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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : mit Niedrig Lohn geht es vielleicht



Felsenbirne
21.12.2004, 09:45
Die Alterung der Bevölkerung bleibt beherrschbar
Bundesbank: Demographische Belastungen sind kein unabwendbares Schicksal


Die zunehmende Alterung der deutschen Bevölkerung muß nicht unbedingt zu Wohlstandseinbußen führen. "Die demographischen Belastungen sind kein unabwendbares Schicksal", faßt die Deutsche Bundesbank eine einschlägige Studie in ihrem Monatsbericht Dezember zusammen. Allerdings müsse die Politik rasch Maßnahmen ergreifen, mit denen die aufziehenden Belastungen abgefangen oder gemildert werden können. Werde dieses Korrekturpotential genutzt, könnte das gesamtwirtschaftliche Wachstum in den nächsten zehn Jahren um durchschnittlich 0,5 Prozent höher liegen als in den vergangenen zehn Jahren, schreibt die Bundesbank. Damit wäre eine günstigere Ausgangslage geschaffen, die demographischen Belastungen, die in zehn Jahren deutlich höher als jetzt sein werden, zu bewältigen. Durch die immer älter werdende Bevölkerung steht die deutsche Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten vor starken und nachhaltigen demographischen Veränderungen, die in ihrer Art ohne historische Parallelen sind. So zeichnet sich ab, daß das Verhältnis von nichterwerbsfähigen Personen zu Erwerbsfähigen von derzeit 82 Prozent bis zum Jahre 2050 auf 112 Prozent zunimmt. Demnach müßte jeder Erwerbsfähige neben sich selbst im statistischen Durchschnitt für 1,12 Kinder, Rentner und sonstige nichterwerbsfähige Personen sorgen.


Zu den wichtigsten Gegenmaßnahmen zählt, die Lebensarbeitszeit zu verlängern. Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten wie die Straffung der Ausbildungszeiten und die Verlängerung der Jahresarbeitszeit. Auch sollte die Erwerbsbeteiligung der Frauen, die nach Angaben der Bundesbank hierzulande im internationalen Vergleich niedrig ist, erhöht werden. Dazu gelte es, den Mangel an Einrichtungen zur Kinderbetreuung zu beheben, ferner Modelle zu entwickeln, nach denen Frauen nach einer "Familienpause" reibungslos ins Berufsleben zurückkehren können.

Besonders wirksam wäre es nach Einschätzung der Bundesbank, den Eintritt in den Ruhestand nach hinten zu verschieben: "Wenn es gelänge, bis zum Jahr 2015 das durchschnittliche Ruhestandsalter um zwei Jahre anzuheben, könnte das Erwerbspersonenpotential um etwa 2 Millionen oder 4,5 Prozent höher ausfallen." Das würde den Faktor Arbeit erheblich entlasten. So könnten die Sozialversicherungsbeiträge beträchtlich abnehmen: weil Rentenzahlungen hinausgeschoben werden und weil sich das Verhältnis von nichterwerbsfähigen Personen zu Erwerbsfähigen verbessert. Wichtig wäre es nach Einschätzung der Bundesbank zudem, einen Niedriglohnsektor zu entwickeln. Dadurch könnte sich die strukturelle Arbeitslosigkeit in den kommenden Jahren um rund 3 Prozentpunkte abbauen lassen, schätzen die Ökonomen. Gleichzeitig müsse die Kapitalintensität der Produktion in der Tendenz zunehmen, um die Produktivität je geleisteter Arbeitsstunde zu erhöhen. Dazu gelte es, den Standort Deutschland attraktiver zu machen. Die demographischen Belastungen dämpfen könnte zudem eine "arbeitsmarktorientierte Zuwanderungspolitik". Sie müsse aber sicherstellen, daß die Einwanderung nicht zu einer Überforderung der sozialen Sicherungssysteme führt.

Unregistrierter Markus
30.12.2004, 14:35
zum theme niedriglohnsektor:

mit einfachen worten ausgedrückt,
wer wenig verdient wird weniger ausgeben, wird weniger sozialversicherung bezahlen, sich evtl kaputtarbeiten um einigermaßen überleben zu können, was sich wiederum auf die krankenkassen früher oder später auswirkt.
das ist eine milchmädchenrechnung die nur von politkern stammen kann weil die nicht wissen wie man mit einigen wenigen euros am tag leben kann sogar muss.

wenn das ausgeweitet wird sehe ich schwarz. fast jeder konzern wird versuchen die 1€ jobs zu schaffen. und wenn das nicht geht, wird halt der rückzug aus deutschland angedroht. was uns hier eingebrockt worden ist durch unsere liebe bundesregierung, wird in den nächsten jahren zum ausbluten des arbeitsmarktes führen. und zur fallenden binnenwirtschaft.

liebe grüsse markus