OHNE Beauftragung eines Anwalts? Diese Anwaltskosten sind/wären doch nicht notwendig (gewesen).
Zu 2 . - eine sofortige Vollstreckung würde nichts bringen ausser Kosten zu meinen Lasten. Und das es bei mir z.Zt. nichts zu holen gibt, habe ich denen schon mehrmals mitgeteilt. Zudem liegt mein Steuerbescheid vor und werde denen eine Selbstauskunft nachreichen.
Mitgeteilt wurde mir auch, dass bei meinem zuständige Finanzamt mittels Aufrechnung evtl. Steuererstattungsansprüche angefragt wird.
Noch bevor man mir das Darlehen gekündigt hat, bat ich um Stundung oder kleine Ratenzahlungen etc.. Ohne Erfolg.
Ich habe z.Zt. NIX-NIX und bin dennoch bereit kleine Raten zu zahlen. Mehr geht eben nicht. Was soll das denn alles?! Sollte ich mein Konto verlieren, geht vorerst eh nichts mehr.
Komme mir vor wie eine Schwerstverbrecherin.

Danke!

Felsenbirne
04.10.2004, 14:27
wenn die Bank beim FA nachgefragt hat, dann ist sie auch zu jeder Boshaftigkeit bereit.


Dann gilt so viel Knüppel zwischen die Füße werfen, dass die ihren Meister finden.

Jedes Mittel nutzen um denen Kosten zu bescheren und so teuer wie irgend , möglich verkaufen.


Auf keinen Fall Angst haben.

Gast1
04.10.2004, 14:43
wenn die Bank beim FA nachgefragt hat, dann ist sie auch zu jeder Boshaftigkeit bereit.


Dann gilt so viel Knüppel zwischen die Füße werfen, dass die ihren Meister finden.

Jedes Mittel nutzen um denen Kosten zu bescheren und so teuer wie irgend , möglich verkaufen.


Auf keinen Fall Angst haben.

Und da fragen sich manche warum Schuldner so einen schlechten Ruf haben.

heini
04.10.2004, 14:50
Nicht Schuldner, sondern die Banken mit Ihren unsinnigen und ohne Not
existenzzerstörenden Methoden haben einen schlechten Ruf. Die Bank könnte
ja auch in einen konstruktiven und zielführenden Dialog zur gemeinsamen
Lösungsfindung eintreten. Macht sie aber nicht und muß sich auch nicht
wundern, wenn böse Schuldner von ihren Rechten Gebrauch machen.

Ciao

heini

Gast1
04.10.2004, 14:52
Nicht Schuldner, sondern die Banken mit Ihren unsinnigen und ohne Not
existenzzerstörenden Methoden haben einen schlechten Ruf. Die Bank könnte
ja auch in einen konstruktiven und zielführenden Dialog zur gemeinsamen
Lösungsfindung eintreten. Macht sie aber nicht und muß sich auch nicht
wundern, wenn böse Schuldner von ihren Rechten Gebrauch machen.

Ciao

heini

Da müssen sich solche Schuldner aber auch nicht über die Folgen wundern. Auch über eine Insolvenz hinaus kann einem eine Bank das Leben vermiesen.

Felsenbirne
04.10.2004, 14:57
kann jemand einen schlechteren Ruf als die Banken haben?

heini
04.10.2004, 16:15
Ja, Inkassobüros.

Der liebe Gast scheint auch nicht wahrhaben zu wollen, daß vor einem
Rückzug auf die Möglichkeiten oder in die Inso in den allermeisten Fällen
konstruktive Lösungsvorschläge der Schuldner vorliegen, die aber von eben
diesen Banken mit allen Tricks und Hinhaltetechniken ausgeschlagen werden.
Keine Bank muß sich wundern, wenn ein grundsätzlich rechtschaffener
Schuldner in die Ecke gedrängt wird, obwohl er sich konstruktiv verhalten hat
und auch selbst Vorschläge unterbreitet hat, letztlich nur noch an sich und
seine Familie denkt.

