PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brauche dringend Hilfe! Nur noch 2 Tage Frist in Inso



apollo0202
28.09.2004, 18:38
Hallo,

ich brauche dringend Hilfe. Folgendes Problem. Ich hatte im Zuge meiner Insolvenz alle Unterlagen beim AG eingereicht und einen Antrag auf Pfändungsschutz gestellt. Vor 3 Wochen bekam ich dann einen Beschluss in dem stand, das ich meinen pfändbaren Betrag von 273,00 monatlich an das AG zu zahlen habe. Außerdem sollte ich die Unterlagen in Kopie für das gereichtliche Einigungsverfahren einreichen.
Heute bekomme ich einen Beschluss vom Amtsgericht in dem ich nun monatlich 1610,00 EUR an die Amtskasse zu zahlen habe.
Der Reichter hat einfach mein Einkommen + dem Minijob meiner Frau (390,00) + Kindergeld (308,00 EUR) + Ausbildungsvergütung meiner Tochter (250,00) +
jeweils 1/12 Anteil aus Weihnachts- und Urlaubsgeld (250,00 monatlich)zusammengerechnet und daraus den pfänbaren Betrag errechnet.

Ich bin am verzweifeln. Die Summe kann ich niemals monatlich aufbringen.
Was kann ich tun. Ich dachte z.B. das Kindergeld nicht pfänbar wäre. Auch einfach monatlich pauschal 250,00 für Weihnachts- und Urlaubsgeld anzusetzen ist doch wohl ein Witz. Ich habe das Geld ja noch garnicht.
Und was ist mit dem Minijob meiner Frau und der Ausbildungsvergütung meiner Tochter? Das kann doch alles nicht sein Oder????

Die erste Zahlung soll bis zum 01.10. stattfinden, das sind noch 2 Tage!
Bitte, bitte helft mir ich weiß nicht weiter! Was kann ich tun???

Gruß
Apollo0202

spartacus
28.09.2004, 19:22
"Heute bekomme ich einen Beschluss vom Amtsgericht in dem ich nun monatlich 1610,00 EUR an die Amtskasse zu zahlen habe."

--- Was denn das für ein Unsinn ? Soll das ggf. der Kostenvorschuss sein ? Dann aber gwiss nicht monatlich ! Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten gestellt ?


"Der Reichter hat einfach mein Einkommen + dem Minijob meiner Frau (390,00) + Kindergeld (308,00 EUR) + Ausbildungsvergütung meiner Tochter (250,00) + jeweils 1/12 Anteil aus Weihnachts- und Urlaubsgeld (250,00 monatlich)zusammengerechnet und daraus den pfänbaren Betrag errechnet."

--- Da läuft was falsch oder Sie haben etwas falsch gelesen bzw. verstanden.


"Ich bin am verzweifeln."

--- Na das kann ich mir vorstellen. Wer ins Tollhaus der Juristen gerät ... Ggf. haben Sie aber nur etwas falsch verstanden.


"Die Summe kann ich niemals monatlich aufbringen."

--- Müssen Sie auch nicht, das ist Nonsens.


"Was kann ich tun."

--- Fachkundige Beratung einholen.


"Ich dachte z.B. das Kindergeld nicht pfänbar wäre."

--- Ist es auch nicht.


"Und was ist mit dem Minijob meiner Frau und der Ausbildungsvergütung meiner Tochter? Das kann doch alles nicht sein Oder????"

-- Kann es auch nicht !


"Die erste Zahlung soll bis zum 01.10. stattfinden, das sind noch 2 Tage!
Bitte, bitte helft mir ich weiß nicht weiter! Was kann ich tun???"

--- Wie gesagt, ich könnte mir nur vorstellen, hier wird ein Verfahrenskostenvorschuss eingefordert. Zur Not ziehen Sie Ihren Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens erst einmal zurück. Oder Sie verschaffen sich umgehend rechtlich fundierte Hilfe und Beratung.

apollo0202
28.09.2004, 19:32
Hallo und vielen Dank für die erste Hilfe!!!!

in dem Beschluss steht wirklich drin:
"Dem Schuldner wird gleichzeitig in Abänderung des Beschluss vom xx.xx.xx aufgegeben monatlich statt 273,00 ab dem 1.10.2004 1610,96 auf das in dem abgeänderten Beschluss genannte Konto einzuzahlen. Im übrigen gil der Beschluss vom xx.xx.xx.


Gründe:

...........
Nach Tabelle gem. §850 c ZPO ergibt sich ein pfändbarer Betrag von monatlich 1610,96...

Wenn ich soviel Geld hätte würde ich nie in die INso gehen.
SO wurde auch z.B. nicht meine Kranken und Pflegeversicherung berücksichtigt, die ich monatlich selber abführe.

Im übrigen war das ein anderer Richter als der, der für den ersten Beschluss zuständig war wo ich noch monatlich 273,00 zahlen sollte. Was eigentlich rechnerisch auch richtig ist.

Man was sind das nur für Leute... Bin fix und fertig.
Gruß
Apollo

spartacus
28.09.2004, 19:52
Nur die Ruhe.

Ein Kostenvorschuss, so wie vermutet, ist das allerdings nicht.

