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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kann Anwaltskosten nicht zahlen - und jetzt?



Unregistriert
29.09.2004, 08:55
Hallo,

ich habe bei Einreichung des Scheidungsantrages keinen Antrag auf Prozesskostenhilfe gestellt, weil ich der Meinung war, dass ich mit ca. 1.500 € netto die "normalen" Scheidungskosten schon irgendwie zahlen kann.

Jetzt ist es aber so, dass die Scheidungskosten höher werden als erwartet, weil mein Ex und ich uns wegen unserem Haus nicht einigen konnten (er will das Haus behalten, kann mich aber nicht auszahlen, ich will verkaufen) und wir das jetzt auch über unsere Anwälte regeln müssen :-( Jetzt kommen deswegen für mich nochmal ca. 2.200 € Anwaltskosten dazu.

Meine Frage ist, ob ich für den "zweiten" Teil separat noch Prozesskostenhilfe beantragen kann? Würde ich die überhaupt bekommen bei meinem Verdienst? Ich komme im Moment gerade so über die Runden, weil ich jeden Monat noch einen Teil für das Haus mit zahle. Ich habe keine Ahnung, wie ich die zusätzlichen Anwaltskosten aufbringen sollte.

Wenn ich - was nicht so ausgeschlossen ist - wegen Hausversteigerung irgendwann in die Inso muss, fallen da Anwaltskosten auch mit rein?

Adonis
29.09.2004, 08:59
Hallo,
Meine Frage ist, ob ich für den "zweiten" Teil separat noch Prozesskostenhilfe
beantragen kann? Würde ich die überhaupt bekommen bei meinem Verdienst? Ich
komme im Moment gerade so über die Runden, weil ich jeden Monat noch einen
Teil für das Haus mit zahle. Ich habe keine Ahnung, wie ich die zusätzlichen
Anwaltskosten aufbringen sollte. Wenn ich - was nicht so ausgeschlossen ist -
wegen Hausversteigerung irgendwann in die Inso muss, fallen da Anwaltskosten
auch mit rein?

Hallo,

sprich den Anwalt darauf an, und vereinbare wenn möglich, eine Ratenzahlung.

Frag ihn doch ganz einfach, ob es möglich ist, PKH zu beantragen. Und falls es
nicht gehen sollte, bitte um Ratenzahlung.

presto
29.09.2004, 10:39
Moin,

zu der kostenfrage solltest du wirklich ein offenes gespräch mit dem rechtsanwalt suchen und eine gemeinsam tragbare lösung.

sollte keine lösung zu finden sein, kann 2erlei passieren:
1.) der anwalt wird seine tätigkeit einstellen.
2.) sollte er nicht einstellen musst du überlegen, ob du trotz drohender oder gar bekannter zahlungsunfähigkeit den anwalt weiter machen lässt oder besser nicht. wenn man weiß, dass man nicht zahlen kann, ist sowas immer sehr kritisch...

aber in jedem fall werden die forderungen von einer insolvenz "gedeckt" - wenn sie grundsätzlich insolvenzfähig sind. nur die tatsachen, die du bisher schildertest, sind kein ausschlussgrund.

gruß

Unregistriert
29.09.2004, 12:06
Hallo,

mit dem Anwalt habe ich schon gesprochen, Ratenzahlungen wären kein Problem. Würde ich ja auch machen, aber was passiert, wenn ich wegen der Hausschulden (rechne mit ca. 60.000 €) Inso machen muss? Nicht nur der Anwalt will Geld sehen, auch die Bank. Ich könnte nicht meine Schulden abzahlen und auch noch die Anwaltskosten in Raten, das übersteigt meine Finanzen bei weitem.

Weiß jemand Rat?

Unregistriert
29.09.2004, 15:10
Hallo,

hat nicht noch jemand einen Rat für mich? Weiß wirklich nicht was ich machen soll...

Gästin
29.09.2004, 15:54
wenn du das haus rechtzeitig verkaufst bleibt dir noch was übrig?
gehst du in die inso ist das haus eh weg..

schon sehr blauäugig nur mit 1500€ scheidungskosten bei vorhandenem haus zu rechnen..

Unregistriert
29.09.2004, 16:18
Ja, vielleicht war das blauäugig, aber ich hatte gehofft, dass wir uns einig werden was das Haus angeht. Ich will verkaufen, mein Ex aber nicht, obwohl er es allein nicht finanzieren kann. Er hängt eben dran, kann ich auch verstehen, nützt nur nicht viel.

Beim rechtzeitigen Verkauf bleiben auch noch Schulden, aber bei weitem nicht so viel. Sehe nicht, wie ich alles schaffen soll...

Unregistriert
29.09.2004, 16:24
wenn du das haus rechtzeitig verkaufst bleibt dir noch was übrig?
gehst du in die inso ist das haus eh weg..

schon sehr blauäugig nur mit 1500€ scheidungskosten bei vorhandenem haus zu rechnen..

hallo gästin,

wer lesen kann ist klar im vorteil ;-)

sie schrieb "ich habe bei Einreichung des Scheidungsantrages keinen Antrag auf Prozesskostenhilfe gestellt, weil ich der Meinung war, dass ich mit ca. 1.500 € netto die "normalen" Scheidungskosten schon irgendwie zahlen kann."

sie verdient 1.500 euro netto im monat und dachte mit dem gehalt könne sie die normalen scheidungskosten zahlen

gruss

s'gästle

Gästin
29.09.2004, 16:28
lass dich auszahlen bzw zwing ihn dazu..
dann wird sich dein ex schon bewegen..

aber das wird dir dein anwalt sicherlich schon erklärt haben..