Da spreche ich - leider - aus eigener Erfahrung. Ich habe mehrere Jahre lang
verhandelt und mehrere durchaus werthaltige Angebote gemacht. Meist
gab es anstelle einer konstruktiven Antwort einen Drohbrief. Bitten um einen
persönlichen Termin wurden mehrfach entrüstet abgewiesen. Am Telefon hieß
es sogar, wir brauchen keinen Vergleich, besser ists, Sie zahlen immer weiter.
Selbstauskunft wurde mit Mahnbescheid beantwortet. Nun ists mir egal und
ich gehe in die Inso und zahle nur noch was ich muß und nix aus dem
Pfändungsfreien. Heute kam auch der Beschluß mit dem Vollstreckungsverbot
vom Gericht.

Ich will nie wieder die Mär von den ach so guten Banken hören.

Ciao

heini

katharina
04.10.2004, 22:40
@ Fr.Verwirrt

Frag doch einfach mal bei der Bank nach, ob sie den Notar bezahlt. Meine hats gemacht, weil der MB auch Geld kostet und wenn Du widersprichst bleibt nur noch die Klage und das Geld müssen sie auch erstmal vorstrecken.

@heini

Ich sehe nix falsches daran, dass die Bank sich eventuelle Steuererstattungsansprüche abtreten läßt. Könnte ja sein, dass Frau Verwirrt behauptet kein Geld zu haben und eine riesige Steuererstattung erwartet. Das nennt man Forderungspfändung.

Versteht mich nicht falsch, ich hab auch eine (Commerzbank)allergie. Die sind nämlich an meiner Misere schuld, weil sie sich auch auf keine Verhandlungen eingelassen haben. Die gehen in meinem Fall mit Pauken und Trompeten unter und ich lach mir ins Fäustchen...

Aber die anderen Banken habe ich als entgegenkommend und fair erlebt. Wie ich bereits geschrieben habe, hat mir meine damalige Hausbank sogar geraten, die Inso zu machen, weil ich sonst nicht mehr rauskomme.

Mann, geht doch mal ein paar Meter rückwärts und versucht die Sache von beiden Seiten zu betrachten und nicht immer nur mit Scheuklappen in eine Richtung!!!!!

Felsenbirne
04.10.2004, 22:49
@ Fr.Verwirrt


Ich sehe nix falsches daran, dass die Bank sich eventuelle Steuererstattungsansprüche abtreten läßt. Könnte ja sein, dass Frau Verwirrt behauptet kein Geld zu haben und eine riesige Steuererstattung erwartet. Das nennt man Forderungspfändung.

!

Also schon mindestens 10 mal steht, dass die Bank nicht pfänden kann weil sie keinen Titel hat.

Und wie will sie an eine Abtretung gekommen sein ? wer soll ihr denn diese Abtretung gegenüber dem FA gegeben haben?

Haltet doch das bitte sehr sauber auseinander.

Frau Verwirrt
05.10.2004, 11:57
"...Frag doch einfach mal bei der Bank nach, ob sie den Notar bezahlt..."

Dann kann sie ja aber auch gleich den MB selbst beantragen. Die Kosten OHNE Anwalt können doch wohl nicht höher sein als diese not.Schuldanerk.
(Irgendwie hat das was von, wenn ich dem Henker den Strick noch mitbringen müsste und selbst bezahle)

Steuererstattungen habe ich nicht zu erwarten und man kann dies aus meinen Steuerbescheid schon sehen. Dies weiss die Bank aber auch. Musste ja eh jährlich über meine finanz. Situation Rechenschaft ablegen.

katharina
05.10.2004, 17:08
Du willst mich nicht verstehen oder? Nochmal schreib ich den ganzen Salmon nicht. Ich klink mich hier jetzt aus.