Nach Tabelle gem. §850 c ZPO ergibt sich ein pfändbarer Betrag von monatlich 1610,96...

Wie hoch ist denn Ihr (eigenes) monatliches Nettoeinkommen sowie die Beiträge für KK usw. ?

Haben Ihre Kinder haben alle samt eigenes Einkommen, Ausbildungsvergütung ? Zahl der Kinder nebst deren Einkommen ?

Ihre Frau hat nur diesen einen Minijob ?

In keinem Fall werden die Einkommen als Familieneinkommen zusammengerechnet.

Es könnte sein, dass keiner Ihrer Angehörigen (da eigens Einkommen) als unterhaltspflichtige Person berücksichtigt wurde. Dann müssten Sie bei einem Pfändungsbetrag von 1.610,- Euro aber mit Ihrem eigenen Nettoeinkommen schon weit über 3.000,- Euro liegen.

apollo0202
28.09.2004, 20:04
Hallo,

hier meine genauen Daten:

Mein Einkommen: 2908,00
abzüglich privater Kranken- und Pflegevers. 324,00
also 2584,00 Netto

Meine Frau hat nur ein Minijob: 392,00 EUR monatlich
Meiner erste Tochter in Ausbildung (250,00 EUR)
meine zweite Tochter ist erst 11 Jahre also nix...

Unverschämt finde ich auch der der Richter einfach mein Weihnachtsgeld (2000,00 + Uralubsgeld 1000,00) dazugerechnet und durch 12 geteilt hat.
Urlaubsgeld ist doch nicht pfändbar und vom Wihnachtsgeld müssen mir doch auch 500,00 EUR bleiben.

Ich hoffe das hilft Ihnen!!!! Vielen Dank!!!!
Gruß
Apollo

apollo0202
28.09.2004, 20:22
Hallo nochmal,

>>Es könnte sein, dass keiner Ihrer Angehörigen (da eigens Einkommen) als >>unterhaltspflichtige Person berücksichtigt wurde. Dann müssten Sie bei >>einem Pfändungsbetrag von 1.610,- Euro aber mit Ihrem eigenen >>Nettoeinkommen schon weit über 3.000,- Euro liegen."

Dann hätte der Richter aber das Einkommen der Angehörigen aber auch nciiht einfach dazuaddieren dürfen. Das hat er aber gemacht.

Also wörtlich:

Gehalt: 2908 + Gehalt Ihrer Frau: 392 + Gehalt ihres Kindes 250,00 + Kindergeld 308,00 + Weihnachts- und Urlaubsgeld 250 : (3000 : 12 Monate)
ergibt 4106,00 EUR.

Nach Tabelle gem. §850 c ZPO ergibt sich ein pfändbarer Betrag von monatlich 1610,96 EUR.

Das steht da wirklich so drin.... HEUL!!!!

spartacus
28.09.2004, 20:33
... Gehalt: 2908 + Gehalt Ihrer Frau: 392 + Gehalt ihres Kindes 250,00 + Kindergeld 308,00 + Weihnachts- und Urlaubsgeld 250 : (3000 : 12 Monate) ergibt 4106,00 EUR ...

Das gibt es überhaupt nicht. Gehen Sie gegen diesen Beschluss vor. Der hat offenbar tatsächlich das Familieneinkommen zusammenrechnet (inkl. Kindergeld) und dann gem. Spalte 3 Lohnpfändungstabelle berechnet. Wirklich, das kann so nicht rechtens sein oder der Rinderwahn hat in deutschen Amtsstuben einzuggehalten, ich für meinen Teil habe so etwas noch nicht auf den Tisch bzw. vor den Augen oder sonst wo.

Unregistriert
28.09.2004, 20:39
Hallo spartacus,

ich denke auch das ist der Wahnsinn. Zudem hatte der herr Richter es dann noch nicht einmal nötig die Sozialabgaben abzuziehen. Ich denke auch sowas gibt es eigentlich in keinem schlechten Horrarroman. Mein Anwalt wird sich morgen der Sachen annehmen.

Aber was machen den Menschen, die alles sofort glauben was vom Gericht kommt. Die sind ja völlig aufgeschmissen. Sowas wäre glaube ich auch was für die Medien wenn es nicht mich betreffen würde....

Gruß
und Danke!!!!
Apollo

† Matthias Hofmann
29.09.2004, 07:43
Das ist so ein Schwachfug, daß ich es kaum glauben kann. Wenn Sie wollen, und den Beschluß scannen können, können Sie ihn mir gerne mal per Mail schicken, dann sehe ich mal drüber.
Legen Sie gegen den Beschluß Beschwerde ein (umgehendst) und lassen Sie sich anwaltlich beraten.

Matthias Hofmann

apollo0202
29.09.2004, 09:03
Hallo Herr Hofmann,

vielen Dank für Ihre Bemühungen. Ein Scanner habe ich leider nicht aber ich könnte es Ihnen sofort rüber faxen, wenn Sie mir kurz Ihre Faxnummer geben.

Hier meine eMail Adresse: abc2310@gmx.de

Vielen Dank!!!!

mfg
Apollo0202